Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1677
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Sommer.

ren, mkk dem er zu der Zeit in Amsterdam lebte,als van Mander dort seine Maler-Biographieenschrieb. Nach England kam er wahrscheinlich umi6o6. und blieb dort bis um 1620. In derBildnißmalerey hatte er daselbst viel Ruhmwür-diges geleistet. Daß ein noch zu Arundel-Castle befindliches Bildniß des jungen Lords Arundel(st. zu Brüssel seinen Ruf nach London

bewirkt habe, wie Dallawap II. 220. will, istwohl ein gänzlicher Irrthum; und dann vielleichteben so sehr, daß ein anderes von Sir ThomasDodley in 1297. gemaltes, in der nämlichen Samm-lung, eine von ihm in England gefertigte Arbeitsey. Seine sichern Hauptwerke dort sind: Einmeisterhaft ausgeführtes Knieestück des Grafen W.von Pembrocke, in St. James; Jacob I. zuWindsor; ein noch besseres von diesem Monarchen,und ein anderes von dessen Gemahlin (mit einemPferde und Doggen), zu Hampkoncourt; Anna von Dänemark , eben daselbst; drey Damenbild-nisse < darunter Lady Morton 1616.) zu Dikchley;Lord Kanzler Bacon und sein Bruder Nicolas zuGorhambury; Sir Simon Weston, ganze Figur,mit einer Picke in der Hand i6u8. (einst im Be-sitze des Lord Oberrichters Raymond); der Mar-quis von Hamilton zu Hampkoncourt. Auch einvortrefliches, van Docks würdiges Bildniß desersten Grafen von Devonshire wird von Einigenihm zugeschrieben, was aber von Mytens herrüh-ren soll, mit dessen Arbeiten van Homers seinebisweilen so viel Aehnlichkeit haben, daß man,nach Walpole, sie nur dadurch unterscheide: Daß«rstrer seine stehnden Bildnisse auf Sammt,letztrer hingegen auf Strohdecken stelle.

Homeren (V.). Von einem solchen, uns sonstganz unbekannten Stecher, führt eines unsrerVerzeichnisse: Den Maler und die Malerin nachE. Reni, einen Todtenkopf nach I. Robusti, unddas Bildniß des Arztes I. Cuno, ohne Namendes Malers, an.

* Homls. Nach Einigen blühete dieser alte

Bildhauer zwischen der HZ. u. 60., nach Andernerst in der 7». Olympiade, a. Aonr 1810.

Xünstl. Alm. 5 . Meusel's Arch. I.(2.) 126.

Hommarive (von). Soheißtim Tübing.Morgend!. 1809. S. 820. beyläufig ein französi-scher Kunstliebhaber, der durch seine schöne Samm-lung von Kunstwerken bekannt sey. Dort indessenwird von ihm etwas ganz Anderes (Nützlicheres),nämlich die Auötrochnung eines Morastes zuEpinay bey St. Dcnis, angeführt.

* Homme (de). Vermuthlich (sagt eineunsrer Notizzen) ist das auf Holz gemalte Abend-mal, ein kleines und sehr schätzbares Stück in derKapelle S. Eustachius, der Cathedralkirche zuParis , von diesem Meister, ^c. Wir zweifelndaran. Dagegen hat, zuverläßig nach ihm, Jac.Coelemans ein kleines Blatt mit zwey Pfirsichenund einer weißen und blauen Weintraube gestochen.

Sommer (A.), ein Kupferstecher, der um1800. zu Wien arbeitete. Wir kennen einen Pro-spekt der St. Stephanskirche zu Wien , für denVerlag von Joseph Eder, von ihm mittelmäßigin Fol. geetzt.

ein Böhme, der sich 1802. zu Dres­ den aufhielt. Die dortige Kunstausstellung gedach-ten Jahres, zeigte von seiner Hand zwey getuschtegroteske Landschaften.

(Ellas). So heißt in Giculs An-nal. ein Maler zu Leipzig , der daselbst bis zuAnfang des reuiger Jahre erscheint, wo er ver-muthlich gestorben ist.

(Georg Christoph), war 1812. desLandgrafen von Hessen - Casscl Hofgärtner imWilhelmsbade.

.Sommerau. 1677

Sommer (Joh.). Nach einem uns sonst ganzunbekannten Künstler dieses Namens, hat C.Romstedt das Bildniß des Herzogs Sächsischen und Grast. Schwarzenburgischen Leibarztes, B.Glaffius (set. 70. 1666.) gestochen. Einer unsrerFreunde glaubt, daß er vielleicht mit dem nach-solgenden I. Sommer Eine Person seyn dürfte.

(I. F ), Maler zu Gotha , malte von16Z7. bis 5 g. die Dorfkirche zu Haüßen, zm Her-jogth. Gotha aus; und verfertigte auch 16(17.das Bildniß des Hofpredigers Chr. Dranchorst'Sin Lebensgröße, was in der Sakristey der Her-zoglichen Hofkirche zum Friedensteine hangt. Go-rhaisch. Rirchen-u. Schulstaar. Th. I. St. s.S. 192. u. Th. II. St. 2. S. go.

Schüler der Akademie zu Leipzig .Don ihm sah man auf der Dresdner , Kunstaus-stellung 180Z. eine Zeichnung in Kreide. Ob ermit dem nachstehnden Stecher Sommer vonLeipzig Eine Person sey, ist uns unbekannt.

(M.J.) Kupferstecher, gab in i 663 . einBildniß von Georg Friedr. Krauß in kl. Fol.Schad's j)macorhek S. 87. Einer unsrerFreunde zweifelt aber, ob die Angabe dieses Künst-lernamens richtig sey.

(Philipp Friedrich), lebte 1764. zuMarburg als Hofbildhauer des Landgrafen vonHessen-Cassel . Hessen -Cassel . Sraars-u.Ädreßk. auf 1764.

( ). So heißt, vielleicht fehlerhaft,

in franz. Blättern, ein Bildhauer von Aschaffen­ burg , der 1812. im dortigen Universitätssaal einecolossale Büßte des H. Großherzogö in Marmoraufgestellt hatte.

( ), Kupferstecher zu Leipzig . In

einer Bildergeographie, deren erster Band, Leipzig 1810. 8°. erschien, trift man von seiner Arbeit an.S. auch oben I. F. Sommer.

* Sommeren, Sommern,

Sommr und Somr s. auch Somer undSomeren.

Sommerau (Johann Heinrich Ludwig),geb. zu Braunschweig 1766. gieng in seinem Sic-benzehnten nach Rom , und studirte daselbst »achden Antiken, nach Raphael, Mengs und anderngroßen Meistern. Um 1780. hielt er sich zu Aug-spurg auf, und malte Bildnisse in Litians Ma-nier. Seine Zeichnung ist fest, und seine Compo-sition in historischen Stücken sehr schön. L. vor»Wmkelmann. Neueres haben wir nichts vonihm vernommen. Ob er etwa ein jüngerer Bru-der des gleich folgenden Ludwigs, oder vielleichtgar mit ihm Einer und derselbe sey, ist unSunbekannt.

(Ludwig), Maler, Zeichner, Ku-pferstecher und Kupferetzer, geb. zu Wolfenbüttcl17Z0. arbeitete einige Zeit zu Basel bey von Me-ldet; alsdann gieng er nach Italien , wo er, wäh-rend seines sechsjährigen Aufenthalts zu Rom ,Blätter nach Raphael und andern italiänischenMeistern lieferte. Nach seiner Zurückkunft inDeutschland hielt er sich einige Zeit zu Frankfurt am Main und Hamburg auf. . Alsdann gedachteer eine Auswal von Zo. Gemälden aus der Gal-lerte von Salzthalen nach und nach gestochen zugeben. Allein der Tod unterbrach die Ausfüh-rung. Es erschienen nur zwey Blätter davon.Dieser Künstler hatte zwar Talent; er war abernoch nicht ausgebildet; oder es fehlte ihm an oemerforderlichen Gefühl, sein Urbild geschmackvollvorzutragen. Man vergleiche z. D. sein Gluck nachGuido mit ebendemselben von Morghen. Dennochgehört solches zu seinem Dedeutendern, so wieseine beyden Sibyllcn nach Dominichino undGuercino , jene im Pallaste Borghese, diese imVatikan ; dann die Versammlung der Götter bey

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