1678 Sommerfeld.
Cupido's und Psychc's Hochzeit (1780. komre),nach Raphael, und nach Ebendemselben die:lapisserie äu Vatican (20. größer und kleinereBlatter), welche die vorzüglichsten Gegenständedes neuen Testaments enthalten. Rost II. 5 o 5 —7. Dort und im Katalog von Brandes werdennoch von ihm allerley kleine Blaktgen angeführt,welche er (1774.) schon zu Basel , und (1779.)zu Rom gefertigt hatte. Ein Verzeichniß meinessel. Vaters endlich nennt noch von ihm: Rem-brandts Bildniß nach ihm selbst in Octavformat,geetzt (wie mit Wolle gestickt). S- auch den gleichvorhergehnden Art.
Sommerfeld (Aloys von), radirte eineAnsicht des Münsters zu Straßburg nach T..und eine der St. Steyhanskirche zu Wien nachS..für den Kunsthändler Ignatz Sauer. Un-ser Künstler arbeitete um 1800. zu Wien .
S 0 mmLer ( ). So nennt Ludwig von
Winkelnrann einen uns sonst ganz unbekanntenKünstler, welcher um 1775. sehr angenehme kleineLandschaften zu München gemalt habe.
* Sompel oder Sompelen (Peter van),
geb. um 1600. Von ihm heißt es bey Rost V.870—71. „Derselbe war ziemlich correkt in derZeichnung. Das Nackte bearbeitete er mit Punk-ten, und stellte die äußern Theile seiner Figurenmit vieler Genauigkeit vor. Sein Geschichtliches«ach Rubens , so wie seine Bildnisse nach demsel-ben und nach van Dyck, sind zart und gefällig;jenes indessen darin mangelhaft, daß es das Breitedes Pinsels seines Urbilds nicht ausdrückt", wa-tetet sagt von ihm: „Die Feinheit der Nadel,mit welcher er die Jünger von Emaus (1642.)nach Rubens gestochen hat, wäre vielleicht (ausdem gleich vorhin von Rost angeführten Grunde)gefährlich nachzuahmen; aber deswegen kann mannicht umhin, dies Blatt zu bewundern. Die sauf«ten, gedämpften und gefärbten Töne geben seinemStiche den Werth einer getuschten Zeichnung."Von Geschichtlichem kennt man, (neben gemcldtemBlatt) von ihm: Christus am Kreutz, Jxion vonder Juno bintergangen (schon und selten), denjungen Erichton im Korbe, von Aglaura und ihrenSchwestern entdeckt, alle drey nach Rubens , undJupiter und Antiope, nach van Dyck . VonBildnissen dann jene halb lebensgroßen Bildnisseder Kaiser aus dem Hause Oestreich, und derGrafen und Gräfinnen von Flandern (letztre ge-meinschaftlich mit Suyderhoef), nach der Zeich-nung von P. Soutmann; andre nach van Dyck ,I. van Eyck, G. van Honthorst und Rubens ,nach letzter», (gemeiner Meinung gemäß) dasje-nige von Th. Paracelfus, wennschon auf späternDrücken mit: mv. bezeichnet. Andre,
ohne weitere Namen, als den seinigen, und:ä'orttEM exc. bezeichnet; wie ;. B. Maria von Medicis , Gaston Herzog von Orleans, u. s. f.Alle diese Blätter datircn sich von 1626—46. Conk.Rost 1 - 0. Z71—72. t?a»ck/ü»!, /^'»/b/eröc Lrair-
Letztre beyde auch 8. V. vmr Oz/rL, ä'orck-Ett« L Cafp. Füßll in seinem:
Raisonir. verzeichn. (1770.) nennt von ihm,nach Rubens , was sich selbst bey Basan nichtfindet: Eine Göttergesellschaft, wo ein Engel einenFuchs auf der Achsel tragt (!), und dann einBlatt mit der Unterschrift:
Ors U^ron, kumeros , lumill!» Kurie
krsrileleL; vocern knßere oeiuo poteLl.
* SolnplNl, s. Zainpini.
* Son (Johann van), der im Lex. unter demArt. seines nachfolgenden Vaters Joris erscheint.Fiorilko V. 4*5—16. glaubt, daß derselbe mitdem Zsn oder van Zoon, den auch das Lex.hat, und mit einem Franz Vanson oder van-zoon, dessen Walpole gedenkt, Eine Person sey;in solchem Fall müßte er vor 1661. geb. seyn,da§s, nach letztgenanntem Schriftsteller heißt,
Sonnenberg-Galant.
baß er 1700. etlich und fünfzig Jahre alt gestor-ben sey. Namentlich malte er Orangen und Ci-tronen mit tauschender Wahrheit. In Englandwar sein vorzüglichster Gönner der Graf von Rad-nor, der in seinem Pallaste in St. James-Squareeine große Zahl seiner beßten Arbeiten aufbewahrt.Eben so besaß dort einst von ihm der Maler N.Streater (st. 1680.) über 8o. Bilder; neben andern einige mit Wasserfarben ausgeführte Vögel.In Deutschland besitzt von ihm, unsers Wissenseinzig die Gallerie zu München zwey große Bil-der: Basreliefs, mit Früchte-und Blumenkränzenumgeben, und diejenige zu Dresden Trauben u.a. Früchte auf einem Teller.
* Son (Joris, d. i. Georg). Von seinenvielen Arbeiten besitzt, von Fürstlichen Gallertenin Deutschland , unsers Wissens, einzig diejenigezu Dresden ein kleines Bild: Trauben, Pfirsiche,Spargel, u. s. f. auf einem Teller.
— — (Nicl. de), Kupferstecher. Von ihmnennt Hirsching (rdachrrag von Gemälden-und Rupferstichsanrinl. Vl. 2Z.) eine Conver-sation in einem Garten. Doch ist dort sein Tauf-name bloß mit N. bezeichnet. Hingegen wirklichmit Mcl. (aber bloß geschrieben) sind es 6.kleineQuerblätter, auf deren jedem zwey charakteristi-sche Figuren, im Geschmacke des Callot, aberohne dessen Geist geetzt, in MoncornetS Verlage.Wir vermuthen aber eher, daß letztre, und derim ff. Art. genannte Dorfmarkt nach Callot , Ei-nem Meister zugehören.
*— — ( de). Derselbe hieß perer, undarbeitete um 1646. in welchem Jahr er die Bela-gerung von Dünkirchen mit'Grundriß und Beschrei-bung , nebst den Prospekten von Rokroy, Thionsville, Philippsburg und Mainz , Alles auf Einemgroßen Blatte gab. Nach Callot dann kennt manvon ihm (ohne Namen) einen Dorfmarkt, miteinem Hautboisspieler, neben einem Kramladen;und eine lange Gaße (im Mittelgrund eine Ca-rvsse). Ferners, nach eigener Zeichnung die Fa-rads von Norre Dame zu Rheims. S. auch denvorhergehnden Art.
Sondermeyr (Simon Laddeus). So heißtirgendwo ein uns sonst ganz unbekannter ältererKünstler von Augsburg , der ein Blatt: St. GeorgMegalo der Märtyrer, ohne andern Namen alsden seinigen gestochen habe.
S 0 ni (Jacob). Und so bey Rattr ein Maler,von welchem man in der Kirche St. Theresia zuGenua eine Tafel zeigt.
Gonin, s. Sonnrn.
S 0 nmans (Wilhelm). Ein solcher zeichnetemeist alle Pflanzen zu R. Morison's: blistoriaplantarum (Oxoniss et UoncUni 1716. gr. Fol.).Dieselben wurden von mehrern englischen Künst-lern geetzt.
Sonnemann (Friedrich), war 1800. Jnge-nieurhanptmann und Landbaumeister zu Gießen .Hessen -Darmstadkl sch. Sraars-u. Ad-reßkal. auf 1800.
— — ( ) Doktor; in der Gallerie zu
Salzdahlmn fand sich einst von ihm (nach «Quer-furr's Angabe) »ein Blumentopf mit vortreflich„schönen Blumen, worauf Insekten kriechen, sehr,, inventiös ordonirt, 2< hoch 1 breit."
* So n nemans ( ). Nach ihm hat Burg-hers die Enthauptung eines Heiligen mit der Un-terschrift: kkascium Cz'priariuln ßlallio snimall-verti placet in kl. Fol. gestochen. Dort ist er:§o!ima»5 llelineavit geschrieben.
Sonnenberg-Galanr ( ), einKünst-
ler dieses Namens von Amsterdam , erhielt 180g.den Preiß der vierten Klasse des dortigen Königl.Instituts, von i 5 oo. Fr. nämlich, für die beßtc—Blume!!