Stagnon.
Gragnon (Anton Maria), Königlicher Sie-gelgraveur zu Turin ; gab um 1780. eine Samm-lung von weiblichen Kleidertrachten dortiger Staa-ten auf HZ. Kupfertafeln. Dann: Lest Zönörslcles Uniformes 6e8 1'roupes 60 8. N. !e koirle ^srllai^ne, 2 Vol. I'urin 1790. nach ei-gener Zeichnung. Vermuthlich auch Er arbeitetean der Vc>va86 pittoresguo ci'Itslie. So z. B.jwty Bl. 8oene8 tkeatralo8; dann: komme gulrient un ensant 6ce. Diese drey Blatter gemein-schaftlich mit Cboffard, aber nach der Zeichnungdes Unsrigen. Basan L8.8ec. nennt wohl keinenandern Künstler als unsern M. A- Stagnon, vonTravelona gebürtig, und führt von ihm ein in1781. zu Paris gestochenes Blatt nach Bracken-burg aus dem Kabiuek le Drun an, welches inirgend einem Katalog ein schönes Gesellschafts-siück mit zwey tanzenden Figuren heißt- Ob ergar auch mit dem nachfolgenden Joh. BaptistStagnon Eine Person sey, oder dann etwa des-sen Bruder seyn dürfte, ist uns unbekannt.
— — (Joh. Baptist), vielleicht Sohn oderBruder des Obigen, stach, nach Molinari, einsehr mittelmäßiges Bildniß König Victor Ama-deus III. von Sardinien in Fol. zu des: 6 ". ^i-Z/o«r: klors peclemontsna (August 1 'surinor.17N. Z Theile, gr. Fol.) S- auch den vorherge-henden Art.
* Sragoll, s. auch pierrasanra.
Srahl» (Peter), ein Bau- und Mauermei-ster, der zu Wittenberg um i 56 H. arbeitete.
Stahl (Adam). Ein solcher war 1792. Hof-baumeister u. Hofkammerrath der Churfürsten vonKöln . Thurcölnischer Hofkalender auft 792 >
— — (Albrecht d ). So wird ein Kupfer-stecher genannt, der ein Bildniß von Joh. GeorgCchclhvrn geliefert haben soll.
— — (Christoph) Rathskammerer zu Schnee-berg in Sachsen , bauete i 56 b. die sogenannteSilberstraßenbrücke von Neuem auf. Schramm«Brückenschauplatz S. 1Z7. Ob er auch wirk,lich ausübender Architekt war, ist uns unbekannt.
— — (Franz). So hieß ein Bau - und Mau-rermeister zu Wittenberg um i 56 o.
— — (Georg Conrad), gab unter dem Titel:Europäischer Ingenieur, eine Kriegsbaukunst,welche zu Nürnberg 1687. erschien. Man hathiervon verschiedene Auflagen (eine derselben istbetitelt: Brandenburgischer Ingenieur» aufwelchen sein Name aber in Georg TonradMartins umgeschrieben und verdeckt ist.Scheid els Einleitung zur marhem. Bü-cherkennrniß l.
— — (Jacob), zeichnete zwey Ansichten derStadt Narva , die, auf einem Folioblatte, vonC- Rvthgiesser radiert, in Ad. GleariusReisen nach Moskau und persien sich befin-den. Die erste Auflage derselben, (Schleßwig16H7. Fol.) hat dieselben noch nicht; sonderZweifel aber die zweyte, welche i 655 . erschien,und die dritte von i6Z6.; wir haben, (nebst ge-dachter ersten) die vierre (Hamburg 1696. Fol.)mit obigen Prospekten vor uns. Srahl lebte umdie Mitte des XVll. Jahrhunderts, und warvermuthlich aus der Familie von Heinrich Stahl,damals Superintendent zu Narva . Ohne Zwei-fel ist er derselbe Jacob Srahl, von dem irgend-wo ein schön geetztes, von 16H6. datirtes Blatt:Ein altes Weib mit einem Licht, an welchem einJunge das (einige anzündet: „zu Riga inMühl-mann's Hause", angeführt wird. Auch der Kata-log Paignon-Dijonval nennt dieses Blatt, undzwar wahrscheinlich als Kopie von einem andern,welches Rubens nach eigener Erfindung geetzt,und vollendet haben soll. Dort heißt unser Künst-ler I. A. Srahl.
Stahl. 1709
Srahl (I. A ), s. den gleich vorhergehendenArtikel.»
— — (Joh. Caspar.) So heißt in Me li-ste!'« ist!. R. L. ein um 1809. noch lebenderWachsbossirer zu Nürnberg , und Sohn einessolchen, dort geboren; mit beygefügter Notiz;:„Seine Bildnisse werden sehr gesucht; vorzüglichgut machte er diejenigen Kaiser Joseph II. undFriedrich II. von Preußen.''
— — (Joh. Ludwig), des Obigen jüngererBruder, geboren zu Nürnberg 1709., verlor sei-nen Vater frühzeitig, erhielt dann Unterricht vonJoh. Caspar, wiedmete sich der Kupferstecherey,ließ sich die mechanischen Vortheile dieser Kunstvon A. L. Möglich zeigen, und übte sich bey dem-selben einige Jahre lang im Aetzcn. Durch des-sen Empfehlung kam er hierauf 1778. nach Augs burg zu dem damaligen Kunsthändler Großmann,für dessen Kunstverlag er arbeiten mußte. Durchdie vielen schönen Kunstwerke, womit dieser han-delte, und durch den Umgang mit verschiedenendortigen Künstlern erwarb er sich immer mehrKenntnisse. Nach einiger Zeit besuchte er auchdie dasige Kunstakademie, um nach dem Leben zuzeichnen, und wurde bey der ersten öffentlichenAusstellung daselbst (1781.) durch seine Zeichnungnach einem Gemälde von Dietrich, mit einer sil-bernen Medaille „gekrönt." In 1782. erhielt ernicht nur zwey kleine Gesellschaftsprämien, son-dern auch den ersten Preiß bey dem Zeichnen nachdem Leben. Von Augsburg aus machte er eineLnstreise nach Ulm , wo er »bey Hundert" Bild-nisse mit schwarzer und rother Kreide nach demLeben zeichnete, auch einige Sachen in Kupferverfertigte. Seit 178Z. hält er sich wieder inNürnberg auf, wo er meist für einheimische undauswärtige Buchhändler arbeitet. Einige Jahrelang studirte er auch, unter Anleitung des Inge«nieurhauptmanns Keil, die Feldmcß - und Civiibau-kurrst. Als Kupferstecher bestehen seine Arbeitenmeist in Vignetten, Titelblättern, Allerley nachphysikalischen und mathematischen Gegenständenu. s. w., theils nach eigener Zeichnung, theils nachAndern. Er lebte noch zu Nürnberg um »809.Nach Schad'« Pinakothek S. sog. führte erdort einen eigenen Kunstverlag, und war Mit,glied der Malerakademie. Eine ausführliche Lit-teratur seiner vorzüglichsten Blätter, welche ertheils zu Augsburg , theils zu Nürnberg gefertigt,findet sich in Mensel'« M L L VonBildnissen z. B. Pius VI. nach Gütz; der Ver-walter Hainlein, von ihm selbst gezeichnet; dannHerzog Leopold von Draunschweig, wie er in denNachen steigt, und Ziechen sitzend vor seinem Kö-nige, beyde (kopirt) nach Chodowiecki . Fernermancherley Prospekte malerischer Gegenden umNürnberg , von ihm selbst nach der Natur gezeich-net; der Fraucnberg, nach Engelschall; die vondem Benediktiner der ehemaligen Abrey Michel-felden gezeichnete Karte des Klosters Weissenohezu Hermann Scholliner's genealogischen Abhand-lungen, u. s. f. Endlich verschiedene Kunstan-leitnngen: Unterweisung zum Tuschen mirdreyfacher Time. Nürnb. 791. 8°. — Uebun-gen im Tuschen aus dem Tbier - Vogel - u.Blumenreich, mit illumin. Kupfern, Z Hefte.Ebendas. 792. — verschiedene Landschaften,zur Uebung im Tuschen und Lajrren mitFarben, H Hefte. Leipzig und Jena 1792—94.gr. Ho, — Abbildungen menschlicher Formen,nach dem Leben gezeichnet, 2 Hefte, illumi-nirt und schwarz, 179H. (dieß schon um 1789. vondem Künstler zum Kauf ausgeboten, Z6 Bl. füri Rchthlr.) Das letzte datiere dann: MalerischeAnsichten und Prospekte um Aürnberg, zurbeliebten Abwechselung im hsiachruschen u.Laviren mit Farben, für schon etwas Ge-übte i. d. Zeichenkunß, wie auch als freund-schaftliche Angedenken in Stammbücher zugebrauchen, erstes Heft 1796. in qu. Quart. —
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