Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1747
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Stockm-a k.

dem Brustbild des Kurfürsten Friedrich Carl Jo-sephs , welche der Lengnichsche Münzkara-log (Danzig 1798 ) S- i 45 . Nro. 1041. angiebt.Gorh. Hofkal. Meusel's zJ. R. L.

Stock mar( ), Medailleur zu Salfeld,in den Herzogl. Sächsischen Landen, um 1811.Seinen Namen lesen wir in: Berechnung fürdie ain 1. Sepr. isio. zu Eisenach verun-glückten, eingegangenen Hülfsgelder (Eise-nach 1811. Fol.) Ob er nicht ein Sohn vonJohann Wolfgang Heinrich seyn könte?

-- -- ( ), Medailleur zu Ilmenau , inden Herzogl. Sächsischen Landen. S. oben Joh.Wokfg. Heinr. Grockmar.

( ). So heißt auch bey Aothna-gel N°. 674. u. 76., ganz ohne Weiteres, einJagdenmaler.

Gröber (Franz), Maler zu Spcyer, gebo-ren zu Wien 1760. studirte erst b.ey den Jesuiten ;als aber ihr Orden aufgehoben wurde, thatenihn seine Eltern in die Lehre bey einem Goldschmied.Als er bey seinem Meister fleißig zeichnete, so be-merkte sein Oheim, der Maler und Gemäldehänd-ler war, seine Talente in der Zeichenkunst, undviech seinen Eltern, ihn in die Zeichnungsakade-mie zu schicken. Weil seine stärkste Neigung aufLandschafts- und Architckturmalerey gerichtet war;so begab er sich in die Schule des Landschafts-malerey-Akademiedirektors, Christian Brand, unddes Professors und Kupferstechers, FriedrichBrand. Um die Farbenmischung zu lernen, gienger fleißig mit Herlein, einem Maler von Fulda ,um. Bey Gelegenheit des Gemäldehandels seinesOheims machte er mit ihm eine Reise durch dasReich, nach den Niederlanden , Holland und indie Schweiz . Er bekam dadurch viele niederlän-dische Malereyen zu sehen; und da ihm das Ko-lorit derselben sehr wohl gefiel, so verließ er das-jenige, dem er sich bis dahin gewidmet hatte.Weil aber seine Lehrer in Wien unzufrieden dar-über waren, so erhielt er 1784. bey der Land-schaftsmalerev nicht die erste, sondern die zweytePrämie. Aus Verdruß hierüber verließ er Wien ,und machte mit seinem Oheim abermals eine Reisein die Niederlande . Er kam auf derselben nachSpeyer , und ließ sich dort häuslich nieder, weilihm der dortige Domdechant, Freyherr von Hüt-ten zu Stolzenberg, die Aufsicht über seine an-sehnliche Gallerie auftrug. Hier vervollkommneteer sich durch das Studium der vornehmsten Mei-ster, sowohl aus der italienischen, als teutschenund niederländischen Schule. Für den erwähntenDomdechant malte er ein ganzes Kabinet, worinbesonders die Rudera der zu Speyer nach der1689. erfolgten französischen Mordbrennerey merk-würdig sind. Ebendaselbst ist von ihm der Rhein-fall bey Schaffhausen , von dem er auch eineCopie nach Wien senden mußte. So hieß es schonbey Meus. 11.(1789.); sodann in Ebend. R L.nichts weiter, ausser daß er dort (1809.) nochunter die Lebenden gezählt wird. Etwas ver-schieden von obigen Nachrichten lesen wir vondiesem Künstler in dem Meuselschen Mus.X. 079- »Derselbe lernte die Anfangsgründeder Malerey bey Frisier, von dem er zu ChristianBrandt kam, diesem aber gar nicht in seiner Ma-nier folgte, worin er (heißt es in einer Note)Recht hatte, sondern statt dessen van der Heyden,Wyuants, und die Natur, mit einem schönen,zierlichen und ausgeführten Niederländischen Pin-sel nachahmte". Bey dem H. von Hütten inSpeyer hätte er sich (diesen letztem Nachrichtenzufolge) noch um 1790. befunden. S. auch dengleich ff. Art.

(Franz), wahrscheinlich nicht der Obige,wohl aber etwa sein Sohn, oder ein anderer,gleichnamiger Künstler dieses Geschlechts, von Wien gebürtig, erhielt in i 8 i 3 von der KK. Akademie der bildenden Künste daselbst, von den durch den

Stöcklin. »747

Freyherr» von Gundel gestifteten Preisen den Zwey-ten, im Fache der Zeichnung nach den Antiken.

Sroeber ( ), Kupferstecher zu Wien .

Von ihm kennt man eine (sehr mittelmäßige) Ti-tel-Vignette zu der: Neuesten Beschreibungdes Larlsbades von A. L- Gröhr (Wien ,Prag und Carlsbad 1802. 8°.) Dann zeichneteund stach er, noch dem Entwürfe von K. I. Ki-pferling, einen Oestreichischen Post- und Reise-atlas , Pr. 5 Rhlr. 8 Gr.; ferner eine Karte desViertels unter dem Wienerwalde, entworfen vonI. M. v. Liechtenstern, gezeichnet von F. Haeuf-ler. Beydes erschien aus dem Verlage des Wie­ ner Kunst - und Jndustriekompt. in 1804. Allst,geograph. Ephemeriden XVI. i8r>5. S. 228.X VII. S. 55 o.

Sroeckel (H. F. A.) Hofschreiner zu Schleitzim Voigtlande, hat sich als Schriftsteller bekanntgemacht durch: Gründliche Anweisung denBernstein aufzulösen und mit demselben zulakiren (Nürnberg 1798.8°); und: praktischesHandbuch für Bünstler, Lakirliebhaber undAnstreicher aller Delfarben (Nürnberg 1798.8°.; andere Auflage ebendas. 1799. 8°.) Men-sel'« lebendes gel. Teurschland.

s. unken Stoekl.

Sroeckhardt (Mori; August), Sohn einesChausseen-Baukondukteurs (vielleicht des Obige»),geboren zu Dresden 1796. Derselbe studirte dieArchitektur bey Hölzer seit 1809. Auf der Dresd­ ner -Ausstellung i8iu. sah man von ihm ein Wein-bcrgswohngebaude auf zwey Blätter gezeichnet,Er starb 1810. zu Dresden .

Sroeckigr, s. oben Srockigt.

Stoeckl (F. L-), ein Kunsthändler zu Wien um 1787. Aus seinem Verlage kennen wir gefärbteWiener-Prospekte, von Schaffer, Ziegler u. s. f.radirt.

(Johann), geboren zu Neuöttingenim Salzachkreise 1774. lernte bey seinem Vater,einem Bildhauer daselbst, und wurde ebenfallsals solcher, 1785. in seiner Vaterstadt ansäßig.Lipowsky.

(I. F ), ebenfalls Kunstverleger zu

Wien , wahrscheinlich ein Sohn des Vorstehnden.Um 1811. (?) gab derselbe: Images des Lalntset 8 air>t 68 , 188U8 de la ksmllle ds l'LmpereurlUaximllien I. (119. pl.) §rsvöe3 en boi8 pardiKeren8 grsveurn d'upröa 1e8 de33in8 de HangsturAlnuier.

( ), Bildhauer, Vater von obigen

Johann, s. dessen Art.

( ). So heißt bey Lipowsky,

ganz ohne Weiteres, ein Bildhauer von Alten-Oet-tingen im Salzachkreise. Ob er von dem gleichvorstehenden verschieden sey, ist uns nicht ganzverständlich.

Stöcklin (Christian), geboren zu Genfi^i.lernte Anfangs bey einem dortigen Bildnißmaler,verließ ihn aber bald wieder, und gieng in 1707.nach Italien . In Bologna legte er sich haupt-sächlich, unter Bibiena , auf die Architekturmale-rey. In 1758. hielt er sich einige Zeit zu Rom auf. In 1769. kam er nach Teutschland, undarbeitete zu Stuttgart ) und Ludwigsburg an dendortigen Schaubühnen- Veränderungen. Endlichließ er sich 1764. zu Frankfurt am Main haus-hablich nieder. Dort malte er das Inwendigeder meisten dasigen Kirchen, mit einem fertigenPinsel und fruchtbarer Erfindung; dann eben soin Oel dergleichen Bauten im Römischen undGothischen Geschmacke, welche letztre BilderMorgenstern zuweilen mit schönen Figuren zierte.Redendem hat dieser Künstler verschiedene Blät-ter mit Ruinen gectzt. H. G. Hüsgen, neueAusg. S.42728. Mensel bAMisc.I. iZb.

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