1752 Stoop.
Scharmützel mit türkischer Kavallerie, im Hinter-grund die Einnahme eines Schlosses; und eineLandschaft mit Reisenden, im Geschmacke P. vanLaer. S. dessen Laralog N". 87g. u. rc> 85 .
Sroop (Mariane van der). So nennen die:lknmb. Lünstlernackr. 8. cp. eine Künstlerin ausHamburg , wahrscheinlich Verwandtin von Lornel.Stopp des Lex. Sie malte (heißt es dort) Ge-sellschaftsstücke u. dgl. Die Figuren, größten-theils im ältern Hamburgischen Kostüme, sehrfleißig.
* — — (Rodriguez), und die übrige»Künstlerdieses Geschlechts, deren im Lex. unter dem Art.des erster» unbestimmte Erwähnung geschieht. NachWalpole waren es ihrer drey, und pecer (alsowohl der I. p, dessen auch das Lex. gedenkt)unter denselben die Hauptperson. Hierüber lesenwir bey Fl'orlHo V. 460—61. was folgt: »DerFlammänder Stoop, der sich in Lissabon nieder-gelassen hatte, und im Gefolge der Königin Ka-tharina (1662 ) nach England kam, führte nacheinigen Schriftstellern so verschiedene Taufnamen,daß man glauben sollte, es habe mehrere Künstlergleiches Namens gegeben. Walpole nennt ihnj^erer Sroop, und behauptet, daß er Schlachten,Jagdstücke, Prozessionen und dergleichen gemalthabe, welche seine Bruder Roderich und Theo-dor in Kupfer stachen, vertue sagt nicht be-stimmt, daß Roderich und Theodor Bruder vonperer gewesen sind; allein Walpole halt sie fürdessen Prüder oder Söhne aus dem Grunde, weilihre Kupferstiche nach perer um dieselbe Zeit, alssich dieser in England aufhielt, verfertigt sind.Wenn die Malereyen eben so schön als die Kupfer-stiche sind, die den Meisterwerken des Stefano della Bella gleichen, so muß pecer ein Künstlervon großen Verdiensten gewesen seyn. Jedoch sollsein Ansehen nach der Ankunft des Wyck etwasabgenommen haben. Sroop ging in seinem ho-hen Alter nach Flandern zurück, wo er im Jahr1686. gestorben seyn soll. Nach Basan, der ihnRodriguez nennt, war er in Portugal geboren,und verband mit der Malercy die Kupferstecher-kunst. Was die Kupferstiche betrifft, die Theo-dor und Roderich zugeschrieben werden, so be-stehen sie aus einer Sammlung von acht Blattern,welche den Einzug des Admirals Sandwich inLissabon , und die Fcyeelichkciten beym Abschiedund bey der Ankunft der Königin in Whitehall und Hamptoncourt meisterhaft darstellen. Daseine Blatt mit dem Einzüge des Admirals ist dem-selben von Theodor Sroop gewiedmet, der sichdarin ipsius Msjostgtls pictor nennt, und dasEinzige, auf dem man den Namen Th. Sroopfindet. Außerdem beschreibt vertue eine großeMalerey, welche den Zug des Königs zu Pferdedurch die Thore der City, den Tag vor seiner Krö-nung, enthält und im Jahr 1662. in Kupfer ge-stochen wurde. Er sagt zwar nicht, wo er siegesehen hat, nennt aber den Urheber Roderigo
Stoopendaal.
Sroop, der auch die übrigen Platten der obenerwähnten Sammlung ausgeführt hat. Uebrigenskennt man noch eine Sammlung von Pferdenvon ihm". Auch bey Rost V. 64—67. finden sichvon den beyden Stechern Theodor oder Dirikund Rodrigo wesentlich ff. Nachrichten. Vördersinennt Er sie Holländer, und „wahrscheinlich"Brüder, und setzt die Geburt des erster» um 1610.,des tweyten um 1612. und dessen Tod in Englandin 1686 , des erstcrn Blüthezeit aber um 1600. an.Dann sagt er von Theodor, man wisse von ihmbloß, daß er ein Bataillcnmaler gewesen, unddaß seine Werke in großem Rufe standen. Hieraufführt er von ihm eine Folge von 12. Blattern inkl. qu. Fol.: Reuter und Pferde in Landschaften,nach allem Detail an, welche mit: D. 8'tcwp t.i 65 i. bezeichnet sind, die fertig und leicht behan-delt seyen, und bemerkt, daß die guten Drückedavon keine N°. tragen. — Von Rodrigo dannheißt es: Daß derselbe nach Portugal gegangen,um dort seine Kunst auszuüben; hiernächst: DaßJoseph Srrurr, nach dem Vcrf. des Lsssici'une Lcols HnZIoiss (?) ihn freylich pererheiße, daß er aber nun einmal das st. vor seinenFamiliennamen gesetzt habe; daß er mit vielemErfolge Bataillen, Jagden und Marinen gemalt,mit der Infantil! von Portugal nach England ge-gangen, und sich dort niedergelassen, auch einegute Anzahl Blätter, theils »ach eigener Erfin-dung, theils nach Barlow, im Allgemeinen mitvielem Geiste und malerschem Style geetzt habe,von welchen er hierauf 8. Bl. verschiedener An-sichten der Stadt Lissabon (der Königin Cakharinazugeeignet) und acht andere (heißt es hier) an-führt , welche die Prozession dieser Monarchinvon Portsmouth nach Hamptoncourt darstellen.Und endlich finde man in den Aesopischen Fabeln,welche Ogilby in 1678. zu London ans Licht gab,mehrere Blätter von ihm (die übrigen von Hollar),welche (diese ohne Zweifel nach der Erfindung vonBarlow) ebenfalls in einer leichten und verständi-gen Manier geetzt seyen. Aus all Obigem er-giebt sich wohl die noch fürdanernde Verwirrungin den Notitzen über die Künstler Sroop, aberimmerhin mit großer Wahrscheinlichkeit, daß dieKunde von perern (als der Hauptperson desMalers) mit denen seiner Stecher vermischt, odervielmehr von den letztem verschlangen worden*).
Stoopendaal od. Sroopendael (B.), 'Zeichner, Kupferstecher und Kupferetzer, welchenRost ausdrücklich von dem nachfolgenden Danielunterscheidet, geb. in Holland um i6Z6. (wohlspater, einmal sicher nicht, wie Basar, Lei. sec.fabelt, 1620. zu Lissabon ). Nach Strutt hatderselbe verschiedene Blätter zu der in London 1712. in zwey Banden erschienenen schönen Aus-gabe von Clarke's Kommentar zu I. Cäsar gelie-fert. Dann von einzelnen: Den Pistolenschuß(beraubte Postkutsche), Anfall eines Kriegsconvoy,und den Kalkofen, alle dreye nach Bamboche, inder That aber Kopien nach Visscher, welche aber.
^) Seit der Redaktion dieses Artikels belehrte uns der vortreffliche A. Bartsch (IV. 91—10,.), wohl mit vie-lem Grunde, daß alle Künstler dieses Geschlechts Eine und dieselbe Person seyen, nämlich Dietrich (Franz.Thierry, Holland . Dirk, Portugiesisch Roderigo, Lat. Theodoricus ); daß hiernächst aus dem O. vor eini-gen seiner Blätter der Katalog von van der Dußen vollends einen Daniel geschaffen; und endlich, daßselbst Walpole nur schwankend behaupte, daß es auch einen Peter Stoop gegeben, und wenigstens zugiebt,daß dieser Peter und Theodor beyde gleich ungefähr in der Manier von della Bella gearbeitet haben. Wiedem nun immer seyn mag, so war Dietrich allem Anschein nach von Geburt ein Niederländer, gieng dann nachLissabon , und -662. als Hofmaler der Jnfantin »ach England. Endlich kehrte er, ans Gründen, die schon dasLer. andeutet, um 167». nach Holland zurück, wo er acht Jahre nachher verstorben ist. Die eigentliche Anzahlseiner Blätter will Bartsch nickt bestimmen. Die gesuchtesten seyen eine Folge von zwölfen mit Pferden, von-Ü51. datirt, in Querquart, mit: v. Stoop signirl, mit Geschmack und Ausdruck gezeichnet, mit zarter, geist-reicher Nadel geetzt, und wahrscheinlich zu Lissabon gefertigt. Diese halten 7" in die Breite, und über 5" indie Höhe. Fast dasselbe Verdienst dann finde sich in sieben andern Blättern, von 1662. datirt, auf welchen ersich bald Roderigo, bald Theodoricus nennt, und die den Eyclus der Reise seiner Gönnerin Cakharinanach England zur Vermählung mit Carl ll. darstellen; diese nun in d«m größern Maaß von 20—2," Breite,und über 6" Höhe, in reichhaltigen Meufchengruppen sehr geschickt componirt, und von äußerster Seltenheit,so daß sich ,'n den reichsten Sammlungen nur einzelne finden, und daß Walpole z. B. nur 2. kannte, obwohler, und Rasan nach ihm, solche eine Folge von 8. nennt. Jedes, das leine ausgenommen, ist einer hohenPerson zugeeignet.
Der wmklersche Gantkatalog dann, der, nach meist gewohnter Weise, zwey Brüder dieses Geschlechtsannimmt, und den ältern, Dirck, Geschickts-und Schlachtenmaler, .den zu,«gern, Rodrigo, Maler undKupferetzer nennt, führt dann von Dirck an: 1>,s pubn<zus pvoc«Zii>g ,ok ,i>« Oasenes ölaj. ok (loeuts