Stoöpend aal.
als gut gestochen, eben so wie die Originale ge-sucht werden. Endlich vier (seltene) Blätter,ohne weitern Namen als den seinigen: AbreiseWilhelm III. nach England; Ankunft; Anrede imParlament; Krönung. Rost VI. 194—95. S.auch den ff. Art.
Sroopendaal,Stopendaalod. Stop-pend ael (B. und Sebastian). So verschiedenortographiren diese Kupferstecher (die vermuthlichVater und Sohn, oder Gebrüder waren) ihrenZunamen. Beide stachen zu einem Werke desSraniel. de Lubimerskl: Vkentrum Vometr-eum (I.u^d. 6nt. ,68,. kol.). So Sebastiandas allegorischeTilelkupfer nach M. Scheits; danner und B- mehrere Sternbilder u. s. f. Auch zu:
de vestitu sacerdotum llebraeo-rum (/^mstel. 1680. 4"-); i» dem: ma-
(Dom. I. 7(mst. 1686. Fol.) nach Goed-kint, und endlich zu einem andern zu Amsterdam 1701. erschienenen Buche, hat B> Sroopendaalgestochen. Nach eigener Zeichnung dann hat letzt-rer das Garten- und Lusthaus zu Loo in qu. Fol.steif radirt; ferner die Flotte, die der Prinz vonOranien 1688. nach England schickte, für denVerlag von Aert Dirkß Oaßaen zu Amsterdam .Nach einem P. Stuybcnburg soll er auch denKönigl. Lustgarten Soens-Dyck bey Utrecht in qu.Realfol. gestochen haben. Ob nun der erstereKünstler in gegenwärtigem Art. mit dem obigenB- Sroopendaal Einer und derselbe sey, scheintuns wenigstens noch zweifelhaft zu seyn; wir den-ken eher das Gegentheil.
* — — (Daniel), Zeichner, Kupferstecherund Kupferetzer, geb. in Holland um , 63 o. a. K.1O20. „Man weiß" (heißt es bey Rost VI. 19/,.)«nichts von dem Leben dieses Künstlers, der übri-gens nicht ohne Verdienst ist". Alsdann führter von ihm, nebst einer Statüe des Erasmus aufdem Kay zu Rotterdam , nach H. van der Aak'sZeichnung, an: Figuren und Thiere (12. Bl.)von i 65 i. dakirt, in guten Drücken ohne dieNummern (also offenbar, was Er selbst, oben,dem D- (Dirk) Sroop zugeeignet) *). Endlichaber, gleich dem Lex. (dies nun richtig): EineSammlung von 60. Ansichten: les Oeliues dnOiemer-Üleer, nach eigener Zeichnung, und 34 .andere Mit dem Titel: Verzollende scllone enverrnallelnlcs Oerigten in der Hoksteed vanElingentdael ßele^en Oravenlla^e, in N.Visscher's Verlage, gr. Qu. Jene erster», führenzur eigentlichen Aufschrift: Hst verkeerl^kt:V'aater^rllsz-ok Oierner-Neer, ll/ de 8tsdtTzmztsrdam, ^etekent door O. Äoo/,e»ckae/ enbesollreven door Tll'onrrmz r-a»r Am-
sterdam ,725. Auch tragen, wie schon das Lep.bemerkt, den Namen Sroopendaal die 98. An-sichten des Vechkstroms, welche in dem eben er-wähnten Verlage unter dem Titel: VeclltRVnndis, Villis. ?rLotoriis acque priscis ^rcibustrinmpllrintis Dsllula exquisitissima. ^mst.1719., was freylich dem von Rost (wohl irrig)angeführten Geburtsjahre unsers Künstlers zu wi-dersprechen scheint. Große Meisterstücke sind dieseletzter,, nicht; aber immer (sie liegen vor uns)
Storch. L7ZZ
mit vieler Anmuth entworfen, und mit Nettigkeitausgeführt. Von ihm dann nennt noch eines unsserer Verzeichnisse: Der, d'^rtissce tire ä Inpour In ?six 171Z. nach H. Pola's Erfin-dung ( 3 . Bl. Regalfol.), und Prospekte von Rom ,nebst einem Plane von Tivoli (48. Bl. in Quarto).
Sroor oder Srorr ( ). So hieß ein
Maler, von welchem rJorhnagel N°. 469. u. 470.Seehäfen und Gegenden mit Schiffen und meister-haften Figuren anführt.
Sropter ( ). So heißt (vielleicht ver-
stümmelt) in Ferry's de St. Eonstanr: Dondreset les ^Nßstois ein geschickter neuerer EnglischerKupferstecher in Punktir-Manier. IVorm.
111. 281.
Stopfn, ( ). Von einem Bildhauer die-
ses Namens befanden sich Arbeiten bey einer ini 8 o 5 . zu Turin veranstalteten Kunstausstellung.
St 0 p,' us (Niclaus), s oben Ich. Stephan.
* Stopp oder Sroop (Cornelius). Nachden: Hamburg . Künstlernscllr. 8. 67. sollletztrer sein richtiger Name seyn, obschon er sichbisweilen wirklich Stopp schrieb. Derselbe wargeboren in Hamburg zu Anfang des XVII. Jahr-hunderts. „Er malte" (heißt es dort) „Frucht-und Blumenstücke mit Vögeln und kleinen vierfüßi-gen Thieren; Felsenhöhlen mit Dornen und Un-kraut verwachsen, worin Schlangen und OtternHausen, schreckliche Wüsteneyen mit altem Ge-trümmer; unterirrdische Gewölbe mit verschüttetenGängen, alten Grabmälern und Bildsäulen; dunkleKeller, worin Geisterbeschwörer, Wahrsager undSchatzgräber ihr Unwesen treiben; alte Raub-schlösser, in denen Geister umherirren, u. s. f.Seine Darstellungen sind Kinder einer hohenschöpferischen Phantasie. In den meisten ist dieComposition vortrefflich, die Beleuchtung meister-haft, Haltung und Kolorit tauschend und ange-nehm; er malte mit leichtem Pinsel und trug dieFarben stark auf. Die größer,, Bilder sind diebeßten". Ob er ursprünglich aus England ge-bürtig war, wie Sandra» meint, bleibt dahin-gestellt. Wahrscheinlich starb er zu Hamburg .
— — s. auch oben Mariaiia und I. p.Sroop, wahrscheinlich des Cornelius Verwand-ln, und Bruder.
Srorace (Joh. Baptist). Ein solcher bauteden Pallast Durazzo zu Genua . Rarri.
* Storali (Johann). Lan;,' (Ld. terre. V.63 .) setzt ihn kurz, mit Loren; Pisanelli, seineniMitschüler bey Baglione , als noch ziemlich guteArchitekturmaler zusammen, die es auch in derKunst, über diese Gattung hinaus, nicht treibenwollten.
Storch oder Stork (Johann Friedrich An-ton), war 1776. zu Cassel als Etückgießer bedien-stet. Hessen -Ca ssel. Graars- u. Adreßkal.auf,776.
— — ( ), ein guter Bildhauer, fertigte
einen, und zwar den beßten Theil der Gruppen
Nritsine tlirouxi, tke cittx ok I.isdnne, lediglich mit: 7'l.'e->-i. bezeichnet; von Rodrigo aber: DenAbschied der Königin Catharina vv» Lissabon , und die Ankunft des Königs und der Königin bey dem Lord-maior zu London , alles groß quer Folio-Blätter in Frisenform, welche somit Theile des »on <5artsch genann-ten Cyklus ausmache». Eine vollzählige Enumerativn jener -2. Blätter, nach dem Sremplar, das sich in demKönigl. Kupferstichsalon zu Dresden befindet, giebt uns einer unsrer Freunde, wie folgt: >) »Der solenneEinzug des Englischen Abgesandten Lord Montague in Lissabon bezeichnet: knoadorus Sroop unne
dlajes'k. keginne -VugUse pictnr. 2) Der solenne Einzug der Königin Catharina von England ebendaselbst,bezeichnet: H,e,>ä. Sroop 1662. z) Die Wiedereinschiffung gedachter Königin zu Lissabon , bezeichnet! KodrtgoSroop. 4) Der Herzog von York, der die Königin zu Schiff einholt, bezeichnet: IS. Sroop. 5) Die Aus-schiffung der Königin zu PortSmuth, bezeichnet: kodeoigo Sroop. 6) Die Ankunft der Königin und KönigCarl ll. bey Hamptoncourt (hier ist auf dem Eremplare zu Dresden die gewöhnliche Dedikation und die Kunst--lerbezeichnung noch nicht eingestochen). 7) Die prächtige Einfahrt beyder Majestäten auf der Themse in London 1662., bezeichnet: kod. Sroop. Die Inschriften find in englischer und portugiesischer Sprache (untermischtauch latein) abgefaßt". — Bon (Peter) Stoop's Pserdeblättern urtheilt L-rsp. Füßli S. 34»., daß sie„überhaupt richtig gezeichnet, nach der Natur gebildet, und vielleicht nur mir allzuvieiem Feuer ausgeführt"seyen.
l *) Malps, der in den gleichen Irrthum fällt, erklärt ihn „nwillkührlich dadurch, daß er von Gtoopendnelzwcyerley Monogramme: T>. und Da«. anführt.