i^g4 Sutherlad.
Collaert; das letzte Abendmal, von einem Unge-nannten in Cooks Verlage (i55i); die Abnehmungvom Krcutze, von Th. Kovrnhert; Petrus und Jo-hannes, die den Lahmen heilen (mühsam und harr);Fest und Opfer des Priaps von C. Bos i553.(fleißig, aber steif), geistreicher geetzt hingegenvon einem Ungenannten. Weiter nennt der Ka-talog von Wrnkler eine Kreutzigung, mit: Lamd.
inv. kl. Oock exc. i565. ohne Na-men des Stechers; ferners ebenfalls eine Abneh-mung vom Kreutze, und die Aufecweckung desWittwensohns, selbst ohne Namen des Malers,und wohl von demselben Stecher, wie die Kreu-tzigung; eben so: Jesus geht mit den Jüngernnach Emaus, wieder mit: L. luv. und
Jesus im Haus Simons im Haus des Pharisäersmit: CocL exc. Dann die sogenannte Auferwe-cknug Lazari, wieder mit: /). inv.
und: exc. Noch hat der Katalog von
Brandes den wunderbaren Fischfang: exe.
i556. (ein schönes Blatt). Man sehe endlich auchbey GandeUlni nach; und, wie schon bemerkt,oben im Art. Suavius, wo mehrere der gleichvorhin angeführten Blatter von Rost u. a. diesemletzter» zugeeignet werden. In Deutschland besitztvon ihm, unsers Wissens, die einzige Gallcrie zuN)ien die Anbetung der Hirten, ein lebensgroßesKniestück. Auch Lanzi (K6. ter? m. 121.) rühmtsein Bild bey den Theresianern zu Padua , das,nach ihm, einen St. Hieronymus zum Gegenstandhat.
Gurherlad (Wilhelm), ein Engländer, gabum 1718 . ein Werk über die Schiffsbaukunst: 6 ri-taln's Olor^, or ths Master)- o58cliip-IZuilclir>F,zu London in Fol. Bey demselben sind verschie-dene Kupfer und 175. Holzschnitte, mittelst derenser Verfasser diesen Zweig der Architektur beßtensu erklären bemüht ist. Breslauer-Sarnm-ung zur Aatur-und Kunstgeschichte, Som-merquart. 1717. S. i3g. Man kennt hiervon aucheine Französische Uebersetzung: Lssai sur I'arcüi-tecture navale 4°.
* Sutius (Philipp). Eine vor uns liegendeMater Dolorosa in Fol. ist von einem solchen er-funden und gezeichnet und von G> Frezza zu Rom 189b. gestochen worden. Eben derselbe hätte (demKatalog von Oaignon-Dijonval zufolge) einenMönchen vom Orden St. Lazarus, der Bilderzeigt, welche mehrere Andere dieses Ordens dar-stellen, nach Laz. Baldi gezeichnet und gestochen,dann, wie wir glauben, auch eine BekehrungPaust, nach Ebendemselben, sehr artig geetzt. Nochsollten wir uns nicht wundern, wenn dieser Künst-ler mit dem Philipp Sitiens des Lex. der ander-norts auch Eoye und Girceus (8er!cius, 8s-licus) heißt, Einer und Ebenderselbe wäre.
Suerer (Joseph), ein von Wien gebürtigerGeschichtsmaler neuester Zeit. Auf der dortigenKunstausstellung 1809. sah man von ihm den ster-benden Matathias, ein Bild, das man nichtohne innige Rührung betrachten konnte. Tüb.s(Norge,lbl. i8og. S. 1204.
Sutterels ), ein Maler, nach welchemI. Smith ein Bildniß in Schwarz-Kunst geschabthaben soll.
S " ttinger (Daniel). Ein solcher verfertigte,in einem Zeitraume von mehrern Jahren, einzierliches hölzernes Modell der Stadt Wien , wel-ches er in 1680. dem Kaiser überreichte, und dassodann in der Kaiserlichen Burg aufbewahrtt wurde.Fuhrmanns Beschreib, von Wien Th. I>S. 5go. Dann hat sich derselbe auch als Schrift-steller über die Kriegsbaukunst gezeigt; wie S ch ei-bels Einleir. zur marhem. Lücherkennrn.besagt. Er gab nämlich eine Vetheidigung derMethode kvnnpler's, gegen werdtniüller heraus,hie 1687. zum erstenmale gedruckt wurde.
*) 2» -791. erhielt er von der dinriastsen Regierung
Suvee.
Sutton (Baptiste). Von einem Englischen Glasmaler dieses Namens führt Fiorillo V. 289.(Uot. K.) zwey von demselben in 1824. ver-fertigte Bilder in der Kirche St. Leonard zu Sho-deritsch an.
— — (Johann), ein Englischer Bildschnitzer zurZeit Richard II. der für Th. Beauchamp, Grafenvon Warwick, die Statue des berühmten GrafenGuy von Warwick im Chor der Kirche daselbst än-dern, und die Wappen der alten Grafen hinzu-fügen mußte. FioriUo V. 148.
Guvee (Joseph Benedikt), Maler, Direktorder Franz. Kais. Schule zu Rom , Mitglied derEhrenlegion, Correspondent des NationalinstitutS(seit 1804.), Mitglied der ehemaligen Königl.Akademie der Malerey und Sculptur, und Pro«feffor in ihren Schulen, geb. zu Brügges 1743.(daher er auch immerhin zur FlammändischenSchule gezahlt ward). Von ihm heißt es, in derihm 1807. gehaltenen Lobrede des beständigenSekretärs im Nationalinstitutc zu Paris , Lebre-tons, neben Anderm: „Ohne eben ein Künstlervon der ersten Klasse gewesen zu seyn, besaß erAlles, was hartnäckige Arbeit zu erwerben undzu leisten vermag: Richtige Zeichnung zumal,und tiefe Kenntniß der Perspektive. Den Schwungdes Genie hingegen und eine reiche Palette ver-mißt man bey ihm. Zu seinen bcßten Arbeitengehören zwey Kirchengemalde zu Apres: EineAusgießung des Geistes und eine Anbetung derEngel; für die Kirche St. Donat zu Brügges einetrefflich componirte Auferstehung; sein St. Fran-zisc von Sales, wie er die mouachalischen Ge-lübde der Mad. von Chantal, Stiften» der Visi-tandinen, empfängt, im Museum zu Versailles ,ein sehr unmuthiges, und dasjenige seiner Bilder,was am Beßren colorirt, Don dem feinsten Tonund am Durchsichtigsten ist. Ferners das ehema-lige Altarblatt in der Kapelle des Tempels, jetztin der Kirche de l'Assomption, welches die Geburtder H. Jungfrau darstellt. Dann von weltlichenGegenständen: Den Tod des Admirals Coligny;Cornelia, welche ihre Kinder als ihren schönstenSchmuck vorweist; das Fest der Pales, welche erfür die Gobclinmanufaktur arbeitete, u. s. f.Indessen verdienen seine Kirchengemälde weit denVorzug; dieselben sind wie mit dem Geiste derGottesfurcht erfüllt, von sanfter Harmonie; undselbst ihr ernstes, melancholisches Kolorit siehtihnen gut. Sonderbar war es, daß unser Suveean Andern gerade diejenigen Kunsteigenschaftenschätzte, welche er selbst am Mindesten besaß:Warme und Farbe, und daß daher Rubens seineigentlicher Held war. Für den Unterricht hatteer vorzügliche Talente, gab denselben mit Lnstund Erfolg, und war kurz einer der bcßten Lehrerin den Schulen. Die ersten Grundsätze der Kunsterhielt er zu Brügges . Alsdann kam er in seinemZwanzigsten (3. k. 1768.) nach Paris unter Bache-lier, gewann dort in 1771. den großen Preis,und gieng in Folge dessen (1772.) als. Pensionaicnach Rom , wo er die erwähnten zwey Altarblät-ter für Apres malte, welche man für sein Beßreshalt. In 1780. wurde er zum Mitgliede derKönigl. Akademie, bald darauf zum Professor,und endlich 1792. zum Direktor der Schule zuRom ernannt *), gelangte aber, wegen der mitt-lerweile eingetretenen Revolution, zusamt seinerColonie junger Künstler, erst in 1801. dahin, woer in dem dortigen Pallaste Alles in größter Un-ordnung fand, und — für seine Ruhe wenigstens,zum Theil auch für ein baldiges Gelingen, bisweilennur mit allzuviel Eifer und Hitze, die Dinge ins alteGeleis bringen wollte. Die nützliche Neuerung,nach welcher alljährliche Probearbeiten der Pen-sionirten nach Paris gesandt werden sollten, konnteihm nicht einleuchte». Desto verständiger, netterund ausführlicher hingege.i waren dann seine de-taillirten Berichte über die Fortschritte der ihm
eine Gratificativn (?) vou 2000 Livr.