Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1805
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Taill6

Psyche; ein lebensgroßes Bild, wieder voll Aus-druck in Stellung und Gesichtsbildung. Nochnennt endlich schon der Almanach des Beanx-Artsvon 180Z. die Geschichte von Eponine und Gabi-nus; und Lands» (Xouv. 6. ^«8 III. p. 82.),doch bloß im Dorbeygange: Paulina, die Gattindes Seneca .

* Taille (le), ein Beyname, den die Fran-zosen etwa dem Tarl Sarazene geben.

Taillefer (Wilgrin), ein solcher, wie esscheint bloßer Kunstdilettante, gab um idö 5 .: !'Hr-cüitscturs soumiss au Princips 6s la nature«t ste8 artn; ou Lssszr gur leg rao^ens guiyoivent: rspprocker leg trois «rckitecturs8 (ci-vile, militaire et navale, 6'une nnite tköori-«zue et pratigue. 4". av. il^. (io. kr.) wovonLandon (Xouv. 6. -^rt8 IV. 8587.) die Ana-lyse giebt, und mit vielem Lob davon spricht.

* Tailler oder Teyler sJ.). Der Gant-katalog der zu Berlin i 8 u 5 . versteigerten Kunst-sammlung des I. W. Meil, führt von einem sol-chen eine Zeichnung an, mit der innern Ansichteiner Kirche. Vielleicht ist der Professor Taillerdes Lex. hierunter zu verstehen.

* Talami (Horaz ). Derselbe studirte uner-müdet nach den Carracci , so daß man ihn füreinen ihrer Schüler genommen hatte. In seinenArchitekturverzierungcn befolgte er die achtenGrundsätze für's Edle und Graziöse mit eigentli-cher Gewissenhaftigkeit, und liebte überhaupt mehrdas Gründliche als das bloß Angenehme. Zuseinem Beßten in Ncggio zählt man besonderszwey äußerst figurenreiche Bilder im Presbikeriodes dortigen Doms. Sein Todesjahr wird vonEinigen in 1700. gesetzt. LanLr L6. ler?.. IV.50 5 i.

Talani (Therese) die Gattin eines Kupfer-siichhandlers zu Neapel , eine geschickte Skeinschnei-berin, lebte daselbst i. I. 1797. Gernmg.

Talavera (Juan de). So hieß ein berühm-ter Spanischer Scidcnsticker des XVl. Jahrhun-derts, der, neben Anbei m in 15/4 mit Marco de Co-varrubias u. m. a. an einem vorzüglichen Kir-chenstaat für den Kardinal Cisneros arbeitete.Flsnllo IV. 62.

Talbort (Thomas). Nach der von einemsolchen i 58 g. gefertigten Zeichnung soll Jodoc.Hondins die Genealogie der Häuser, Uork undLancaster, nebst den Wappen der Ritter vomHosenbandorden gestochen haben.

Taleides. So heißt der Name des Künst-lers auf einer alten zu Agrigent gefundenen Vasemit schwarzen Figuren in altem Styl: Theseus erlegt den Minotaur ; in dem Nebenfeld eineAbwägung der Todesschicksale (Psychostasie), diesich in der Sammlung des H. Hope in Englandbefindet, keimn!-. 6. Va8S8 antig. Frav. par>7. O/mer et expiig. pur fffr/Zür. 'kam.

II. Tab. I.XI.

Talenri (Franz), ein Bildhauer von Florenz ,der in 1Z25. unter den Künstlern erscheint, diean dem Dome zu Orvieto arbeiteten. 8tc>ri-r 6 elOuomo 6i Orvieto . In Roma 1791. gr. 4 °. k-271. 272.

Tali (Vincenz). Dieser Name soll auf demTitelkupfer des Buches: llellum «jivinum nut.kbilib. klsrcbions Llerico tlorentino 162Z. kol.zu lesen seyn. ^c.

Talientschger (Ferdinand), ein Böhmi-scher Edelmänn und Kunstliebhaber; hielt sich 1644.zu Rom auf. Derselbe ist uns bloß durch sein

Tamburin;. 1305

Bildniß bekannt, welches M. Merlan zu Rom gezeichnet, und I. C. van Thill gestochen hat.

Talini (Johann) von Siena , ein Künstlerin eingelegter Holzscheit, der seit iZZi., unterJoh. Ammanati, die Aufsicht über die Meisterdieser Gattung führte, welche im Chor des Domszu Orvieto arbeiteten. Eigentlich war er ein Zim-mermeister. 8torla 6el Ouomo 6i Orvieto . kam.

1791- k- 276.

Tallard (Herzog von). Ein solcher wirdvon Gault de Sr. Germain S. Zi8. unter dieFranzösischen Kunstliebhaber des XVIII. Jahrh.,welche Kunstwerke sammelten, gezählt.

Talle mach (W.) ein junger englischer Bild-hauer, der i. I. 1804. s. ü. i 8 o 5 . von der Ge-neralversammlung der Königl. Akademie der schö­ nen Künste den Preiß einer silbernen Schaumünzefür das beßle Modell einer akademischen Figurerhielt. S. auch den gleich ff. Art.

Tallemashe ( ) erhielt im Dez. 1806.

(s. k>. 1807.) von der K. Akademie der schönenKünste zu London den Preiß in der Bildhauer-kunst; ist aber offenbar kein Anderer, als der obigeTallemach.

Ta kling er, s. Dallmger in den gegenwär-tigen Supplementen sowohl, als in künftigenNachträgen.

* Tallor (Jakob). Ein solcher malte, nachL vo» Winkelmann, biblische u. a geistlicheGeschichten. So z. B. den Kindermord. Wohldürfte aber hier vielleicht gar von niemand An-dern, , als von Jakob Callor die Rede seyn.

Talmann (Johann), ein Sohn des nach«stehndcn Künstlers, und, wo nicht ebenfalls selbstKünstler, wenigstens Dilettant«:, der eine vor-treffliche Sammlung von Handzeichnungen u. Ku-pferstichen besaß. Flsrillo V. 5 ib.

* ( ), der Baumeister, den auch

das Lex. kennt, geb. zu West-Laviuglon in Wilt-shire, war der wichtigste Architekt unter Wil­ helm III. und hatte die Aufsicht auf die Königl.Bauten. Fiorillo V. 5 r 516. Genauer, alsim Lex., heißt es dort:In 1671. errichtete erden Pallas! des Herzogs von Kingston , Thoresbyin Nottinghamshire , der nach einigen Jahreirvon den Flammen verzehrt wurde; Dynhamhousein Gloucestershire , Swallowsield in Berkshireund Chatsworth in der Grafschaft Derby fürden Herzog von Devonshire. Dieser letztere Landspallast soll sowohl für das Material, als fürAusführung und Verzierung, eine der schönstenBauten, nicht bloß in England, sondern auch inEuropa seyn. Eine ausführliche Beschreibungdesselben s. bey Milizia (L6. terr.) II. Zoo.Ein Bildniß von ihm, in kleinem Format, hatA. Bannerman gestochen.

Talus und Samius werden in des F.Frisius Ceremonie! der Drechsler, 8° Leipz.706. G. 272. als zwey hochberühmte" Künstlerdes Alterthums im Kunstdreheu, und als wirkli-che Erfinder desselben gerühmt. Ihrer gedenktpllmus 1^. VIII- L. 45 .

* Tamagni (Vincenz) s. da St. Gimig-nano. Diese Nachweisung findet sich, wir wil-len nicht aus welchem Grund, in handschriftli-chen Norizzen meines sel. Vaters.

* Tamburin! (Joh. Maria). Seine Geburtsetzen Einige um i 5 go., seine Blüthezcit schon iniboo. an. Bey Lanzi (L6. tsrs.) V. 117-18-heißt es, daß derselbe eine ehrenvolle Stelle in

das Colorlt dagegen gräulicht und trübe; dann mangle es dem Ganzen au Luft und kickt.,ren, wie in allen Arbeiten dieses Künstlers, kleben an dem Grande;, mit dem beigefügten chrmiickenTroste des Virgil: dlon »innia po^umus »mne ». Jwmerbin besttze dieser schätzbare Auniuer vicgroßen Kunsttheile der Erfindung, der Zeichnung, und des Ausdruckes.