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der Schule des Guido eingenommen, und beson-ders im Portico der Eonventualen und der Nun-ziate della Vita zu Bologna viele graziöse in Fres-co's, »ach den Skizzen seines Meisters gelieferthabe. Malpö dann will wissen, daß die Begierde,nach alten Denkmälern zu stndtren, ihn nach Rom geführt habe, wo er auch verstorben sey. Ebendieser Schriftsteller dann kennt von ihm einigegeetzte Blatter, welche Ansichten aus den Gegen-den um Rom mit Ruinen, Landschaften mit Fi-guren u. s. f. enthalten, und mit: Oiov. llcka. Mbezeichnet seyen.
Tamke (Bernhard), ein Schullehrer, der sichanfänglich zu Jtzehoe aufhielt, nachgehende! aber-um iö 5 g, sich nach Lüneburg wandte. Wir füh-ren ihn deswegen an, weil er einen Kalender,unter der Gestalt eines — Adlers, künstlich aufPergament zeichnete und dem Hamburger Senatdedicirte. Der bekannte Dichter, Ioh. Rist, hieltdies Werk für merkwürdig genug, um eine —Ode, und dann auch ein Epigramm zu seinenEhren zu fertigen. S. Uollsri Limbria Iltte-rsts I. 672.
* T amm (Franz Werner). Bey Fiorillo I.211. heißt es, daß derselbe mit seinem MitbürgerChristian Berney sich zu gleicher Zeit in Rom aufgehalten , »nd beyde ihren Frucht - und Dlu-mcnstücken durch Sraffirungcn von Vögeln, me-tallnen und krystallnen Gefassen u. d. gs. mehrAbwechslung zu gebe» gewußt haben; und eineandere unserer Quellen nennt ihn überhaupt eine»der geschicktesten Maler von Stilleben, die erzwar mit weniger Fleiß als die Niederlan.der,aber dafür mit mehr Geist und Geschmack behan-delt habe. In Deutschland besitzt von ihm dieKais. Gallerte zu Wien zwey große Thier- und Gc-flügelstücke mir Landschaft, in theils lebenden, theilstobten Figuren. Dann diejenige von Lichrensteinvollends b Bilder: Viere davon Skill-Leben mittodtem Geflügel u. s. f., das fünfte zwch Kin-der, die einen großen Bündel mit Blumen kragen.Dann von Partikularen H. Hof- und LandgcrichtS-Advokat Schmidt zu Kiel (1809.) 4 - darunterzwey, capital genannte: Fuchs, der einen schreyen-den Hahn in blutigem Maul hält; dann einenGoldfasan , Rebhühner u. s. f. auf einem Tische.
— — (Johann Eotthelf) Emaille-Maler,
unten Tharnitt.
— — (P.) oder Damm, Maler, lebtezu Anfang des XVlI. Jahrhunderts. Nach ihmhat Hier. David ein Bildnis von Cäsar Cremo-nius in Quartformat gestochen.
* Tamvris, nach von Murr Tbainxrnsoder Tbamiras. Sein Sphinx auf einem Car-nivi bcsinder sich in dem KK. Kabinette zu Wien .Der Meister scheint ein Zeitgenosse oder gar Schü-ler des Dioscorides zu seyn; doch kömmt er dem-selben in der Zeichnung und Stellung einer Figurnicht bey. Großer und genauer, als andere Künst-ler, stellte er die Flügel jenes Ungeheuers vor.In einer Inschrift bey Grmer (vcXIAII. 4.)wird von einem Geschirrmacher (Vascicularinz)Tbamyrus gesprochen; und bey Frosch (S.g?.96.) von einer Gemme im Kabinet zu St. Pe-tersburg (Held, der zu Pferde steigt), mit demnämlichen (aber betrüglichen) Namen, da solchedie Arbeit eines Neuern seyn soll.
Tanade, ( ) ein italienische Bildhauer.
Von seiner Arbeit sah man bey der in Turin « 8 o 5 .in Anwesenheit des Kaiser Napoleon veranstalte-ten Ausstellung.
Tanap ( ). So hieß ein Englischer Maler
um 1780., nach welchem Decourtis eine Bauern-Hochzeit geetzt hat.
Tanchö (N-). Nach einem solchen soll leBcau eine Dame mit einem Vogel, und eine an-dere mit einer Schlange gestochen haben.
Tangermanrr.
Tancred oder Cankred von panto-ma, s. in den gegenwärtigen Zusätzen Pemoma.
Tancred« (Philipp), Maler, geb. zu Mes-sina « 655 . Derselbe studirte anfänglich zu Nea-pel, nachwerts zu Rom unter Maratti, nahm eineleichte Manier an, und war ein guter Componisteund Coloriste. In seiner Vaterstadt war er sehrbekannt, und auch zu Palermo berühmt, wo erviele Jahre lebte, und auch dort 172h. verstorbenist. Fresco-Arbeiten von ihm sind der Plafondder dasigen Theatiner-Kirche ; andere in Eiesunuovo daselbst. Llllt. terr. li. A.s-2.
Tandino d« Bevagna ( ), geb. an
diesem Ort, von welchem er den Namen trug, nahebey Assisi . In der Kirche St. Jakob zu Svellosieht man von ihm ein bekrachtenswerthes Bild,welches gedachten Heiligen und St- Catharincnvor der H. Jungfrau darstellt, und mit: Tn»-ämi Nlevarmtis (eben Bevagna) i 58 o. signirt ist.
* Tandler ( ). Derselbe hieß Christoph,
und war oberster Baumeister des Churfürsten vonSachsen , Christian I. und des AdministratorsFriedrich Wilhelm. Er half die ChurfürstlichenLustschlösser Annaburg und Lichtenbnrg erbauen,und machte sich überhaupt so rühmlich bekannt,daß ihn, auf Begehren , seine Dienstherren mehr-mals verleihen mußten. So beriet ihn derHerzog von Braunschweig , um das alte Residenz-schloß nebst Kirche zu Gröningen im Halberstäd-tischen abzubrechen und neu zu erbauen. Er vol-lendete dies Werk « 594 , und erhielt dafür, wah-rend des Baues, jährlich « 5 ofl., ein gutes Kleid,sein Essen, und bey der Beendigung obendreinnoch eine gute Verehrung. Sein fester Wohnsitz,war z» Torgan, wo seine Wittwe auch «6«/. ge-nannt wird. S. die Leichenpred. seines (ihm «671.gebohrnen) Sohnes Tobiae Tandlers, Profes-soren der Arzneykunde, von L. Mersner «6«/.Wittenberg 4 ° Dann I. G. Leukfeld's Huri-guitac. 6röulNAouses. (^ueälinburZ. «737- 4^S- 78. 273.
* Tanella (Octavius), s. Ianella im Lex.
— — ( ). So ist auch eine mit der
Feder umrissene und roth ausgetuschte Handzeich-nung, die eine Wöchnerin in ihrem Bette, mitwelcher mehrere Frauen beschäftigt sind, darstellt,bezeichnet. Dieselbe war in Venedig erkauft wor-den- A 7 §r.
* Taneror, s. Tannerot im Lex. und unten.
Tanga < ), Maler, arbeitete um den An-
fang des XVlll. Jahrhunderts in Königl. Spa-nischen Diensten zu Madrid .
Tange na I.) ein Kunstverleger in den Nie-derlanden um «689. Seine Adresse ist z. B. er-sichtlich auf dem Bildnisse des Pfarrherrn Dan.Knibbe, von Phil. Bouttats jünger, nach P. v.Slingeland gestochen; auf demjenigen des keyde-ner Rechtsgelehrten, Ger. Noodt, von G. Valk;auf Bildnissen von Snyderhof (hier schreibt ersich Danjöna) rc. Er selbst soll nach H. Gol«zius, und nach Ludolph de Iong (s. oben dessenArt.) daS Bildniß des Hermann Langclius gesto-chen haben, was uns aber noch zweifelhaft zuseyn dünkt. Ein Verzeichniß meines sei. Vatersnennt aus seinem Verlage, nebst mehr andernBildnissen, auch ein satyrisches Blatt, welchesdie Religionsdispute zwischen den Arminianernund Gomaristen zum Gegenstand hat.
Tangerinann( ) Bildnißmaler in Oel und Miniatur zu Berlin . Arbeiten von ihm sahman auf dem dortigen Salon «8oc>., von wel-chen es in der Zeitschrift: Lerlin (ll. 5 . 122.)heißt: «Sie nahen sich der Manier von Schrö-der. Seine Köpfe sind sprechend, und habeneinen treslichcn Ausdruck".