Tardie u.
Galleri'e Orleans*); Adam und Eva, wegenihrem Ungehorsam, von der Gottheit beschälten(wo Adam die Schuld auf Eva, und diese aufdie Schlange wirft) nach Domenichino, aus demKabinrt Dcvonshire, ein sehr schönes Blatt, undmit ungleich mehr Präcision ausgeführt, als einähnliches von Daudet. Nach Raphael kennt manvon ihm: Einige Blatter (wir glauben an die 2H.)in dem: klscue'il 6 s XL. '? 6 ts 8 tirees 6 e 8 7 .Lsrtons (1722.). Die Erschaffung der Thiere(mit dem Titel: la Lrsation 6u — lUonkls!)»je ?eckö ori^inel, Moses zeigt dem Volke dieGesetztafeln, Davids Sieg über den König vonSoba, die Königin aus Arabien bey Salomon,den Fischzug Petri, die Verklarung, das Weidemeine Schaafe, lauter kleine Blättchen in Oktav,in Form von Altarblattern, wahrscheinlich fürirgend ein Kupferwerk, und die wir gerade des-wegen anzeigen, damit der Liebhaber hier nichtsBedeutendes suche. Die reichhaltigste Litteraturüber unsern Künstler findet sich bey Rost Vlll.18—2s. Dann (besonders von Kleinigkeiten) in:
Latsl. 6 n Labinet äs ?ai§nc»n-I)ijonval.
Tardieu (Peter Alexander, Kupferstecher,geb. zu Paris 1766., ein Schüler von Wille.Von ihm kennt man verschiedene Bildnisse, unterwelchen dasjenige von Heinrich IV. nach Porbus(p. 1610.) für die Folge des Palais Royal ,eines der vorzüglichsten seyn dürfte; dann dasje-nige von Gerard Douw , nach demselben, unterdem Titel: l'^msteur ses^rts. In i8c»5. heißter in Landon's Xouv. 6 e 8 Hrts. IV. 3^6.einer der vorzüglichsten damaligen Stecher zuParis , der die Arbeiten an dem schönen Werke:Lollsctlon cles l'ötez Ar-ivees ä In msnisre clucrsvon s'spres les cslgues pri 8 sur les fres-<^us 8 6 s ksptiasl etc. p. L. L. N. /g. ge-leitet habe. Den größten Ruhm aber brachteihm, um dieselbe Zeit, sein St. Michel, der denSatan zu Boden wirft, nach Raphael, welchener, nach Harriette's Zeichnung, für das XLl.Heft des Museums Napoleon geliefert hat, einBlatt, welches damals die gleiche Auszeichnungwie Girardet's Verklarung, Morels Belisar undSchwur der Horatier nach David, und BlotsMarc Sextns nach Guerin, bey einem Concucseerhielt, wo freylich Bervic mit seiner Dejanira»ach Guido die Palme davontrug. Von diesem-Blatte, welches auf dem Salon von 1806. aus-gestellt War, beißt es im ?au 8 ani 38 krsn^is(p. 5i3.): Man erkenne darin die Genauheit,Sorgfalt und Reinlichkeit, welche alle Arbeitendieses Künstlers unterscheiden. Zu seinem Neue-sten mögen gehören: König Friedrich Wilhelmvon Preußen, nach I. M. Moreau, und (1814.)Alexander I. von Rußland, nach G. von Kügel-cher (Pr. 8. Fr.). In wie fern unser Künstlerzu der Familie der übrigen dieses Geschlechts ge-hören mag, ist uns unbekannt. Wohl ist er derjenige,der schon im -Amanack 6 cs steaux-Hrts i 8 oZ.unter dem Namen Alexander, als Stecher vonBildnissen erscheint; wahrscheinlich auch noch der-selbe , den der ^lmsnack <le Lornmerce von1811. Tardieu den ältern, als Stecher vonLandkarten, Geschichte und Bildnissen kennt. EinAlexander (wohl sicher der unsrige) gab i 8 o 5 ,das Bildniß des Kaisers Napoleon , nach Jsabey,an der Spitze von Servan's Ulstoire 6e8 Auer-res «ls8 6auloi8 st <le8 k°r3n«;oi8 en ltnlie.Ein Tardieu (ohne weiter» Beynamen) lieferteum 180Z. vortreffliche Blätter und Karten zuReisebeschreibungen, u. f. f. für Buchhändler.Ein Tardieu, der ältere, gab 1807. und i 8 c> 8 .Karten, namentlich eine von Finnland , nach derZeichnung desJngenieurhauptmanns M. P. Lapie.
Tardieu. rgn
* Tardieu (Peter Franz), ein Bruderssohnvon Jakob rsticlaus, welcher im Lex. unter demArt. seines Großvaters rsticlaus Heinrich er-scheint, geb. zu Paris 1720. und arbeitete in derManier seiner Anverwandten. Derselbe hat ge-stochen nach: E- de St. Audi», C. N. Cochin,Defriches , C. Eisen, Favannes, E. I. Hand-mann, Humblot, L. Lorrain, Ondry, Pannini,Rubens , und la Rüe dem ältern. Zu seinemVorzüglichsten gehören zwey Blätter nach Rubens :Das Urtheil des Paris, und Perseus und An-bromeda (jenes, nach Oesers Zeichnung, undfrüher schon von Lommelin gestochen), beyde ausder Gallerie Brühl ; dann verschiedene Architektur-blätter, nach Pannini. Mehrere zu der großenAusgabe von la Fontaine, nach Oudry , undeben so zu der Naturgeschichte von Büffo»; Vig-netten für einen Boccaz, u. s. f. Rost VIII.24—26. Basan (L6. s«c.) nennt ihn 1789. noch:Oruveur mosterns; indessen soll er schon 1771.zu Paris verstorben seyn. Bisweilen schrieb ersich auch: 5 fur 6 ieu äs la ÜlontsAns. Hkc.
— — (P. A. F>), vielleicht des obigenperer Franzen, oder auch perer AlexandersSohn, gab, mit dem Titel eines Graveurs derKayserlichen Posten, in 1812. eine große, gutgestochene Postkarte von Frankreich und Italien ,und ist wahrscheinlich mit den ff. p. F. und s).F. A. Tardieu Eine Person.
— — (P- F ), wahrscheinlich mit dem vor-hergehnden p>. A. Eine Person. Derselbe wirdim ^lmanscti 6« Lommercs 1811. als Landkar-tenstecher angeführt; und kennt man, neben An-dern, , von ihm eine Karte von der Crimm, u. a.zu der in 1806. erschienenen Reise des H. Staats-raths-Auditors I. Reuilly; dann, durch ihn undBarriere ausgeführt, eine solche von Frankreich welche er in 1808. auf Befehl des Kriegsmini-sters Berthier unternommen hat. Wahrscheinlichwar es ebenfalls dieser, der (,807.) an dem At-lasse zu F. Perron's Entdeckungsreise arbeitete.
— — (P. F. A.), wahrscheinlich mit denbeyden Obigen der Nämliche, gab unter diesemNamen verschiedene gute Karten, zu! dem in 1806.verbessert und vermehrten: Htlr»8 national äs lakrancs p. L/rntt/aire.
— ( ) Noch zwey, wie es scheint
Andere dieses Geschlechts, als Graveurs, deneinen als: Lraveur eir tmUr-ce, den andern,ohne diese nähere Bestimmung, nennt der ^Ima-nacll 6s Lornmsrcs von 1811. als damals zuParis lebend. Lonf. oben M. B. Tardieu.
— — ( ) Und eben so der ^Imauacl,
äs8 8eaux-?zrt3 von 180Z zwey andere; deneinen als Baumeister der Kronlande, den andernals ?laneur en cuivrs pour le8 ^ravsura;welche beyde hingegen im oberwähnten Commerz-Almanach von i8n. nicht mehr erscheinen.
— — ( ) Ein solcher, ohne Taufnamen
(aber sicher einer der obigen) stach auch die Karte
zu der: Xotlcs bmtorjgue äe 8 Oe 8 csnte 3 gu!ont ete kaltea 6 s»s 1 e 8 Isle 8 Lrittani9ue8.
— — ( ) Eine große Anzahl Blatter
endlich nach ff. (zumal ältern) Meistern sind eben-falls bloß mit dem Namen Tardieu, ohne Vor-namen bezeichnet, und weiß man somit nicht,welchem von den obenerwähnten Künstlern diesesGeschlechts solche zuzutheilen sind, als nämlichnach: I. Audran, G. de St. Aubin, Aved, Ba-veret, N. Bertin, Tb. Blanchet, B. Boulogne,S> Bourdon, Brand, C. le Brun, H. Caracci,
^) fiüsili ll. 186—92. beschreibt sie weitläufig, und sagt davon: «Diese Folge ist eines der merkwürdigste»Werke, die nach Rubens gestochen worden; nicht sowohl in Ansehung der besondern Geschicklichkelk desKupferstechers (der einem Pontius, Bolswert und Vorstermann weit nachzusehen ist) sondern hauptsächlich,weil man bemerken kann, daß der Maler beo diesen Bildern in Rücksicht auf die Fornien der Figuren undauf den Wurf der Gewänder von seiner gewöhnlichen Art abgewichen, und sich dem Römischen Stplr 1»»ädern bedacht gewesen seyn m»ß(?)".
Nvyyvyyyyy 2