Thelot. '
Andreas. Von ihm kennt einer unsrer Freundeein Blatt: Die Malerei, nach A. Coypel, waser für den Verlag von I. D. Herz geliefert hat.
Thelot (Johann Philipp), Bürger undGoldschmied zu Augsburg um 1667. Joh. Gei-fert Stammtafeln gelehrter Leute, Theil i.(Die der Familie Mattsperger lab. II. litter. 6.
2.) Ob er etwa Eine Person mit dem Ku-pferstecher Joh. Phil. Tbelott zu Frankfurt a.M. sey , der, nach einem C. A. B-, ein sehr mit-telmäßiges Litelkupfcr gestochen bat zu dem Bu-che : Deutscher Adler, d. i. sämmtlicher DeutschenKaiser Leben, von I. T. Weller. Franks a. M.1666. 8°.; dann das Bild des Theologen G-Weinrich, wissen wir nicht, und ist zweifelhaft.Ein anderer Johann Phil. Tbelott, der, wiewir finden, 1714. zu Augsburg geb. wurde, ar-beitete als Kupferstecher in seiner Vaterstadt, undzwar u. a. mit verschiedenen Stechern, an denim Verlage der dasigen Kunstakademie erschiene-nen verkleinerten Kopien der Darstellungen ausChina , deren Originale oben unter I. D- Atri-rer angeführt worden sind. Diese Kopien erschie-nen nach 1770. Ob es dieser oder der vorgehndeKupferstecher^ ist, der ein Bild des Arztes Thom .Vartholinus (zu dessen Buche de vasis last. etI^m.) nach C. van Mander, zu Kopenhagen (Hat'nlN so.), dann auch dasjenige von GuidoPatin gestochen hat, können wir nicht angeben.Endlich erscheint noch ein gleichnamiger Künstler,nicht unwahrscheinlich ein Sohn von Joh. Gott-fried (s. oben dessen Art.), der zu Paris (woer vermuthlich^ seine Studien machte) schlechte(kolvrirte) Blätter mit Figuren, nach der Zeich-nung von C. W- Whike zu London , etzte. Vonihm dann um oder gegen 1800. gut gestochen,kennen wir ein kleines mit N°. 4. signirtes Blattnach A. Brouwer (das Original in der Galleriezu München ), spielende Soldaten vorstellend.Eine Kreutztragung, nach Hencanois, scheint ent-weder von einem dieser Joh. Philippe, oderdann von Joh. Andreas gestochen zu seyn. —Noch nennt einer unserer Freunde von einem I.phi. Thelorr (ohne wettern Namen als den (ei-nigen) ein Bildniß des Lamperti Alardi.
— — ( ) Noch wißen wir wieder
nicht (und wer sagt uns das?) ob mit dem letzt-genannten Johann Philipp noch ein Thelot ohneTaufnamen, der nämliche sey, der in öffentlichenBlättern Profeßor (wo?) heißt, und welcher indas zu Dortmund von H. Aschenbcrg herausge-gebene Taschenbuch für illoZ. ein Paar Blätternach den im Cabinetke zu Düsseldorf befindlichenHandzeichnungen des mayländischen KünstlersPozzo — dann für das Ebendaselbst bey denGebrüdern Mallinckrodt erschienene Werk: DerDom zu Cölln, ebenfalls zwey Bl., und fürden Almanach Mimigardia (Münster 1810. beyWaldeck) das Bildniß des Dichters von Son-ncnberg, nach Vagedes — ferner ein Bildnißvon Krunimacher für die Derlagshandlung Bae-deker und Comp. zu Duisburg , und schon in frü-hern Tagen dasjenige des Philosophen F. H.Jacobi geliefert hat, wo er (Mensel MMist. VlI. 945.) Thelot von Düsseldorf heißt.Ob er sich (1809.) noch daselbst befand, ist Meu-sel III. unbekannt. Dieser nennt von ihm: Einschlafendes Mädchen nach Amorossi; die sich krankstellende Verliebte, nach Joh. tzyn; den Tod desCeneka, nach C> Lotto ; das Fest der III. Könige.
Tbeman (Hans). Ein solcher erscheint inSchweden 1729., als Baumeister beym Berg-und Grubengericht, partikularen Staates (?)Henel das Hnnc, 1729. florirende Schwe den . Lübeck 4 ^. S- » 49 -
. Thenard ( ). Ein solcher (ob selbst aus-
übender Künstler, oder vielmehr Chemiste, ist unsunbekannt) las i 8 « 3 . im Französ. Institut «ineAbhandlung über die Zubereitung einer blauen
Theocrjtus. igAr
Farbe, welche die von dem Lapis Lajuli gezogen«ersetzen sollte.
Thene (Johann) und Peter Armknecht,zwey Baumeister, welche um » 334 . die Stifts-kirche zu Heiligenstadt (auf dem Eichsfelde) wie-der herstellten, die durch Brand gelitten hatte.Joh. Wolfs, Gesth. von Heiligenstadk.Göttingen ,800. 8°. S. ,29.
Thenel (Matthäus) ein Glockengießer, s.oben Jac. Pape.
Thenn s. oben Tenn.
Theobald, deutsch Drebolr (Daniel).Von einem Kupferstecher dieses Namens kennt manein Bildniß des Theologen Ph. H. Widers, ohneuns bewußte Anzeige des Malers.
The schar (Demeter), geb. in Macedonienum 1791., lernte die Handlung zu Leipzig undist jetzt Kaufmann daselbst. Er beschäftigt sich zuseinem Vergnügen mit der Kunst, wegen der erauch ehmals die Leipziger Kunstakademie besuchte.Auf den Ausstellungen zu Dresden zeigte er ,802.eine Landschaft; 1804. einen Zweig der Pflanze Bärenklau in Wasserfarbe; 180z. eine getuschteLandschaft; 1806. Jupiter und Juno, Zeichnung.
— — oder Theokar (Friedrich), ließ,alsSchüler der Akademie zuLeipzig, aufderDresd-ner-Ausstellung 1812. eine Zeichnung in Kreidenach Annib. Carracci sehen. Derselbe war vielleichtAnverwandter des vorstehnden Demeter.
— — (Niclaus), zu Leipzig und Schülerder dasigen Akademie, Bruder des obigen Deme-ter, geb. in Macedonien um 1797. Derselbe zeigteauf der Ausstellung zu Dresden 1814. eine histo-rische Zeichnung (Kopie). Er war damals erst,6 Jahr alt, und widmete sich übrigens derHandlung.
* Tbeocles. Dieses Künstlers Arbeite « vonCedernholz standen in dem Schatze der Epidain-nier zu Olympia. Es waren Alias, wie er denHimmel trägt; Herkul, der den Hesperiden diegüldenen Aepfel raubt, und der Drache, der sichum den Baum windet, pausanlas I>. VI. Nochwerden von ihm: Die fünf Hesperiden genannt.Wareler. Diese letztem waren von Bronze undGold, und standen zu Olympia. Der Almanachaus Rom 1810. (iki. März) setzt daher unter dieVerdienste unsers Künstlers den frühesten Gebrauchzweyer Metalle in der Sculptur. Er blühetc zwi-schen der , 5 . u. 3 o. Olympiade.
* Tbeocosmus. Die von ihm undphidiasgemeinschaftlich angefangene Statue eines Jupi-ters blieb von beyden unvollendet. Von demUnsrigen kannte man noch die Statüe des Her-mons, dem die Megarenser das Bürgerrecht ge-schenkt, und der das Admiralschif des Lysanderbefehlchnet hatte. Wohl sagt daher das Lex. durchMißverstand, daß unser Künstler das Bürgerrechtzu Megara erhalten hätte. Der Almanach ausRom 1810. (25. Apr.) setzt seine Blüthezeit zwi-schen die 87. u. 97. Olympiade, seinen oberwabn-ten Jupiter nach Megara, und läßt ihn nur Mit-arbeiter von phidias , am — Thron eines andernJupiters zu Olympia seyn.
Theocrirus a Ganda., Im winkler-schen Gantkatalog der Niederländischen Schulefindet sich eine, wahrscheinlich seltene, Folge von8. Blättern angezeigt, welche zum Titel führen:
8pie§el van äs dc>c>rlncl»ti§e, eerliko-
vrouvven Genomen uit diveersclie drlsxsclisende hsttzuscke ^var — Iirstor^ sslir^vers —.met diveerscke constiAe — platen verciert eubsgckreven dsc>r T'üeocrrtrrm a <?ancia. Hon-dius exc. -zinstel. ,6c»6. In klein Querfol.Wahrscheinlich indessen, daß dieser, noch dazuverkappte, Theocrirus a Ganda nicht der Zeich-ner oder Stecher der Platten, sondern bloß derVerfasser des Textes sey.
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