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»852 Theodor.
Theodor, ein Englischer Erzbischof, Römervon Geburt, soll ums I. E. 638 . einige Künstlervon Rom mit sich nach England genommen haben.FiorMs V. 2O.
— — Pfalzgraf und Herzog zu Sulzbach,geb. 1609. und gest. 17Z2. hatte in seiner Jugenddie Zeichen- und Baukunst erlernt. Spätherhingab er z. B. den Plan zu dein schönen Choraltarin der Pfarrkirche zu Sulzbach, zu welchem Joh.Claudius M-.MH0 1710. das Altarblatt (MariensHimmelfahrt) malle, das den ganzen Künstlerausspricht*). Liporvsky.
— — oder Theodor,cus von UrLcaoder Uticensis, s. oben Sigmund Bischof zuHalberstadt .
* Theodore ( ). Seine Blatter nach
F. Milö bestehen in einer Folge von 6 großen,einer zweyten von 3 o mittlern, und einer drittenvon 6 runden Landschaftsstücken.
Theodor ich (deutsch Dietrich), HofmalerKaiser Carl IV. in Böhmen . Für die Kreuzkirchedes Schloßes Carlstein in Böhmen fertigte er dreyGemälde: Christus am Kreuze 6 ^ 7" hoch, 4^c>" br., und zwey Kirchenlehrer St. Ambrosius und St. Augustin, jedes 3 ' 8 " hoch, 3 ^ 3 " br.auf Holz. Diese Gemälde wurden in neuern Zei-ten, als Denkwürdigkeiten der Vorzeit, der Gal-lerte zu Wien einverleibt; woselbst man aber denChristus am Kreuze irrig dem LJicolaus wurm-ser zutheilte. Seine Fleischfarbe fallt ins Braune.Kaiser Carl, sein Herr, begnadigte ihn ,367. mitder Steuerfreyheit /ür seinen Hof zu Morzin,doch gegen eine jährliche Abgabe von 3 o Pf.Wachs an die oben erwähnte Krcuzkirche. DieUrkunde darüber findet sich in pelzels Geschichtedieses Kaisers, und hieraus in unserer Quelle,dem Archive der Geschichte und Statistikvon Böhmen (von Riegger) 1 .11. 12. 34 66.In des Dobrowsky Lttterar. Magazine von Böh men und Mähre» 3 les St. Prag 1787. 8°. S.46. bemerkt man indeß, bey Gelegenheit dortigerCrilik von Mechels Verzeichnis; der Wiener Gal-lerte, daß dieser Künstler, so wie rJicl. wurm-ser, zwar richtig zu Carlstcin gemalt hatte; esfehlten aber alle Mittel um gehörig zu bestim-men, welche der Bilder von der Hand des einenoder des andern wären. Mschel u. a. m. hät-ten die Verfertigung willkührlich diesem oder jenenzugeschrieben. Nach Fiorillo Gesch. derdeutsch . R. l- ,129. u. ff. sollen sich zu Carlsteinvon unserm Künstler noch 122 Staffele,)- undacht Wandgemälde finden, von welchen man eineausführliche Beschreibung kenne. Alsdann wer-den Ebendaselbst seine, Wurmser's, des berüch-tigten Th. Mukina's, und eines unbekanntenBildnißmalers Carl I V. Arbeiten charakterisirt,und mit einander verglichen. Theoretische Kennt-niß von Linear- und Luftperspektive (heißt eshier) finde sich bey keinem derselben; daher ebenso wenig Kenntniß des Helldunkels. Zeichnungdes Nackenden und Kolorit sey bey ihnen dürf-tig, Am meisten Fleiß verwandten sie auf dieGesichter; Hände und Füße seyen oft sehr ver-nachläßigt, doch finde man dergleichen bey demUnsrigen schon erträglich und ziemlich richtig ge-zeichnet. Der Faltenwurf bey ihnen sey leicht,reich (?) und habe etwas Grandioses, besondersWurmser's; so wie hinwieder Mutina und Wurm-ser durch beßcre Färbung so wohl in der Carna-tion als in den Gewändern sich unterscheide». DasKolorit unsers Lheodorich falle oft ins Schmu-tzige und Braune. „In der Zeichnung der Köpfe"(liest man dann weiter, sehr bemcrkenswerth)sollen diese alten Böhmischen Künstler sich vonden eigentlich Deutschen ihrer Zeit auffallend un-terscheiden. Wenn diese letztere die Natur bis inskleinste Detail nachzuahmen suchte», so fielen sie
Theodorus.
ins Trockne und Magere; dagegen die Böhmen nur die Umriße überhaupt, aber unvollständig nach-ahmten, wodurch dieselben zwar etwas Großeshaben, aber, ihrer Unvollständigkeit wegen, derschönen Natur nicht bcykommen; so daß, zumalTheodorichs Köpfe, welche über Lebensgrößesind, zu wohl genährt und gleichsam geschwollenaussehen. Die Haare verstanden sie noch gar nichtzu malen; überall schlänge!» sie sich, und ihr Ko-lorit ist fast immer ungebrochen. Was übrigensdie Farben dieser alten Bilder so gut erhaltenhat, ist wohl ihr Kreiden - oder Bolusgrund dieUrsache davon", u. s. f.
Theodorr'cus (Leonhard). Ein solcher wird,ohne weiters, als ein Künstler genannt der einBuch mit Grotesken herausgegeben habe.
Theodorus von Samos soll, nebst seinemMitbürger (2. 6. seinem Vater, und seinem Sohne)Rhoecus, die Plastick erfunden haben. S. imLex. 8. der Künstler dieses Namens. Sielebten 700. 2. ti. 740 I. vor Christo; von ihnenwurde der berühmte Tempel der Juno zu Samos neu erbaut./ Von Theodor«« kannte noch vir-ruv eine Beschreibung dieser Baute. Dieselbewar von dorischer Ordnung. Milizia (L8. terr.)I. 17. giebt die Beschreibung ihrer herrlichen in-nern Verzierung, und ihre mannigfaltigen Schick-sale bis auf die Zeit, wo sogar die Fundamentederselben von den Türken durch Kanonenschüßezerstört wurden. Tourneforr sah noch zwey Säu-len und einige marmorne Basen dieser Ruinen.Von Milizia wird auch unserm Theodor, inGesellschaft von Zmilus und L)ho!us (kolo)das Labyrinth von Lemnos zugeschrieben, das hin-gegen das Lex. (l. 0. 10.) eiiiem Theodor
von Lemnos , in Gesellschaft, eben auch von Zmi-lus und Bbolus (heißt es dort) giebt, und,nach Dlimus, der dieses Labyrinth demjenigenin Creta und Aegypten noch vorzieht, nebenAnderm, das Seltsame erzählt, daß die Säulendeßelben, während dem man daran arbeitete, aufihrer Lagerstätte in solchem Gleichgewichte rühr-ten, daß ein Knabe sie bewegen konnte. Nochnennt Llillizia eben auch als Arbeit des Unsrigendas sogenannte Schattenhaus zu Sparta , (viel-leicht jenen schönen Portikus, an dessen Gewölbedie Leyer des Lhimotheus von Samos , zur Strafeaufgehängt war, weil er die 7 Saiten seines In-strumentes mit 4. — vermehrt hatte), und eignetihm endlich, als Bildhauer, gleich dem Lex. aller-ley nützliche Erfindungen, wie z. B. auch denEisenguß zu. Look. cio Mm r über ihn , als Edel«fieinschneider.
— — Die beyden Maler (unter den Künst-lern dieses Namens im Lex. b.'°. i. >,. 2.) scheinennur Eine Person aus Samos gebürtig, zu denZeiten des Romulus zu seyn, und ihre Blüthe-zeit zwischen die 120 und 150 Olympiade zufallen.
* — — der Maler von Athen (s. K. v.
4.) war ein Zettgenoße des Dcmetrius. Von ihmkannte man das Bild eines Mannes, der sich,entweder als er aus dem Bade stieg, oder umsich zum Kampfe zu rüsten, mit Oel rieb. DannClytemnestra's und Egisthus Tod durch Orcst;mehrere Darstellungen aus dem Trojanischen Krie-ge, die nach Rom gebracht, und in dem Porti-kus des Philippus aufgestellt wurden; eine Ca-ßandra im dortigen Tempel der Concordia; fer-ner einen Dcmetrius, und Leontium, das Lieb-chen des Epikur in der — Betrachtung !
— — ein antiker Steinschneider. Von ihms. Lessiugs Rollekeaneen I. S. 241.
* — — von Phocis . Von diesem, den das
Lex. I. 9. nennt, will Milizia I. 0. 18.
wissen, daß die kleine Kupole an dem von Spui-