Tiralli.
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174 /. 4 °.
* Tiralli (Andreas). Als nach seiner Zeich-
nung in Kupfer gebracht, rubririrt ein Gemtka-lalog: ?Ianka äells äi 8 t. istarco in 21.
BI. sehr gr. qu. real Fol.
Tire! ( ). So heißt im ^Imsnacb äs
Kommerse i 8 n. ohne Weiteres ein damals zuParis lebender Baumeister.
Tirion (Jsaak), ein Buchhändler zu Amster dam um i/ 55 . Derselbe hatte, so wie die mei-sten Buchhändler Hollands , die Gewohnheit, aufdie Kupfer zu den Büchern eigenen Verlags, sei-nen Namen mit dem sxonä. stechen zu lassen.Vorzüglich häufig findet sich diese seine Adresse,auf Bildnissen, welche I. tzoubracken gestochenhat, und die zu dem bey diesem Tirion in 21. Thei-len erschienenem Werke: VallerlauäsLÜs üi-storis 8". gehören.
Tirlinks (Lewina). So heißt, in alten Rech-nungen des Englischen Schatzmeisters der Kam,mer, eine Malerin, die unter der KöniginElisabeth gelebt haben muß, und derselben ihrBiidniß auf einer Karte sehr sauber gemalt zumNeujahrsgeschenk machte. Fiorillo V. 314.
Tiron ( ) von Nanteville, Goldschmied
des Königs von Frankreich . Von ihm sagt die(st. Bibl. d. Schön. Wischensch. Jahrg. 1766.S. 076, daß er die Erfindung gemacht, demGolde alle Farben und Gestalten zu geben, undjetzt (176h.) ein Meisterstück davon geliefert habe.2 Es ist eine Vase mit verschiedenen Blumen, als„die Rose, die Nelke, die Orangendliikhe, das„Veilchen , der Jasmin. Das Gold tragt hier„die Farbe der Natur in einem so hohen Grade,„daß das Auge selbst getauscht wird, ja sogar„der Geruch: Denn jeder Blume, welches nicht„weniger bemerkt zu werben verdient, hat er„den ihr eigenen Geruch zu geben gewußt".
Tironi (Franz), ein Perspektivmaler zu Ve,nedig, wird in des Pinelli Catalog angeführt.Nach ihm hat A. Sanbi Piospekte VcnetianischerGegenden in der letzten Hälfte des XVII!. Jahr-hunderts, steif und kalt in qu Fol. gestochen.
* Tisän der. Für Delphos fertigte er dieBildsäulen der vornehmsten Lacadeinonischc» Krie-ger, die mit Lysandcr zu Egos-Potamos gestrit-ten halten, mittlerweile ein Anderer (Alypus)diejenigen der Bundsgenossen von Sparta lieferte.Ein Zeitgenosse von Beyden war Canachus (wahr-scheinlich Schüler von PolyclM, der mit jenenum den Preiß für gedachte Arbeit buhlte,
Tischbein (Amalia), s. unten U)ilbelmine,«karoline, Amalie; und Miihelmine, Erne-stine, Friederike.
— — (Amalia Lvuisa) s. unten Macga-recha Christian«.
— — (Antoinette), s. unten Anronia.
* — — (Anton), dessen im kex. schon un-
ter dem Art. Joh. Heinrich gedacht ist. Seineigentlicher Name ist Johann Anron, und erdaher, unter diesem, unten zu finden.
1 — — (Anton Wilhelm ) gewöhnlich bloß
Anton genannt, jüngster Sohn des Stammva-ters dieser Familie, Joh. Heinr. Tischbein'«,Klosterbeckers (nicht Fleischers, wie es etwa an-derwerts heißt) zu Hayna, geb. daselbst r/Zo.(nicht 34 -), Maler in Oel und Miniatur, vonBildnissen, Kabinets- und Konversationsstücken;dann auch von eigentlicher Geschichte. Er lerntebey seinem ältern Bruder Joh. Valentin, undhielt sich einige Zeit in den vornehmsten Städtenam Rhein und Main auf; alsdann setzte er sichals Hessen -Casselscher Hofmaler zu Hanau , warMitglied der dortigen Zeichnungs-Akademie, und
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st. daselbst 1804. Einige geben ihm, am Endfeines thätigen und rühmlich vollbrachten Lebensein Alter bloß von 65 I. Andere wieder 70. Erwar der älteste aus den damals noch vorhandenenKünstlern seines Geschlechts. Seine Gattin, MariaFischbach, aus Laubach gebürtig, st. zu Hanau 1808. oder 9. in hohem Alter. In Hanau findetsich von ihm bey dem Regierungs-Direktor Bor-ries das Bild des Zollverwalters Borries, undein großes Familienbjld; in der das,gen Zeichen-akademie, das Bild des Professors der Zeichen-kunst, Gallien ; bey dem Weinhandlcr Jac. Leis-ter das Bild der Gattin desselben Leislers; allesschöne Gemälde. In Lübeck dann, das sehrschöne Familiengemälde des Jsaac Souchay; unvdie i 8 i 5 . zu Frankfurt a. M. versteigerte Gemäl-desammlung des Kaufmanns kausberg, enthieltvon ihm, auf Kupfer (n" hoch, 14 1/2" br.),zwey vornehme Gesellschaften in Spanischer Tracht,die sich im Zimmer vergnügen, beyde angenehmin dem Geschmack des Janneck (nicht Janck wieder Catalog besagt) gemalt. Er pflegte seineArbeiten nicht zu bezeichnen, daher sie nur ausseiner Manier zu erkennen sind. Mensel II.Srrieder's Heß. Gelehrr. Gesch. XVI-228.
2 Tischbein (Antonia) jüngere Tochter des un,ten ff. Joh. Jacobs, an den Ober-Pastor undConsistorialrath Roenrgen zu Petkum verheira-thet, malte sehr gute Landschaften, und todteVögcl und Blumen nach der Natur; auch fertig-te sie brave Kopien nach den historischen Bildernihres Oheims, Johann Heinrichs 1. Sie lebtenoch als Wittwe 1812. zu Esens in Ostftieelaiid.
S. 6r.
3 — — (August Albrecht Christian), Joh.
Jacobs Sohn, Maler zu Lübeck 1797. lernte zu-erst bey seii.em Schwager Pcrersen zu Lübeck ;dann bey seinem Oheim, Joh Heinrich I. En-gelschalj S. i 4 - (Anni.). Ein Nekrolog sciucsVaters (Meus. Museum XVI.) nennt ihn„Nacheiferet von dessen Verdiensten". Er lcbrenoch zu Lübeck r 8 i 5 .
4 — — (Carl Ludwig, gewöhnlich Carl)
geb. zu Dessau > 797 -, Sohn des unten ff. Joh.Friedr. August. Er lernte unter seinem Vaterzu Leipzig Bilvniß und Geschichte malen, undsetzt, seil i8l2., wo sein Vater starb, dieß Stu-dium unter dem Professor Hartmann zu Dresden fort. Auf der Dresdner -Ausstellung 1812. sahman von ihm drey Zeichnungen in Kreide; eineakademische Figur nach Trcvisano, und ein Bild-niß, beides nach Oelgeinäldcn; dann ein Bild-niß nach dem Leben. Er lebie noch zu Dresden i 8 t 5 .
5 — — (Caroline) Tochter des unten ff.
Joh. Friedr. August, geb. um oder iu r/ 85 .und verhciralhet an den Professor der Geschichtezu Heidelberg wilcke, wo sie auch noch 18, 3 .am Leben war, und Kinder hatte. Früherhinzeichnete sie zu ihrem Vergnügen mit dem Crayon.Auf der Dresdlicr-Ausstellung 1806. sah manvon ihr ejne H. Familie nach Palma ; nach ihrhat Heinr. Schmidt ein Brustbild en Medaill.gr. 8°. mit der verstorbenen Königin kouise vonPreußen gestochen. Ihre jüngere Schwester Ber-ti, verheirakhet an den Kaufmann Runze inLeipzig , hat sich nicht mit der Kunst abgegeben.
— — (Christian), s. den gleich ff. Art.
6 — — (Christian Wilhelm, gewöhnlich
Christian), ältester Sohn des Mechanikers Jo-hann, wurde 1/53. zu Marburg geboren, kamals Kind zu dem Bäcker Strack nach Hayna inHessen , und widmete sich dann der Malerkunst(dem Bildniß und der Landschaft) bey seinenOheimen Joh. Jacob und Anron Tischbein inHamburg , in welcher Stadt er dann noch achtJahre für sich lebte und arbeitete. Hierauf gir.ig