Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1917
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Topschißky.

schrift rubrkcirk: Anrhony Topps, Gießervon Ach begraben 1808.

Topschitzky (Heinrich Christian). So hieß«in geschickter Lust - und Zirrgärtner zu Bautzen

lf88.

* Tsque, s. TocqUe.

^ Toquer. So findet sich etwa auf Kupfersstichen der eben erwähnte Tocque bezeichnet.

Toraboschi (Joseph). Ein solcher soll nachGuercino ein Ecce Homo, mit der Aufschrift:

sum vermis, ziemlich gut(a.ii. sehr schlecht)gestochen haben.

* Torb ido (Baptist, auch Johann Baptist),genannt d'Angeli. Nach Einigen (FioriUo II.i 55 .) übertraf derselbe seinen Lehrer und Schwie-gervater, Franz Torbido, noch in der Kunst.Dagegen hält Lanzr (Lei. tei-2.) ill. i6Z64.ihn für geringer, als drey seiner Nebenbuhler(Domenico Ricci gen. Brnsasorci, Dank Fa-rinaro, und den damals noch jungen PaulEaliari, den vorzüglichsten von allen), die derKardinal Herkul Gonzaga nach Mantua berufenhatte, im Dome daselbst, jeder ein Bild zu ma-len. Don seinem Ananias in St. Euphemia zuVerona , von welchem das Lex. spricht, ur-theilt indessen auch Lanzi mit großem Ruhm,und erzählt, daß solches, in neuern Lagen, beyeiner vorgenommenen Aufführung einer frischenMauer in erwähnter Kirche, ausgesägt, und,zu dessen Erhaltung, über dem Portal derselbenwieder eingelassen wurde. Noch mehr, giebt erzu, daß er an Fleiß und saftigem Coloritc gränzenerreicht, und an Pastosität der Zeichnung, undvielleicht auch an Grazie denselben noch über-treffen , wie z. B. in St. Stephans (zu Verona ?)in einem wunderschönen Engel, der den HH. Un-schuldigen Kindern die Palme ertheilt. Auch zuVenedig sieht man von ihm etwas Schönes,das freylich Andere einem Andern, und Losch"«'namentlich Franz Albern' zuschreibt: Eine Ma-donna zwischen St. Johann und Maccus, voneinigen Personen in Herzoglichem Gewände ausder Familie Marcello angebetet, mit ihren kennt-lichen Bildnißen. Einigen Nachrichten zufolgedlühete Baptist noch 1576. Geetzt kennt mannach ihm, und zum Theil von ihm selber: Ma-donna in einer Landschaft, auf dem Schooße dasKind, welches Blumen aus einem Korbe nimmt,den ihm zween Engel reichen; zur Rechten haltElisabeth den kleinen St. Johann, der demKinde Datteln darbietet; großes Blatt mit ziem-lich großen Figuren (bezeichnet: L. iecst riet^oro). Hiernächst eine andere H. Familie ineiner Egyptischen Landschaft mit Bauten undRuinen; hinter der Madonne Joseph, der denEsel besorgt (bezeichnet: Latt. stetto ck/

.-^putl e?NMocrr,M). Ferner: Den Ewigen Vaterin einer Glorie, unter ihm die Chiffer des Jesus-Namen, dann die Geistes-Taube, und zu untcrstdie Apostel (bezeichnet: Moro invent.

15 / 6 . o. Ovrneli kec.). Weiter den in einerLandschaft sitzenden Mars, welcher der Venusliebkost; neben ihm ein staunender Amor (ohneZeichen). Endlich das Gerücht auf einer Welt-kugel, bläst die Trompete, und kragt in derRechten eine Lorbecrkrone, geistreich geetzt (bez.Zattixta co^naminato riet <i). s. v.

et Tprbüio. Noch nennt ein Verzeichnißmeines sei. Vaters nach ihm eine Geburt vonI. Mvrin; dann ausdrücklich von ihm nach An-dern: Marter der Cacilia nach B. Campi; Et-was (?)nach F. Mazzuoli; eine H. Familie nachRaphael, und Landschaften nach Titian ; viel-leicht die 20., von welche» das Lex. spricht; undder Katalog von Brandes: Einen Hirten, voneinem Hund begleitet, den ein Engel besucht;sin seltenes Blatt.

Torellk. 1917

* Torbido (Franz), seiner braunen Gesichts-farbe wegen genannt del Mors. In Giorgio-ne's Schule verweilte er weniger lange, als inLiberale's ; dessen Zeichnung und Fleiß ahmte ereigentlich nach, und übertraf ihn noch in diesem letz-ter», da er an seinen eignenWerken immer etwas aus-zusetzen fand, und daher spät damit fertig ward.Altarblätter sieht man wenig von ihm; destomehr Staffeleibilder, meist religiösen Jnnhalts,oder dann Bildniße, an denen nichts, als viel-leicht etwas mehr Freyheit deS Pinsels zu wün-schen übrig bleibt. Indessen ist unter seinen alFresco's im Dome zu Verona , welche Verschie-denes aus der Geschichte der H. Jungfrau dar-stellen , besonders ihre Himmelfahrt, freylich nacheinem Carton von Jul. Pipi, wunderschön; aberAusführung, Colorit und Helldunkel sind sein;und namentlich war er, wie vasari sagt, einso sorgfältiger Coloriste, wie Wenige seiner Zeit-genossen. (. ter-.) HI. 8t.

* (Julius) d'Angeli genannt, Bap-

tista's Bruder, dlühete zu Verona und Venedig um 1878. Zanerri nennt ihn einen gelehrtenMaler. Von ihm sieht man in St. Apollinare zuVenedig die vier gekrönten HH. in einer ange-nehmen, genauen und wohlgeordneten Manier.

(Lei. tei-2.) lll. 184. Gestochen nach ihmkennt man, ohne den Namen des Stechers, undlediglich mit dem Namen des Verlegers Louisabezeichnet, ein Blatt: Pabst Alexander lll., derin St. Johann Lateran dem Doge die Standar-ten u. s. f. überreicht, nach seinem Gemälde imgroßen Nathssaale zu Venedig .

* (Marcus) d'Angeli genannt, Bar-rista's Sohn, Schüler und Gehülfe, dlühete voni8bo88. Von ihm nennt Lanzi I. 0. in St.Barcholomeo zu Venedig ein Paradies, dem erungefähr denselben Charakter, wie der Arbeit vonJulius zuschreibt. Nach ihm gestochen kennt maneine Geburt und eine Anbetung der Könige, beydeschön componirt, jene von B. Stefani (1888.),diese im Geschmacke von C. Cort; dann eineMadonna unter einem Pavillon, mit dem Kindauf den Knieen, das von dem kleinen St. Jo-hann einen Apfel empfängt, neben diesem dieknieende Elisabeth, große Figuren; einen Christam Kreutze, unten Madonna in Ohnmacht, vonSt. Johann und Magdalena unterstützt, zur Rech-ten Joseph von Arimathia und der Hauptmann;eine Himmelfahrt, unten die Apostel in Entzü-ckung; alle drey wieder von Srefani; endlicheinen segnenden Christ in der Glorie, unten diezwölf Apostel, dies von Caspar ab Ovibus.(Vinkler s. v. Moro et 7 o--üisto. Hinwiedernennt ein Verzeichniß meines sel. Vaters dieMeister, nach welchen Marcus selber gestochenhat: Bernhard von Cremona, F. Mazzuoli, Jul.Pipi, R. Sanzio, A. del Sarto, L. Valesto(die Samarilanerin), L. Vecelli; und, ohne Na-men des Malers, Grotesken, Moresken, u. s. f.

Tordeur( ),ein Baumeister. S. Lluirotin künftigen Nachträgen.

Tore lli (Caspar), ein Bildhauer; arbeiteteum 1780. zu Rom. ^c.

* (Cäsar). Lanzi (L< 1 . ters.) II.

spricht von ihm kurz, als von einem mittelmäßi-gen Künstler.

* (Felix). Einige setzen seine Geburt

in 1670., Alle aber sein Todesjahr in 17^8.Derselbe behielt den Geschmack seines ersten Mei-sters, Santo Prunali, größccntheils bey, undward ein kräftiger Maler von schönem Helldunkel,kurz von nicht gemeinem Verdienst in Altarblat-tern, wie man davon Beyspiele zu Rom , Mai­ land , Turin , u. s. f. sehen kann. Ein besonderschönes Bild von ihm, von größter Abwechse-lung für Köpfe, Skellrmgen und Drapperie; <Lt.