1926 Tour.
I. Reffout, von Wollte (ehe es la Tour verdor-ben hatte); des Stechers H. Gravelot, von Mas-sard; und (vor Allem aus) sein eigenes (1742.)gemaltes, von unserm Deutschen Schmid treff-lich gestochenes, wo de la Tour wie unterm Fen-ster liegt, mit so gutmüthiger Schalkhaftigkeitlächelt, und mit der Hand auf irgend einen —Thoren zu deuten scheint. Auch Gaulr de Sr.Eerman, (S. s 54 — 55 .) nennt unsers ia ToursKunst, im Bildlich einzig für strenge Ähnlichkeit be-sorgt, ohne zu verschönern, die einfache natürlicheStellung, ihren wahren Ausdruck, und eben so wahreFarbe, Täuschung selbst bis aufdieHände, die er nochganz besonders jiudirt hatte. Alsdann zahlt er,neben einigen schon oben angeführten Arbeiten,zu seinen beßten (wir glauben meist noch ungesstochcnen, und nennen hier nur Gelehrte undKünstler): d'Alemberk's, la Chaussees, Conda-niine's, Diiclos, Dumonts le Romain, Noettiers,und dcr Actrice Sylvia.
Tour (Siegmund, Carl Friedrich la), s.oben Heinrich Wilhelm la Tour.
— — ( ), des obigen Moritz Tsuin-tin jüngerer Bruder, ebenfalls Maler, geb. zuSt> Quentlii. Von ihm ist uns nichts Wettersals das Rühmliche bekannt, daß derselbe in » 8 » 5 .dcr schönen Anstalt seines Bruders in ihrer Va-terstadt neues Leben gab, und 1806. noch selbstbeywohnte, als die Preise unter die dortige Ju-gend ausgetheilt wurden. S. auch den gleichff. Art.
— — ( de la). Ein solcher, ob vor-
genannter Mor. Eluinriu's Bruder. ist uns un-bekannt, war einer der Zeichner zu den 38 . Bl.der Ouartausgabe von I. I. Rousseau's Werken,wovon N". /—ia. in »8u6. erschienen waren.In den von »ns oft angezogenen Kunst- undKommerz-Almanachs von i 8 » 3 . u. 18m. wirdseiner unter den damals zu Paris lebenden Künst-lern nicht gedacht.
Tout-cat)>( ), erscheint unsers Wissenszum ersten Mal IM /Ilmniinich 6« Oommerce»8»I. unter den damals zu Paris lebenden Ste-chern, besonders in punktirter Manier. Derselbezeichnete und stach zu dem: porto-keulNe kran-^nis pour I'nn »8»L. ?aris »2ch das Tirclkuvfer.„Gehörte etwa dcr französische Kupferstecher Tur-cari, dessen oben unter Acdel gedacht wird, zudieser Familie, oder wäre er gar Derselbe, so istimmerhin der Name Toirrcary der richtigere".Dies bemerkt einer unserer Freunde. Wir beant-worteten die erste seiner Fragen mit: Wahrschein-lich ja; denken aber, daß derjenige Turcari, dernach Ardel zwey Blätter (den Schlaf der Venus,und den Preiß der Schönheit gestochen hat) einälterer Künstler als dcr unsrige (vielleicht dessenVater) seyn dürfte, da dieser Blätter schon ineinem Verzeichnisse von 1779. gedacht wird. Undwohl ist es ebenfalls eher dieser letztere, beydem ein von der Madame Dardel" (ebenfallsnach einem Dardel) gestochenes Blatt (die Musik)verlegt worden, aufweichen» er ebenfalls 6r-lveurheißt, und das mit Königl. Privilegium erschien,was somit gleichmäßig auf frühere Zeiten deutet.
Tourdaignes (de la), ein Parlamentsrathzu Aix in Provence . Derselbe hat zu seinem Ver-gnügen gectzt: Eine Mannsperson mit einemDegen, einen Fcderhut tragend, und auf derAchsel einen wetten Mantel (nach Callot oderdella Bella); eine Landschaft; und den Studien-topf einer lallen Frau, mit einem Schnupsruchecocffirt.
Tourniere.
Tourö, ein falscher Name des unten ff. I.Touzö.
Touret. (Niclaus Friedrich), s. »benThouret,
Tourion (Caspar), genannt von Lamer,Bürger und Goldschmied von Cölln , wurde » 586 .als besonderer Münzwardein des Churfürsten vonCölln von Reichs wegen verpflichtet. Hirschdeutsch. Münzarchiv II. 35 g.
* Tournay (Elisabeth« Clara), s. oben s. v.Tardieu. Im Lex. selbst erscheint sie ebenfallsunter Tournay. -
*Tourneisec, s. Thonr/ieiser oben undim Lex.
* Tournelle ( ). Von ihm kennt man
z. B- das Bildniß des Bischofes von Mirepoix,P. de la Droue, nach H. Rigaud (» 79 ».), wozuS. du Pape die Verzierungen malte.
* Tournes (Johann de). Basar» (L6. sec.)läßt ihn »52». zu Frankfurt geboren seyn. Seinekleinen Holzschnitte Neu-Testamentischen Jnnhaltstragen das Datum von » 556 .
To urnier (G.) >
— — (Joh. Jacobs S. den gleich ff. Art.
, - - (M. G.) )
* — — ( ). Eine sonst nicht ganz un-
sichere'Quelle nennt ihn Joh. Jacob. Rost VII.535 . dagegen M> G. Tourmer. Es scheinthiernach, daß es zwey Künstler dieses Namensgegegeben habe, welche beyde geetzt hatten, undderen Arbeiten man unter einander vermengte.Ein Kupfersiichverzcichniß nennt uns von JohannJacob eine Folge antiker Vasen nach Carl Errard;und 6. Dl. mit allerhand Armaturen, diese ge-meinschaftlich mit Lochom, nach Polydor Car-ravaggio. Dann von einem G. Tournier, ver-muthlich der, den Rost M. G. (T ) schreibt,eine H. Familie mit der Jnnschrifl: (lul nonaoclpit crncem etc.; das Bild des KünstlersLeo B. Albcrti zu dcr Uebersetzung des Werkesvorn Trichet du Fresne, achteckig Foi., ohneseinen Namen; und anderes nach Guido undAnnibal Carracci . — Noch ist zu bemerken, daßRost l. c. irrt, wenn er die Geburt seines M.G-(T.)um »6-jo. ansetzt, und ihn zugleich als Schü-ler von Moses Valentin, dcr schon » 632 . starb, be-nennt *). Rost nun nennt von ihn», als Stecher:Landschaften »ach S. Rosa, einige Marie» nachGuido, u. a., dessen schon das Lex. erwähnt;Basan (Lll. sec.) etliche Blätter zu' einer Aus-gabe des Vitruv, und ein Derzeichniß meinessel. Vaters (wohl irrig) das Bildniß eines Fran-zösischen Slaatssekrelajrs, F. Sudlet, Herrn vonNoycrs.
* Tor« reifere (Robert). /loriHo III. 2)7.zählt ihn kurz unter diejenigen bessern Schülervon Bon Doulogne, durch welche dieser die von ihmentworfenen Bilder ausführen ließ; dann aberführt er ihn späterhin (i. c. 296) noch einmals. v. Tourmeres auf, läßt ihn 1703. (u. b.1716.) in die Akadeinie treten, und theils für denHof, theils für den Herzog von Orleans arbei-ten , nennt hierauf besonders Schalken sein Vor-bild , den er durch übergroßen Fleiß in sorgfäl-tiger Auspinsclung kleiner Gemälde und (oft hi-storirter) Bildniße (von treflichcm Geschmack undguter Farbe) nachzuahmen strebte, und führt dannvon ihm eine Arbeit a», welche er (heißt es nun17,6.) der Akademie als ein Probestück »übergab,und die Geschichte der Debutate vorstellt, diebey dem Schein einer Kerze de»» Umriß ihres
') Auch bev Kiorillo III. 208. erscheint er, als solcher, und als einer der glücklichen Nachahmer des Stvlsvon M. A. Mcrigi. Z. B. nennt er von ihm eine Abbildung der Schlackn des Constantins gegen Muren'lins, die, bey allen Mangeln einer Verwirrung einzelner Gruppen, schon gerathen se»; die Natur habe erauf das Treueste nachgeahmt, und solche, wenn sie sich ihm edel darbot, auf das Glücklichste r» übertragengewußt.