Trautmall n.
nralbe auszubessern, und ihnen wieder Vieles (?)von ihrer alten Schönheit zu verschaffen". Men-sel III- führt ihn noch 1809. unter den Lebenden an.
Traurmann (Michael), Wachspoußirer undBildhauer zu Bamberg , geb. daselbst, lebte nochi8»g. »Dieser Künstler" (heisst es bey MeuselIII.) »musste sich durch manche Schwierigkeitenzu dem empor arbeiten, was er nun ist. AlsKnabe kam er öfters nach dem Lustschlosse See-hof bey Bamberg, wo der Bildhauer Dietz seineWerkstätte aufgeschlagen hatte. T. sah ihm flei-ßig zu, und das Genie regte sich in dem zehn-jährigen Knaben. Voll von dem, was er gese-hen hatte, verfertigte er aus Thon Figuren, undsuchte darin den Ausdruck jener Statüen nach-zuahmen, die Dietzens Meiste! schuft Fand erin denselben Aehnlichkeit mit seinem Urbilde, sohatte er den Muth, sie Dietzen selbst und demGarteninspektor Jacob zu zeigen. Dietz gab ihmnun Modelle. Schnell und mit (bewundernswür-diger Aehnlichkeit bildete nach diesen der jungeKünstler seine Thonfiguren, und zog dadurch dieAufmerksamkeit der Kenner auf sich. Fürst AdamFriedrich übergab ihn Dietzen, um seine Anlagezu entwickeln. T. war damals 12. Jahre alt.Allein, mit äußerster Hartnäckigkeit widersetzte sichseine Mutter, eine Gartnersfrau, und mit wil-dem Ungestüm schob sie den Garteninspektor vonsich, der ihr dies frohe Ereigniß verkündigenwollte. Schon vorher hatte der Knabe von die-ser Seite her manchen harten Kampf zu bestehen.Mit seinen Modellen durfte er sich nur des Nachtsund an Sonn - und Feyertagen beschäftigen, undselbst in diesen Stunden mußte er sich von seinerkleinen Ersparniß ein dürftiges Licht ersparen.Der Tag ward mit rauhen Feldarbeiten zuge-bracht , die seinen Geist niederzudrücken und allesGefühl für Kunst in seinem Keime zu erstickendrohten. Nslhgedruugen blieb der Knabe in derväterlichen Hütte; aber in seiner Laufbahn liesser sich durch nichts zurückhalten. Nun wagte ersich schon an die Bearbeitung hölzerner Figuren,gewann damit Geld, und kaufte sich Wachs. SeineWachsfigürchen gefielen, und gingen reißend ab.Dieses Gewerbe brachte ihm viel Geld e,n, undnun bekam er auf einmal freye Hand. Er gingan größere Unternehmungen, und arbeitete inHolz und Stein. Zwey in jener Epoche von ihmgehauene Statüen, ein Jager und eine Jägern,,sind in dem Irrgarten zu Seehof aufgestellt. Dietzund Jacob machten den Fürsten auf Traurmann'sWachsfiguren aufmerksai». Beyfällig gab AdamFriedrich dem Hof- und Kabinetsmaler Schcubelden Auftrag, dem angehenden Künstler über rich-tige Zeichnung und Farbenmischung die nöthigenBegriffe beyzubringen. Nach vollendetem Unter-richt ließ er ihn nach Wien und Stuttgard rei-sen, und stellte ihn nach der Rückkehr im I.1778. als Hofwachspoussirer mir Gehalt an.Die Wachsbildnerey ist zwar sein Hauptgeschäft,und er hat in diesem Fache die niedlichsten, uudbesonders in Blumen die täuschendsten Probenseiner Geschicklichkeit abgelegt; allein auch in derBildhauerey ist seine glückliche Anlage nicht imgeringsten zu verkennen. Von ihm sind z. B. derAltar in der Kapelle des allgemeinen Kranken-hauses , die Hauptfiguren an dem Brunnen aufdem Domplatze zu Bamberg , die vier Jahrszei-tcn in dem Garkensaal zu Grcifcnstein, zweyBrunnen zu Tambach, zwey hölzerne und zweysteinerne Statüen ebendaselbst. Auch waren vonihm in dem neuen Speiscsaai der nun niederge-brannten Abtey Langheim die gypsernen Basre-liefs «.
Trauen er (A. I.), Kunsthändler zu Nürn berg , in der izweyten Hälfte des XVIII. Jahr-hunderts. Aus seinem Verlage kennt man eineFolge von Handwcrksumzügen und andern fest-lichen Gebräuchen der Stadt Nürnberg , in med.4 °. von I. P. Henkel, I. Kellner rc. gestochen.
Trebner. 193z
Träutner (Gustav Philipp), ein sehr mittel-mäßiger Kupferstecher zu Nürnberg , wo er, nachder Mitte des X VIII. Jahrhunderts, Vieles fürBuchhändler des Jnn- und Auslandes etzte. Soz. B. zu A. v. Haller's: bftemeura Cüvsiolo-zftae. 1767. 8sq. 4°.; zu de 'sselben:
Opel-n minora; zu I. C. Schaeffer'S Abbildungvon Schwammen. Regensburg 17H2—7-j. 4°. 4.Theile, hier u. a. das schlechte Litelkupfer zumersten (dieses nach I. I. Preisler's Zeichnung),und zum zweyten Theile von -760. (dieses ohne An-gabe des Zeichners); zu Klein's Sammlung ver-schiedener Vögcl-Eycr. Leipz. Königsb. und Miekau1766. Ferner (17VV.) ein Bildniß des erwähntenRegcnsburgischen Predigers I. C. Schäffers, ohneandern uns bekannten Namen, als den seinigen,u. s. f. Fast immer schreibt er sich Trautner,zuweilen aber auch Traurmer.
— — (G.). So nennt Liporvsky einenKupferstecher zu Nürnberg um 1778., der aberwohl kein anderer, als der unten folgende Jo-hann Georg T., derjenige nämlich ist, den Men-sel III. anführt.
— — (Johann) , ein vielleicht jetzt (1816.)noch lebender Kunsthändler zu Nürnberg (wohldes obigen A. I. Sohn). Bey ihm erschienen vieleBlätter für das Volk (179. .) sehr gut cya-rakteristisch: Darstellung einiger NürnbergjscyerAusrufer, ohne Namen des Stechers; dann eineFolge Nürnberger -Prospekle von Joh. ChristophClaußner gezeichnet und geetzt.
— , — —, der jüngere, Kupferstecher und
Kunsthändler zu Nürnberg . Also benennt er sichauf Joh. Jac. Schnbier's ZimmcrmannskunstFol., was er 1706. verlegte; von ihm selbst Ge-stochenes kennen wir nichts.
— — (Johann Georg). So nennt auchMensel II!. ganz ohne Weiteres, in 1809. eine»zu Nürnberg lebenden, dort gcbornen Tonkünst-lcr und Kupferstecher. Ohne Zweifel ist er der-selbe, von welchem es es in einer unserer hand-schriftlichen Quellen heißt, er habe die Kupferz» I- F. Lutz Beschreibung der Barometer (Nürnb.und Leipz. -784. 8°.), dann auch die vielen Rissezu Friedrich Koch's Werke: Der geübte Werk-meister des praktischen ZimmerwerkS, herausge-geben von G. F. Koch und I. H. Dümiemann.Schwadach 1784. Fol. gefertigt.
— — (Johann Jacob) zu Nürnberg , fer-tigte 170Z. einen schönen Kronleuchter von Mes-sing , au Gewicht 3 r/u. Ctnr., den sein Bruderder Kirche St. Peter und Paul zu Görlitz schenkte.T- G- Funk Beschreib, gedachter Birches. a. 4°> S. 112.
Traurretlrer (Johann Georg), ein Bild-hauer in Zierrathen, der 1798. zu Dresden ge-nannt wird. Dresd . z. Lennrn. s. Haus.
Trauzolt (Johann Christian), Naths-Dau-unb Mäurerineister zu Friedberg im Sächsischen Erzgebirge iM.
Traxdorf (Carl Christoph Jacob), s. obenFried. Ulr. Schenk.
Trapl (Franz Titel), ein ausländischer Stein-metzgeselle, der um 17^. 5» Dresden arbeitete.
Treber (Johann), s. unten Troeber.
Trebetzky (Jgnaz). So heißt bey MeuselI, Q778.) ein damals noch lebender Maler zuPrag , geb. zu Wien 1727., von dem man Mi-niatur-Arbeit, vornämlich Bildnisse kannte. BeyMeusel II. (1789.) erscheint er nicht mehr.
Trebner (Wolf), ein Maurer und Stein metz zu Coburg rbrL. Er wird genannt in der: