Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1938
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r9ZS Treu.

Meusel M., der sie somit um i8og. noch linkerdie Lebenden zahlt)wählte sie den Klariffer-Or-den, fand ihn aber nicht behaglich, und heura-thete einen jungen Künstler, Don,. Vielegute Bildniße von ihr finden sich in Main ;,Mannheim und Cölln . Eines ihrer beßtc» aberist dasjenige des Oberhofmeisterö von Rotenhan,im Grast. Rotenhanschen Hause zu Bamberg ".

Treu s. auch unten Crew.

Treu ding (Michael), ein Maler zu Leipzig in 1678., dessen Pinsel indessen schon 1670. dieehemalig« alte Orgel der St. Ulrichskirche zu Halleim Magdeburgische» verzierte. G. Dlea1t Ha-lygraphie. Leipz. 1667. 4°. S. 294. Ihn benenntauch die Leichenpredigt seines Schülers, des Chur -sächsischen Hofmalers Faselt (Fasolk) durch Ang.Straut 40. Freyberg 619.

Treuer (A. F), gab 17L8. eine von Jackschön gestochene Karte von, Fürsienthum Halber-stadt , der Grafschaften Wernigerode und Höllen-stein , und der Abtey Quedlinburg . Adelungsverzeichn, d. Landkarten u. topographischenBlatter Sachsens . S. 280.

Trevert ( ), ein wenig bekannter Engli­ scher

Künstler aus der letzten Halste des XVll.ynd der ersten des XVlll. Jahrhunderts- Der-selbe verfertigte architektonische Vorstellungen, undbefand sich in der Glasmaler-Gilde, deren Ver-sammlungsort er ein Blatt zum Andenken schenkte.Er beschäftigte sich eine Zeitlang, das Aeußereund Innere der Paulskirche zu zeichnen, um inGesellschaft mit Vertue ein Werk über dieß Ge-bäude herauszugeben; allein das Unternehmenkam nicht zu Stande. Eine große Ansicht vonLondon , von dem Thurm der Kirche St. MaryOvery, wurde durch seinen Tod un Jahr 1720.unterbrochen. Fioriklo V. 549 >

Trevigi (Anton de), ein Maler von Treviso .Von ihm kennt man Arbeiten, die von 1P12.und I jt 4 ' dakirt sind. So z. D. in St. Niccoio,seiner Vaterstadt, einen nicht unfeinen St. Ehri-stophel in gigantesker Figur, Imu?« Ks. tsr?.Ist. 27.

* (Darius da), blnhete um 14,4.,

nicht iZ/ 4 -, wie es durch Druckfehler in Riga -monti's: Lllilia clr ssrevl^i heißt. In St-Ber-»ardino zu Bassano (sagt Lanzi. torx. Ist.54 ) könne man von seiner Arbeit zur Seite der-jenigen seines Mitschülers Mantegna sehen, unddaraus beurtheilen, wie sehr er unter demselbenstand".

(Georg da), bemalte, wie es heißt,in recht gnt zu Padua den berühmten dor-tigen Uhrenthurm. T-mur-. ter?. Ist. 27.

(Hieronymus da), der altere, Ma-

ler. Von ihm kennt man Arbeiten,von ,47092.(«. b. 147287.), vielleicht ein Schüler von Squar-cione, der sich auf seinen Bildern HieronymusTarvisio nannte. Seine Arbeit war matt in derFärbung, aber nicht übel in älterm Styl ge-zeichnet. L<l. ter2. Ist. 54 - Einige ver-

wechseln ihn mit dem folgenden Hieronymusdem Jüngern. Den», daß der Unftige schonin Naphaei's Manier gearbeitet habe, und nochin 1630. ein Gehülfe von Pupini gewesen sey,scheint unwahrscheinlich zu seyn. I. c. go.

*, der Jüngere, geb. , 5 o 8 .

Derselbe" (heißt es bey Lanzi. ter?. Ist.b'9go-),vielleicht von seinem edeln MitbürgerParis Bordone aufgeweckt, erhob sich zu einemhöhern Styl, als der damals in der Venetiani-fchen Schule gebräuchlich war. Einige nennenihn pennachi, und Sohn des perer Maria

Trevisani.

dieses Namens. In Venedig sieht man Weni-ges von ihm; mehr zu Bologna , besonders inEt. Petronius daselbst Verschiedenes aus dem Le-hen von St. Antonius, nach vasari, voll Ein-sicht, Grazie, und großer Nettigkeit. Er schienden Styl zweyer Schulen (der Venezianischenund Bolognestschen) glücklich vereinigen zu wol-len, lebte aber dafür nicht lange genug , da er,erst 36 . I. alt, Todes verbliech, und sich inEngland zu sehr dem Kriegswesen ergab, daherauch Einige ihm wohl irrig 76. Jahre geben, inwelchem Alter man wenigstens selten von einerKanonenkugel gelobtet wird". An einer andernStelle (l. c. V. 38 .) heißk den Unstigen nun auchLanzi einen Nachahmer von Raphael, doch mitetwas von Venetianischem Saft und Geschmacke.B. Pupini, in- dessen Gesellschaft er bisweilenarbeitete, soll, durch seine Eilfertigkeit, auch demRuhm des Unsrigen Abbruch gethan haben (l. c.42.). Dann liest man noch (l. c. 294.), daßer durch seine unkluge Eifersucht gegen Pierin del Vaga eines Tags genöthigt worden sey, Genua und sein Gebiet zu verlassen. Weniges von sei-ner Hand ist bis auf uns gekommen. Fiorillost. 1012. (So eben bemerken wir, daß, unserH. Trevigi mit dem, oben, in gegenwärtigenZusätzen angeführten Hieronymus pemiachiwirklich Einer und Derselbe sey).

* Trevilio (da), ,s. unten und tm kex.Zenale.

Trevilliani (Wilhelm). So soll ein Kupfer-stecher in England um 1650. heißen, von demman ein Bild des Protektors Oliv. Cromwel kenne.

Trevtngard (Anna), zeichnete (1784.) dieAuseinandersetzung des Percgrine mit seiner Ge-liebten , ein rundes von Cary in punktirter Ma-nier gestochenes Blatt. Sie lebte in der letztenHälfte des vorigen Jahrhunderts in England.Also sagt der eine Gankkatalvg; der andere sprichtdagegen von einem Anron Trervingard, nachdessen Erfindung C. Knight zwey Blätter gesto-chen habe: Roderich, wie er sich dem Narin ent-deckt, und Narin, wie er das Miniaturbildnißfindet. Beyde halten wir nur für Eine Person;und die eigne Erscheinung dieser Blätter mag be-stimmen, was daran Recht oder Unrecht sey?

* Trevisani (Angelus), f. im Lex. und un-ten Trivisano.

* (Franz). Von ihm heißt es bey

Fior.Uo II. 18z8',.:Derselbe zeigte sich mehrin Rom als in Venedig ; dort ließ er sich nieder,nnd folgte dem allgemeinen Strome des Ge-schmacks seiner Zeitgenossen. Er arbeitete in al-len Fächern, und war ein universeller Maler vonder anmuthigen und leichten Arr, der hauptsäch-lich die Manier des Cortona vor Augen hatte".Lanzi dann (b)ci. ti-rr.) II. 240.) spricht vonihm ausführlicher, wie folgt:In Rom verließer seine frühern Kunstmaximen; und bildete sicheinen Geschmack, der den bessern damalige» Sty-len angemessen war; auch besaß er ein bewun-dernswürdiges Talent, jede Manier nachzuah-men , und erschien bald Cignancschisch, baldGuideschisch, jedesmal glücklich. So z. P. inseinen vielen Staffelcy-Bildcrn der Gallerie Al-bicini zu Forli . Dort sah man von ihm eineKreutzigung in ganz kleinen, geistvollen und äu-ßerst vollendeten Figürchen, was er selbst fürsein Beßtes hielt, und von dem Besitzer gernwieder um hohen Preiß an sich gebracht hät-te. Rom ist voll von seinen Arbeiten, worinman überall eine schöne Wahl, zarten Pinsel,und dabey einen allgemein kräftigen Ton ent-deckt. Sein sterbender St. Joseph in der Kirchedes Collegio Romano ist ein Meisterstück. Auchrühmt man von ihm ei» Blid im Pallaste Spada,als Pendant eines andern von Guido; dann,