2000
Vanloo.
V aiiIo o.
haben: I. C- le Vasseur ein sehr schönes Blatt,als sein, deö Stechers, Aufuahmsstück (>">.)nach des Unsrigen Reccptionsbilde: Diana undEndymion. Auch Johann Baptist hat den näm-lichen Gegenstand (ob mit Veränderungen?) selbstgeetzt. L- Surugue eben dies Bild,
mit einiger Veränderung. Andere nennen nochnach ihm: Die Bildnisse der Gemahlin Ludwig XV. von L. Cars; des Prinzen Fricderich Lewisvon Wales, und seiner Gemahlin Augusta, beydevon Basan; des H. von Lrcssan, Erzbischofenzu Rouen , von P. Drevet; des Abte's von St.Mcuard, H. C. von Pomponne, von Petit; derGattin seines Neffen Carl Andre'« von N. Du-puis; Robert Walpvle's und des Herzogs vonGraslon Carl Fitzroi's, von Faber geschabt; desKupferstechers N. H. Lardieu, von Tardieu demSohne gestochen. Dann von Geschichtlichem:Einen Bischof vor der Madonna auf den Knieen,von Cl. Drevet; die Liebe in der Schule, vonR. Gaillard; eine Akademie, von L- Bonnctund (copirt) von D. Derger; endlich seine zuRom gemalte Gcisselung, von einem Ungenannten(wohl den obenerwähnten Christus an der Schand-säuie, nach seiner Zeichnung vom Grafen vonCaylus) geetzt.
* vanloo (Joseph). Von einem Kupferstecherdieses Namens (wie wir glauben außer Ver-wandtschaft mit den übrigen Französischen van-loo's, von welchem hingegen einer unsererFreunde (wohl irrig) meint, daß er ein Sohnvon Ludwig seyn dürfte, kennt man verschie-dene Blätter; wie z. B. das von Ungarischen Pandurcn geplünderte Dorf nach C. Breydel;Hirten die eine Heerde führen, nach Castiglione;nach Rubens die Marter von St. Laurenzius;Philemon und Baucis, nach Ebendemselben (a. k>.nach I. Dandenhoeck); die Gewalt der Liebe,und Mars und Venus, nach Vleughels; dannein Bildniß des Rechtsgclehrten F. de Cormis,nach Arnulphi (v. r/ho.); andere, und dasCampement von Nivalta 1702. ohne andern Na-men als den seinigen. S. oben den Art. desjünger» Johann vanloo, welchem ein Paarderselben Blatter, wie hier dem Joseph zuge-schrieben werden, welch letzterer wohl der rechteTausname seyn möchte.
— — (I. H ). Einer unserer Notizzen zu-folge malte ein Künstler dieses Namens Vogel-stücke.
* — — (Ludwig), Sohn und Schüler desoben erwähnten Jacob vanloo«, der im Lex.unter dem Art. der ältesten Mitglieder dieser Künst-lerfamilie erscheint, wo bereits alles uns Bekann-te von ihm gesagt ist. Einzig will einer unsererKunstfreunde wissen, daß derselbe in 1712. 72.I. alt zu Aix in der Provence gestorben sey, und daßR-Gaillard nach ihm ein Blatt: l'^mouräl'Lcole,gestochen habe. S. oben Joseph vanloo.
* — — (Ludwig Michel) des obigen Joh.Baptist'« zweyter (g. h. wohl richtiger, ältester)Sohn und Schüler, der im Lex. unter dem Art.desselben erscheint, geb. zu Toulon 1707. (ImCatalog Paignon-Dtjonval heißt es ganz irrig1722 ). Derselbe ging mit seinem Oheim (CarlAndreas) frühe nach Rom . Nach seiner Rück-kehr überreichte er der Konigl. Akademie ein Bild:Apollo, der die Daphne verfolgt, und erhieltdafür (1722.) eine Stelle bey derselben. Nachdem Tode von Rance (1722.) ernannte ihn Phi lipp V.
zu seinem ersten Hofmaler *), gab ihmviele Beweise seines Zutrauens, und wendetesich sogar (17(18.) an den König von Frankreich ,um für ihn den Et. Michaels-Orden zu erhallen.Seine schätzbarsten Arbeiten befinden sich zu Ma drid . Im Pallaste Buen-Retiro sieht mau vonihm die Bildnisse des Königes, der KöniginnenJsabella Farnese, Maria Louisa von Eavojenund Barbara, des Jnfanten Ludewig **), u.s. f. Aehnliche in dem neuen Pallaste, und beyden Benediktinern zu Naxera. Dann bewahrtvon seinem Geschichtlichen die Akademie von St.Fernando, zu deren Dircctor er (1752.) ernanntwurde, ein Bild: Venus und Merkur, und dasLustschloß del Parbo zwey andere aus der Fabelder Diana. Nach Philipp V. Hinscheide gingLudwig Michel nach Paris zurück, wo er sichbald durch ein vortrcfliches Bild bekannt machte,welches Ludwig XV. in dem H. Geists-Ordens-kieide (!) darstellt, wovon Copieen bald an alleEuropäischen Höfe gesandt wurden. Eben someisterhaft bildete er seine ganze Familie und sichselbst ab, wie er eben an dem Bildnisse seinesVaters malt. Nach dem Tode seines OheimsCarl« Andreas (1762.) wurde die unter des-selben Arr. erwähnte Schule der Zeichenkunst demUnsrigen anvertraut, und in diesem Posten st.er 1771. FioriUo III. Z12 —12. LHaulr deSt. Germain (S. 2^1.) wo er die sämtlichenvanloo'« zu würdigen sucht, nennt den Unsrigenmittelmäßig; doch setzt er ihn noch über denCarl Amadeus Philipp, seinen ältern Bruder.Nach ihm gestochen kennt man mehrere Bildnisse:Ludwig XV. von Bonnet, Cathelin, I. F. Cars,de Larmessin, G. E. Petit und I. N. Tardieu(das von Cathelin, und, wir glauben auch dasvon Tardieu, in ganzer Statur); von Cars, I.Chereau und Larmessin auch das der Königin;des Königes Stanislaus, wieder von Cars undLarmessin; seiner Gemahlin Catharina Ovalinska,wieder von letzter,»; der Dauphinen Maria The-resia von Spanien, und Maria Joseph« vonSachsen , beyde von Ebendemselben und I. N.Tardieu, (letzteres in ganzer Statur); der Grä-fin von Provence in L. Bonner's Verlage; desHerzogs von Choiseuil, von Delaunay; Eben-dasselbe von Fessard, und ein drittes (allegori-sches) von einem Ungenannten; des Erzbischofeszu Lyon , M. de Monkazet, von Litkret; desKünstlers eigenes, wie er seinen Vater malt,nach ihm selbst, vonMiger; seines Bruders CarlAmad. Philipp, von einem Anonymus beyBasan. Andre, mehr und minder ausgezeichneterfranzösischer Standespersonen, von St. Aubin,Aveliue, Bligny, Bonner, Chereau dem jün,gern, I. Daullö, Dupuis, l'Empereur, St.Fessard, F. Fiquet, Fossojeux, Gaillard, R-Lawrie, Leveque, C. A. Litkret, und Watson.Sein eigenes Bildniß hat vanloo der Sohn (?)geschabt. Outsl. «le?KiA-ro»-Di/oiE/. S. auchden gleich ff. Artikel.
* vanloo (Michael), s. den gleich vorstehn-den Art. Ludwig Michael v.
* — — (M.) So bezeichnet nennt eineHandschrift meines sel. Vaters ein Bildniß desArztes Helvetius von St. Aubin, ein zweytesdes Prinzen Heinrichs von Preußen, von G. M-Schmidt, deren Urbilder aber wahrscheinlich kei-nem Andern, als entweder dem gleich vorge-nannten Michael, oder dann dem Carl Ama-deus Vanloo zugehöcen.
--) Bu Französischen Almanach Rvyal von «742. erscheint er als ältester Professvradjunktus, zugleich aber alsAmler des Honigs von Spanien , und damals (wahrscheinlich aber eben schon früher) in Madrid befindllck-
»Den meisten Kunstwerth sagt ein neuerer Reisender im Tübing. Morgenbs. -so». U. --54.)»scheint dasjenige des Königs mit seiner ganzen Familie zu haben. Mir aber Ijt sein Colorit, wenigstenshier, zu fade, und das Kostüme völlig unausstehlich. Mein Gott, wenn aber auch selbst Apelles le»rander den Großen in solcher Kleidung hätte malen müßen! Das Verdienst der Aehnlichkeit hingegen sähtman diesem Bild aus den ersten Blick an."