Band 
Zweyter Theil [4].
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2001
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V a n l o o.

* vaiiloo (Peter). Wohl von einem andern,als dem des Lex. kennt man Blumen- undFruchtstücke.

- oder vanlösn (Theodor), dermit den Französischen Künstlern dieses Geschlechtsin keinerlei Verwandtschaftsverhältnissen stand.In der Karmeliter-Kirche zu Brüssel sieht manzwey Altarblatter von ihm; andere kleinere inder Kirche St. Gaugerie; wieder zwey große inder Beginenkirchc zu Mecheln , nächst dem tzaupt-altar, deren eines die Anbetung der Weisen, dasandere eine Heimsuchung Mariens darstellt; beyden Jesuiten (alldort?): St. Taver vor der Ma-donna und dem Kind auf den Knieen; hinterihm fliehen die Teufel, Zauberer, u. s. f. Des-camps II. 426s/. In Deutschland besaß vonihm, unsers Wissens, die einzige Gallerte zuSchleisheim ein: Christus ruft die Kinder zusich, Knieestück (h< 6 sr" br. 4^ hoch). Der neueKatalog nennt es nicht mehr. Gestochen nachihm haben: I. B. Barbe 12. Bilder von Evan-gelisten und Aposteln; G. F. Schmidt die Köni-gin von Frankreich , Anna von Oesterreich ; vanSchuppen den Erzbischof von Paris , P. vonMarca; F Villamena uns Unbekanntes; L. Vis-scher endlich wieder das Bildniß schon erwähnterKönigin sowohl als der Königin Maria Theresia ,Gemahlin Ludwig XlV. Dann Ebenderselbe:Den Knaben mit seiner Katze.

vanloo ( ). Arbeit wohl von einem derbisherigen vauloo's (von welchem wird nichtgesagt,) fand sich in der Gallerte zu Darmstadt .Morgenbl. 1807. 11. 744.

vanloybos( ). So nennt der Catalogvon Oaignon Dijonval einen uns sonst ganzunbekannten Künstler, von welchem das Studiumeines Mannskopfs in schwarzer Kreide, in ge-dachtem Kabinette (1810.) sich befunden hatte.

vanmael oder varimaelle( ). Soheißt im Tvrrianscl, des Leaux-Hrts 1802. ohneWeiteres, ein damals zu Paris lebender Kupfer-stecher. Schon früher (1786.) etzte derselbe Blät-ter zu einer Beschreibung der Bader des Titus,welche damals, unter der Leitung des Kupfer-stechers Ponce zu Paris erschienen waren; danni8n. (ob er gleich, um diese Zeit im Almanachdu Lommerc? d? I'aris nicht mehr erscheint)ein Blakt, nach Reboule, zu Millin's Reisenins südliche Frankreich .

* vanmol (Peter) s. Mol oben und im Lex.

Vanne (Anton). So heißt im Catalog vonpLignon-Dljonval ein uns sonst ganz unbekann-ter Kupferstecher, von welchem dorr zwey Blätter:Is Colornbier und l'UerniitaAe, nach dem allenHolländischen Künstler L. de Wader angeführtwerden.

( ) aus Terracina. So nennt der

Almanach aus Rom 18n. im dortigen Kalen-der (25. Mai) einen um iZuu. lebenden Plastiker,welcher Vieles im Dome zu Orvieto gearbeitethabe, und aber wohl kein Anderer, als derunken folgende Mosaiker ssecco vanni seyn wird.

vanni (Andreas) von Siena , der allere,ein trefiicher Maler der um 1225. bey dem Bauedes Doms von Orvieto bedienstet war, und,nebst Ioh. Bomnl von Assist, sich damit be-schäftigte, Fenstergläser zu bemalen und farbigesGlas für die Mosaiker der Fassade zu bereiten.

Vanni. 2oc>i

Sie hatten dabey verschiedene Gehülfen; Bo-nl'ni aber war Obermeister über diese Art Künst-ler. Von unserm Andreas müssen die llettr?Karies? II. 140. ff. ein mehreres besagen. L'to--ia äe/ Dno-rro cii Oivieto ^. ihg. 272.

vanni (Andreas di, eigentlich di Giovanni),der jüngere, ein Maler von Siena , von 1269.bis 1412. bekannt. Von ihm sieht man im dor-tigen Convent St. Martina einen St. Sebastian,und in St. Francesco eine Madonna mit ver-schiedenen Heiligen. Um 1873. soll er in Neapel gearbeitet haben. Dieser Künstler soll auch inöffentlichen Aemtern gestanden, Capital» di Po-polo, Gesandter seiner Republik an den Papstgewesen, von St. Catharina von Siena in einemihrer Briefe ehrenvoll erwähnt worden seyn *),und von derselben die beßten Regierungs-Ma-ximen erhalte» haben; daher Lanzi (Ld. terr.) 1 .(etwas seltsam) urtheilt: Man könnte ihn denRubens seines Zeitalters nennen.

(Anton Maria). So wird von Fl.Ie isomre III. 354 - ohne Weiteres ein Ge-schichtsmaler von Cremona genannt-

(Bartholome). Vermuthlich ist er der-jenige inv., der einen Grundriß von

Florenz zeichnete, welchen Bellon in kl. 4 °. ra-dirte zu der Schrift: stistretto dell? coss pluiiotabili della cittadi kiren^e. kiren?? 1698.

(Buccetto di), ein Bildhauer, der bey demBaue des Doms zu Orvietto rZ 3 o. und 1Z45.vorkömmt, ä'ton'a cll/ Dr-omo äi (llr-llto x.274- 279-

(Cecco d. i. Francesco, di Fra ), einerder Mosaiker, der für den Dom zu Orvieto ar-beitete und hier 1242. und i 36 /, ja auch noch 1281.erscheinen soll. ä'toria ch Onoma ch Orvieto 7-.280. 282. 284. 382. Er wird auch nur kurzwegisecco Vanni genannt. S- auch oben vanne.

* (Franz). Baldinucci setzt sein Ge-burtsjahr, wahrscheinlich richtig, in i 565 . An-dere sein Todesjahr genau in 1609. Nach derMeinung von Vielen war derselbe der beßte Ma-ler der Schule von Siena, und wurde überhaupt inItalien unter diejenigen gezählt, welche ihrer Kunstim XXI. Jahrhundert einen neuen Schwung ga-ben. Seine erste Ausbildung hatte er wohl mehrseinem Bruder (?), als seinem Parhen oder Stief-vater (kadri^no?) Archangclo Salimbeni zu ver-danken. Dann gieng er schon in seinem Sechs-zehnten nach Roin, wo er nach Raphael und denbeßten lebenden Meistern studirte. Einige Zeitstand er unter der Leitung des Johann de Dec«chi, und brachte dessen Manier nach Hause, welcheseinen Mitbürgern nicht gefiel, was dein Züaig-ling zwar kurze Mühe aber nur desto größer» Nutzenbrachte. Denn dieser Umstand bewog ihn, so wiees sein Bruder gethan, mehr sein Aug auf dieLombardische Schule zu lenken, und Parma undBologna zu besuchen **). In einer der GalerienZambeccari dieser letzter» Stadt sieht man eineCarraccescische Madonna, welche ihm zugeschrie-ben wird; und eine Flucht nach Egypten in St.Quirico zu Siena von ihm tragt sichere Svurender Bolognesischen Schule. Wenn er übrigensallerley Style versuchte, so machte er es nicht wieCesolano, welcher an keinem festhielt, sondernwählte sich, von nun an, den angenehmen undblühenden von Barocci , was ihm auch vortrefflichgelang. So in seinem Fall Simon des Zauberersin St. Peter zu Rom , auf Schiefer gemalt, was,

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Man findet deren dort wohl drepe an ihn: p. -86.

*") Daß er sich zu Bologna schon als zwölfjähriger Knabe befunden, ist eine irrige Nachricht, die von Ugur-gierie herrührt Wohl blieb er dort zwey Zahre, unter der Leitung von Paffervtti. Der Ritter Zosepi'n,ebendaselbst, war eifersüchtig auf ihn.

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