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Zweyter Theil [4].
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Üben.

gesehenen Frau , die mit einem Manne spricht;dann fünf Blatter, Landschaften nach Tikian,darunter eine mit einer H. Familie, die anderemit dem barmherzigen Samariter stafflet, beydeiZ" 7", br. und 8" l?" hoch, und endlich vierevon ungefehr gleicher Größe nach Rubens , inden ersten Drücken, ohne den Namen dieses letz-tern. Alle diese Blatter sind theils bloß mitI.VV. theils mit dem ausgeschriebenen Namendes Unsrigen bezeichnet. Einer unserer Freundegiebt von einem Theil der Udenschen Blatterungefehr dieselbe Litteratur, nur in anderer Ord-nung , und nennt dann noch von ihm, alsselbst gesehen (doch ohne des Künstlers Namen)einen Prospekt des Schlosses und der Gegendvon Cleydael (ksc. 1661.) in Iac. de Roy's:Oastells er?rretorla Uodilruin Lrabsntise soi.^ntwerp. ikigv. Gestochen oder geetzt nachihm kennt man von Soubeyran verschiedene Blat-ter, in drey Folgen, wo man sie nicht suchensollte, da sie zum Titel führen: Istvre <ls ?azr-clessines par üiü'erens Arsnüs maitresKI. (^u. 4- 8. b'. lüvre äe psr

et Vescurs (d. i. )

<^u. 4. 7. st. Istvro 6e ka^sa^es inveutespar et Vescurs. pu. 4. 6. st. was

Alles zu Paris theils bey Chereau, theils beyOdieuvie erschienen war. Dann von Einzelnen,von A. de Marcena» einen bedeckten Himmel,schön; von N. Verkolje eine Flucht nach Egypten;von A. de Vadder etwas uns Unbekanntes. 6ont.

Des Unsrigen Bild-niß, von Vandyk gemalt, befindet sich in der Ga-lerie zu München , und gestochen von L. Vor-stermann in der Sammlung der Vandykschen Künst-ler-Bildnisse. Zwey Landschaften von ihm inAquarell besitzt das Königl. Französische Kabinet.

Uden (van). In den Registern der Maleraka-demie zu Antwerpen werden überhaupt 8. vanUden's als Maler aufgeführt; die uns aber,wie man steht, größtentheils noch unbekannt ge-blieben sind.

Udestedt (Peter von) fertigte ihZi. dieStühle der Kirche zu Lauch« in Thüringen . G.Rühlmann historischer Brief von derStadt Laucha . Leipzig 170Z. 4°. S. 02.

* Udervael, s. Vyrenrvael.

Udine (Hieronymus da), ein Schüler vonIoh. Martin da Udine , Pellegrino di Sän. Da-niello genannt (blühete »m i 5 io.). Von ihmkennt man ein einziges Bild: Krönung der H.Jungfrau, in St. Franzesco zu Udine , mit sei-nem Namen bezeichnet, von starkem Farbenimpast,seltsam in der Erfindung, und überhaupt so,daß man in seinem Urtheil irre wird, nach wasfür Maximen dieser Künstler eigentlich sey gebil-det worden.

* (Johann de), wie man gewöhnlichannimmt, Bcyname von Johann Aanni. S.im Lcx. und oben desselben Art. Lanzi indessenglaubt, daß, alten Handschriften zufolge, sei»eigentlicher Familienname Ricaniarore, undhsanni hingegen (bloße Abkürzung von Gio-vanni) sein Taufname gewesen sey. Dann be-merken wir noch, daß Einige seine Geburt schonin 1)89. und sein Todesjahr in i 584 - setzen. S.Lanzi (stä. ters.) D. VI. Regist. 8. V. Me>'erin der Schrift: winkelmann u. s. JahrhundertS. 180. glaubt, daß einige in Farbe und Tonvortrefflich gelungene landschaftliche Staffirungen>n Raphaels Logcubildern von der Hand desUnsrigen seyen. Cochin lll. idg. nennt von ihm,in der ehemaligen Wohnung des Kardinals Bembizu Venedig , einen Saal mit Arabesken in ziem-lich gutem Geschmack, aber schwach ausgeführt;dabey einige große Figuren, welche aber nichts

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Gutes, außer einemSchatten RaphaelifcherIdeen" haben.

* Udine (Johann Martin, auch bloß Mar-tin da >, pellegrino di St. Daniello genannt.Eigentlich war er von Udine gebürtig. Vondem nicht weit davon entlegenen Flecken St. Da-niello erhielt er den Bcynamen, weil <r dorteine Schule eröffnete. Er st. bald nach i 5 -) 5 .Von ihm sieht man in einer an das Dom zuUdine stossenden Kapelle einen St. Joseph, dervon vasari sehr gerühmt wird. Auch Lanzi(sts. terr:.) III. 4<). 8. V. pellegrino, urtheiltdavon: Das Colorit sey zwar verbliechen, und dasBild überhaupt sehr beschädigt, aber immer nochschön in seinen drey Figuren (St. Joseph, derdas Kind in den Armen tragt, und dem kleinenEt. Johann) vom reinsten Umrisse, und dannin der guten Architektur, die dem Ganzen eingraziöses Ansetzn giebt, und die gedachten Figurengeschickt heraushebt. Auch im Nathssaale zuUdine soll sich von ihm noch ein schön colorirtesBild (St. Augustin und St. Hieronymus ) befin-den. Je alter er ward, desto mehr nahm er anGeschicklichkeit, namentlich aber an Mürbigkeitseiner Färbung zu. Eine Altartafel von ihm zuCividale in der Kirche St. Maria de Baktuti (Ma-donna zwischen vier Aquileiischen Töchtern, St.Ioh. Baptist«, St. Donato und einem Engelchen)soll einem Grorgivne ähneln. Und eben so schönsoll von ihm in St. Anton zu Sän Daniello einin Fresko seyn, das jenen Heiligen, mit verschie-denen, wie lebendigen, Bildnissen der Bruderdes erwähnten Oratoriums darstellt. Ueberhaupterhielt die Malerschule von Friaul durch ihn vor-nehmlich ihren Ruf. An dem Hofe des großenAlphonso d'Este zu Ferrara stand er in hohenEhren. l. c. V. 2Z687. Noch nennt IiorilloII. 44- ebenfalls s. v. pellegrino von ihm ineiner Kapelle St. Anton zu St. Daniello einePassion, welche ihm mit 1000. Scudi bezahltwurde; mit dem Hinzuthun: »Der Herzog vonFerrara war sein besonderer Freund und Gönner."

* veaux, s. Devaup, vau und vaux,im Lex. sowohl als in gegenwärtigen Supple-menten.

vebegs (Mr.), ein alter deutscher Kunst-gießer. In der Kirche St. Petri auf dem Pe-tersberge der ehmaligen freyen Reichsstadt Nord­ hausen befindet sich ein Laufstein von gutemMetall, der auf den Schultern von vier Figu-ren ruht, worauf obiger Name und die Jahrs-zahl 1429. steht. Historisch. Nachrichten vonNordh. S. 70.

Uebelherr (Johann), ein Stukkaturer vonWessebrunn in Bayern . Von ihm und ZstaverFeichtinayr in Augsburg gemeinschaftlich wurdedie Klosterkirche zu Dießen geziert. Von ebendiesem Künstler, gemeinschaftlich mit JosephSchmurzer, ist auch die Stukkaturarbeit in derehemaligen Klosterkirche zu Etal. S. oben denArt. dieses letztem. Liporvsky.

Ueberlacher (Joseph). Ein solcher er-scheint -782. und 179Z. als Amtsbrücken(bau)-meister zu Wien . In letztgenanntem Jahr standdann noch ein Gleichnamiger (vermuthlich seinSohn) unter ihm, als Zimmer- und Brücken-polir. Mrr.

Ueberstreicher ( ), ein nicht unge-

schickter Geschichksmaler von Salzburg . Der-selbe genoß die Ehre, der erste Lehrmeister desberühmten Wiener-Bildnißmalerö Lampi'S zu seyn,und muß somit um 1770. noch gelebt haben.Füßli's Annal. 1l. 72.

* veccelli, s. vecelli oder vecellio hierund im Lex.

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