Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
3089
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Bischer.

nach van Dyck hinzu. Hierauf folgen bey Rostu. a. sieben Blatter nach Ostade ; darunter deralte Bauer neben der Bäurin sitzend, auf derenHand er die Brust legt (le l^tonneur rubrizirt).Dann aber vornehmlich nicht minder als an die70. Blatter (theils einzelne, theils in Folgen von4 8 . Bl.) nach Berghem, 6. nach C. du Jardi »,4. nach Brouwer, und 4. nach P. de Laer, welcheletztere von Andern dein Cornelius zugeschriebenwerden (der Pferdestall nach van der Laer ist einsehr schönes Blatt). Endlich 9. Blatt nach Ph.Wouwermans *), eine Folge von 12. nach I.van Goyen, und eine andere von 12. italienischenGegenden, nach Hermann Swanefelt, welche Rostinteressant heißt. Uns in näheres Detail überdiese mehr als Hundert landschaftliche Blätter ein-zulassen, würde uns zu weit führen **).

* vlscher oder visfcher (Ioh. Conrad),

* -- (I. C.)

* (IN.), alle drey falscheNamen, die man hier und da dem unten folgen-den rskiclaus Johann (Claus Jansen) Vlschergiebt, indem man zum Theil sein Monogrammirrig betrachtet und auslegt. Mit I. C. Visschersoll namentlich eine Abnehmung vom Kreuze,nach Raphael, bezeichnet seyn.

(Lambert de), des Corneliusnnd Johanns Bruder, der mittlere, (welcher imLex. kürzlich unter den drey visschern hinter demArt. von Theodor erscheint), ebenfalls Zeichnerund Kupferstecher, geboren zu Amsterdam 16Z4.und gestorben zu Rom gegen Ende desselben Jahr-hunderts. Dort arbeitete er, nebst Dloemaert,Spicrre u. a. geschickten Stechern, nach P. deCortona. Man kennt von ihm Geschichte undBildnisse; z. V. des Vice-Admirals Tromp nachF. Bol, des Baseler-Buchdruckers Frobenius nachH Holbein, der Königinnen von Frankreich, Ma-ria Theresia und Anna von Oestreich, nach Th.Vanloo, des Stanisl Lubienitz, nach M. Scheitz,des PensionnärsJohann de Wit (schön) und ohneandern Namen als den seinigen, eben so, wie dasvon Th Morus. Dann von Geschichtlichem ebennach Cortona : Die Großmuth des Geleucus, derdie Straronice seinem Sohne Anftochus abtritt;und Minerva, welche einen Jüngling der Ve-nus entzieht und dem Herkul zuführt (ein Decken-siück); und (wie schon gesagt, gemeinschaftlichmit Bloemaert, Spierre v. s f.) die heroischenTugenden der Familie von MediciS (> 8 . Bl.)nach den Gemälden im Pallaste zu Florenz ; nach

Bischer. 3039

Marakti St. Franzisc von Sales, der das Kindaus den Händen der H. Jungfrau erhalt; endlicheine Anbetung der Hirten (Nachtstück) ohne an-dern Namen als den seinigen. Rost V. 4-5 bis416. Noch führt der Catalog von LVinkler eineFolge von 18. Ansichten Brabantischer, Flandri-scher und Eeelandischcr Städte von ihm an, diezum Titel führen: sslieatrum xrinciyusrum hlr-bium etc.

* Vi scher ob. Visscher (Ludw.). Einen sol-chen (wohl apokryphisch oder dann mitLambert der-selbe) nennt Basan (Lll. sec.) und von ihm einBildniß des Vice-Admiral Ritters (RuyterS) ohneweitern Namen als den seinigen (wohl dasselbe,welches oben dem Johann zugeschrieben wird).Indessen wird er auch im Lex. (Art. JohannVisscher) als Mitarbeiter dieses letzter» an Blät-tern nach Berghem und Wouwermanns genannt.

». (Niclaus Johann, auch

Clas genannt), Zeichner, Kupferetzer und Kupfer-stichhäudler, geboren zu Amsterdam um i 58 o.welcher nicht Cornelius, Üainberrs, und Jo-hanns Bruder, wie das Lex. wohl irrig glaubt,aber wahrscheinlich denn doch zu ihrer Familiegehörig war. Wir haben von ihmeinegnte Anzahlgeetzter Blätter, die in einem leichten und ver-ständigen Styl ausgeführt sind. Vörderst Bild-nisse, meist nur mit seiner Adresse ( blicl. cxc.)oder mit einem der beyden von Rost beygebrach-ten Monogramme bezeichnet; wie z. B. der Kö-nige Carl l. und Jacob ll. von England, und an-derer gekrönter Häupter, und berufener Damen,wie der Herzogin de la Balliere, der Gräfin vonMonkcspa», der Hortensia Mancini u. s. w.Dann diejenigen von Calvin und Erasmns; letz-terer nach Holbein , u. s. f. Hiernächst allerleiMannigfaltiges: Oivcrsarnm gcntium UI'MU-turu equestriü, ^mstelocl. 77 Bl. Plane V0Neiner Menge europäischer Städte von Spanien bis nach Cdnstantinopel. ^rnccniores re§i-unculre 14 Bl. nach C- van Wieringen.^.vium imaßines 16 Bl. Ansicht undUmgegend des Schlosses Löwenstein, welcheszum Gefängniß Hogerbents und Grokius gebrauchtwurde, nebst ihren Medaillons (von schönerAusführung, und sehr selten); Hinrichtung vonArminjanern, im Haag (Man vergesse nicht,daß in der kraftvollen Vorzeit dergleichen Kunst,arbeit zu politischen Absichten bald gebraucht,bald mißbraucht wurde); die Tafel des Cebes,eine allegorische Darstellung des menschlichen Le-bens ; u. s. f. u. f. ***)

n) In einem raisonnirten sorgfältigen Verzeichnisse der Blätter nach Wouwermanns im Mensel'schon Ar-chiv 1. (z) 4855 werden von dem Unsrlgen 1,12 und besonders die viere, unter dem Namen derMarquetcnderbalte bekannten, hochgeprieseu. Auch ein anderer unserer deutschen Kunstfreunde sagt vondiesen: Daß sie Astes leisten, was man mit der Radirnadel nach einem solchen Cvloristen, wie W. leistenkann.

kk) »Von Johann" (sagt der Verfasser der oben dem Akt. Cornelius beigefügten Note)kenne ich einschönes Bildniß der Prinzessin Lvuise von Cvligny; dann die Huldigung, die der Bevollmächtigte des Prinzenvon Nassau zu Orange einnahm, in gr. Fol. nach P. Post gut radirr. Die ersten und besten Abdrückeseiner Blätter sind sehr gesucht und werden theuer bezahlt. Für seinen Ball nach Berghem, in einemsolchen Abdrucke, giebt man gewöhnlich ein 40 st." Etliche Handzeichnnngen von ihm in verschiedenen Manie-ren (darunter eine Ansicht der Tiber in der Gegend bey Rom ) besaß ( -s-o.) das Kabinet paignon-Dijonval zu Paris .

nr-K) Der Verfasser der oben dem Art. Cornel. visscher bevgefügten Not. giebt uns vollends über den gegen-wärtigen, nach Kost verfaßten Art. ff. Ausätze und Berichtigungen:

I »Derselbe pflegte zuweilen" (häufig)» seinen Namen auf Latein in P>'sc2lor zu übersetzen. Er hat so-wohl Fig»r,nstücke als Landschaften ( die überhaupt stet, seinen mittelmäßigen Figurenstücken vorzuziehen sind)nach eigener Aoichnung nnd für eignen Verlag radirt. So z. B. eine Art Narrenaufzug ,608. in qu. 4.;die verarmten Eltern, die vergeblich bei ihren reichen Nachkomme» Unterstützung suchen (dies jedoch ?ce. ti»-vius exe. 1609.) in qu. kl. Fol.; Amsterdamer-Prospekte mir und ohne seine» Namen von 1612., nämlich:Die Börse, die Wage, das Rathhaus, die Catharinenkirche, die Nicolaikirche :c. Diese sämmtlich herrlichradirten Blätter in Fol. die zu seinen besten Arbeiten gehören mögen finden sich in des Ludw. Guicciar-dini: Oinaium Lelgii ecc.ämslelrock. l5xcustet)2c Ouil. ^snsoniu, 161Z. Fol.; eine nummekirte Suite von 4 Bl.holländischer Gegenden 1617. in qu. 4. Noch andern Meistern dann, z. N. nach Egid. Eonirloe die Geschichtedes Tobias, in einigen Bl. qu. kl. Fol.; ^wosoiores 2liezuot regiuoculee 2 Lornelio Nicoi2i 2 xvieriligen«leliüeslss ec seri 2g»2 korli inscriplee per ^mskeiotiriliienzem i6iz. 4.

enthält -4 nummerirte artige Landschaften. Irgendwo rubrizirt man noch: 't'he»irm dn>i><:um -al-ui. -eneis

7-

st'ss'' >