zogo Bischer»
* v«scher oder visscher (Peker de) unbdessen fünf Söhne, peeer, Hermann, Hans,Paul und Jacob, welche im Lex. unter Fischererscheinen*); allein vischer scheint die richtigereRechtschreibung zu seyn. Anstatt des dortigenArtikels lies nunmehr:
Vischer.
„Peter der Vater erwarb sich in Deutschland und Italien alle Kenntnisse eines großen Kunstgiesrsers. Im Jahr «497. verfertigte er für den Don,zu Magdeburg das herrliche Grab des magdebursgischen Erzbischofs Ernsts, in der Gestalt einerLumba, auf welcher er in seinem Ornat in Lebens-große liegt. An den Seiten sieht man die zwölf
»Ip,,,,». 1614. - Vol. gr. Fol.; ein Auflage von Hans Blum's Säulenbuch, holländisch und fran-
zösisch«, von ihm herausgegeben Und gestochen. Lmsrerck. 1647. bot.; kegiuooulW er Vüls- süguoc! vucslu,»rsbsiiliM 3 k. Lreugbel llelin. Suite von -ö Bl. 1612. kl. 4.; eine schöne Landschaft, in derLnft DädaluLund Jcarns nach Gerh. v. d. Hörst in qu. Fol.; eine Suite von 16-5. nach Jvh. van de Velde: äm«-sliyuol regiunoul« Bl. gN. 4."
II. In einem zweiten Aufsähe eben dieses unsers Kunstfreundes findet sich dann vollends folgendes Daustenswerthe Ausführliche:
»Der Artickel Niclaus oder Claus Hansen Visscher «st durch unterschiedene Kunstschriftsteller verwor-ren worden; indem solche mehrere Visscher'» nur als Eine Person in ihm aufstellten. Wir bemerken zu-vörderst, daß es deren zweye waren, die de» Vornamen Niclaus führte»; nämlich Niclaus oder ClausHansen (er ist der Niclaus Vischer im Ler., der aber, der Zeit nach, nicht Lamberts Bruder sey»rann, wie es dort heißt — wenn anders Lambert wirklich ein Bruder des Hohann war); und sei»Sohn Niclaus. In des Gvegori Gedanken von Land-Charten. Franks, und Leipzig -713. 8.S. 68 ff- findet sich ungefähr folgendes über beide, freylich eigentlich nur in Bezug auf den in demselbenBuche abgehandelten Gegenstand. Niclaus der Vater, war ein geschickter Kupferstecher, der eine Zeit-lang bei denen Hondius und bei Wilh. Bläu Landkarten (und anderes) arbeitete, aber noch bey junge»Jahren diese Officinen verließ und anfing für eigne Rechnung Landkarten (und anderes) r» stechen. An-fänglich wollte es ihm mit diesen Karten nicht glücken, bis später ein Mathematikus und noch später seingeschickter Sohn seine geographischen Zeichnungen verbesserten, so daß er von 1621. bis 1670. guten Absatz«ikt ihnen fand. Um so mehr, da er solche wohlfeiler gab, als die Bläu's ihre (freilich auch bessern)-Karten. Die letztem konnten übrigens sich nicht wohl mit ihm vertragen, da er ihnen einiges nachgestochc»hatte- — Sein Sohn Niclaus hatte in frühern Jahren viele Länder Eurvpens mit Nutzen durchreist.Hielt jedoch mit seinen beßten Anmerkungen, bis nach dem Tode seines Vaters zurück; dann aber gab erganz vortrefflich ausgearbeitete Karten heraus, wie z. B. die von Flandern in 4 Bl., Lüttich in Z Bl..Moskau (noch in -70,9. kurz vor seinem Tode) in 2 Bl. Man weiß daß er ganze Tage zubrachte ohne zuessen, einzig mit geographischen Grübeleyen beschäftigt. Er starb zu Amsterdam >709. den 9-Dec.;sein Rühm überlebte ihn, und seine Wittwe führte seine Officin weiter. Betrügerischer Weise stach Pet.Schenk mehrere Karten mit des Niclaus Namen nach, vermochte aber solchen Kopien nicht den Werthihrer Originale zu geben. So weit Gvegori. — In Betreff Niclaus des Vaters, der von Amsterdam gebürtig und vorzüglich rücksichtlich der Landschaft ein guter Zeichner und Radirer war, bemerke ich noch,daß auf den vielen Kupfern die ich von ihm sah (die oben in Nro. 1. von mir rubrizirten Blätter sindwahrhaft« Arbeiten von ihm), er sich nie anders als Nicolaus Hoamiis oder Claus Hansen (d. i. Nic-laus, der Sohn von Hohann) Visscher (auch ?isoLio.) bezeichnete, oder auch mit seinem Mono-gramme, das aus einem verschlungenen tt. 1. v. besteht. (Ein anderes mit einem verschlungenen c. v. 5.soll sich auf einer Folge von sechs Parabeln nach ihm gestochen befinden, welche mit: tec. 159g.
bezeichnet ist. S. Brulliot Nro. Z09). »Unterdessen »(fährt unser Freund fort)" mag ich nicht bestrei-ken, daß er, nach Gebrauch, bisweilen auch das Hansen oder Hoannts weggelassen habe, obwohl mir ek»solches noch nicht vorgekommen ist. Sehr häufig find seine Blätter datirt; das obbemerkte von -kiog. istdas älteste was ich auffand, eine Karte von Amerika von 165,.. (die A. Goos für seinen Verlag stach)das jüngste. Es scheint mir auch fast als ob die von Gregor! gegebne Jahrszahl 1670. etwa ein Druck-fehler, und Niclaus noch in 165. . gestorben sey; indem ich Niclaus den Sohn als Verleger schon»659- tu Amsterdam vorfinde, und derselbe vor des Vaters Tode keine eigne Offizin gehabt haben «nag. —Was nun Niclaus den Sohn anbelangt, so halte ich ihn für keinen Kupferstecher, obwohl man öfters aufBildnissen und Andern« seine Verlagsadreffe (meist mit: blioot. Visscller ko.mis, oder exkormis blicols»allein, ohne Anzeige der Künstler trifft. Dagegen mag er aber ein Landkartenzeichner gewesenseyn, der mehrere Kupferstecher in seinen Diensten hielt. So wie sein Vater einen großen schönen Verlagvon Kupferstichen guter Meister besaß, so harte auch der Sohn einen solchen, der aber noch größer undherrlicher ivar und Arbeiten der trefflichsten Meister seines Landes enthielt. Wir kennen einen sehr seltene»Katalog darüber, betitelt: tts«»Iogu>! lle ttn-les ßeogrspkiljues, Villes, clouces, er ttivres lls
ceore naluie lie TV-co/a- cUmsielclsm. s >Z«isleIllLm 8. «. s. Zufolge des Kupferwerks:
I>i>rzlligmsl3 grsplnces vaoionum srrillc-iini per /o/,. ex korwis dücol^i Vissclier. llagss
Oomilis 1H71. folg. scheint er anbey auch in Haag einen Verlag gehalten zu haben. Seine Amsterdainer-Verlagsadreffe treffe ich noch auf Kupfern von 17H. (sie muß also nach seinem Tode noch für einige Zeitbeibehalten worden seyn), dagegen anfderglcichen von ,71z., «7,9.u.s.s.die feiner Wittwe. — Kost verwechseltV. 4,7 die Bildnisse Nro. Z, 5 und 6, die nur im Verlage Niclaus des Sohns erschienen, mit den Arbei-ten seines Vaters; sowie es uns ferner bedünkt, daß 1. <?. diejenigen Nro. 1 und 4 auch Niclaus denVater in nichts angehen, sondern nur aus den« Verlage von C- Cornel. -e Visscber sind. Niemals habeich bemerkt, daß Vater oder Sohn ihrem Zunamen ein: vorgesetzt hatten ; so wie ich auch den Sohn niein Claus sondern stets in Nicolaus fand. — Der Dresdner -Kupferstichsallou bewahrt ein Blatt in kl. 4.auf, mit: N visscher 1606. ohne weiters bezeichnet; es enthält eine Betrelfrau, die aufder Linken ei»Kind und mit der Rechte» einen Handkorb hält, und, unter einem Baume, mit einem Bettelmanne spricht, sowie mau auch anderwcrts ein Blatt nach Dierks van Boons zitirt: Christus, der rechte Hirte 4., was adrcssirtwäre: bl. cke Vis,c»er tec. 1606. Ob dieser Kupferstecher von 1606. wohl eine von obigen beiden zu unter-scheidende Person abgäbe? Eben diese Frage läßt sich rücksichtlich des Verlegers folgender d-ey Blätter thun.bie das in Vissciier ,/e gonge ( oder junior ) excullir ausgeschriebene Monogramm Niclaus des Vaters(nur daß auf I. ein Zeichen gleich dein gewöhnlichen der Kaufleute sich r-orsrndet) an sich tragen: Nämlicheine große Friese nach Polydor ( dem Friedrich Cesio Herzog von Aquäsparte dedicirt) und nach der Zeichnung-es H. Gvlzius, von I. Saenredam -594. gestochen; eine große Landschaft, wo Christus einen Blinden heilt,bezeichnet: L. Looixioe invenror und der Unrerschrift: lias «Vlisero; ein etwas steif in qu. Fol radirresBlatt, was ein auf der See gehendes Kriegsschiff darstellt, dessen Schnabel einen auf dem Adler reitende»Jupiter (in der Rechten die Blitze haltend) darstellt, letzteres ohne eine Küustlerbezeichmliig". vi-tt.
2) Dort wirb aus Hans und Paul nur Einer gemacht.