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Früchten umgeben ist ( 4 ' 8 Ar" hoch, 3 ' 5 Ar" br.).Das Bildniß selbst ist von Maralti. — Schlei«-heim zwey Blumen in steinernen, mit Basreliefsgezierten Gefässen (der ältere Catalvg spricht vonvieren). Die Gallerte Lichrenstein zu Wien end-lich vollends sechs dergleichen Bilder. In einemfitzt unten ein Kaninchen.
Vogler (Heinrich). Ein solcher soll verfaßthaben: Unterricht und Ordnung Teutscher,Lateinischer und Romanischer, auch Teprur-Gchrifren. Dresden 1666. Fol. Und: Vorschrif-ten vor die Jugend. Dresden 1667. Fol. Beydediese seltnen Dorschriftbücher wären von Nicl. Weißehu» nach ihm gestochen.
— — ( ). Aus der Schweiz . Don einem
solchen hieß es i8»Z. in der AUgem. Runstzei-rung 8°. 198. er und Follenrveider (Vollen-weider) illuminiren zu Mannheim Naturprospektemit der den Schweizern eignen Reinlichkeit undGewandtheit.
vogondi (Robert de), ein Landkartenzeich-ner, s. oben Robert de vogondy.
* Vogt. Der Bequemlichkeit des Nachschla-gens wegen sind die Künstler dieses Namens so-wohl, als vogd, voghr, voir, voigrs, undvoogd, bald unten sämtlich unter Voigr (dochjeder mit Beysetzung seines üblichsten Geschlechts)rubrizirt.
* vogtherr (Heinrich), von StettenS. 279. giebt ihn als von Augsburg gebürtigan, der sich von dort nach Straßburg gesetzt habe.Daselbst gab er ein Lhierbüchlein in Holz geschnit-ten ans Licht. In demselben findet man auf demTitelblatt die beyden Bildnisse von Heinrichvogtherr dem altern und Heinrich vogtherrdem jüngern (al'o wohl dem Unsrigen, und sei-nem Drude») in Medaillen-Format. Gleiche Tauf-namen von zwey Brudern waren damals nichtsSeltenes. Als Heinrich den altern betiteltMalpe wirklich den Unsrigen, bemerkt dann noch,neben jenem Zeichenbuche, mehrere (doch unge-nannte) Holzschnitte von ihm, mit 1025 — 45.datirt, und führt sein Monogramm V. in einem
H. an.
*vogzelaer (Carl van), s. voglar im Lex.und Oben.
vohlsteen(A-) So nennt einer unsererFreunde einen uns sonst ganz Unbekannten, wel-cher Landschaften nach eigener Erfindung geetzt habe.
* vojer auch voies, vielleicht vouet(Wilhelm), von Männlich nennt ihn einen gu-ten Seemaler, welcher aber unbekannt geblieben.Von ihm besitzt in Deutschland unsers Wissenseinzig die Königl. Bayerische Gallerte zu Lust-heim s. v. voies zwey kleine Seestürme. Ge-stochen indessen hat nach ihm (s. v. vojer) Fau-bonne einen Europenraub durch den in einen Stierverwandelten Jupiter.
voigr oder voir (Andreas), Zeichner undNachbildner der Natur in Papiermache zu Rodach im Sachsen-Coburgjschen, geboren daselbst. Ir-gendwo heißt er:, Bildhauer aus Gera . Men-sel III. (1809.) führt ihn unter den Lebenden auf,und nennt von ihm: Büsten, Thiere u. a. Figu-ren, die er (besonders die Thiere) äußerst treuund täuschend darzustellen wisse. In einem Schrei-ben vom 26. Jun. 1804. im Meuselschen Arch.
I. (Z.) »49 u. folgenden, wird er ein sehr würdi-ger, talentvoller und unermüdet thätiger Manngenannt, der 14 arme Jungens in seiner Fabrikehielt, und unenkgtlvlich in seiner Kunst unterrich-tete. Don seinen Arbeiten werden l. c. die un-gemein ähnlichen Büsten des Kaisers Napoleon und des Herzogs von Sachsen -Meinungen ge-nannt, wovon Exemplare an mehrere reurr
V 0 igt. *
sche Höfe gesandt wurden (!). Diesen solltenandere berühmte Personen folgen: König Fried-rich Wilhelm UI., der Minister von Hardenderg,Herder, Wieland, Goethe, Chodowiecki . In1808. wo er sich zu Gera aufhielt, sah' manvon ihm eine solche Büste Luthers (12" hoch)nach dem Gemälde L von Cranach, welche i Lhlr.18 Gr. kostete. Seine Thiere dann werden hierbesonders gelobt, und hinzugefügt: «Er begnügtsich nicht bloß damit, nach Zeichnungen zu bossirren, sondern er kopirt die Natur selbst und beob-achtet sie in ihren interessantesten Erscheinungen.So begleitet er z. B. Jäger auf die Jagd, undzeichnet die Thiere sogleich, nachdem sie geschossensind, um den Ausdruck des Schmerzens, dendas sterbende oder verwundete Thier äußert, treuaufzufassen; so sah inan bey ihm die Figur einessterbenden Hirsches, den er auf diese Art gezeich-net halte, und wo die Natur sehr gut kopirr war."Auch andere menschliche Figuren hatte er schongeliefert; wie z. B. den, ganzen Türkischen Hofstaat(22 Figuren), Nonnen, Lyroler, nackende Kin-der u. s. f. Dann verschiedene Puppenköpfe undArme, die sich durch ihre gute Form, feine Ma-lerey und schönen Lack, vor andern ähnlichenArbeiten sehr ausnahmen. Und eben beschäftigteer sich mit Gegenständen aus der HeidnischenMythologie. Am Ende wird er von dem Berichl-erstatten sehr zur Unterstützung empfohlen, damiter in seinem Fleiß nicht ermatte, u s. w. InHeinse's Reisen d. d. südliche Deutschland und die Gchrveiz (II. 22Z.) heißt unser Künst-ler: Autodidaktos, und sein Bildniß Buonapar-te's besser getroffen, als alle bisher bekannten.(Pr. 1 Louisd'or.)
voigr (A. S-) Nach der schlechten Zeich-nung eines solchen hat M. Bodenekr eine An-sicht des Königl. Sächsischen Städtchens Frauen-steins, zu Bahn's Chronick dieses Städtchens(1748.) eben so schlecht geetzt.
— — eigentlich Vogt (Carl Friedrich), flu-dirte 1802. aus der Kunstakademie zu Kopenhagen ,und erhielt damals eine Preißmedaille im Zeich-nen nach dem Modelle. Weinwich's Runst-Historie i Danmark.
— - - — (Carl Ludwig), ein Landbaurmeister zu Augsburg , wo er » 8 , 3 . alt 27 I. Irbre.verzeichniß der zu der MurrerLoge zu dendrey Weltkugeln gehörigen Bruder Frey-maurer für i 8 iZ. S. 174.
— — (Caspar) oder Caspar von Wlerandsonst voigr genannt, war Herzog Augusts vonSachsen Oberfeldzeug und Baumeister. Erlegteunter andern die ersten Festungswerke von Neu-u»d Alt-Dresden i 54 ü und i 549 - i» Dresden eineWasserleitung an, und scheint um »M. gestorbenzu seyn. Michael. Frauenk. S- 9».
— — (Christian), vielleicht ein Sohn deSfolgenden Wolfgang. Er erscheint in des I. G.Dlearii Loemiterium 8axo klallen8s. 4 Vitterib.1674. 4 °. S. 102. als Maler zu Halle ,'m Mag-beburgischen, geboren 1612. und dort — mit Hin-terlassung eines Sohnes — 18L9. gestorben.
— — eigentlich Vogt (Christian Carl), «injunger Mauer - und Baumeister zu Wittenberg in Sachsen 1811. Er gab sich auch mit dem Sturkaturen ab, und ist der Sohn eines dasigen Mau-ermeisters.
— — (Christian Matthäus), s. oben Sr'eg-mund R-edel, wo aber statt I. C. I. zu lesenist I. C. Daurhe.
— — (Christoph), ein Jubelier (und Gold-schmied) zu Naumburg Ib2u. S. die beichenpre-digt seiner Tochter Elisab, verheirath. Krügelsteinvon C. Bertram. Traunschw. 1679. 4 °. Auchvon unserm Christoph soll man eine gedruckte