V o i g t.
Leichenpredkgk haben; fern Vater Hans, war eben-falls Jubelier zu Naumburg . Ohne Zweifel ist es ei-ner von diesen, von dem sich irgendwo ein Bildnißohne weitere Anzeige findet, als daß er auf demBlatte: Goldschmied aus Sachsen heißt.
voigr (Conrad), ein Steinmetz und bestellterWerkmeister über den Münster zu Straßburg 1618.
— — (C. C.) Konrektor am Gymnasium zuQuedlinburg . Nach ihm (1782. gezeichnet) hatLiebe zu Halle einen Grundriß gedachter Stadtin gr. Fol. gestochen; dann Geyser das Bildnißder Aebtiffin Maria Elisabeth, dies zu G. C.Doigt's Geschichte von Quedlinburg Thl. H- Leip-zig 1787. 8°.
— — eigentlich vsigrs (C. D ), ein Maleriu der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts,nach dem H. Lips ein Btldniß des Gottesgelehrsten Joh Otto Thieß zu Kiel in gr. 8°. gestochenbat. Anderwärts nennt man noch ein solches desGottesgelehrten Joh. Friedr. Jacobi von I. C.G. Fritsch -774. gr. 8°.
— — (Friedrich), Hofjubelier zu Dresden ,wo er um 1628. lebte. S. die Personalien derLeichenpredigt seiner Tochter Anna Barb. Lands-bcrger, von I. Serbisch. Dresden 1699. fol.Wir glauben jedoch, daß der Vorname Friedricheinen Druck - oder Schreibefehler unsrer Quelleausmacht, indem das Archiv der Dresdner -Gold-schmiede zu damaliger Zeit nur einen Paul und«inen Heinrich voigr benennt. Paul erhieltib >5 das Meisterrecht und starb sonder Zweifel»VZZ., als um welche Zeit er zum letzten Malerscheint. Heinrich, der zu Dresden bey Mi-chael Ayrer, als Goldschmied und Jubelirer gelernt,1614. zum Gesellen, und 1623. zum Meister ge-sprochen wurde, heirathete die Tochter des Gold schmieds Zach . Gopperr's und starb zu Dresden 1639. Sein (gleichnamiger) Sohn Heinrichwurde 1646. dem Dresdner -Goldschmied PaulZinkau.'f fünf Jahre in die Lehre gegeben; da sichjedoch um diese Zeit eine Lücke in unserm Archivefindet, so wissen wir nichts mehr über ihn beyzu-bringen. Auch von einem von diesen könnte dasoben, unter Christoph v. angeführte Büdniß ei-nes Goldschmiedes dieses Geschlechts aus Sach sen gelten.
— — (Fr.), zeichnete zu Lichtenberg's Ma-gazin für Physik und Naturgeschichte, fortgesetztvon Jod. Heinrich voigt Pros der Mathema-tik zu Jena B. X. St. 3 . 1796. und zwar zu ei-ner von dem Herausgeber voigr verfaßten Be-schreibung einer Maschine, eine Kupfertafel, dieRonnenberg radirte. Vielleicht ist derselbe EinePerson mit dem Friedrich Wilhelm voigt, der» 799 - zu Jena physikalische, chemische und meteoro-logische Instrumente fertigte.
— — eigentlich voir (Georg Friedrich), er-scheint i. d. Wirzburger Hofru. Sraarskal.auch 1781. als Bauverwalter am dortigen Domstift.
— — (Georg Jakob), Kupferschmid zu Ber lin 177Z.
— — (G). Wir kennen von einem solcheneine kleine, nur aus zwey Bogen mit einem Ku-pfer bestehende, Abhandlung in französischer undteutscher Sprache, betitelt: Ronvollo msniere<1k- sortister. rJeue Art zu fortificiren psr6. ^or§t jene (Jena - 1713. 4°.
— — (G. Ant. P.), ein Maler zu Alton«,den das Addreßb. dieser Sradr, i 8 o 5 . anführt.
— — (Hans), Juwelier zu Naumburg , s.oben Christoph Voigt.
— — (Heinrich), ein Goldarbeiter und Ju-welier zu Dresden , wird in 16^4. angeführt.Michael. Frauenk. S. 261.
Voigt. 402h
voigt (Heinrich), Goldschmied zu Dresden ,s. oben Friedrich voigt, und scheint solchereine von vorstehendem verschiedene Person zu seyn.
— — eigentlich voogd (Heinrich), ein vonAmsterdam gebürtiger niederländischer Künstler,welcher seit dem letzten Viertheil des X VlII. Jahr-hunderts, und bis auf unsere neuern Tage inRom lebte, und arbeitete. Dorr sah man vonihm schon 179-j. Landschäftgen, wo jedoch dieBäume nicht locker genug gehalten waren, und dienoch einen Anfänger im Etzen verriethen- Dannaber spricht von ihm der Verfasser des Sitten- undCulturgemaldes von Rom (Fernow) 12° Gortha i 8 o 3 . (S. 262.) und charaklerisirt ihn bereitsrühmlich, wie folgt: «voogd verbindet Talentder Erfindung mit einem sehr gefälligen Vor-trage des Pinsels, der noch immer ein Vorzugder Niederländer zu seyn scheint. Gefällig undheiter ist auch der Charakter seiner Composition;und das Colorit seiner Gemälde, ohne in denLokaltinten immer wahr zu seyn, ist im Ganzenharmonisch, und schmeichelt dem Auge durch sei-nen Reiz. Dieser Künstler hat, seit verschiede-nen Jahren, mehrere vortreffliche Zeichnungen,nach den beßten hier befindlichen Landschaftenvon Claude Lorrain , Caspar Poussin und Swa-nevelt für Kupferstecher gemacht." Eben so nenntihn die Schrift: Winkelmann u s. Jahrhun-dert (l 8 o 5 .) S 46- überhaupt „einen geschicktenLandschaftsmaler." Drey von ihm nach Claudegezeichnete, und von Volpato gestochene Land-schaften (darunter die berühmte Flucht in Egyp-ten aus dem Pallaste Dona), deren jede 6 fl.36 kr. kostete, werden in der Allgem. Lunstz.8°. 8 o 3 . S. 169. angeführt Im Tubing. Mor-gend!. 1807. S- 198. erscheint er unter den Land-schaftsmalern zu Rom in rühmlichem Verein ne-ben Reinhard und Rhoden aus Löffel, und inden Almanachen au» Rom i8ni. und n.als noch dort lebend. In dem letztem vielerAlmanache S. 3 n. wird von ihm ein großes Bild:Aussicht auf das Tiber -Thal, „durch angenehmenDortrag ausgezeichnet" genannt, und noch vieranderer seiner Landschaften mittlerer Größe, allein Oel , gedacht.
— — (Johann Andreas), ein Maucrmeisterzu Blankenburg . In 17^4. verschrieb ihn dieReichsstadt Nordhausen zu sich; er mußte h erdie alte St. Jakobskirche niederreißen und eineneue dafür erbauen. Er starb aber noch vor Been-digung (die 1749. statt fand) des letztem Baue««.F. C- Lessen Fortsetzung von der altenLirche Sr- Jakobi 1744. 8°. S- io, u Des-selben Nachrichten von der Einweihungder neuen Lirche 1749. S. is.
— — (Johann Benedikt), eigentlich voit,geboren in der ehemaligen freyen ReichsstadtEchweinfurt, Sohn eines dortigen Schreinermei-sters Joh. wolfg. voit'« Nachdem der Unseredes Vaters Handwerk lerlernt hatte und auf sei-ner Wanderschaft die Städte Frankfurt, Mann heim , Stuttgard, Regensburg , Augsburg undNürnberg besuchte, so machte der Umgang mitverschiedenen dortigen bildenden Künstlern, daßin ihm eine besondere Liebe zum Zeichnen. Ma-len und der Baukunst erweckt wurde, welchen erauch in seinen Nebenstunden mit allem Eifer ob-lag. Als sich voir in seiner Vaterstadt niebet-gelassen und Meister geworden war, so gab ihmeine dort 1760. oder 61. veranstaltete Illumina-tion die erste Gelegenheit, dem Publikum öffent-lich seine Geschickiichkeit in der Malerey und Ar,chitektur vorzuweüea, mit der denn auch seineMitbürger wohl zufrieden waren Ein reisenderMaler aus München , Namens Schlayer, der,nach Beendigung des siebenjährigen Krieges,Schweinfurt besuchte, ertheilte ihm jedoch ziierstsinen genüglichen Unterrichr in der Miniatur - Oel-