Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
4029
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V o i g t.

Leichenpredkgk haben; fern Vater Hans, war eben-falls Jubelier zu Naumburg . Ohne Zweifel ist es ei-ner von diesen, von dem sich irgendwo ein Bildnißohne weitere Anzeige findet, als daß er auf demBlatte: Goldschmied aus Sachsen heißt.

voigr (Conrad), ein Steinmetz und bestellterWerkmeister über den Münster zu Straßburg 1618.

(C. C.) Konrektor am Gymnasium zuQuedlinburg . Nach ihm (1782. gezeichnet) hatLiebe zu Halle einen Grundriß gedachter Stadtin gr. Fol. gestochen; dann Geyser das Bildnißder Aebtiffin Maria Elisabeth, dies zu G. C.Doigt's Geschichte von Quedlinburg Thl. H- Leip-zig 1787. 8°.

eigentlich vsigrs (C. D ), ein Maleriu der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts,nach dem H. Lips ein Btldniß des Gottesgelehrsten Joh Otto Thieß zu Kiel in gr. 8°. gestochenbat. Anderwärts nennt man noch ein solches desGottesgelehrten Joh. Friedr. Jacobi von I. C.G. Fritsch -774. gr. 8°.

(Friedrich), Hofjubelier zu Dresden ,wo er um 1628. lebte. S. die Personalien derLeichenpredigt seiner Tochter Anna Barb. Lands-bcrger, von I. Serbisch. Dresden 1699. fol.Wir glauben jedoch, daß der Vorname Friedricheinen Druck - oder Schreibefehler unsrer Quelleausmacht, indem das Archiv der Dresdner -Gold-schmiede zu damaliger Zeit nur einen Paul und«inen Heinrich voigr benennt. Paul erhieltib >5 das Meisterrecht und starb sonder Zweifel»VZZ., als um welche Zeit er zum letzten Malerscheint. Heinrich, der zu Dresden bey Mi-chael Ayrer, als Goldschmied und Jubelirer gelernt,1614. zum Gesellen, und 1623. zum Meister ge-sprochen wurde, heirathete die Tochter des Gold­ schmieds Zach . Gopperr's und starb zu Dresden 1639. Sein (gleichnamiger) Sohn Heinrichwurde 1646. dem Dresdner -Goldschmied PaulZinkau.'f fünf Jahre in die Lehre gegeben; da sichjedoch um diese Zeit eine Lücke in unserm Archivefindet, so wissen wir nichts mehr über ihn beyzu-bringen. Auch von einem von diesen könnte dasoben, unter Christoph v. angeführte Büdniß ei-nes Goldschmiedes dieses Geschlechts aus Sach­ sen gelten.

(Fr.), zeichnete zu Lichtenberg's Ma-gazin für Physik und Naturgeschichte, fortgesetztvon Jod. Heinrich voigt Pros der Mathema-tik zu Jena B. X. St. 3 . 1796. und zwar zu ei-ner von dem Herausgeber voigr verfaßten Be-schreibung einer Maschine, eine Kupfertafel, dieRonnenberg radirte. Vielleicht ist derselbe EinePerson mit dem Friedrich Wilhelm voigt, der» 799 - zu Jena physikalische, chemische und meteoro-logische Instrumente fertigte.

eigentlich voir (Georg Friedrich), er-scheint i. d. Wirzburger Hofru. Sraarskal.auch 1781. als Bauverwalter am dortigen Domstift.

(Georg Jakob), Kupferschmid zu Ber­ lin 177Z.

(G). Wir kennen von einem solcheneine kleine, nur aus zwey Bogen mit einem Ku-pfer bestehende, Abhandlung in französischer undteutscher Sprache, betitelt: Ronvollo msniere<1k- sortister. rJeue Art zu fortificiren psr6. ^or§t jene (Jena - 1713. 4°.

(G. Ant. P.), ein Maler zu Alton«,den das Addreßb. dieser Sradr, i 8 o 5 . anführt.

(Hans), Juwelier zu Naumburg , s.oben Christoph Voigt.

(Heinrich), ein Goldarbeiter und Ju-welier zu Dresden , wird in 16^4. angeführt.Michael. Frauenk. S. 261.

Voigt. 402h

voigt (Heinrich), Goldschmied zu Dresden ,s. oben Friedrich voigt, und scheint solchereine von vorstehendem verschiedene Person zu seyn.

eigentlich voogd (Heinrich), ein vonAmsterdam gebürtiger niederländischer Künstler,welcher seit dem letzten Viertheil des X VlII. Jahr-hunderts, und bis auf unsere neuern Tage inRom lebte, und arbeitete. Dorr sah man vonihm schon 179-j. Landschäftgen, wo jedoch dieBäume nicht locker genug gehalten waren, und dienoch einen Anfänger im Etzen verriethen- Dannaber spricht von ihm der Verfasser des Sitten- undCulturgemaldes von Rom (Fernow) 12° Gortha i 8 o 3 . (S. 262.) und charaklerisirt ihn bereitsrühmlich, wie folgt: «voogd verbindet Talentder Erfindung mit einem sehr gefälligen Vor-trage des Pinsels, der noch immer ein Vorzugder Niederländer zu seyn scheint. Gefällig undheiter ist auch der Charakter seiner Composition;und das Colorit seiner Gemälde, ohne in denLokaltinten immer wahr zu seyn, ist im Ganzenharmonisch, und schmeichelt dem Auge durch sei-nen Reiz. Dieser Künstler hat, seit verschiede-nen Jahren, mehrere vortreffliche Zeichnungen,nach den beßten hier befindlichen Landschaftenvon Claude Lorrain , Caspar Poussin und Swa-nevelt für Kupferstecher gemacht." Eben so nenntihn die Schrift: Winkelmann u s. Jahrhun-dert (l 8 o 5 .) S 46- überhaupteinen geschicktenLandschaftsmaler." Drey von ihm nach Claudegezeichnete, und von Volpato gestochene Land-schaften (darunter die berühmte Flucht in Egyp-ten aus dem Pallaste Dona), deren jede 6 fl.36 kr. kostete, werden in der Allgem. Lunstz.8°. 8 o 3 . S. 169. angeführt Im Tubing. Mor-gend!. 1807. S- 198. erscheint er unter den Land-schaftsmalern zu Rom in rühmlichem Verein ne-ben Reinhard und Rhoden aus Löffel, und inden Almanachen au» Rom i8ni. und n.als noch dort lebend. In dem letztem vielerAlmanache S. 3 n. wird von ihm ein großes Bild:Aussicht auf das Tiber -Thal,durch angenehmenDortrag ausgezeichnet" genannt, und noch vieranderer seiner Landschaften mittlerer Größe, allein Oel , gedacht.

(Johann Andreas), ein Maucrmeisterzu Blankenburg . In 17^4. verschrieb ihn dieReichsstadt Nordhausen zu sich; er mußte h erdie alte St. Jakobskirche niederreißen und eineneue dafür erbauen. Er starb aber noch vor Been-digung (die 1749. statt fand) des letztem Baue««.F. C- Lessen Fortsetzung von der altenLirche Sr- Jakobi 1744. 8°. S- io, u Des-selben Nachrichten von der Einweihungder neuen Lirche 1749. S. is.

(Johann Benedikt), eigentlich voit,geboren in der ehemaligen freyen ReichsstadtEchweinfurt, Sohn eines dortigen Schreinermei-sters Joh. wolfg. voit'« Nachdem der Unseredes Vaters Handwerk lerlernt hatte und auf sei-ner Wanderschaft die Städte Frankfurt, Mann­ heim , Stuttgard, Regensburg , Augsburg undNürnberg besuchte, so machte der Umgang mitverschiedenen dortigen bildenden Künstlern, daßin ihm eine besondere Liebe zum Zeichnen. Ma-len und der Baukunst erweckt wurde, welchen erauch in seinen Nebenstunden mit allem Eifer ob-lag. Als sich voir in seiner Vaterstadt niebet-gelassen und Meister geworden war, so gab ihmeine dort 1760. oder 61. veranstaltete Illumina-tion die erste Gelegenheit, dem Publikum öffent-lich seine Geschickiichkeit in der Malerey und Ar,chitektur vorzuweüea, mit der denn auch seineMitbürger wohl zufrieden waren Ein reisenderMaler aus München , Namens Schlayer, der,nach Beendigung des siebenjährigen Krieges,Schweinfurt besuchte, ertheilte ihm jedoch ziierstsinen genüglichen Unterrichr in der Miniatur - Oel-