Band 
Zweyter Theil [4].
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4056
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40ZV Vulbert.

kennt man von Cl. du Flos das Bildniß desFranziskaner - Generals P. Franzisc de Vaslenzia ^).

* vuibert, s. Widert.

vurlle ( ). Einige Gebrüder dieses

Namens/ waren in 1780. als geschickte Kunst-drechsler bekannt, die, mit Beyhülfe der Nähna-del, die subtilsten Dinge zu fertigen wußten. Sielebten in dem Lhale von Sagne, im FürstenthumNeufchatel-Vallengin.

vuillrerer (Peter),'s. Wilderet.

* vulpes, s. volp, im Lex. und oben.

vun 0 1 ( ). Von oder nach einem Künst-

ler dieses Namens kennt man ein Bildniß derHerzogin von Chcvreuse, Marie von Rohan.

vurpyl ( ). Vergl. oben Verbi!.

vuys (Urban), s. künftig wyß.

urr> l >1 s ( ), ein neuerer englischer Künst-

ler, gab in 1814. gemeinschaftlich mit Mackenzie,pugiii und pyne die Zeichnungen zu der beyAckermann in London erschienenen Geschichte derHohen Schule von Cambridge, welche 20 Hefte,jedes mit vier colorirten Blattern (das Heft zu12 Schilling Subscribtionsprciß) enthielt. Tüb.Morgenbl. ,814. S. 64z..

* vyera, s. Vieira im Lex. und oben.

* vyl (Heinrich Ofdan), oder (wie er im Lex.und oben in diesen Zusätzen erscheint) eigentlichHeinrich van Bles. Heinecke ll. 48. Anm. n.rühmt besonders seine schönen Handzeichnungen,dergleichen er im Haag gesehen.

-(Johann van den). So heißt irgendwo,

tzanz ohne Weiteres, ein Landschaftmaler, deraber wohl sicher kein Anderer als der gleich fol-gende Kupfcretzer dieses Geschlechts ist. S. auchoben vil.

-(I. den). Von einem uns bisher ganz

unbekannten Holländischen Kupferetzer dieses Na-mens spricht nämlich Barrsch (lV. i 85 u. ff.)Von ihm sind drey eiuzige sehr seltene Blätterbekannt: Der Ochse und daS Schaaf, der Stier,»nd die beyden Ochsen, letzteres allein mit: A.cftu /"rft ke. wirklich bezeichnet; alle drey etwasüber st" br. uud etwas über 3 " hoch.DieseThiere" (heißt es dort)sind ziemlich gut cha-raktcrisirt, aber mit wenig Geschmack gezeichnet;alle mit einer feinen und schüchternen Nadel geetzt,und die Schatten darin durch eine Mischung klei-ner Punkte, kurzer gekrümmter Striche, und an-dern Gekratzes angedeutet, und haben Achnlich-kcit mit einigen Blättern von Nicl- Moojacrt,ohne inzwischen denselben an Verdienst gleich zukommen."

* vytenbroeck oder Wtenbroeck(Moses van), Maler, Kupferstecher und Kupfer-etzer, geboren im Haag um iO<io. Wenn er auchnicht Poelenburgs Schüler war, so gelang es ihmdoch, dessen Manier zum vflern bis zur Täuschungnach; lahmen. Nach Srrurr wäre er in r 65 n.gestorben. Seine Malerarbeiten sind in Deutsch­ land sehr selten. Jupiter uud Merkur , bey Bau-cis und Philemon am Tische, besaß die Gallertezu Salzchaluin. Dann eine meisterhafte Land-schaft mit Ruinen (im Vorgrunde nackte Figurenund Kühe) (iLvg) das Kabinct des H. Hof- undLandgerichts-Advokaten Schmidt zu Lieft DieAnzahl der von ihm selbst gefertigte» Blätter istnicht ganz sicher zu bestimmen; doch glaubt

Vytenbroeck.

ZZartsch, 58 derselben machen sein ganzes Werkaus, wovon fünfe mit 1620., zweye mit 1621.,und eines miti6)(i datirt sind **). Ihre Gegen-stände sind theils biblische und mythologische Ge-schichten, und zeugen alle von der großen Frucht-barkeit der Ideen unsers Künstlers, und von sei-nem Genie, dieselben auf eine neue und originelleWeise vorzutragen. Dann aber sind seine Figu-ren unedel, und die Zeichnung ist ziemlich unrich-tig. Sehr geschickt hingegen war er, schöneGruppen zu bilden, sie gut zu stellen, und überseinen ganzen Gegenstand eine immer glücklicheund angenehme, oft sehr pikante Wirkung vonHelldunkel zu werfen. Seine Blätter waren vondrcyerley Art. Die einen sind mit der Etznadelfast vollendet, und der Grabstichel erscheint wenigdabey. Dieß war seine erste Manier. Bey an-dern, uud zwar bey weit mehrern, verschwindetdie Etznadel unter dem Grabstichel beynahe völ-lig. Bey einigen endlich ist von der erster» nurkeine Spur zu finden. Varrsch V. 85n 6 .nennt vörderst des Künstlers Bildniß. Dann sie-ben Blätter aus der Geschichte der Agar ; Abra-hams Opfer; Samuel salbt Saul zum Könige;Barhseba im Bad eine alte Maguarelle bringtihr einen Brief des Königlichen Dichters; vierBlatter aus der Geschichte des Tobias; eine Rück-kehr aus Egyptcn. Hiernächst aus der Mytholo-gie: Die Fabel des Argus in sechs Blättern ,wovon zwey, worin Merkur den Argus einschlä-fert , als von besonders schöner Wirkung genanntwerden; Apoll ! der die Heerbcn des Admetus wei-det; dreye mit der Geschichte von Merkur undBattus; Bacchus und Adriadne; Diana mit ih-ren Nymphen (Entdeckung der Schwangerschaftder Callisto); Vertumnns und Pomona; Silen.Ferner von verschiedenen Gegenständen: Den Mannmit der Citrone; die sitzende Frau mit dem Kinde;die knieenbe Frau bey dein Hirten; die Fra» imBade, die Frau welche aus dem Bade steigt,sehr schön und von besonders pikanter Wirkung;die im Bade überraschte Frau. Von Thieren vierBlätter: Kühe, Pferde', Ziegen, Esel. Danndie arkadischen Hirten; die Frau und die dreyKinder, die junge Mutter auf den Knieen vor demGreisen (Einige meinen vor dem blinden Tobias;den Hirten und die Hirtin; den Sturm; die In-dianer (zwey Blätter); die Landschaft mit dembeladenen Esel. Endlich eine Folge von sechs Land-schaften, bey Barrsch rubrizirl: Der Thurm unddie beyden Obelisken; der runde Thurm; die Reise;die Heerde auf der kleinen Brücke; Jakobs Reisenach Canaan (Kampf desselben mit dem Herrn);der Tempel. Ucberall sind, wo der Fall es er-heischt, frühere oder spätere Drücke, nebst allfäl-ligen Copieen, und durchweg das Maaß angege-ben. Das obenerwähnte schöne Blatt: Merkur der den Argus einschläfert (9" 5 ^" hoch, 6" 7^br.); dann der Hirt und die Hirtin, und sein Nesbenstück, der Sturm (9" tss" br. 7" 2^" hoch)find die größten dieser Blätter. Oook. Rost V-39Z9g. wo aber die Notizzen von 34 Bl- weitminder genau als die obigen sind, und, wo nichtneue Gegenstände, doch neue Benennungen der-selben erscheinen. Als nach ihm gestochen nennteines unserer Verzeichnisse vier Blätter: Geschichtedes Tobias (wahrscheinlich Copieen der eigenendes vyrenbroeck) von I. van der Velbe, undeinen Charletan (muncius vulrclooipi) von Eben-demselben. Anderswo heißen diese vier Blättereine nummerirte Folge: Tobias, Argus, Hagar »nd drey Reisende. Ferner: k. Surngue den indie Cistcrne geworfenen Joseph, welches Bild in-dessen Andere dem Molyn geben. Noch eben be-merkt über unsern Künstler einer unserer Freunde:

k) Sehr kurz fertigt, iu neuer» Tage», Gaukt de St. Germain S. 179. diese» Künstler, wie folgt, ab: Sei»? Kenntnisse in den erakte» Wissenschaften machten ihm mehr Ehre als sein Maler,l!'l und sein grauesColorit ohne Verständniß des Helldunkels."

Irgendwo wird, wohl ganz irrig, behauptet., es gebe deren bis an 95.