4o6o Waart.
in der Malerey und Kupferstecherkunst das Land-schaftsfach, und machte Reisen nach Italien undOesterreich, worauf er sich in München fixirteund von Zeit zu Zeit einige Exkursionen in seinemVaterlande machte. Bey Artaria in Mannheim gab er vier kolorirte Kupferstich«, Ansichten desenglischen Gartens zu München , dann zwölf Ge-genden von Bayern heraus, nämlich: Wolfrats hausen , Miesbach , Brannenberg, Starenberg,Seefeld , Hohenaichau, Chiemsee , Tegernsee ,Traunstein , Reichenhall u. s. w., die von seinemKunsttalente zeugen. Liporvsky.
* waart, f. vaart oben und im Lex.
Wach (G. C.), erscheint in dem Hambur-ger-Adreßbuch auf >806, als ein damals dortlebender Maler.
— — (Hans), ein Werkmeister. S. oben denHallenser Rathsbaumeister... Ulrich.
— — s. auch Waage und Wag, oben undunten.
wach!er (Marie Juliane), geborne Wer-murh, s. unten wermuch.
* Wachsländer, so trifft man den Na-men waxschlunger — im Lex, und hier — unter-weilen an.
Wachsmann (Anton), wird 1789. irgend-wo als eiu hoffnungsvoller Zögling der Berliner-Kunstakademie genannt. Wir denken jedoch daß erderjenige Wachsmann sey, der spater zu Berlin als ein sehr mittelmäßiger Zeichner und Kupferste-cher erscheint. Wir kennen von Letzterm zwey nacheigner Zeichnung radirte Blätter mit Pflanzen zu:Der Berliner naturforschenden Gesellschaft neuenSchriften Dd. II. Berl. 1799 4°; das 1800. nach derZeichnung von Joh. Böhm gestochene Bildniß desPros. Franz Carl Alter, zu der N. allgemeinendeutschen Bibliothek; und mehrere in >808. zu Ber lin erschienene Sachen, als Blätter zum Nachzeich-nen und Ausmalen, nach Rösel's Zeichnung (beyP. Girard), dann Stickmuster rc. Ohne Zweifelist endlich der Unsrige auch derselbe, welcher Flax-manns Homerische Vorstellungen (ob für das Werk:Die liias uns Oöüssee etc. kol. Göttingenbey Dietrich, oder für Wolfen's Homer bey G»e-schen?) nachgeffochen hat.
— — (Martin). So hieß ein Steinmetzmei-ster in Sachsen > 665 .
Wachs murh (Andreas). Von Goßlar, einMünzmeister, der, nachdem er bey verschiedenenHerren bedienftet war, in > 586 . von Cbur-Mainzangenommen wurde. Hirsch D- Münzarch.II. 358 . Dann ferner >691. von dem Grafen vonNassau, l. c. VII. 285. In >596. gcrieth er sei-nes Berufes wegen in Untersuchung, wird aber zugleicher Zeit wieder als (Chur -Mainzischer) Münz-meister benannt I. c. 342. Im Verfolg dieser Un-tersuchungsgeschichte heißt es >607. daß er sichzu Kircha hinter Mainz aufhalte und an mehrernOertern des Rheinstroms zu geringhaltig prägeI. c. III. 358 . Endlich wurde er 160g. von derihn betreffenden Anklage losgesprochen; wobeyman bemerkt, daß er unter andern auch gute Zeug-nisse von dem Grafen von Solms , in dessen Dien-sten er ehedem gestanden hatte, besäße l. c. VI!.38 >.
— (Ieremias). „Hier ist" (sagt ei-ner unserer Freunde) „das Lex, in so fern zuberichtige», daß er nichts mehr als kaum ein mit-telmäßiger Künstler war, und übrigens für dieKunsthändler seiner Vaterstadt fleißig handthierthat. So z. B. etzte er (gemeinschaftlich mit I.Wangner) viele Allegorien und Historien in 4.nach der Zeichnung von Gottfr. Eichler dem jun-gem, zu einem Kunstwerke, was bey Joh. Georg
Wackerbarth.
Hertel erschien; dann eine Folge Vasen in kl. Fol.nach I. S. Hildk; eine Folge „unterschiedlicherAuszierungen", nach eigner Erfindung; ungenieß-bares Schnörkel- und Muschelwerk, für Mark.Engelbrechts Verlag, gr. 4°; eine Folge.- Vssesou Kürette«, zwar im gleichen Geschmack von ihmgezeichnet, aber nicht schlecht in Fol. radirt für dieErben des Jcr. Wolff u. s f. Nach ihm hat A.Hvfer zwey Folgen, jede von vier Blättern gesto-chen (die eine mit Schäfern, die andre mit Jä-gern und Jägeriunen); W- C. Mayr eine FolgeKupfer zu einem Romane 8°; A. Reinhard > 752 ,Apoll und der Parnaß in 8" und mehrere Blät-ter mit Wappen." — Nach einer andern unsererQuellen kennt man von ihm, nach eigener Erfin-dung, 4 Blätter: Die Gelegenheit, die Justitz nachder Mode, die Zeit, und die Einbildung (prö-«omption); dann nicht minder als >2 Bl. nachWouwermans (sicher bloße Kopiern); dann (wohleben so) etwas nach Vernet, und eine Dauernge-sellschast nach P. Tenier, und endlich ein 2u Bl.nach I. W Baumgartner für die Lucomra Loe-kituum. Wachsmuth st. >770.
— — (M.) Ein Kupferstecher in der letztenHälfte des X VIII. Jahrhunderts, der für die Phy-siognomik von Lavater einige sehr mittelmätzigeBlätter geliefert hat. S. auch den gleich ff. Art.
— — (M. B.) Ein solcher etzte in >? 64 -nachei-er selbst genommenen Zeichnung einen Prospektvon Schaffhausen (schlecht genug) in Querfol.so wie wir auch noch einige andere zu irgend ei-nem Werke gehörige kleinere schlechte Schweizer-prospekte von ihm kennen. Derselbe erscheint noch>769. Ob er nicht mit dem Vorstehenden Einerund Derselbe sey?
— — s. auch unten wasmurh.
Wachs schlunger, s. unken waxschlun-ger.
Wachtel (Hermann), ein guter Landschafts-maler aus Mainz , der sich > 7 » 4 . zu Prag setzte.Später verlor er den Verstand und zerschnitt sei-ne Malereyen, so viel er deren noch besaß.
Bibl der schönen Aünste XX. 290.
— — (Johann Gottfried ). Hofkunstgarknerdes Herzogs von Weimar ; seit ungefähr >76). andem Garten zu Oßmansteor, später zu Jena , woer um >785. vorkömmt.
Wachters ), ein Bildhauer von Ellingen .Er hak das Monument des Fürstbischofs Strasoldigefertigt, was sich in Eichstadt in der Cathedral-kirche vorfindet- H irsch ing's Archiv für Völ-ker- u. Länderkunde. 8°. Leipj. 179"- 1 . "2.
» Wachters, ein irriger Name für Wach-ters im Lex. und unten.
wacker (Georg). Ein Baumeister dieses Na-mens zu Nürnberg >592. wird in Trechsel'serneuert. Gedächrn. des Aürnb. Johannis -Rirchhofs S. 8. angeführt.
wackerbarth (August Christoph, Graf von)ein m dem Fürstenrhum Lauenburg 16.62. gebornecEdelmann, der in > 685 . als Page an den Chur-Sächsischen Hof kam, und hier die ganz besondereGnade des Churfürsten Johann Georg !!I. er-hielt, da er sich in Erlernung der Mathematik, in-sonderheit der Architektur und der Jngenieurkunsi,vor andern hervorthat Dieser Herr ließ ihn auchauf seine Kosten reisen und stellte ihn >688. beydem Jngenieurkops an. wackerbarth wohntemehrern Feldzügcn in Morea, Ungarn rc. bey,wurde >702. Generalmajor der Feldartillerie undGeneral -Intendant aller Civil- und Miiikargebäu-de; dann >706. Haus- und Landzeigmeister;wurde in den Grafenstand erhoben; dann Goave--ne«r und Oberkommandant zuDresden; und starb