Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
4061
JPEG-Download
 

Wackerdack.

hier als Generalfeldmarschall 1734. Man' beer-digte ihn auf seinem Gute Zabeltitz bey Dresden .(Zirsch ke's) Entwurf desLbur-SachsischenHof-/ Rr-egsr und «tivil-Erars. Th. II. Gör-litz i/ 55 . 8 °- S. -ob. Während der Zeit daßder Unsere sich als Gesandter zu Wien befand,mußte er einst auf Verlangen Kaiser Joseph I.und in dessen Gegenwart einen Theil der StadtWien abzeichnen. Diese Zeichnung gecieth so wohl,daß sie «heißt es 1746.) bis auf diese Stunde nochin der Kaiser!. Favorit«/ als ein Meisterstück auf-bewahrt wird. S- des Herrn von BönigsGedichte. Dresden ,745. gr. 8 °. S. 549. Vonseinem Bruder ist uns nicht mehr bekannt» als daßdie Neustadter-Kirche zu Dresden » nach seinen undPöpelmann's Riffen aufgeführt wurde.

*wackerdack, s. unten und im Lexik, wak-kerdak.

Wackerle (Maximilian). Kaiser! Münzmeisster zu Breslau 1701. Jetzt lebendes Bres­ lau 1701. -2°.

wackslander, so wird der unten ff. Ma-ler waxschlunger zuweilen geschrieben.

waczlarv (Panicz). Der Name eines wichen,der vermuthlich im XlV. Jahrhundert lebte» er-scheint in den Registern der alten böhmischen Ma-lerbrüderschaft. In diesen wird auch zu Anfangdes folgenden Jahrhunderts ein Maler Waczla-rvxk genannt. (Rtegger's) Materialien zurStatistik von Böhmen Heft VI. S. - 34 - - 35 .

Waczlarvxk, s. vorstehenden Art. Waczlaw.

* Wad (C. de). So verschrieben heißt derLudwig de vadder des Lex. und der gegenwär-tigen Zusätze, auf zwey Blattern nach ihm von A-vanne, welche oben unter dem Art. des letzter»angeführt sind.

* Wadder (L. de). So verschrieben heißtabermals Ludwig de vadder auf einer Handzeichsnung des ietztern, in schwarzer Kreide und ausge-löscht, welche («8io. noch) das Kabinet paignon-D'jonval zu Paris besaß. S. den Katalog.

Wad ei (Caspar), einZinnqicßer zu Nürnberg ,dessen Bildniß (wt. 75. -658 ) ein Hans Wadel in4 ° stach. Caspar'« Bildniß, ohne seinen Namen,hat auch F Leonart 1H72. 4° geschabt. Pan-zer'« rJurnbergische Portraits I. 255 .

(Hans), s. vorstehenden Tasp. Wadel.

wadersgoar (Frid. von). So soll ein Ma-ler heißen, dessen eigenhändig gemaltes Dilduißum 1780. sich in der Firmian'schen Sammlungvon Malerbildnissen auf dem Lustschlosse Leopolds-kron bey Salzburg befand,

Wade witz (I. Ch- G-), wird um 1809 alsAmtsmauer- und Baumeister zu Griinma in Chur -sachsen benannt. Tl^c.

Wadstroem (C- B.), ein Schwede, der inder letzten Hälfte des XVill. Jahrhunderts,aber im Jahre 1800 nicht mehr lebte, verstand diezeichnenden Künste. Er war einer von denen diemit an der Skürzung des Sclavenhandels arbei-teten, und unternahm dieserwcgen etwa um 1787.(von London aus) eine Untersuchungsreise nach Af­ rika ; welche Reise er auch (sonder Zweifel mit Ku-pfern nach seiner Zeichnung verziert) im Druck her-ausgegeben hat. In Zimm ermann'« Ta-schenbuch der Reisen für 1802. findet sich einvon P. Veith nach ihm gestochnes (oder wohl eheraus seiner Reisebeschreibung kopirtes) Blättchen.

Wächter. 4o6i

wäber (FranzJoseph). So hieß ein braverBildhauer, gebürtig von Zug in der Schweiz , derneben Anderm zu Speyer gearbeitet hat, und 1729.gestorben ist. Leu.

* f. auch Webber und Weber imLex. und unten.

* Wächter (C> C-), irrige Benennung fürden gleichfolgenden

(Georg Christoph), welcher in denkurzen Zusätzen zu meines sel. Vaters Künstlerlexik,erscheint *), geb. zu Heidelberg 1729. Anfänglicherlernte derselbe die Goldschmiedkunst. Da er sichbey derselben zugleich mit dem Graviren beschäfti-gen mußte und einen besondern Gefallen daranfand, so ließ er die Goldarbeit fahren, und wur-de ein Schüler von Johann Dassier zu Genf . Un»ter Anleitung dieses vortrefflichen Künstlers nahmer auch so an Geschicklichkeit zu, daß er 1770. alsHofmedailleur zu Mannheim angestellt wurde. DaWächter inzwischen durch eine sehr schöne Medaillevon -762. auf die Krönung der Kaiserin Catha-rina II. (abgebildet in Joachim'« neueröffne-tem Münz-Cablner IV. Dab. XXIX.) zu welcherer den Revers geschnitten hatte, in St. Petersburg bekannt geworden war, so wurde er 1771. als Hof-medailleur dorthin berufen, welchem Rufe er auchfolgte. In -775. rechnete man unter seine vor-züglichsten Arbeiten eine Medaille auf Voltaire . Ermußte zu derselben zwey Stempel ( den ersten 17(19.den andern -770.) schneiden, indem derjenige von-769.wegen der allzu pompösen Umschrift: IIüte Aux Xations le danäesu l'srreur" nichtdie Censur passiren wollte**), weswegen auchnur einige Exemplare davon ausgep ägt wurden.Erster versuch einer Sammlung von pfälzi-schen Münzen ll. 52-. und 4-. Sein Todesjahrist uns unbekannt. In -789. lebte er nicht mehirS. auch unten und im Lex. wachtler.

(Georg Friedrich Eberhard, gewöhn-lich bloß Eberhard), Geschichlsmaler, geb. zu Bäh-ungen im Würtembergischen, einer der ausgezeich-netsten Künstler, den die Kunstakademie zu Stutt­ gart hervorgebracht hat. Derselbe hielt sich eineWeile zu Paris und zu Rom auf. An letzter«»Ort war es, wo er, in Gesellschaft von Carstens,durch das Studium der Meisterwerke alter Kunsthauptsächlich feine Ausbildung erhielt. Aus die-sem Zeitpunkte seines Lebens (1798,) heißt es vonihm bey Gerning III. -42.Wachter zu Rom zeigt sich in großen Kompositionen, wobey er oftGegenstände aus der biblischen Mythologie wählt.Sein Hiob in stiller Betrachtung mit zweyen seinerFreunde, ist eines seiner beßlen Bilder. Dann hater einige Scenen aus Wieland's Oberon trefflichdargestellt." Und, um die nämliche Zeit, in derSchrift: winke!ma»in und sein Jahrhundert.S- 228.Unter Carstens Anhängern zeichnen sichzwey Maler von Stuttgart , Wachter und Harc-mann, als die beßten aus. Der erste malte klei-ne Bilder mit biblischen Gegenständen sanfter Art,worin die Zeichnung zwar nicht untadelhaft ist,aber zuweilen von der lobenswerthen Manier desGarofalo etwas durchblickt." Jeue kriegerischen,der Kunst so ungünstigen Zeiten veranlaßten ihn,Italien zu verlassen; er wendete sich mit seinerFrau, einerRömerin, nachWien, woerum- 8 o 4 .(vielleicht schon früher) und später (noch -8oü.) imUmgänge mit wenigen Freunden, einzig der Kunstund seiner Familie lebte. Die Gallerten der dor,tigen Großen" heißt es irgendwo)besitzenZeich-nungen von***) ihm, welche allgemein bewun-dert werden, und Frauenholz zu Nürnberg ein vor-

s) Dort wird er vereinigt mit seinem nachfolgenden ältern Bruder Johann Georg genannt..Goldenes Zeitalter für Deutschland , nach der Meinung des Wallachen, H. von Stourdza'So ,. Beyspiel die Fürsten von Lichtenstein , Ekerhazy, u. a.

K -3 ^