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Zweyter Theil [5].
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4064
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4064 Wael.

in einer Herberge anlangen) vsr» ihm M4. zuRom gemalt."

wael (H. von), f. unten wel.

* (Johann Baptist» de), der altere(Vater des vorstehenden Cornelius) ist, nachBarrsch, der nämliche, den das Lex. nach Des-camps, bloß Johantt nennt, geb. zu Antwerpen 1557 oder 58 . Nach Houbracken rcis'ke er miteinem andern seiner Kunsigenvssen, Johann vanMayer, nach PariS , wo er sein Glück machte, undst. 3 Z *). Van Dyk hat sein Dildniß geetzt,und aus der Unterschrift erfahren wir, daß erFiguren gemalt. Immerhin aber sind seine Bil-der sehr selten, und eben so die von ihm geser,tigten Blatter, wovon die gewohnten Kupferstich -Kataloge wenige Notitz geben; vielleicht jedochfinden sie sich häufiger in Italien , wo sie zu Rom bey Vincent Billy ans Licht gefördert wurden.Dieselben verrathen viele Kunst, durch ihre miteiner festen geistreichen Nadel vereinte gelehrteZeichnung. Der in solchen Seltenheiten hocherfah-rene Barrsch (V. 8 9.) giebt davon ausführ-liche Kunde; sie bestehen aus einer Folge von 14nummerirten Blattern s 4 " g11"^ br. 3 " 2 5 ",hoch): Titel mit der Zueignung an einen Casparde Roomer. Dann: Der Fischer, die Falkeniere,der Wagen, das Maulthier mit den zwey Gän-sen, die Frau welche den Esel besteigt, die Spie-ler, die Pilgrimme, der Dudelsackpfeifer, die Bäl-ger, die ausruhenden Reisenden, die Mutter, undder Dorfscharer. Diese Blätter finden sich frey-lich zum Theil, aber mit mindererGenauheit, auchbey winkler verzeichnet, der nur den folgendenjüngern Job- Baptist kennt. Eine Handzeichnungvon dem Unsrigen: Jesus, an der Tafel mit sei-nen Schülern auf Betten gelagert (n " br. 8 " hoch,mit der Feder ausgetuscht) besaß 1810. noch dasCabinet Paignon-Dijonval zu Paris .

* (Johann Baptist de), der jüngere,wahrscheinlich Sohn oder Neffe, gewiß aber Zeit-genosse von Cornelius. Dieser ist nun wahrschein-lich (das irrig angegebene Geburtsland und denLehrmeister Franz Frank ausgenommen) Eine Per-son mit dem Johann bey Descamps i. 227.,von dem es dort heißt, daß er Achtung in seinerKunst verdient habe, jung gestorben, undeinMit-glied der Malergesellschaft zu Antwerpen gewesensey, auch derjenige, von dem es bey Bartsch(V. p. 3 .) heißt, daß er von fünf Blättern nachCornei. de wael, welche die Geschichte des ver-lorenen Sohns darstellen, zweye geetzt habe, diemit seinem Namen und der Jahrzahl i 658 *') be-zeichnet seyen. Von diesem jüngern Joh. Bapr.spricht also wohl einer unserer Freunde, der seineBlätter nach Cornei. de wael mit einer leichtenNadel geetzt nennt, und seine Dlüthezeit in dieMitte des XVII. Jahrhunderts setzt.

* oder vael (Lucas de), Sohn Job.Baprista's des ältern, welchen letztem das Lex.und Descamps l. 400. bloß Johann nennt. SeinTodesjahr ist uns unbekannt. Von seinen und sei-nes Bruders Cornelius Landschaften, und ihrenBildnissen zu Cassel s. oben den Art. des letztem.

* -- s. auch Vyrenrvael im Lex. und ingegenwärtigen Supplementen.

Waenberghe (van), f. unten waepen-berghe.

wa endig (Christian Gottlicb), geb. zu Groß-

Waerdigh.

schvnau bey Ziktau 1779., erlernte die Malerkunstbey seinem Landsmanne dem Professor Schenauzu Dresden seit 1801. und wurde nachher als Mu-stermaler bey einer Damastfabrik in seinem Ge-burtsorte bedienstet. In letzrrer Eigenschaft er-scheint er schon 1804.

* waerd, s. weerr, werd, werde undWerth, im Lex. und unten.

waerd en (D ), ein Maler nach welchem C.Dankert, für eigenen Verlag, einige Blätter sehemittelmäßig in kl. 4° radirte, welche Halbfigurendarstellen, jedoch, vorzüglich in den Händen, ver-zeichnet sind. Nämlich: t) Ein die Geige spielen-der Mann (Gehör); 2) ein solcher der auf seinerHand eine Maus hält, und auf dessen Halse sicheine Katze befindet (Gesicht); 3 ) ein solcher der,indem er ein gefülltes Glas erhebt, lächelnd aufeinen umgeworfenen leeren Krug zeigt (Geschmack);4 ) der Schäfer: Celadon; 5 ) die Schäferin:Astrea; 6) ein Mann der einen Krug mit beydenArmen halt. Hiervon sind N°. i und 4 ohne deswaerden Namen, und N°. 5 und 6 ohne jedeKünstler- und Verlagsbezeichnung.

* s. auch werden unten und im Lex.

* waerdigh oderWardig(Cath. Elsabö),welche im Lex. als Waerding ohne Laufnamen er-scheint, Gattin des nachfolgenden DomlnicusGottfried w- besaß viel Kunsttalent, welchessie in der Manier ihres Mannes fleißig übte. IhreGemälde stellen Gesellschaftszirkel, oder Scenenaus der Geschichte, nach der Art holländischerMeister vor; am häufigsten aber das Innere vonKüchen, mit Gemüse, Früchten und Blumen, wel-che letztere sie vorzüglich der Natur getreu abbil-dete. Sie starb sehr frühe in Hamburg . Ham ,burgische Lünstlec - (Fachr. S. 47 . 3 " beirrKabinette des H. Hof- und Landgerichts-Advo-katen Schmidt zu Riel befand sich von ihr einStillleben: Tisch, mit Caffee- und Theegeschirr,was in dem diesfälligen Katalog ein gutes Bildheißt.

(Dominicus Gottfried), den das Lex.nicht kennt, geb. zu Hamburg 1700. Schon inder frühesten Jugend widmete er sich der Malerey,und erhielt den ersten Unterricht von Christian Ja-cob Norwic. Darauf reisete er nach Holland ,und studirre zugleich mit la Fargue unter Anwei-sung des berühmten van der Heyde. Waerdighwurde bald ein geschickter Maler; er copirte dieWerke der größten niederländischen Künstler, undbildete sich aus ihren und seines Lehrmeisters Ma-nieren eine eigne sehr gefallende. Nach seiner Zu-rückkunft in die Vaterstadt trieb er einen Gemäl-dehandel, der ihn veranlaßte, öftere Reisen nachHolland zu machen, auf denen er die vorzüglichstenWerke der ersten Künstler zu sehen und zu studi-ern Gelegenheit hatte. Er ahmte sehr viele Mei-ster nach, vorzüglich G. Douw, Mieris, Poe-lenburg, Berghem, Wouwermann, Griffier, H.Eaghtleven, de Heem, van vuysum in Blumen,und seinen Lehrer van der Heyde. Jeden dieserKünstler ergriff er in seinen Gemälden aufs täu-schendste, nur daß er ihn durch zarte Behandlungund einen sanften Pinsel fast noch veredelte. Diemeisten Werke seiner beßten Zeit stellen Rheingegenrden und dergleichen Landschaften vor, die er bey-nahe so gut wie ein H Saghtleven und Griffierauszuführen wußte. In spätern Zeiten malte erviele Prospekte von Traventhal , Plön und Euttn,

") Aber nun höchst sonderbar, daß Descamps I. --7. seinem Johann dasselbe Geburtsjahr, wie alle ilbriqenNachrichten, giebt, aber ihn jung sterben läßt. Daß dann Basan (kn. se--.) diesen Johann Aavtikden ältern einen ziemlich mittelmäßigen Maler nennt, und sagt, daß er Einiges nach seinen Söhnen geetzthabe, ist Alles aus der Luft gegri>,en!

"») winkler hat ,652. Kost v. zzg- giebt dieser Folge, wohl irrig, g Blätter. So auck Aalan sL-l. ,?<-.)welcher sie, wieder irrig, insgesammt der Nadel des Cornelius zueignet- Nach Bartsch sind drepe der-selben anonpm, und könnten also freylich diese des ssornrliu« Arbeit seyn-