Band 
Zweyter Theil [5].
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4066
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4066 Waffenberg.

ner Wolfshaut bedeckte Säule, und zerbricht,wie schon erwähnt, einen Stab, mit einer Mienevoll verächtlichen Unwillens.... Dies ist Allesoder Nichts!

Waffenberg (Matthias Mitttrmayer von),ein Kaiserlicher Münzmeister zu Wien , von unge-fähr 1882 98. ^c.

Wafflard ( ). So heißt im Almanach

stll Lommsrce cle karis von i8n. ganz ohneWeiteres, ein damals dort lebender Schriften,schneider.

Wag (C. G. F.), eine vor uns liegende in1772. mit der Feder mittelmäßig schraffirte Zeich-nung, die Stadt Leipzig darstellend, nennt ihn alsihren Verfertiger.

^ ( ). So pflegt« öfters der berühmte

Johann Georg Wagner, auf seinen schönenLandschaften in Wasserfarben und Oel , in abge-kürzter Namensschreibart, sich zu bezeichnen.

s. auch oben Waag und wach.

Wagenbauer (Joseph oder Maximilian Jo-seph ), Sohn eines Beamten in dem BayerschenMarkte Gräfing, dort geb. 1774. In seinem ach-te» Jahre kam er nach München , um dort fürdie Wissenschaften erzogen zu werden; allein derbeschränkte Unterricht, welchen er dort im Zeichnenund in der Musik erhielt, entwickelte zeitig seinenHang und Fähigkeit für die schönen Künste; so-wohl im Zeichnen als in der Musik machte er großeFortschritte. Er studirte einige Zeit in der chur -fürstlichen Gallerte, und wollte sich ganz der Kunstwidmen. Da aber bald der Krieg ausbrach, sowollte er auch dem Vaterlande dienen; er trat alsDolontair in das Cheveauxleger-Regiment, wo ermit Muth und Unverdrossenheit bis zum Friedendiente. Seither widmete er sich ganz der Kunst,und ist (i 8 c> 5 .) zu erwarten, daß er nach erhalte-ner Unterstützung, große Fortschritte in der Land-schaft- und Thiermalerey machen wird. Männ-lich I 45 s 5 z. In i8io. gab er in der Litho-graphischen Offizin zu München eine Anleitungzur Landschaftszeichnung in Handzeich-nungs-Manier, (18. Bl.) nebst einem Titelblattund einem Blatte zweckmäßiger Erklärungen. Da-von heißt es bey Liporvsky: »Die Leichtigkeitmit welcher dieser Künstler das Ganze behandelte,und die Natur, die er vorzüglich in den ver,schiedenen Baumarlen anbrachte, wird von je-dermann mit Vergnügen bewundert." In derGallerte zu München sieht man von ihmeine kleine Landschaft auf Holz: Junger Wald,durch welchen ein Weg führt; in Schleis-heim eine andre bey untergehender Sonnemit Vieh; ein Viehstück ( 4 ^ 6" 5^ hoch, 5- 4"8"' br.); zu Lustheim: Aussicht auf das Brun-nenthal bey München ; weidende Kuh und einKalb; ein Wafferfall. Bey Brullior (seinem Kol-legen an der Gallerie) beißt es von ihm:Lieb-haber suchen seine Gemälde eben so eifrig alsseine Zeichnungen, welche meist in Landschaftenmit Thieren in Potter's und A. van der Velde'sGeschmacke bestehn, und entweder mit seinemganzen Namen, oder mit den Anfangsbuchstabendesselben bezeichnet find." Am End wird bedauert,daß dieser Künstler, gegenwärtig (1817.) Gallerie-Jnspektor zu München , »seit etlichen Jahrhun-derten einer der beßten seiner Gattung," nichtselbst einige seiner Zeichnungen geetzt habe. Jetztindessen findet sich in der ersten Lieferung derSammlung von Original-Handzeichnungen dervorzüglichsten Bayerschen lebenden Künstler (wel-che, Realfol. in Steindruck zu München 1817.oder 1818. erschien) wirklich eine Landschaft mitVieh von seiner Hand. Zwey gemalte Viehstückevon ihm besitzt auch die Gallerie des ungenann-

Wagenschön.

ten alten Schlosses zu Nürnberg . Ll. Taschen,Handbuch von Nürnberg 1319. S. 17s.

Wagenbauer ( ). Von einem solchen

(wohl sicher dem gleich vorhergehenden) mit Stein-abdrücken beschäftigten, und, nach Meusel lll. in1809. noch lebenden Künstler kannte man vorzüglichAbbildungen aus dem Thierreiche mit landschaftli-chen Gemälden, worin die Thiere nur als Staf-firung erscheinen.

*Wagener, s. Wagner im Lex. und unten»

Wägenfeldr (Otto).Dieser Künstler"(heißt es in den Hamburg . Rünstlernachricht.S. 48 5 o.)wäre gewiß, nach den Talentenzu schließen, welche er zeigte, einer der geistreich-sten Maler des siebenzehnten Jahrhunderts, woriner lebte, geworden, wenn er in Hamburg , wo ergeboren wurde, lebte und starb, sich früher und ei-gentlicher der Kunst bätte hingeben können; denner hat, allem Anschein nach, nie den Unterrichteines Andern genossen. Seine Zeichnung und ganzeigne Behandlung des Pinsels geben hiezu die stärk-ste Vermuthung. Dennoch wagte er große Sce-nen aus der Geschichte, und Feldschlachten mit ei-nem eigenen Geiste ausgeführt, in Lebensgrößedarzustellen. Diese Gegenstände, unter denen seineEinbildungskraft freyes Spiel fand, scheinen ihmauch die liebsten gewesen zu seyn. In mehrerenZimmern des Hamburgischen Rathhauses fleht manBilder, die zu seinen größten Erfindungen gehö-ren; auch einige unter den römischen Kaisern ander Friese des großen Rathhauscs sind nicht vonseinen schlechtesten Arbeiten; so wie sich in denmeisten hiesigen Kirchen von ihm gemalte Bilderfinden. Die beßten seiner Werke sind von guterComposition, stark und ganz in Rembrandts Ge-schmacke beleuchtet, das Gold und Silber daraufsehr glänzend und gefallend angebracht. Diesesgilt aber eigentlich nur von seinen Kabinetstücken»Einer seiner beßten Schüler war L. parenr.

wagen führ (August), Oberfeuerwerker undLehrer der Arithmetik, so wie auch der Pflanzenzeich-nung bey dem Kadettenkorps zuBerlin 1795.

Wagen» ( ), äel. und: D. Berger so.

1788. findet sich auf einem Blldniß des preußi-schen Ministers Leo». Otto von Gaudi in 8°. Esist dies aber ein «-erstochener Name für FriedrichErhard Wagner.

Wagen schein, ein irriger Name für dengleich ff. wagenschän.

wagen schön (Franz Xaver), Geschichtsma-ler, und Mitglied der KK. Akademie der bildendenKünste zu Wien, geb. zu Litisch in Böhmen 1726.(s. K. 1729.) Bey Meusel II. (»789 ) wo ernoch unter den Lebenden erscheint, heißt es vonihm: »Sein Lehrer war Peter Brandei. SeinAufnahmestück in die Akademie ist eine Allegorie:Minerva, über welcher Fama schwebt, nimmt ei-nen, von Grazien, dem Merkur , Herkules undSaturn umgebenen Jüngling in die Kunstschuleauf." Dann werden dort noch von ihm ange-führt: »Der hohe Altar in der Domkirche zu Er-lau in Ungarn . Eine H. Anna und zwey kleine Bil-der, für den Grafen von Balassa zu Presburg .Der H. Wendelin zu Lemeswar Der H. Anton,zu Eisenstadt in Ungarn bey den barmherzigen Brd -oern. Der H. Johann von Nepomuk, wie er Al-mosen austheilt, zu Tuln in Niederösterreich beyden Klosterfrauen. Das Hochaltarblatt zu Pay-storf bey den Kapuzinern, wie auch die Vermäh-lung der H. Katharina. Ein Alrarblatt bey denFranziskanern zu Wie» , worauf der H. Joh. Ca-pistranus vorgestellt ist. Das Hochalkarblatt zuSt -Florian." Bey Meusel lll. (1809.) erscheinter nicht mehr. Von ihm selbst nach eigner Erfin-dung geetzt (»77» ) kennt man eine Abnehmung vomKreuze mit den H. Weibern.