Band 
Zweyter Theil [5].
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4076
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4076 Wagner.

Wagner (Zacharias), von Dresden . Aufdem dortigen Kupfersiichsallon findet sich ein Ma-nuskript in quer Fol. von ihm, betitelt: Thiersbuch, was er in Brasilien unter dem GouverneurGrafen Johann Moritz von Nassau zusammenge-tragen hatte. Wagner hat in demselben amerika­ nische Thiere aller Art, Pflanzen, Früchte, Völ-kerschlachten, Trachten, Sitten und Ansichten,mittelst schöner und fleißiger Wasserfarben-Ge-mälde (und kurzen dazu gehörigen Beschreibun-gen) dargestellt. Die Zuschrift besagt, daß eri6Z/j. nach Brasilien gieng, dort eine (nicht ge,nannte) Anstellung erhielt, und zu seinem Vergnü-gen dieses Werk abfaßte: »Damit ich meinenLandsleuten (im Fall ich durch des AllerhöchstenGnade wieder zu den Meinen angelangte) auchetwas Neues und Verwunderliches auszuweisenhatte." Weiter heißt es, hochtönend genug: »Sojemand an diesem geringen Werke sein hochstei-gendes Gemüth erheben und seinen Kunstgeist drü-ber ausstürzen wollte, daß dies oder jenes zu großoder zu klein, zu lang oder zu breit oder sonstnicht gut gemalt wäre; der möge wissen, daß ihmder Weg nach Brasilien offen stehe; dort möge ersich eines Bessern erlernen und Wagners Maler-werk durch seine hochverständige Klugheit verbes-sern." Wagner scheint um 1642. dieses Manu-skript verfertigt zu haben, und später auch glück-lich wieder in Dresden angelangt zu seyn. Mrc.

* ( ). Baumeister. S. oben Zoh.

Georg Wagner der altere, mit dem er wohlsicher Eine Person ist.

( ), geb. zu Nürnberg um das Jahr

1720. Er kam sehr frühe nach Hamburg , und war«in sehr geschickter Künstler im Zeichnen mit Bley -und Silberstift auf Pergament, in welcher Manierer mit bewundernswürdigem Fleiße historische Stü-cke, sonderlich aber Portraits, die ihm sehr gutbezahlt wurden, ausführte. Der damals lebendebekannte Kupferstecher Christ. Friedrich Fritzsch brachte verschiedene Bildnisse nach ihm in Kupfer.Er starb in Hamburg , des großen Erwerbes un-geachtet, in Armuth. Hamb. Rünsilernachr.S. 11415. S. oben C. A.Wagner, mit wel-chem der Unsrige wohl sicher Eine Person ist.

( ), ein Künstler aus Königsberg ,

malte in der Mitte des XVIll. Jahrhund. Land-schaften mit Nymphen u. a. Figuren, sehr ange-nehm und fleißig in F. Fergs Manier. Er st.zu Hamburg . Hamb. Rünsilernachr. S. 79-

( ), ein Maler der um 1700. zu

Breslau lebte, und gemeiniglich der Maler inden VlI. Churfürsten (also war der Name desHauses, das er bewohnte) genannt. Er fertigtesehr schöne kleine Prospekte voller Figuren. Derdortige Weinhändler Jänisch besaß um 1790. einsehenswertheS Stammbuch, mit vielen Bildern aufPergament von seiner Hand. Beschreib, derStadt Breslau . Brieg 1794. S. 441.

( ). Münzwardein zu Breslau 1792.

Ob etwa später nach Berlin versetzt, und Eine Per-son mit obigem Christian Andreas Wagner?Il-rc.

( ). Bauzeichnungslehrer am Gym-

nasio zu Baden 1799. Graars- und Adreßb.des Schwäbischen Rreises auf 1799. Ulm I. 027.

( ). Schüler des Hofbaumeisters

Hvlzers zu Dresden , zeigte auf der dortigen Aus-stellung 1802. ein Stadtthor in antikem Geschmack,perspektivisch gezeichnet; und I 8 o 3 . die Facade derKirche St. Luca nach Palladio, nebst einer Paral-lele in gothischem Geschmack.

( )> Von einem andern deutschen

Künstler dieses Namens sah' man, ebenfalls aufdem Dresdner -Salon i 8 o 3 . in Pastell das ibea-

Wahl.

lisirte Bildniß eines Mädchens, das einen Vogelliebkost. Kenner rühmten die Färbung.

Wagner oderwagener ( ), aus Mei-

nungen. Von einem solchen sah' man auf demDresdner -Salon 1807. eine büßende Magdalena,nach Franceschini's Oelbild in der Gallerte, inhalber Größe »treu und in angenehmem Farben-ton in Pastell copirt." Mensel's Arch. II-( 3 .) i 4 - Ob dieser Künstler vielleicht ein Sohndes obstehenden Fr. Ebrh. wagener's, odergar noch mit demselben Eine Person seyn dürfte?Letzteres scheint uns noch um so viel wahrscheinli-cher zu seyn, da eben auch eine Magdalena in Pa-stell, von dem letztern gemalt, noch, nach dessenTod (1814.) auf dem Dresdner -Salon ausgestelltwurde. Dann aber wissen wir nicht, warum erhier Wagner aus Meinungen heißen soll.

( ). Sohn des Bildhauers Simon

Wagner in Würzburg ; widmete sich ebenfalls derSkulptur, und wurde in solcher geschickter als seinVater. Er hat zu Cassel gelernt, ^c.

( ). Schüler der Akademie zu Leip­ zig

. Man sah auf der Dresdner -Ausstellung 1810.zwey Zeichnungen von ihm: Einen Brunnen ingothischem Geschmack, und ein Badehaus.

* wahe (N-), welcher im Lex. unter dem Art.von G. Foehrmann erscheint, s. den gleich ss.Georg Wilhelm Wahl.

"-Wahl (G. W.)' hieß Georg Wilhelm,Königl. Dänischer Hofmedailleur und Stempel-schneider von »73361. und vermuthlich derje-nige, den Röhler (Münzbelust. IX. 112.) unterdem Namen wahe aufführt, den der König vonDänemark an Hedlinger nach Schweden gesandt,um dessen Kunst zu lernen. Ob er etwa Sohnoder Bruder des nachfolgenden R Oh. Wahlgewesen, ist uns unbekannt. S. Rodler 1 . e.XXI. 407. Xumopk^l. Rr-r-cküarst II. No. 255 .lad's berühmte Medailleurs S. 3 i. Madaihalercab. N°. 2702. Er exprimirte sich mitoder mit 6. MrL/. Nach dem Barlemannssch e n Münzkaralog von 170149. findet sichschon eine Schaumünze von ihm, mit 17^2. ba-tikt, auf den Dänischen Kronprinzen, nachherigenKönig Friedrich V., die mit w. Wahl bezeichnetwäre, sonder Zweifel aber auch von dem Unsern(den weinrvich, welcher nichts Neues über ihnbeybringt, G. Wahl nennt) gefertigt wurde. Indem Dänischen Hofkalender von 1756. wird,bey dem Kopenhagner Münzwesen, ein: »GeorgWilhelm Wahl adjungirter und eventualiter suc-cedirender Münzmeister, Stempelschneider undHofmedailleur" aufgeführt; worunter wohl derobige zu verstehen ist.

(H.) Ein Gantkatalog legt einem sol-chen (undeutlich ob als Zeichner oder Kupferstecher)vier Blätter in rund 8° zu, welche die vier Ele-mente darstellen.

(Joh. Georg), der Sohn eines Bereu-ters, geb. zu Kopenhagen 177g, studirte auf derAkademie seiner Vaterstadt die Malerey unter Nick.Abilgaard, und erhielt 1798. eine Preismedaillelm Zeichnen, 1S01. eine solche in der Malerey,und endlich i 8 o 3 . die große goldne Preismedaille.Man sandte ihn hierauf mit einer Pension nachRom , wo er nach einem vierjährigen Aufenthaltein Italien , 1810. starb. Wahl besaß nicht alleinvieles Kunsttalent, sondern hatte auch einen gera-den vortrefflichen Charakter. weinrvrchRunst-Historie i Danmark S. 196. und Mn.

(Joh. Heinrich), wurde um i/ 5 n. alSStempelschneider bey dem Münzwesen zu Nürn­ berg angenommen. Hamburg ische« Münz -und Medaillen-Vergnügen. Hamburg 175 z.gr. 4°. S. 299. Er fertigte eine Medaille auf ba-

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