Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
4075
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Wagner.

und » 4 ^ breite Bild aus , welches den Götterrathnach Homer , in 7^ hohen Figuren zum Gegenstandhatte. Dann zeichnete und ttzte er ebendaselbst(1806.) die Ueberreste der Malereyen des Fra An-gelico da Fiesole in der Vatikanischen Kapelle,welche das Leben von St. Loren; und St. Ste-phan in »5 Feldern darstellen. Lonk. Irai. Misc.B. V. S. 69. und, nebst Meusel 111 . desselbenArch. für Künstler B. II. St. 2. S. »86.Späterhin befand sich Wagner neuerdings inRom , und gieng » 8 » 5 . auf Kosten des H. Kron-prinzen von Bayern zum zweytenmal nach Malta ,Sizilien und Athen , um Kunstwerke für diesenFürsten zu sammeln. Schon bey seinem erstenAufenthalte zu Athen hatte er für denselben merk-würdige Statuen aus den ersten Zeiten der Kunsterhandelt. In 1817. gab dieser schätzbare Manneinen mit kunstgeschichtlichen Anmerkungen von F.

W. I. Schelling begleiteten Bericht über dieAegmenschen Bildwerke im Besitze des gedach-ten H. Kronprinzen t8". Tübingen bey Cotta),und zeigte sich hier, durch eine vollkommen ge-naue, faßliche, vielseitige Beschreibung und Beur-theilung dieser höchst eigenthümlichen Kunstwerkenoch von einer Seite, von welcher Künstler sichnur selten auszuzeichnen pflegen. Auf dem Titeldieser Schrift heißt er: Kvnigl. Bayerscher Pro,fessor der Gefchichtsmalere», und correspondiren,des Mitglied der Königl. Akademie der Künstezu München .

Wagner tMi. Hard.) Nach ihm, der um177h. sonder Zweifel zu München lebte, hat F.

X. Junwirth ein Litelkupfer gestochen, was manauf einigen Gelegenheitsschriften findet, die we,gen des Namenstages der verwittweten Churfür-sttn Antonia von Sachsen 177h, zu München ge,druckt worden.

(Otto). Schüler der Kunstschule zuDresden , zeigte »8»8. auf der dortigen Ausstel-lung drey Zeichnungen in Kreide, weiche Akte undFiguren nach Casanova und Matthäi enthielten.

(Peter Alexander), -». K. irrig Johannperer, Hofbildhauer zu Würzburg , geb. zu Un-ter» oder Ober-Tberes in Franken 1700. Der-selbe lernte die Bildhauerkunst bey seinem VaterThomas, bildete sich in seinemSiebenzehnten aufder Akademie zu Wien weiter aus, durchreiftehernach die Schweiz und die Niederlande , undhielt sich eine Zeitlang zu Mannheim auf. In1706. kam er nach Würzburg zu dem geschicktenHofbildhauer Auwera (a. l». Aubera*), und er,hielt nach dessen Tode (>77>..) seine Stelle, inweicher er noch »799- >m Würzburger-Hof-kaiender erscheint. Er selbst war ein geschickterund fleißiger Arbeiter, st. 1809. und sein Anden-ken lebt in seinem vortrefflichen Sohne, dem obenangeführten Martin Wagner rühmlich fort. Vonihm kannte man schon um 1778. die Leidensge-schichte des Heilandes in ,4 Gruppen oder Sta,tionen, in Lebensgröße, auf dem Nicolausbergeaußerhalb Würzburg . Diele Statuen und Grup,pen im fürstl. Lustgarten zu Veitshvchhrim unweitWürzburg ; besonders das Dianenbad. DieStatuen und Urnen auf der neuen Kolonnade, dieden Residenzplatz zu Würzburg einschließt. AlleStatuen, Gruppen von Kindern, Vasen und Ur-nen im Hofgarten daselbst. Die Statuen undVasen aus weißem, etwas ins Graue fallenden,inländischen Marmor, auf der Haupttreppe imfürstl. Pallast zu Würzburg . Dann später dievier Figuren an den vier Röhrbrunnen auf derDomgasse zu Würzburg . Die Figur, die Zeitund Wissenschaft vorstellend, auf dem Brunnenin der Hofgasse. Ueber hundert Altäre undKanzeln in Kirchen der Stadt Würzburg und aufdem Lande. Meusel l. III.

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Wagner (Policarp Samuel), geb. zu Mit,tenberg in Sachsen , wo sein gleichnamiger Vater(ein bekannter Numismatiker) Bürgermeister undKreissteuereinnehmer war. Der unsere wurde1764. als chursächstscher Wasserbauinspektor bestallt(Dresdner polltischerAnzeigerJahrg. 176h.N°. VIII.) hatte seinen Sitz zu Torgau und st.hier 1798 oder »799. Er war in vielen Dingenein geschickter Mann; so z. B. ein guter Zeichner,Architekt, Mechaniker, Drechsler rc. In des C.S. Georgi Wittenbergischer Jubelgeschichte, Wit-tenberg 1786. 4°, finden sich zwey Blatt nachseiner Zeichnung. Das eine in sehr breitem Frie,senformat, mit einer großen Menge Figuren an-gefüllt, stellt den wegen der Jubiläumsfeyer desReligionsfriedens » 755 - zu Wittenberg gehaltenenfeyerlichen Aufzug dar, und ist von J.D. Schienenradirt; das andere, was von Fritzsch schlecht inFol. geetzt wurde, zeigt dagegen den Gesang derStudenten auf dem dortigen Marktplatze. Beydediese Kupfer finden sich auch in Georgi's bana-les Vitember^euZes. Vitemb. 177h. 4 °- DerNachfolger m seiner Stelle war der abgedachteChristian Friedrich Wagner, sein Sohn. Ersoll dem Vater, in dessen verschiedenen Kunstfer-tigkeiten fast gleich kommen.

» (Salomon), s. im Lex. und untenWegener.

(Simon). Bildhauer zu Würzburg ,geb. zu Unter-Eßfeld in Franken »742, zeigte schonin früher Jugend besondere Neigung zur Erler-nung der Bildhauerkuust. Sein erster Lehrer warder in seinem Geburtsort ansäßige Bildhauer, Joh.Reuß. Von ihm kam er » 756 . nach Würzburg zudem verstorbenen Hofbildhauer Wolfgang Auwera,unter dessen Anleitung er ein halbes Jahr arbeitete;und hierauf trat er eine Zeit lang bey dem vorer,wähnten Hofbildhauer perer Wagner in Arbeit.Unter seinen größer» Werken verdienen die vierApostel an dem schönen Portal der Pfarrkirche zuSt. Peter in Würzburg genannt zu werden. Fer-ner: Eine liegende Figur in dem zum botanischenGarten hinter dem Juliusspital gehörenden Bassin. Eine Menge Figuren, Vasen und Urnen in Kir-chen, sowohl in der Stadt, als auf dem Lande.Verschiedene Monumente in Kirchen und auf Kirch-höfen. Mensel III. (1809.) erscheint er noch un-ter den Lebenden.

So hieß auch ein Kupferdrucker zuWien »79».

(Thomas). Bildhauer zu Würzburg ,Vater des oben angeführten Derer Alexander».Ob es derselbe Künstler dieses Namens sey, nachwelchem I. G. Prestel alte in einem See liegen-de Gebäude, nebst einigen Schiffen, in Kupfergebracht, ist uns unbekannt.

(Valentin). Bürger und Mäurermel-fter zu Dresden , erbaute » 567 . das Rathhaus zuLorgsu, wie eine geschriebene Chronik dieser Stadtbesagt.

ein Maler, vermuthlich zu Dres-den , in der Mitte des XVII. Jahrhunderts, viel-leicht ein Nachkömmling des Vorbenannten. Eshat nach ihm gestochen: I. C. Höckner, den Chur-fürst von Sachsen Johann Georg I -, den geh.Rath Christian Neichbrod von Schrenkendorf, denHofprediger Jac. Weiter rc.; Phil. Kilian, diekandgräfin von Hessen , geb. Prinzessin von Sach-sen, Elisabeth Dorothea. Dann zeichnete er einvon einem Unbekannten in gr. quer Fol. (vielleichtzu dem l'bestrukii Luropiium gehörig) gestoche-nes, mit einer großen Menge Figuren ansfiaffir-tes Blatt, was betitelt ist: Eigentliche velinss-tio des Dorsss Hornhausen sampr denen darin ent-sprungenen Heylbronnen im Jahr »6-6

*) UnS bisher -«»» unbekannt.

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