4078 Watlltant.
Triumph des Kurfürsten Friedrich Wilhelms zuPferde, die Kurfürstin neben ihm im Wagen, isteine Allegorie auf die Eroberung der Insel Rü-gen . „In demselben" (sagt O.) „sind sehr schöneSachen, und die Natur ist gut ausgedruckt."Dann rügt er, daß es irgendwo heiße, der Na-me des Künstlers dieser Bilder zu Potsdam seyunbekannt. Auch zu Sanssoucy befindet sichvon ihm eine keusche Susann« in lebensgroßenFiguren, wovon G. urtheilt:.»Das Colorit seyzu zertheilt, nnd ohne Wirkung."
* Waillianr ( ), der gleich Vorgenannte.
Das Weitere von ihm s. oben und in gegenwär-tigen Zusätzen s. v. vaillanr.
Waillp ( de), «pohl einer derer, welcheim Lex. und oben bereits s. v. de vailly erschei-nen. Der Unsrige, ein berühmter Baumeister zuParks, der durch viele vortreffliche Werke so ge-priesen wurde, daß er — bey seinen Mitfranzosenden Beynamen des palladio seines Jahrhun-derts erlangte. Zu seinen vornehmsten Bautenzählt man: Das Hotel von Voyer in der Straßedes bons Enfans, unweit dem Palais Royal ;dann verschiedene Hotels in der Straße Riche-lieu bey den Boulevards; das neue französischeComödienhaus bey dem Luxenburgischen Pallaste,welches'er in Gesellschaft mit dem ältern peyrebaute; er arbeitete auch an der Ausbesserung derKirche St. Sulpice. Dieser Künstler sollte am8. Octob. 1767. auf Empfehlung des Marquis deMarigny als ein Mitglied der Baumeister-Aka-demie angenommen werden; aber auf Vorstellungdes ersten Königl. Baumeisters Gabriel, daß sol-ches ihren Gesetzen zuwider sey, ward er abge-wiesen; und da die Akademie sich dem Königl.Befehl, ihn anzunehmen, widersetzte, ward dieseGesellschaft aufgehoben, durch Bermittlung aber,gleich am 21. desselben Monats wieder eingesetzt,und de wackl? zum Mitglieds in der ersten Klasseangenommen. cie Lom'8 XV. 63 1.
-- — (de), auch, nach der saubern Franzö-sischen Namens-Verkürzung, Dewailly geschrie-ben, ein neuerer Französischer Künstler, vielleichtein Sohn des Obigen, dessen ebenfalls bereitsin gegenwärtigen Zusätzen 8. v. vaillp Erwäh-nung geschieht. Unter dem Namen de waillyerscheint er zuerst im ^Imsnack lle8 8esux-^rt8i8oZ. in der Rubrik der damals zu Paris leben-den Landschafts-, Marinen- und Architekturma-ler, und erhielt e. s. die Stelle eines Malersfür das Museum der Naturgeschichte zu Paris .Wohl ist er demnach derselbe, von dem es in einemSchreiben über den Pariser-Salon 1806. (Meu-se l's Archiv II. (4.) 32 .) wunderlich genug heißt:„wailly's Thiere sind sehr schon, und werdeneine köstliche Sammlung für naturhistorische Werkeausmachen." Eben so derjenige, welcher auf demSalon 1808. wahrscheinlich Aehnliches ausgestellthatte, und endlich 1810. (neben de Marueil undMerimen) den Namen eines Zeichnungslehrers imLycee Napoleon trägt, auch im /tlmsnscli «ludommerce se Pari8 1811. als Devailly nochunter den Lebenden aufgeführt wird.
* War'rotter. So schreibt sich auch zuwei-len F. E. weirotter auf seinen radirten Blät,kern.
Wais (A. van), s. oben waes.
* — — s. weiß im Lex. und unten.
«waitsch, s. Weitsch.
Waitzv. Eschen ( ). Nach seinen Zeich-
nungen wurde um 1760. das Gradirwerk zu Schö-nebeck im Magdeburgischen, mit einem Kosten-aufwand von 354 ,ooo Rthlr., durch Meschker undStegemann erbaut. Später schwang sich waitzbis zu dem Posten eines königl. preußischen Staats-ministers herauf. Schloenbach's kurze Be-
Walch.
schreibung des Schönebeckischen Gradir-rverks. Magdeburg 1800. 8°. S. 4 -
Waitz (W-), ein Kupferstecher zu Weimar .Derselbe ePe zu Bertuchs Bilderbuch für Kinder4 °, Weimar 1792. u. ff. Mehreres mit 1792 und1790. datirt; zu W. G. Herder's I)i88erc. «ie nu-tivo prolsp8u v«8icss urinariro invergse puellssobservato. 1796, gr. 4°, ein Kupfer nach
Herder's Zeichnung rc.
Waitzmann (Wenzel), Kunstmaler, Deko-rateur und Oekonom zu Brünn in Mähren 1792.Verzeichnis der Bruder der Johann,s-Logeder wahren vereinigten Freunde im Grientvon Brünn 5792.
wackefield (Thomas), ein Englischer Ma-ler des XVIII. Jahrhunderts, und Vicepräsidentder in 1788. zu Liverpool , nach dem Beyspiel derköniglichen, gestifteten Malerakademie. Fioriü»V. 871.
— — ( ), ein englischer Baumeister aus
der ersten Hälfte des XVIIl. Jahrhunderts, derdie Zeichnungen von dem Schloße Helmsley ge-fertigt hat, auf deren Werth Fiorillo V. 558 .ein Geringes zu halten scheint.
» wakkerdak ( ). Derselbe sollp. A.
geheißen, und folgendes in Kupfer gebracht ha-ben: Eine Landschaft mit Ruinen und einen Tischauf dem man Wildprer sieht, 2 Bl. in Bister; einMädchen in einer Nische, einen Wassertopf inder Linken haltend, in Bister; einen Knaben miteiner Nachtmütze auf dem Kopf, sowohl in Bi-ster, als auch in Schwarz; Kenon Simons Has-selaer, in Bister; todtes Federvieh, nach W. Fer-guson, 4°, geschabt; das anonyme Bildniß einesMannes, nach Stolker (unter dessen Artikel es inunsern Supplementen heißt, derselbe habe nach demUnsrigen gearbeitet).
* w«Ich (Georg). Dieser mittelmäßige Ku-pferstecher, vielleicht ein Sohn des nachfolgendenPhilipp, lebte und arbeitete zu Nürnberg , 63 s.und auch noch , 654 - Wir kennen von ihm, au-ßer mehrern kandcharten, eine Menge Bildnisse.So z. B. diejenigen von Gustav Adolph (16 2 )in der Rechten das Schwert (pro libertste),dann im Hintergründe die Stadt Augsburg ;des Herzogs Heinrich von Meklenburg, des Fried-fertigen; Johannes IV. von Anhalt; I. M. Dil-herr's, vor einem Crucifixe knieend; Nicl. Man-derschcid's Orgelmachers; des Rechtsgelehrten L.Wurfbains; Simons Grynäus, u. s. f. Allediese ohne andere Namen als den seinigen. Dannzwey Blätter im Verlage von P. Fürst; das einezeigt einen Maler mit seiner Familie in zerlumptemAnzüge und schlechter Stube, mit der auf dendreißigjährigen Krieg sich,beziehenden Umschrift:
Wo Kriegesunfall hat die ueberhand genommen,
Da geht die Kunst nach Brodt, wie hoch sie nur ge-kommen.
Das andere zeigt ei» nacktes, vor einer Staf-feley Farben reibendes Mädchen, mit der kern-deutschen Unterschrift:
Von Jugend auf ein Maler sey,
Für keinem Glied des Leids dich fchew;
Sey arbeitsam, acht Mißgunst klein,
Willst du ein rechter Maler seyn.
— — (Hans oder Johann Philipp), ein Ku-pferstecher, und vielleicht Bruder des Vorstehnden,dessen Bildniß in Panzer's Nürnbergischen Bild-nissen I. 256 . mit der Unterschrift: Aoüamr
/ix-x Mr/c/r, Lslco^raptiu8 ^orimber^en8i8. 8"rubrizirt wird. Man kennt zwey Abdrücke davon;den einen mit L. K. (Lucas Kilian ) Invenl.. denandern mit dem noch hinzugefügten ?. IV. be-zeichnet. Philipp scheint sich am meisten mit demKupferstichhandei beschäftigt zu haben; Wolfg. und