Walch.
Lucas Kilian , Peter Jselburg rc. arbeiteten fürseinen Verlag. Von ihm selbst (auf einem sehrbreiten Regalbogen gestochen) kennen wir nur einBlatt, betitelt: Nova Orbls terrarum Oelines-tio, 8umptll8 fsciente ^o. Xepplero, sculpsitkssorlmber^N //. Mr/cü 16Z0. Diese sonder-bare Zeichnung eines Planiglobs, stellt den deut-schen Reichsadler dar; auf der Brust die einehalbe, und auf den beyden Flügelseitcn die Hälf-ten der andern halben Erdfläche zeigend. Gedach-tes Kupfer findet man in vollständigen Exempla-ren der von Tycho de Brahe angefangenen undvonKeppler beendeten T'abuIeeKuäolpKInps. film.1627. gr. Fol. Ein in 1617. nicht schlecht gesto-chenes Bildniß Dokt. Luthers ist einzig mit seinemexc. bezeichnet. Anderwerts citirt man von un-serm Hans Philipp, der 164«. nicht mehr amLeben gewesen zu seyn scheint, noch folgendes: DieStadt Wesel , mit dem Lager des Grafen Moritz1620, Fol.; den Tod des Buquoy vor Neuhäu-sel >621; und das Wappen der Familie Scheurlzu Nürnberg . Dann, ungewiß ob von ihm odervon Georg w., den schwedischen Triumph we-gen der itröl. bey Leipzig gewonnenen Schlacht,auf zwey Regalbogen mit Beschreibung. S. auchunten Philipp w.
* walch (Jacob), geb. zu Nürnberg 1470,und gest. daselbst. Heinecke (läse p. 488.) nenntihn einen Lehrer von M. Wohlgemuth. Derselbehatte die Ehre, das Bildniß Kaiser Max. I. mehr-mals zu fertigen. Ein solches, auf Holz gemalt,Halbfigur, findet stch auf der Gallerie zu Mün-chen , und ein etwas kleineres in derjenigen zuWien , beyde in der Kaiserkrone, den Szepter inder Rechten, und das Schwert in der Linken.In dem Wiener-Bilde wenigstens ist er jung dar-gestellt. »Seine seitwärts genommene Stellungsowohl als sein Blick ist durch ein geöffnetes Fen-ster auf eine Tyrolische Felsengegend gerichtet, inwelcher man Gemsen in den steilen Anhöhen, eineReigerbeitze in der Luft, und im Thal eine Stadtan einem Fluß erblickt." Auch zahlt man ihn(wie z. B. Doppelmayr) vielleicht irrig unter dieFormschneider. Malpö giebt zwar zu: Alles seyungewiß über diesen Künstler, giebt aber doch seinMonogramm lab. V. N°. Z9.*) Dann bemerkter, die ihm zugeeigneten Blätter seyen äußerst sel-ten , und nennt hierauf ausdrücklich i 5 derselben.So z. B. einen Christ zwischen den beyden Mör-dern ?6" hoch, 4 " n " br.); eine Madonna,Halbfigur, mit dem Kinde das einen Apfel hält;zwey Engel die eine Stola halten, auf welcher derName Jesus stehe (8" 4^" hoch, 5 ^ 6"' br.);das Innere eines Gezeltes mit Soldaten, wovonEiner zu schlafen scheint; ein Meerschiff, einen go-thischen Kirchchurm, mehrere Kirchenspaccaten, go-thische Glocken, einen Labernackcl, einen gothi-schen Mcßpokal.
— -- (Johann), geb. zu Kempten 1757.Nachdem er stch in seiner Jugend lange in Augs-burg aufgehalten, und im Miniaturmalen denGrund gelegt harte, studirte er weiter die Kunstbey Cassia, Akademiedirektor zu Genf . Alsdannbesuchte er drey Jahre lang die Akademie zuWien, durchreis'te Deutschland, die Schweiz undItalien, brachte zwey Jahre in Rom zu, und ließfich endlich 1786. in Augsburg nieder Als in1799, wahrend der Friedensunterhandlungen zuRastatt , das Oestreichische Hauptquartier zu Fried-berg lag, halte er viel Gewinnst, indem er denErzherzog Carl und viele Generale zu portraitirenbekam. Während eines nachherigen Aufenthalteszu Wien geschah dies in Ansehung des Erzherzo-ges zum zweyte» Male; und, wie wir glauben
daS erste dteser Bildnisse, wurde von ihm selbstzu Augsburg in Kupfer gestochen. Seine Bild-nisse in Wasserfarbe behandelte er gleich der Oel-malerey, und wich dabey gänzlich von der ge-wohnten Punktirinanier ab. Das Bildniß deSGeheimden Raths Paul von Stecken soll einesseiner beßten seyn. Mensel III. Liporvsky.walch st. 1813 oder 14. Er trieb auch einen star-ken Landkartenhandel, der bis nach Amerika gieng,und den nun sein Sohn, gleichen Namens, zuAugsburg fortführt, und dabey fich, als Dilet-tante, ebenfalls mit der ausübenden Kunst beschäf-tigt. In Haid's Beschreibung von Ulm ,S. 54 - beißt es: Daß er (wie wir unsre Quelleverstehen) das schöne (nicht näher beschriebne)Kraftische Monument 1778. gefertigt habe, wasman an der vierten Säule im hohen Gewölbe desMünsters zu Ulm siebt. Auch Reichard, der ihneinen vortrefflichen Miniaturmaler nennt, sagt vonihm i8n, daß er einen Landkartenverlag hält,der, nebst dem von Lotter, allen andern derglei-chen in Augsburg vorgehe. Er ist auch Zeichnervon selbigen, und wir kennen nach ihm von F.L. Hutter gestochen und von I. M. Will zu Augs-burg i 8 c> 5 . verlegt, eine Generalkarte von Europa in 6 Bl. Anderwärts zeigt man noch eine Kartevon Schwedisch - Pommern von einem ... Walch(wohl dem unsern) an, Preis 4 Gr.
walch (Johann), des Vorliehnden Sohn. S,gleich oben den Art. des Vaters.
— -- (Johann Philipp), s. oben HansPhilipp W-
-? — (Martin), des Markgrafen von Bran-denburg Münzmcister zu Gchwabach, der diesfalls1667. vom Reiche verpflichtet wurde. Hirschdeutsches Münzarchiv. II. 3 ».
— — (Philipp). So nennt man irgendwoeinen Maler und Zeichner zu Nürnberg um 1612.G. auch oben den Art. Hans Philipp w. mitwelchem er wohl Einer und derselbe ist.
*— — (Sebastian). Basanskö.sec.) giebt(wir glauben irrig) 1766. als das Datum an,wo er die Bildnisse der Bürgermeister zu Zürich von iöZ6—1740. (nicht iMj — gI.) nach derZeichnung von I. C. Füßli, in Schwarzkunst ausLicht gab. Die Zeichnungen derjenigen der frü-hern Jahrhunderte sind, gleich ihren Urbildern,auf der Zürcher Stadtbibliothek, meist aus derLuft gegriffen. Noch werden irgendwo von ihmdiejenigen des Malers I. E. Riedinger's und I.A. Kesel's angeführt.
Walckenhorst (Johann Hartwig Gottfried);eine Handschrift nennt uns denselben als Edelge-steinschneider zu Dresden um >755.
Walcker, s. im Lex. und unten Walker.
walcot (Johann), s. unten wolcott.
Wald (Gallus ). So heißt bey Fiorillo(Deutschland 1 . 269.) ohne Weiteres, ein Nürn-berger-Glasmaler gegen das Ende des XVk. Jahr-hunderts , der aber, nebst so vielen andern, denfrühern dortigen Kunsigenossen in dieser Gattungweit nachstand. Bisher war er unS vollends bloßdurch sein Bildniß 4° ohne Schrift bekannt, wel-ches in Panzers rOürnberg. Portraits l.2L6. angezeigt wird.
-- — (Johann Friedrich), ein Zimmermeisterzu Hamburg 1806.
Walda (Michael), Zimmenneister, s. obenvalda.
«) Auch Heinecke giebt dasselbe (in. .43.) aber mit dem ausdrücklichen Beyfügen, daß Er solches aus keinenHolzschnitten, sondern bloß auf gestochenen Blättern gefunden habe, welchem indessen auch Malpo nicktwiderspricht, und überhaupt den Unsrigen bloß als o»ve»r au buttn aufführt. Bevde dann nennen 1011als Meister (nicht, wie das Ler. von 2 °h. Kulmbach , sondern) von Mied- Wohlgenmlh.