Band 
Zweyter Theil [5].
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Hogo Waldau.

Waldrach.

waldau (Andreas Franz Xaver), Schüler derKunstschule zu Dresden ; vermuthlich ein Bruderdes folgenden F. L. A. (w) Er wies auf derAusstellung t8r8. eine Kuh, Zeichnung nach Rein-hart. Hkc.

(Friedrich Ludwig Anton), geb. zuDresden i8oZ, der Sohn eines Königlichen Zoll-bereiters, Schüler von Lindner seit 1812, undspater bey Umformung der Akademie seiner Va-terstadt (noch 1818.) Schüler der dortigen Kunst-schule. Auf der Ausstellung des letztem Jahressah' man von ihm eine Kreidezeichnung (weibli-chen Kopf) uach Graßi. ^rc.

- ( ) und Müller, waren 1809.

Aufseher der bekannten Kunsieisen-Gießerey desGrafen Einstedel, auf dem Lauchhammer bey-ckenberg in Cbursachsen. Beydes sehr geschickteMänner, die schöne Statuen, Abdrücke von Gem-men rc. gössen; jedoch verfertigten die Formen da-zu gewöhnlich Künstler in Dresden . In gedach-tem Jahre gössen sie neben Anderm ein trefflichesBasrelief mit übereinder stehenden Figuren fürdie Kirche zu Wolckenburg. Waldau war ausBockwitz und Müller aus Grünewalde gebürtig;beyde Oerter liegen in der Nähe von Mücken-berg.

waldberger (Wolfgang), Baumeister undSteinmetze von Nördlingen , deffen Lebenszeit zwi-schen i 58 o und 1622. fallt. Von seiner Geschick-lichkeit im Bauwesen findet man mehrere Bey-spiele an den in diesem Zeitraum erbauten Thür-men, Basteyen u. a. ansehnlichen Gebäuden ge-dachter Stadt, so wie von seinen Sculpturen Man-ches in den dortigen Kirchen. In dem ehemaligenBarfüßer-Kloster daselbst stehen vollends er undsein Gehülfe, Lazarus Gtrauhinger, von ihmsehr künstlich in Stein gehauen. M e u se l Mu-seum. X. ZZ 5 .

*waldemann (Joseph). So heißt bey Li-porvsky ein Maler von Innsbruck um 1686. Der-selbe war Lehrer des Johann Ferdinand Schor. S. im Lex. den Art. dieses letztem, dessen Geburts-jahr eben auch schon in 1686. fällt.

leg, quer kl. Fol. gestochen; welches Blatt Haasdem Erbprinzen von Dänemark zugeeignet hat.

Wäldern (Georg). So hieß ein Maler, des-sen zu Innsbruck 1499. gefertigte Bilder ein unsbisher ebenfalls unbekannter Künstler, ChristophDax, in 1604. erneuert hat. Fiorillo (Deutsch-land I. 108.)

Waldmair (A.) Nach einem Bildnißmalerdieses Namens hat E. Hainzelmann das Bildnißeines Abts von Wellenhausen, Dionystus Rehlin-ger, gestochen. M§c.

Waldmann (Andreas), ein Goldschmied zuKönigsberg im Hildburghausischen, dessen dort1606. gelegentlich gedacht wird. Mrc.

(Caspar). Nach einem solchen soll B.Kilian den römischen König Joseph I. und G.A. Wolfgang den selig gesprochenen Servilen Pe-regrinus, gestochen haben. Hkc.

(Johann Philipp), ein Kupferstecher zuFrankfurt am Main 162g. S. Da«. Meisner's^üesaur. küilopol. h. II. k. 4. Zueign. Schrift.Hüsgen N. A. S- i 4 g.

(Michael), ein Maler, dessen selbst ge-maltes Bildniß, in der Sammlung von Malerbild-nissen sich findet, die der Graf Firmian um 1780.auf dem Schloße Leopoldskron bey Salzburg auf-bewahrte. Nach ihm soll L. Heckenaucr ein Fo-lioblatt für eine Brüderschaft gestochen haben,welches die Reinigung Mariä darstellt, und G- A.Wolfgang theils Theses, theils ein Blatt zu Eh-ren des Arztes Casp. Cammerlander.

( ), oder, wie unsre Quelle schreibt,

waUdmann; Stadtwerkmeister zu Frankfurt am Main . Johann Wilhelm rechnet ihn in derVorrede zu seiner ^rckitectura civilis, die zu-erst Fol. » 668 . zu Nürnberg erschien, unter dieje-nigen Baumeister, welche Bücher über ihre Kunstans Licht treten lassen wollen, aber durch Tod undandere Hindernisse davon abgehalten worden. Lonk.Hüsgen N- A. » 49 , v- des obigen Joh.Waldmann.

f. unten auch Wald mann.

waldneich, s. unten waldreich.

waldenmair (A.), zeichnete ein allegori-sches Titelkupser zu des Phil. Picinelli IVlunäuss^mbolicu8, welches Buch zu Cölln 1681. (einespätere Aufl. daselbst 1694.) Fol , erschien. DerName des Unsern ist aber dergestalt »erstochen, daßman ihn fälschlich Arvaldemnair lesen muß. Die-ses sowohl als die mittelmäßigen Kupfer zumWerke (vermuthlich auch von waldenmair gezeich-net) hat Löffler zun. gestochen. Auch El. Hain-zelmann soll nach ihm das Bildniß des BaronsDyonis von Rehling in Kupfer gebracht haben.

* Wälder (Johann), ein berühmter Münz -und Stempelschneider zu Lüttich , genoß die Gunstdes Kardinals Mazarin . Er war ein Freund vonle Brün, und Frankreich hat ihm vielleicht diesenMaler zu danken; er führte ihn beym Kardinalauf, der dessen aufkeimende Talente ermunterte,und ihn dem König vorstellte. Meusel Misc.XV. - 4 b- Ob derselbe etwa Eine Person mitdem Kupferstecher Johann valdor des Lex. undder gegenwärtigen Zusätze sey, ist uns unbe-kannt.

( ). In dem zweyten Bande der

Uebersetzung von Mentelle's vergleichender Erdbe-schreibung, der 1785. zu Winterthur 8 ° erschien,trifft man Landkarten an, die ohne weiteres mitWälder bezeichnet sind. Wir denken, der Unsrigewar der Stecher derselben.

walderire( ). Nach seiner Zeichnung,und für den Verlag des Demouchy, hat G. Haaszu Pariö ein Blatt: Recrestlon «los Lacchau-

waldner (Hermann von), war 1778. Bau-direktor zu Saarbrück im Nassauischcn. Euro-päisches Staats- und Addreßbuch. Geißlin-gen 1778. 8°.

* WaId 0 r (Johann). So schreibt sich auchzuweilen valdor im Lex. und in unsern Supple-menten.

wald 0 rp (Johann Gerhard ). Direktem ho-noraice der Zeichenakademie zu Hartem um 1790,geb. zu Amsterdam 1740. Er lernte die Malereybey Anton Eiliger und darnach bey I. M. Quinck-hard bis 1760. Bis 1770. hatte er dann eine ge-ringe Anstellung, die ihn nöthigte, sich mehr mitder Theorie als der Praktik der Kunst zu beschäf-tigen; daher er dieselbe auch endlich aufgab. Ermalte historische Bildnisse und Architektur, vorzüg-lich aber Basreliefs die den Stucc nachahmen.Nach ihm und Jurian Andriessen, nebst JsaacSchmidt, alles modernen Theatermalern, sind ei-nige Dekorationen des neuen Theaters zu Amster­ dam gestochen worden.

Waldorv (Johann Jacob), ein Bildhauer beydem Admiralitäts-Kammergericht zu Stockholm 1729. A. I. von Henel das -729. fiori-rende Schrveden. Lübeck , 4 °- S. 107.

(Rüdiger von), vielleicht ein Ahnherrdes abstehenden, ward itiZo. zum Direktor des Fe-stungsbaues zu Spandau und Küstrin bestellt.Mcolai.

waldrach ( ), aus Bayern ; arbeitete m