Zooo Watson.
* warso'« (Jacob), Stecher in Schwarzkunst,geb. zu London um 1760. einer der vorzüglichstenEnglischen Künstler dieser Gattung, und wahr-scheinlich der jüngere Bruder des nachfolgendenThomas, dem er in keinem Theil ihrer Kunst nach-stand. Sein Werk ist ungemein anziehend, zumaldurch die Menge von, an die 5 c> reichenden, großenBildnissen nach Reynolds, welche meist historisch,und in malerschem Geschmacke (?) gearbeitet sind.Rost IX. ZZi. Dort werden ungefähr die Hälftederselben, im Katalog Wmkler noch etliche mehrangeführt; grüßtentheils Frauenbildnisse, ebensowie ein Dutzend andre dergleichen nach F-Boucher *),
F. Cotes, P. Falconek, H. D. Hamilton,L. Kettle, P. Lion, R. §. Pine, A. Ramsay,C- Read. Zu den schönsten zählt der vorer-wähnte Katalog die Gesellschaftsbilder der Herzo-gin Elisabeth von Buccleugh mit der Lady MaryScott in einem Landschaftsgrund, und der LadySara Bunbur», die durch ein Fenster zwey ihrerFreundinnen mit C.J. Fox lustwandeln sieht (selten),beyde nach Reynolds, und Rost die Miß Lascellesmit ihrem schönen Jagdhunde, nach Cotes. Wirnennen noch, in anderer Rücksicht, die unglücklicheKönigin Caroline Mathildis, wieder nach Cotes,und Miß Elliot, als Juno **), nach Kettle.Dann Mannerbildnisse nach A- van Dyck, T-Gainsborough, Ch. Grignion, L. Hickey, D.Martin, C> W. Pele, R. E. Pine, C. Read, I.Reynolds, I. Riley, A.Romney, P.P. Rubens ,C. Vanloo und B. West. Unter diesen bezeichnetder Katalog von wmkler besonders als sehr schön :Den Erzbischof Laud, nach van Dyck, und denWestminster-Schulmeister, P. Burby, nach Ri-ley ***). Wir nennen noch: Den General Monckton,neben seiner Kanone, nach West; den EdwardPayne mit der (Uns) entzückenden Unterschrift:In csuse ok Istbertzr snä unz^ Oountrv, nachPele; dann nach Reynolds: Den Admiral Rodney ,den General Granby vor seinem schönen Pferde,den angenehmen Marquis von Tavistock ; die —Geister Johnson, Burke, Beattie, den ArchitektJames Payne und James Payne den jünger» bey-sammen in ihrer angenehmen traulichen Einfalt;den schönen P. Pontius , nach van Dyk; Rubens u. s. Familie nach I. Jordaens ; den Dr. R. Mead,ohne Namen des Malers. Ferner von Mannigfal-gem: Eine Madonna, und die Kinder im Walde,nach Reynolds; die sitzende Frau, die sich ansKüssen lehnt, und, als Pendant, eine andere, dieihren todten Vogel beweint, nach Ebendemselben;die musikalische Dame, die Holländische Köchin,und den weiblichen Korrespondent, alle dreye nach
G. Metz»; die lesende junge Frau beym Lampen,schein , nach G. Schalken; den Spanier auf derEntenjagd und den Hund des Lord Bentink, beydenach G. Darret. Endlich zwey Seestürme, den einennach I. van der Hagen (aus dem Kab. Cotes) sehrschön, den andern wohl eben so, nach W. van deVelde. Alle diese Blätter sind von 1762 — 87.datirt, wovon das Bildniß des Admiral Rodneydas älteste, und der Sturm (!) nach van der Hagendas jüngste ist. Noch nennt Füßli ll. 68. von ihm,als sehr geschmackvoll geschabt, den Kopfeiner schö-nen jungen Frau in griechischem Putze, mit einerbesonders reisend angebrachten Hauptbinde, nachA. Aüegri.
* — — (Riley). Ein Gantkatalog rubrizirtvon einem solchen (wie einer unsres Freunde meint,als Kupferstecher) das Bildniß eines Dr. Richard
Watson.
Burby, Master of Westminster-School, worunteraber kein anderes als jenes von Jacob Watson nachRiley gestochenes gemeint seyn kann.
Watson (Thomas), Stecher in Schwarzkunsiund in Punktirmanier, geb. zu London 1748. undgest. daselbst 1781. Dieser einsichtsvolle Künstlergab von seiner frühesten Jugend an Proben vonseiner Fähigkeit, und, obgleich er schon in seinenbrßten Jahren starb, so hat er doch eine MengeBlatter , in Bildnissen und Geschichte mit gleichgutem Erfolge bearbeitet. Die Künstler, nach wel-chen er Bildnisse geliefert hat, sind folgende:N. Dance, Drouais , D. I. Gardner, Lely,A.Poggi, Prud'homme, Rembrandt , I. Reynolds(nach diesem am Meisten), B. West, G. Willison.Von diesen werden die Bildnisse des Schauspielers Garrick , des Bischofes von Bristol , Lh. Newton,und Heinrich Friedrichs Herzogs von Cumberland,alle dreye nach Reynolds, und John Sawbridge's,Aldermanns von London (stehnde Figur, alsBrutus) nach West für besonders schön, undLady Townsed mit ihren beyden Schwestern, wel-che dem Hymen opfern, wieder nach Reynolds,vollends für ein Capitalblatt gehalten. Wir nen-nen noch, in allerlei Rücksichten, die sogenanntensechs Schönheiten von Windsor, nach Lely;Rembrandts Vater und das Brustbild eines Rab-biners (schön) beyde nach Rembrandt ; dann denberüchtigten Marren Hastings, Miß Crew als
H. Genoveva lesend unter einer Heerde Schaafe,und Miß Sheridan als St. Caecilia auf dem Kla-viere spielend, alle wieder nach Reynolds, undendlich Mad. de Barre >f-), nach Drouais.Dann von Geschichtlicher» und Mythologischem:Maria hält das Jesuskind, dem der kleine St.Johann ein Lamm bringt, nach A. Allegri, ausdem Kabinet R. Smith. Füßli II. 65 . nennt es,und beschreibt das Urbild. Den Tod des MarcAnton nach Dance f's). Diana nach Nixon. Phile-mon und Baucis bewirthen Jupiter und Merkur,nach Rembrandt (Kapitalblatt). Ferner: DenSturm mit Blitzen, nach H. Kobell (Brandesnennt es „sehr schön"). Endlich allerley Romanti-sches und Kostüme-Blätter, nach H.W. Bunbury,Gardner, F. Weatly und Reynolds: z. B. dieGänse des Bruders Philipp, den Besuch auf demLande, und die Abreise von la Fleur, auS Uorick,alle dreye nach Bunbury; Heloise , und als Gegen-stück Abälard , beyde nach Gardner; die schöneStraßburgerin, nach Reynolds; Sigismunda,mit dem Herzen ihres Geliebten im Becher, nachWeatly. Alle diese Blatter datiren sich von1770 — 82. Das älteste ist der Sturm nach Kobell;das jüngste — die Gänse des Bruders Philipp.Rost IX. 228 —zi. ^Erstes.
Andre nennen noch, als Maler, nach welchen(ungewiß, ob Jacob oder Thomas) Bildnisse ge-liefert haben: F. Fry, G. Hoare, A. Kaufmann,Netschcr, W. Thompson, Tocquö, Torelli, S.Webster und I. Whrigt.— Ferner (eben so) Gegen-stände von Mancherlei Gattung, nach: K.Carriera,F. Hals, Heilmann, N. Hone, A. Kaufmann, Ph.Mercier, Moreland und Ostade .
— — (V.). So nenntFiorillo V. 477. einenEnglischen Bildhauer aus der ersten Hälfte desXVIII.Jahrhunderts, Schüler von Gibbons, derdemselben bey seinen Arbeiten zu Chatsworth be-hülflich war, und die Knaben (?) u. a. Ornamentein der dortigen Kapelle ausführte.
2 ) Die — Pompadour! Welcher Fleck mitten unter der hehren Schaar dieser Britinnen!
«"-') Daß also dieser jämmerliche Geschmack vom Hofe LudivigXiv. auch nach dem freyen Britannien überging.
S. unten den irrgen Art. Riley watson.
4 ) Sollte es etwa gar die Französische du Bary seyn?
chf) Ein vortrefliches r'langes und v 4" breites Blatt, welches in Deutschland z TH. -»Gr. kostete. Eine ausführlicheBeschreibung desselben s. in Mtusrl' s Miscell. iv. 46 — 47.