vor
Waßki.
„Er hat ein sehr richtiges Aug für den Ton unddie Farbengebung der Alten (?), und hatte in dieserHinsicht ein Paar gute Copieen nach Osiade undLingelbach geliefert." Auf dem nämlichen Salon»8oZ. fand sich von ihm eine sehr gelungene Wild,schweins,Jagd in Oel. ilkc. Und auf derjenigenvon 1807. ebenfalls in Del: Polnische Juden mitihrem gewöhnlichen Fuhrwerke, welche Waaren zurGrabt fahren: „Ein niedliches Kabinetsstück"(liest man in Mensel's Archiv II. (Z.) 9.),„ getreu nach der Natur copirt." „In neuern Ta,gen" (heißt es in so eben erhaltenen Notizzen voneinem unserer Freunde) „wandte sich unser Kunst,ler von Dresden nach Meißen , verheirathete sichdort, und wohnte theils hier, theils auf einem inder Nähe liegenden Weinberge. Der Eifer, mitdem er Kunstfachen aller Art zusammenzubringensuchte, hatte einen verderblichen Einfluß auf seineDermögensumstände. Um 1808. sah er sich dahergenöthigt, Meißen und Sachsen zu verlassen; manweiß seit dieser Zeit dort nichts bestimmtes von ihm,vermuthet aber, daß er sich nach Wien gewandthabe. Auf der Dresdner , Ausstellung 1802. sah'man von ihm eine Landschaft in Potters Ma,nier, und auf der von 1806. eine freye Nach,ahmung des berühmten Potterschen Gemäldes,was man ehedem zu Cassel fand. Er war ein tref,licher Maler sowohl in eignen Erfindungen (Land,fchaften, die er gewöhnlich mit abgetriebenen Pfer,den, Postillionen rc. meisterhaft staffirte) als inKopiern nach andern Meistern. RosmäSler radirtenach dem unsern einige kleine, nummerirte, artiggezeichnete Blatter, mit Pferden, Postreutern rc.(Mensel III. nennt in seinem Artikel seinen LehrerKlengel irrig als Hofmaler; es muß heißen Pro,fessor. Auch hieß des Bildhauers Sohn Dörnberg,nicht Törnberg)."
wayki (Jakob), ein Goldschmied, der 1641.Meister zu Dresden wurde, und hier,679. oder1680. starb. Wenzel watzki, vielleicht seinBruder, erhielt dort 16^7. das Meisterrecht alsGoldschmied. In 1676. war dieser nicht mehr amLeben.
— — (Wenzel), s. vorstehenden JacobWatzki.
*Wau ermann, s. wourverinans im Lex.und in diesen Zusätzen.
waultier, vielleicht vaulrier ( ),
von Meulan (sors. Melan), ein Baumeister desXIII. Jahrh, der die von Jngelram angefangeneKirche U. L. Frauen zu Rouen ausgebaut haben soll.Marperger S. 247.
* wa uma n s(Conrad), Zeichner und Kupfer,stechcr, geb. zu Antwerpen um 1620. (Wohl frü,her *)). Derselbe ahmre die Manier seines LehrersBalliu mit Erfolg nach. Beyde waren gute Ste,cher mit dem Grabstichel, aber nicht immer richtigeZeichner. Von Wauman s kennt man eine ziem,liehe Anzahl Bildmffe, und einige historische Blät,ler. Von letzter» nennen wir, nach Rubens eineAbnehmung vom Kreutze und eine Himmelfahrtder H. Jungfrau; nach van Dyck ein PaarMadonnen mit dem Kinde, und Mars und Venus.Von Bildnissen: Ueber ein Dutzend von Künstlern,für das sogenannte Cabinet von I. Meyßens( 1649.);andre, in Gesellschaft von C. Meyßens und Jodefür die: lies 8ouverains etc. lls Ura-
dant; dann einzelne nach van Dyck, A. vanHülle, I. M. Morandi (Clemens IX. ), undTltian (Carl V.). Rost VI. 229 — 20. Mrc.
» — — (Cornelius). So nennt Gandellini(wohl durch Verwechselung mit obigem Eonraddieses Geschlechts, den er ebenfalls kennt) einen
Webb.
Kupferstecher, von welchem er eine St. Anna nachRubens , und Bildnisse des Malers Johann Both,und des Kupferstechers Johann Sadeler anführt.Jener St. Anna von einem waumans wird inden Katalogen der Blatter nach Rubens nirgendsgedacht; und bey deLie finden sich etliche Künst-lerbildnisse, welche Mit Loen VVoumans so. soundeutlich bezeichnet sind, daß das Coen wirk-lich eher für Lorn. als für 6onr. zu lesen ist.Mikrologie! wir wissen es wohl, aber nur wiederEiner von den vielen Beweisen, was in der Kunst,geschichte Alles — irre führen kann.
Waur (I.), ein sogenannter, uns sonst ganzunbekannter Künstler, malte um 1662. Landschaften,Ruinen, Viehstäcke, u. s. f. Mrc.
waurers (Franz), erscheint in dem Ebur,baierschen ^ofkalender auf 1780, als Hof,baumeister im Jülich , Bergischen .
— — (Johann Ludwig). Einen solchen, geb.zu Gent »721. der einige artige Landschaften gesto,chen habe, nennt, wohl apokryphisch, Basar»L6. sec. Db es etwa ein wouters (freylich keinerdes Lex.) seyn könnte?
* wautier (Carl). Nach ihm gestochenhat Z. B. C. Jode das Bildniß von C. A. deLongneval, und P. Pontius dasjenige von AndreasCantelmus.
* waxmurh, f. wachsmuch im Lex. undoben.
waxschlunger (J.G.). Wir kennen eineFolge 4 in qu. fvl. charakteristisch schön radirterund nummerirter Blätter mit Jagdhunden, todtemWilde, Vögeln rc. die, neben der Verlagsadressevon Christoph Weigels Wittwe, nur bezeichnet sind:A. 6. clel. Anderwärts will
man noch vier solcher Blätter von ihm kennen,indem man zugleich beifügt, Wachsschlungerhabe sie sämmtlich eigenhändig geetzt. ilkn. Obdieser Künstler etwa der Vater des nachfolgendenseyn dürfte?
*— — (Paul). In der Gallerie zu München findet sich von ihm ein von Hunden zu Boden gewor»fener Hirsch (2' hoch, 2^8" 2^" br.), und in der,jenigen zu Schleisbeim: Ein Feldhuhn, ein Roth,specht, u. a. todte Vogel auf einem Steine liegend;zu Lustheim ein todter Fuchs nebst einem Hund,und ein Blumenstück. Mehr andere Blumen- undFruchtstücke nennt der alte Katalog von Schleis ,heim. Wo solche sich gegenwärtig befinden, istuns unbekannt.
* wayer, s. im Lex. und unten Weyer.
Waynner (Blasius), und Wolf Barehel,beide Werkmeister, die in einer Urkunde von 1229.erscheinen. Damals wurde ihnen der Bau derStadtkirche zu Mügeln in Chursachsen verdungen.Job. Gorrl. G«nz, Historie des Rlosterszu Sornzigk.
waxrh, s. unten weich.
webb (Heinrich). In der Gottesacker, Kirchezu Tvnna im Gothaischen, findet sich eine Inschrift,welche besagt, daß der unsere l470. angefangenhabe, den Chor derselben zu erbauen. GalIertiGeschichte der Herrschaft Tonna. Das. 1777.8 °. S. 101.
— — (Johann), ein Englischer Baumeister,Schwiegersohn und Schüler von Jnigo Jones;baute, neben Andern,, den Landsitz des LordMountford zu Horsebealh in Cambridgeshire , undAmbresbury zu Wiltshire , nach den Zeichnungenseines Lehrers; dann zu Gunnersbury in edclm
-»-) Der leidige Basan (k<l. ,«c.) hat dafür späther ,64,.