Webb.
Styl eine» Pallast, den um 17/0. »och die König-liche Prinzessin Amalia bewohnte. Nach Walpolest. Johann 6i I. alt 1672. Liorillo V. 477.Die letztere der erwähnten Bauten erhalt auch vonMkl/zia (Lei. kor?.) II. 17. das gebührende Lob.Nach ihm, oder einem andern Englischen Künstlergleichen Namens, etzre W. Hollar ein allegorischesTitelkupfer zu des Trianus Waltaus Itibliu kol/-^lotta. ssol. Donclon. 667. ^c.
webb (Joseph). Nach einem solchen hat W.Harrison ein gutes Vorschriften - Buch gestochen;betitelt: Dseiul kenmnnsti. Donllon prinrestkor ködert 8a^er, Llap et krintseller 1790.«zu. kol.
Webber, oder weder, auch wäber(Heinrich, s.d. wohl irrig Johann), einSchweitzeraus Bern von Geburt, befand sich schon um 1770. inEngland, und erhielt bereits im Jahr 1774. einenPreis der königlichen Akademie für eine schöneakadem. Figur. Er war noch ein junger Mann,als id» die Regierung mit Cook auf die letzte Reiseschickte. Nach Forster's Urtheil hat er die merk-würdigsten Gegenstände auf den Südsee-Inseln,den Küsten von Amerika und Asien zur Täuschungwahr gezeichnet. Die Physiognomiken find herrlichgetroffen, und man kann sich dadurch einen Begriffvon Otabeitischen und andern Südsee-Schonenmachen. Auch die Landschaften sind so treu, undmeistens von Sherwin so meisterhaft gestochen, daßFörster gleich drei erkannte, ohne daß etwas dar-unter geschrieben war. Der Beifall, den Webbersich durch diese Arbeit erwarb, ermunterte ibn unterdem Schutze der Admiralität eine andre Sammlungvon Prosvecten und Landschaftsansichten in denSüdsee-Inseln herauszugeben **), die eine ange-nehme Zugabe zu Cook's Reise machen, aufweichesich auch die Unterschriften beziehen. Nach dem Todedes Künstlers, der wahrscheinlich 1797. erfolgte,hat Boydell die Fortsetzung unternommen. UnterWebber'« größer» Werken ist die Vorstellung derErmordung des Capitain Cook das wichtigste, undvermuthlich auch die treuere Schilderung vielerunglücklichen Begebenheit* Man hat einen Kupfer-stich darnach, worin die Landschaft von W. Byrne,die Figuren aber von Bartolozzi herrühren. ZurAusstellung der Akademie lieferte er im Jahr 1788.verschiedne Gegenden der Südsee - Inseln, vonKamtschatka u. s. w., und im Jahr 1789. rei-zende Landschaften aus der Schweiz und Frank reich , die leicht und geschmackvoll ausgeführt seynsollen. Fiorillo V. 718.19. Den Gegenstand vonCook's Tode hat auch Feßard nach ihm (schön, dochwahrscheinlich bloße Copie des schon vorgenanntenBlattes) gestochen. Ein großes Lob erhielten beson-ders zwey, wie wir's verstehen, vo» Webber selbstin ganz neuer Zeichnungsmanier (1788.) geetzteBlatter, welche Gegenden aus Neuseeland darstell-ten , und nicht mehr als eine Guinee kosteten, jetztaber äußerst selten seyn sollen. Merrsel'sMus. XlV. /j 6 - 47. Dann hat I. Lh. Prestel'sEhefrau, während ihrem Aufenthalt in England,Verschiedenes nach dem Unsrigen in Kupfer ge-bracht. Eine leicht uns geistreich von ihm in Oel gemalte Landschaft sah' man noch, nach sei-nem Tode, auf dem Terner-Salon 1804. Dortheißt er (damit es ihm an keiner Ehre fehle)Von Weber. Meusel' s Arch. l. (4.) 49 -Noch bemerkt einer unserer Freunde: «Als Mit-glied der Akademie zu London erscheint der Unsrige17 ,i. Auf dem Salon desselben Jahrs standenvon ihm mehrere Englische und Italienische Land-schaften in Oel."
Webber (H.). Ein solcher zeichnete dasTitel-kupfer zu Regn. de Graafs: De mulierun or^a-
Weber. ZooZ
nls xeneratlvni lnserviontibus. Duxä. 167s.
kl. 8°. Dasselbe ist von H. Bary geetzt.
Webber oder Webber« (S.). Ein solcheretzte einige Ansichten zu Filips von Zestn Beschrei-bung der StadtAmsterdam das. 1664. 16. und dannzu der berctirvvin^ van Hmscerssm. t'^msterst.1666. 4°
— — (ZachariaS), ein Maler zu Amster dam
, der einige theologische Schriften heraus-gab und 1697. starb. Zöcher. In der neuenKönigl. Bildergallerie zu Kopenhagen findet sichvon ihm ein Opfer des Apollo. RamdohrStudien a. e. Reise nach Dänemark I. n 5 .Nach ihm haben gestochen G. Appelmans zweiTitelkupfer zu: /ilexanclrl ab ^lexnnrlro 6enls-lium Dierum katav. 1670. 8°.; P. v.
Gunst das Bildniß des Gottesgelehrten Dalth.Bekker (Daniel van 6en Daten exe.) gr. 4 °.;I- v. Munnikhuyse ein Titelkupfer in fol. zueinem Englischen Atlas. Uebrigens muß erauch selbst einen Kunstverlag gehalten haben, dadas von Suydcrhoef schön gestochnc Bildnis desAdolph Visscher bezeichnet ist: ^acümrar Webber
exe.
* — — s. auch Weber im Lep. und gleichunten.
Webber«, s. Webber gleich vorstehnd undveenhuysen oben in diesen Zusätzen.
webek (Wilhelm), Nathsmaurermeister zuErfurt 170Z.
Weber (Abraham), ein Mahler zu Dresden um i68n. Eine alte handschriftliche Berechnungder Churfürstlichen Bauten besagt: „ 9 Groschen anAbraham Webern bezahlt, einen großen Hirschkopfuff der Fürsten -Gallerie auff dem Stall mit Oehl -farben, undt das Schild desgleichen zu mahlen,undt umb undt umb mit Golde zu vergülden rc."Was alles dies für einen solchen Preiß kaum mög-lich scheint.
— — (Adam), Steinmetz zu Schweinfurk.Auf einer alten Handzeichnung, die sich unter demNachlaß von Dietrich auf dem Kupferstich-Salonzu Dresden findet, und einen mit roth und schwar-zer Kreide gezeichneten Kopf enthält, liest man kurz-weg obigen Namen; es mag mithin sein eigenesBildniß darstellen. Adam lebte etwa zu Anfangoder in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts.
— — — — Zimmermeister zu Recken,
bauet« 1690. die Kirche zu Großgören, unweitMerseburg , neu auf. Vulpius MerseburgS. 240.
— — (CarlMaria von), geb. zuEutin >786.und 1818. als Kön. Sächsischer Kapellmeister undMusikdirektor der teutschen Oper zu Dresden le-bend. Dieser in seiner Kunst bereits in ganzTeutschland hoch angesehene Meister, versuchte sichin seinen frühern Jahren auch, mir Glück, imGebrauch der Nadel und im Malen in Oel,Miniatur und Pastell. Als Sennefelder in Mün chen den Steindruck erfunden hatte, wurde seinreger Geist sogar von der Idee ergriffen, diesemden Rang abzulaufen; und es glückte «hm auchwirklich wie er glaubte, dieselbe noch geheimgehaltene Erfindung ebenfalls, und zwar mittelsteiner noch zweckmäßigern Maschinerie, geübt zu ha-ben. Da Weber nunmehr diese Sache ins Großezu treiben gedachte, so zog fein Vater mit ihmnach Freiberg in Sachsen , wo alles Material ambeßken schien bey Handen zu liegen. Dies geschahin oder gleich vor dem Jahre iLoo. Allein das
2 ) S. dessen Schreiben an Lichtenberg im Gittuigischen Magazin. -782. St. VI. S. grx62 ) Vjsvs, of rke 8oinl>-8eri-I«I->o<jr ecc. b). toi. S>efte seit 178g.