Zooü Webster.
-Webster (S ). Nach ihm kennt man einig«schon geschabte Bilddnisse, wie z.B. das schon imLex. angeführte des Erzbischofs zu Canterbury ,Lh. Harringby, von.J. M. Ardeü; dann vonEbendemselben Thom. Newmann's, und des Landsner-kordmajors, Friedrich Bull's (1773.), vonJames Watson.
Wechingec (Jeremias). So heißt ein alterdeutscher geschickter Künstler, der in 1694. die Borsberseite des Rathhauses zu Nördiingen, mit derSchlacht der — Amalekiter bemalte, und auch dieHinterseite eben dieses Gebäudes, gemeinschaftlichmit Jessö Herlein, durch seinen Pinsel verzierte.Ftl 0 rl 1 l 0' s D. I. ZZ 4 .
Wechsler ( ), erscheint unter mehrern
andern Künstlern, die in des Fabr«c»» Historieder Gelehrsamkeit III. 969. aufgezahlt werden.Vielleicht war er ein Bildhauer zu Anfang desvorigen Jahrhunderts.
weckenmann, s. unten Weckmann.
wecker (Allardus), ein Kuvferstichverleger zuAmsterdam 1677. S. oben D. Srierhorr.
— — (Christian), ein Goldschmied zu Bau-zen. Nachdem er » 634 -abgebrannt war, so wandteer sich nach Dresden , wo er » 655 . auf churfürstlichenBefehl, und ohne von neuem ein Meisterstück machenzu dürfen, von der dasigenGoldschmiedsinnung auf-genommen werden mußte, obwohl ihm die letzt«,wegen Richtferligung des Meisterstücks, wenigerGesellen und kehrjungen zu halten erlaubte, als essonst gebräuchlich war. In 1634. heißt es, er habesich, heimlich und feindschaftlicher Absichten wegen,die Artickel seiner Innung abschreiben lassen, daherihn dieselbe nöthigte, solche Kopie wieder heraus-zugeben. Er muß 1644. »der das Jahr darauf zuDresden gestorben seyn. Was aus seinem SohneHans Christian wurde, der von i 6 Z 8 - bis 1644.bei ihm lernte, ist uns unbekannt. Ein GabrielWecker lernte bey dem berühmten Hofjuwelier Joh.Moritz Dörina zu Dresden von 1709. bis 1716. undein Jäh. Michael Wecker, von Dresden gebürtig,bei dem dortigen Goldschmied Georg Neumann voni 7 vl. bis 1707. Der letztere wurde 1716. >» seinerGeburtsstadt zum Meister gesprochen,
— — (Esther). So soll «ine Malerin heißen,nach der C. Romstedt das Bildniß des Gottesge-lehrten Joh. Kemmelius in 40. gestochen habe.
— — (Gabriel), s. oben Christian Wecker.
— — (Georg), einKunstdrexler, arbeitete umi 6 Zo. in Churfürstlichen Diensten zu Berlin in Elfen-bein, u. s. f. Mcolai.
— — (HanS Christian), s. oben ChristianWecker.
— — (Johann Jacob), verfertigte Abdrückevon Pflanzen. S- Wilh. Gcherard in unsernSupplementen.
— — (Johann Michael), s. oben Christian
Wecker.
Weckerle (Anton), ein Holzschneider undgeschickter Mechanikus aus freier Hand, vonRettenbach, bekannt unter den Namen des Berg-bauers, im sogenannten Pirkenlande ehemaligenLangerichts Rauhenlechsberg, nunmehr Schongau .Er verfertigte unter anderm Tische, Bänke, Stühleaus Einem Stücke, Lust- und Jagdwagen, beweg-liche kunstreiche Bettladen u. dgl. Er brachte auch1782. eine Schneide- und Sägemühle, die demungleichen Lechstrome überall entspricht, zu Stande,und arbeitete überhaupt das im Großen, was dieBerchtolsgadner- und Geißlinger r Waaren im Klei-nen sind. »Man glaubt wird dann hinzugesetzt,daß wegen dieses Holzschneiders um so mehr indiesem Lexikon Erwähnung geschehen dürfe, als
Wevekind.
sich wenigstens ein Kunstsinn in seinen geliefertenArbeiten ausspricht, und selbst — der große Homereiner Bettlade des Ulysses erwähnt! Oä^ss.XXlll.v.178.« Liporosky.
Wecker!in (Jakob Friedrich ). So heißt beyMensel III. (1809.) ganz ohne Weiteres, einBildrnißmaler, geb. zuUrach 1761. Zögling derKarlsrschul« zu Stuttgart .
— — oder Weckberlin (Sebastian), »EinGoldschmiedsgeselle von Augsburg , der » 636 . zuPrag konditionirte. Wir entnehmen dies aus einemalten Stammbuche, in welches er damals sich nichtallein eingeschrieben, sondern auch zugleich einemittelmäßige Bleistift-Zeichnung dazu entworfenhatte, die einen Merkur darstellt/' Mrc.
weckh (Joseph), ein Schriftschneider zu Mün chen . Man hat von ihm: »Abdruck sämmtlicherdeutsch, lateinisch, französisch, italienisch, griechisch-und hebräischer, dann algebraischer Schriften, soin der Kurfürst!. Pfalzbaierischen Hof- und AkademieSchriftschneid- und Gießerey des Joseph Weckhdermalen wirklich vorhanden und zu jedermans Ein-sicht und Diensten dargelegt werden." München 1780. 40. Dieser mittelmäßige Künstler wandtesich spater nach Wien . sl^rc.
weckherlin, s. gleich oben weckerlin.
Weckmann (Carl Gustav), Maler zu Alton«1805. Alronaer-Adreßbuch.
— — (David), ein Steinmetzgeselle der 1708.zu Dresden arbeitete.
— — oder Weckenmann (Johann),Baumeister des Fürsten von Pfalz-Zweibrücken ,lebte zu Strasburg. Des Joh. Wilhelm drcki-tectura civilis, welche (zuerst) in der Mitte desX VII. Jahrh, erschien, führt ihn unter denen Bau-meistern auf, welche über ihre Kunst zwar Bücherhätten schreiben wollen, aber durch Tod oder andreHindernisse davon abgehalten worden.
weckschernick oderweckzernick, auchWegernlcks ), erscheint unter den Pränu-meranten zu G- Hiller's Gedichten und Selbstbiogra-phie, als Bildhauer zu Berlin » 8 o 5 . Um » 8 o 3 .wo er dort zum akademischen Künstler ernanntwurde, heißt er Wegermck. In abgedachtemBuche des Hiller S. 104. wird auch eines Medail-leurs Werschernick (etwa ei» Bruder oder sonsti-ger Anverwandter des unsern in andrer Namens-schreibart?) gedacht, der daneben in Wachspoussirte und um damalige Zeit zu Berlin lebte.Der Berliner Adreßkalender auf 1786 führt aucheinen weczernick an, als damaligen dortigenHof- Edelgestein - Schneider. Etwa der Vater desObigen?
Wedekind (Arnold), ein Tischlermeister,welcher in 1442. an der innern Auszierung derMarienkirche zu Frankfurt an der Oder arbeitete.Jobst Franks, a. d. O.1706. S. 56 .
— — (Conrad Friedrich), Landbauverwaltervom Kurfürstenthum Hannover , zu Nordheim um1800. und noch 1806. In diesem letztem Jahre gaber die Zeichnungen zu den Blattern bei einer Preiß-schrist des Consistorialraths Kauffman: Ueber dielokalzweckmäßige Anlegung eines Aufbewahrung-gefängnisses für Jnquisiten. In dem Hof- undGraarshandbuch des Rönigr. westphaleni8n. erscheint er neuerdings als Distriktsbau-meister zu Hannover .
— — (Daniel), ein Rothgießer zu Dresden ,welcher nichr allein viele Epitaphien - Tafeln fürdiese Stadt, sondern auch für Wittenberg u. a.Orte Sachsens gegoßen hat. Dergleichen Arbei-ten von ihm mit sauber geschnittenen Wappen inMessing fand man in den Kirchen zu Dresden