Zvog Weeger.
werden sollte, und auch gedruckte Cataloge dessel-den ausgegeben wurden. Uebrigens setze er dieseManufaktur nach allen ihren Fächern künftig alleinfort, unter der Firma: JosiahWedgrvood kotierto stet kcks^estv tke (^ueen ok Orsnt kritnin at
I.on6on. Iofiah, der sich auch um die Gelehr-samkeit verdient gemacht hat, wie verschiedene Ab-handlungen beweisen, die er der königl. Gesellschaftder Wissenschaften mittheilte (s. Lichrenberg'sMagazin für Physik u. jJarurgesch. B. X. St. 2.S. 160.), starb 1796 wie wir schon oben vernommen,voigt in s. Magazin für Naturkunde D. V.St. 6. i8oZ. S. 534 — 54 ». beschreibt (aus demJournal ok tbe ko^al Institution I. 170.) eineseiner Erfindungen, Gemählde auf Glas zu kopi-ern und Schattenrisse mittelst der Einwirkung desLichtes auf salpetersaures Silber zu verfertigen,mit Bemerkungen darüber von Davy.
weeger (Franz Andreas, gewöhnlich Franz),nicht Wäger und auch nicht aus Salmansweilergebürtig, wie Haymann u. A- sagen, sondern ausObereschenbach bei Anspach in 1768, der Sohneines Land- und Gastwirthes. Er hatte schon dieBildhauerei erlernt, als er 1798. nach Dresden kam und in dem Atteliec des Hofbildhauers PettrichArbeit nahm, zugleich aber auch den UnterrichtCasanova's benutzte. Dieser geschickte Künstlerging 1802. von Dresden nach Meißen , als Poussi-rer an der dortigen Porzellainfabrik, wo er auch1812. noch lebte. Auf der Dresdner Ausstellung1802. zeigte er eine Gruppe von Thon: Psychewie sie zu den Hirten kommt; 180 >. ein Opfer,Basrelief in Thon nach eigener Erfindung; und1804. Der Athlet Milo von Crotona, dessen alters-schwache Hände in den Spalten eines Baumeseingeklemmt sind, wird von einem Löwen ange-fallen.
— — f. auch oben Wäger.
Weely (Johann van). So soll sich der Ver-leger auf einem von Wierix nach Mich. Angelogestochenen jüngsten Gerichte benennen.
* Ween , s. veen imLex. und oben.
*wcenix vder We ningssG.B.). In einemAmsterdamer Gantkatalog von 1735. finden wir einFascicel Handzcichnungen verschiedener holländi-scher Meister rubricirt, und darunter auch solchevon einem G. B- wenmgs. Ob es wohl nicht dengleich unten ff. Johann (Giovan) Bapr.weenixdes Lcx. bedeuten könnte?
— — (Johann). „In Holland finden sich"(sagt Descamps) »ganze Gallerien von sei-ner Hand" (soll dies heißen »ausgemalt," oder»von seinen Bildern angefüllt"?). Ebenderselberühmt seinen guten sittlichen Wandel, den einlanges Leben ohne Gebreche» lohnte. Das Chur-Pfalzische Schloß, wo er drey Zimmer mit sei-ner Arbeit zierte, heißt nicht Rensbcrg, sondernBensberg . In deutschen Gallerien befinden sichvon ihm: In der Kaiserl. zu Wien : Seehavenmit einem Castell; im Vorgrunde mehrere, meistorientalisch gekleidete Figuren ( 3 ^ br. 2' 2" hoch)mit des Künstlers Namen bezeichnet. — In derGallerie Lichtenstem Ebendaselbst ein »sehr schö-ner" — todter Hasse. In derjenigen zu Mün chen viere, todtes Gewild und Vögel; zu Schleis -heim vollends an die fünfzehn Bilder, meistThierstücke von der mannigfaltigsten Art, in lebens-großen Figuren, von ic/Höhe und biS 17/Breite,wovon wir das Detail uns hier ersparen müßen.(S.bey von Männlich N°. ingk. 1112.1201.1210.und im neuen Catalog von Schleisheim S. i 3 a.236 — 5 g. 212. und 2Z6.) — Der Catalog vonLehmiger giebt sechs Bilder in der Gallerie zu
Weenix.
Dresden dem nachfolgenden Joh. Baptist w.was hingegen spätere dem Unsrigen ertheilen. —Die Gallerie von Galzrhalum besaß ehemals vonihm zweye; pommersfelden fünfe (doch meistungewiß ob von ihm oder dem Vater); der Hofs undLandgerichts-Advokat Schmid in Liel eines; dieGallerie in Söder eine kleine Landschaft allerliebstcomponirt, hinten Aussicht aufs Meer und aufsCastel St.Angelo (War er etwa auch in Italien ?).Der Ton ist angenehm und hell; mit der vonRamdshr beygefügten Bemerkung: »Man mußdiesen weenix nicht mit seinem Vater verwechseln,der übertrieben grau malte". Nach ihm gestochennennt ausdrücklich einzig der Catalog von Brandeseinen schmauchenden Land-Kesselflicker im Freyensitzend, von I. Finlayson in Schwarzkunst geschabt,und eine kustparthie von einem Unbekannten, beydeschön. Als Stecher des letztem Blattes nennt hinge-gen eine andre unsrer Notizzen N. de Launay; undnoch eine andre, als Stecher zweyer seiner Land-schaften, A. van der Haer oder Haes. Entwederschon Genanntes oder Anderes nach ihm findet sichauch in Mechelns Galleriewerk von Düsseldorf .
* Weenix (Johann Baptist), des ObigenVater. Seinen eigenen Vater verlor er zu frühe,um von dessen Unterricht Nutzen zu ziehen. SeineLeidenschaft für die Lectur bestimmten seine Mut-ter und seine Vormünder, ihn bey einem Buch-händler unterzubringen; allein, stakt seinem Ge-schäfte obzuliegen, zeichnete er Figuren und Thiere.Eben so späterhin bey einem Luchhändler. End-lich ließ man ihn seinem Hang für die Kunst fol-gen. Seine Meister nennt schon das Lexikon.Unter Bloemaert studirte er hauptsächlich nach derNatur. Schon m seinem Achtzehnten verheiratheteer sich, und vier Jahre nachher verließ er seineFrau und einen erst vierzehn Monate alten Sohn,und ging nach Italien . Aus vier Monaten Ab-wesenheit, welche ihm seine Frau für diese Reisebewilligt hatte, wurden vier Jahre. Von derSchilderbent zu Rom erhielt er, seiner herbenStimme wegen, den Zunamen Lmderklapper.Seine Zeit wandte er dort aufs Beßte an. Voneinem Kardinal Pamphili wurden ihm nicht nurseine Bilder gut bezahlt, sondern ihm auch einJahrgchalt ausgemacht. Man suchte ihn zu be-reden, Frau und Sohn ebenfalls nach Rom zubringen, und verhieß dem letztem eine kirchlicheVersorgung. Die Reise war schon festgesetzt, alsreligiöie Bedenklichkeiten Alles rückgängig mach-ten, und Johann Baptist endlich, durch diezärtlichen Einladungen seiner Gattin gerührt, sicheben so verstohlen von Rom , wie ehemals vonHaus wegmachte, nach Amsterdam zurückkehrte,auch späterhin weitere Einladungen nach Italien keinerlei Gehör gab, und sich endlich, um ganzder Kunst zu leben, auf dem Schlosse Huys-Termeycn haushablich niederließ, wo er aber nurnoch drey Jahre dieser schönen Ruhe genoß, unddann in die ewige einging. „Es ist schwer",sagt Descamps, »theils von der Gattung,theils von der Manier dieses Künstlers einen rich-tigen Begriff zu geben. Er malte Geschichte,Landschaft, Marinen, Bildnisse, Thiere, fast gleichgut. Bald wetteiferte er mit van Aalst in Dar-stellung todter Thiere, ein andermal mit Lmanuelde Witte in perspektivischer Architektur, und er-hielt in den Augen der Kenner über beyde denVorzug. Weder in Theorie noch in Praktik warihm nichts fremde. Einst sah man von ihm einkenntlich, blühendes und kräftiges Bildniß, daser mit den bloßen Fingern gemalt. Der Hollän-dische Liebhaber, David Amori, besaß von ihmdas Cabinetstück eines verlorenen Sohns, welcherganz einem Douw oder Mieris gliech. Indessenmalte er weit mehr größere Bilder, die daher auchweniger selten sind '). Wenn man seine Talente
K) Auchpuhlmann (Beschr.d. Berl Gall. S->65.367.), wo sich von ihm, nach dem Taßo die bewaffneteHerminiabey der Hirtenfamilie befindet, sagt, er sey in großen Gemälden glücklicher gewesen, als in "»men.