Wer nix.
lobte, pfleM er zu sagen: Es fehle viel, daß erdas aufö Tuch gebracht, was in seiner Idee lag".Hierauf erwähnt Descamps, was zu seiner Zeit(1764 ) in verschiedenen Französischen und Hollän-dischen Kabinetten vorzüglich zu finden war. Soz.B. bey den HH. de la Bouxiere, Blondel deGagny und de Iulienne zu Paris ; bey H. formierim Haag; bey H. van der Linden, van Slingelandtin Dort (hier das Kapitalbild eines Italienischen Eeehavens mit Architektur); zu Amsterdam beyden HH. Braamkamp, Leender und Lubbeling;zu Rotterdam bey H. Leerö; zu Middelburg beyH.Cauwerven. In Deutschland besitzen von ihm:Die Gallcrie Lichrenstem zu Wien zwey Bildertodter Thiere, von mittlerer Größe; diejenige zuMünchen zwey kleine Bilder; die zu Schleis -henn viere, verschiedentlich«» Jnnhalts. (S. denneuesten Catalog S- und 227). — Von
Dresden haben wir schon oben die Ungewißheitbemerkt, von welchem der beyden Meenixe diedortige Gallerie sechs Bilder besitze. — Berlin be-sitzt die schon genannte Herminia. Der Catalogdes alten Barsch von der ehemaligen Gallerie zuDüsseldorf nennt von den Meenip fünf Bilder-aber nur eines ausdrücklich von Joh. Baptist. —Die Gallerie v. Salzrhalum besaß einst fünfe, dar-unter eine Musikgesellschaft. und eine Landschaft miteiner Ruhe auf der Flucht nach Egypten staffirt,(das einzige uns bekannte, religiösen Gegenstands *)beydes kleine Bilder. — Don pommersfeldens. oben den Art. des Sohns; nur eins der dorti-gen fünfe trägt ausdrücklich den Namen eben die-ses letzter», keines hingegen denjenigen desllnsri-gcn. — Die Gallerie des Herrn Hof- und Land-gerichts-Advokaten Schmidt zu Viel besaß (1809.)von ihm einen Seehaven mit Schiffen, („herrlichbeleuchtet"). — Die Gallerie im Göder zweye:Geyer, der eine Taube frißt: „Man könne"(sagt der H. von Ramdohr) „die Wahrheit nichtweiter treiben"; und die perspektivische Vorstellungeiner bey Nachtzeit von Kronleuchtern erhelltenKirche (2^ iosz" hoch, 3 ^ 11" br.) „von großerWirkung **)Gestochen sicher nach dem llnfrigcnkennen wir einzig: Die Mahlzeit von lustigenLeuten beyderlei Geschlechts in einem Garten, woein Knabe einem bellenden Hund in die Nase pißt,ein schönes Schwarzkunstblatt, unter dem Namen:le pissour bekannt, von N. Verkolje, und denNeapolitanischen Schäfer, von le Veau. — Nochnennt einer unserer Freunde: l» Oaitö bacci-gue von I. C. Delignon, und die Lustparthievon Delignon (wohl beydes die schon erwähnteMahlzeit), und endlich, ohne Angabe des Ste-chers: Zwey Jagden, und die cingeschlafeneMusikantin. Selbst geetzt hat dieser Künstlerzwey äußerst seltene Blätter, und so verschiedenfür Zeichnnng und Nadel, daß man sie fast nichtfür Arbeit desselben Künstlers ansehen kann, undsie sich wokl aus zwey ganz verschiedenen Epochenseiner Kunst her datiren müßen: Den Ochsen undzwey Kühe, incorrckt gezeichnet, und mager undschüchtern geetzt; wohl aus seiner ersten Jugend,mit seinem Namen bezeichnet: katta '»Voernx.Dann den sitzenden Mann in rundem Hute, einenHund zur Seite, der den Kopf auf das rechteBein seines Herrn legt. Dies (unvollendete) Blattin sehr gutem Geschmacke gezeichnet, und mit einer
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geistreichen Nadel geetzt, die den Meister verrieth(6" 3 "/hoch, /t"9^"br.), Lnrkcü l. ogi —g-j.
weer (Johann), ein Maler zu Mainz , wo er1680. geboren wurde und 1708. starb. Von ihmsah man in der Dominikaner -Kirche seiner Vater-stadt ein Altarblatt. Er war ein eben so guterHistorien- als Landschaftsmaler. Mrc.
weer (P. G.). So soll ein Maler von Lan-ds» heißen, nach dem man das Bildnis LotharFriedrich's Churfürsten von Mainz kenne, durchPhil. Kilian oval in fol. gestochen. 2l/5c.
*H)eerden, s. werden und Warben im Lex.und unten.
* Weerdr (Adrian de). Als erausQuebornsUnterricht zu Antwerpen , nach Brüssel zurückkam,schloß er sich, statt den Zeitvertrieben der Jugendzu folgen, meist in seine kleine Kammer ein, und,indem er die Manieren verschiedener Meister zuergründen suchte, wurde er selbst einer nach seinerWeise. Dann aber ja in Italien warb er einNachahmer von Parmesan bis zur Täuschung.Nach seiner Rückkehr i 56 u. geschah' es, um denKriegsunruhen auszuweichen, daß er mit seinerMutter nach Cölln ging, wo er viele öffentlicheWerke lieferte, und dort verstarb ***)- 3 " denCatalogen deutscher Gallerten finden wir nirgendetwas von seiner Arbeit verzeichnet. Gestochennach ihm haben Jsaak Duchemius ein großes sel-tenes Blatt: Den Heiland, der den Gichtbrüchi-gen heilt; Koornhert, neben dem schon im Lcp.bemerkten Leben der H. Jungfrau, eine Folge von12 Blättern, welche die vornehmsten Tugendenund Laster darstellen (darunter ein allegorischesTitelblatt); Peter Overardt, in einer Folge von4 Bl. die Anbetung der Könige, die Darstellungim Tempel, Christus unter den Lehrern, undEbendenselben, wie er in der Synagoge derJesajas erklärt; ferner, ein einzelnes Blatt:Jesus in seiner Unterhaltung mit der Samarita-nerin; endlich A.Wierix die vier Evangelisten mitihren Attributen. Descanips spricht
»och von Lazarus , und von Boas und Ruth mitartigen Hintergründen, welche einer der geschick-teste» dort ungenannten Stecher (die AuferweckungLazari wenigstens, wie wir schon oben gesehen,Duchemius) nach ihm geliefert; endlich von viergeistlichen — Jagden, wir denke» wieder von-Koorn-hert; nämlich, heißt es irgendwo: Die Jagdendes Geitzes, der Ehrsucht, der Wollust, undder — Andacht. Noch nennen Andere: EineGeburt (Nachtstück) und die Kinderliebe, beydeohne Namen des Stechers-f). — Seit Abfassungobigen Artikels schreibt uns noch ein Freund:„Theils aus unterschiedenen Gantcatalogen, theilsaus eigener Ansicht kann ich über diesen Künstlernoch folgendes beybringen — Zuvörderst soller selbst und zwar in dem Geschmacke Parmesan's geetzt haben; wie z B. Mercur mit der Minerva,ein großes Blatt; das Bildnis des Dichters JostVondel, nach I. Livens. Dann, habe er (wie unsreQuelle undeutlich sagt) Anderes, ohne Namen desStechers herausgegeben. Anderwärts nennt manunter seinem Werke (aus dem Beringe des H.Wierix)vier schön in Parmesan's Manier ausgefertigte Fo-
<9 Ueberhaupt aber bemerken wir, daß alle unsere Notizzen von den Werken des Unsrigen (jene Herminia aus-genommen ) durchaus nichts darbieten, was ihm den Namen eines Geschichtmalers verliehen könnte.
»'-) Eine Laudschaft mit Figuren und Thieren von ihm, ward vvr zo Jahren auf einer Versteigerung für 2001 Fr.Livr.erstanden,
«»*) Wahrscheinlich späther als um -570. wie das Ler. sagt; wie aus der unten ff. Literatur der nach ihm gestochenenBlätter zu erhellen scheint.
-s) Sonderbar! Gandellini spricht von den meisten der obigen Blätter (wenigstens unbestimmt) als ob sie von demUnsrigen (-.v. de Werbt) selbst, mit dem Trabstichel gefertigt wären.
-ff) Was theils unser Obiges bestätigt, theils dasselbe berichtigt und ergänzt.