Wegmann.
gestochen; die lateinische Schrift ist aber nicht soschön als die Deutsche , (l^c.
* w e g m an r,, s. im Lex. u. oben wagmann.
wegner (Georg)/ wurde von dem Mark-grafen von Brandenburg Onolzbach, 1622. alsMünzwardein zu Fürth angestellt. S p i e s Bran-denburgische Münzbelusiigung l. 36 g.
— — (Salomon), lebte in der ersten Hälftedes XVII. Jahrh, in Danzig . Das Lcx. vermuthetdaher wohl irrig, daß er mit dem SalomonvonDanzig, der spaterb lühte, Eine Person aus-mache. Nach dem unsern (8. Wiener p.) hatI. Falck r6j8. das Bildnis des Danziger Gottes-gelehrten Dan. Dilger's kl. fol. gestochen,
— — (Wilhelm Theodor), Generalmajorund Chef des Kön. Dänischen Landkadettenkorps,erscheint 1788. unter den Ehrenmitgliedern derKopenhagner Kunstakademie. M-c.
Wehe (Paul Loren; von), s. oben in diesenZusätzen Andreas Müller.
Wehle (Heinrich Theodor), ein aus derOber-lausttz gebürtiger Landschaftsmaler an der Kunst-schule zu Dresden , der sich Anfangs unter Zinggund Klengel gebildet, nachher aber eben so sehrvon der übertriebenen Aengstlichkeit des erster»,als von der reinen Natürlichkeit des letzten, sichentfernt hatte. Alsdann ging er nach St. Peters-burg , und trat dort 1802. mir dem Grafen Muschin-Puschkin eine Reise in die Caucasischen nnd Caspi-schen Provinzen an, wo er für sein Portefeuilleeine trefliche Ausbeute fand, deren Ausführungmannigfaltige Schönheit mit dem Reiz der Neu-heit verband. Allein Gesundheitswesen mußte erin sein Vaterland zurückkehren, und st. 1808. zuBauzen in der Oberlausitz an einer langwierigenBrustkrankheit. Diese hatte schon in 1804. ihnbehindert, an der Bekanntmachung seiner Kunst-schätze selbst zu arbeiten. Indessen kennt man denGeist seines Vertrags durch die HaldenwangischenStiche, wovon einige der vorzüglichsten im WienerKunst- und Industrie-Comptoir erschienen sind.Seine sämtlichen Handzetchnungen erstand nach sei-nem Tode der H. von Schemberg aufRothkrelschenin der Ober-Lausitz für 8oo Thlr. Freyniürh. i 8 o 5 .N°. 24. u.a. öffenri.v 4 »chr.— Seit der Redaktiondieses Art. bemerkt uns noch einer unserer Freundeüber den Uusrlgen, was folgt:
„Derselbe war der Sohn eines Pfarrherrn, undgeb. zu Förstcheu in der Oberlausitz 1778. Die er-sten Anfangsgründe des Lanüschaftzeichnens lernteer auf dem Gymnasium zu Görlitz , unter Nathe.Seine Neigung, fremde Lander und Menschenkennen zu lernen, vermochte» ihn, mit ChoiseuilGouffier nach Rußland zu gehen, und sodannweiter mit dem schon genannten dortigen GrafenMuss,,, Puschkin, auf Kaiserliche Unkosten, dieCaucasischen Gebirge und Persien zu bereisen.Hierauf kehrte er *) in sein Vaterland zurück,sandte aus dem Pourtefeuille seiner letzter» Reiseviele Zeichnungen an den Russischen Hof, undstarb gleich darnach (an der Auszehrung) , 8 o 5 .oet. 26. bei seiner Mutter zu Kreba bei Görlitz .Man kann dem Unsern, der von einem sanftentrefflichen Charakter war, eine Stelle unter dengrößten Künstlern seiner Art und seiner Zeit an-weisen; das hohe dichterische Gefühl, was inihm lag, ähnelte fast dem des Casp. Poussin .In Qel hat er nicht gemalt; wenigstens sindeinige unbedeutende Versuche hierin kaum zu rech-nen; dagegen hat er drey Landschaften in einemgroßen Style fol. geetzt. Dieselben stellen Wald-parthieen dar und find von Carl Tauchnitz zu Leip-
Wehrs. §on
zig (Preiß 1 Thaler) verlegt. Nach ihm soll manfolgendes kennen: BonF.C. Geyser eine baumreicheLandschaft fol. — C. Haldenwang 6 Blätter zu:Ideen aus dem Gebiethe der schönen Künste vondem Verfasser des Tempels der Natur und Kunst(d. i. Carl Lange, der sich auch Hirschmann schreibt);sonder Zweifel sind diejenigen 6 Bl. landschaftlicherIdeen, die nach Wehle von Haldenwang in Aq.Link. 40. geetzt im Verlag von Tauchnitz zu 3 Thalerverkauft wurden, dieselben. Dann Einiges in Aq.Tint. zu der Sammlung interessanter Ansichten vonDessau und Wörlitz ; nämlich zu Heft ll. das Lui-sium in Wörlitz , zu H. III. den Sielitzer Berg ainElbuster, zu H. IV. das chinesische Haus zuOra-nienbaum und dann den neuen Begrabnißplatz zuDessau (dieses Blatt ist jedoch von Echlotterbeckin Kupfer gebracht). Noch finden wir in demVerlagskatalog des mehrgedachtcn Tauchnitz von1807: Debun^s- lllä'tterimI.anssokakts-Zeich-nen , mit OarstelluuAen von Hal6en>vsnA,Dietrich, 8ckve^er. nebst Kursenpraktischen Anmerkungen über stie leichteste^rt sich in Danäsckakten su üben. Gr. fol.Pr. 3 Thaler.
Weh nie (Zacharias), war Churfürst!. Säch-sischer Hofmaler zu Dresden . Seine Wittwe heirrathete i6iZ. den bekannten Hofbnchdruckcr Gim-mel Bergen daselbst. < 5 . Ä. .frepberg vonden allerersten und ältesten Buchdruckern zuDresden . 4R Dresd. 74 <>. S. i 3 .
webmeyer f Christian Heinrich), Herzog-licher Obergartner zu Gotha ,8,3. damals 8jJ.alt. Von ihm s. auch oben Ioh. Ludwig Sreitz.
Wehner (Carl), geb. zu Söbrichen beyPillniz, der Sohn eines daflgen Maurermeistersund Chu>sächsischen Hofmäurerpolicrs, hatte unter:Kllnsky und dann unter Thüme zu Dresden , sichzu einem geschickten Architekten gebildet. In i 8 i 3 ,damals ungefähr 23 Jahr alt, befand er sich aberwieder bei seinem Vater, um, so wie er, einenWägermeister abzugeben. Auf der Dresdner ,Ausstellung ,8io fanden sich Zeichnungen von ihm,die einige Säulen-Kapitäle antiker Gebäude dar-stellen. (l^c.
wehr, s. oben weer.
*Wehrbrunn (Emanuel). Sollte im Lex. erstnach wegner folgen. Von ihm ist das mit vielenreligiösen Vorstellungen verzierte fein g stocheneTitelkupfer zu des Gelenius Werk: De L-iaAni-tuiline Colonias Axripp.— Lol. Agripp. 16)6. 4 ">Es ist bezeichnet a kec.
wehrd (Lukas a Lhiebenau von) ein Kupfer-stecher, s oben Lhiebenau.
Wehrfeld (HeinrichConrad), einChurpfälzi-scher Condukteur und Feldmesser, s. oben HansSiegm. Ulrici.
wehrlin oder werlin (Joh. Matthias),ein deutscher Kupferstecher, arbeitete um 1700.Vieles in das Machwerk: Lncomia Doslituum,nach I. W. Baumgärtner und F. Sigrist. EinVerzeichniß meines sei. Vaters führt 36 dergleichenBlätter von ihm an.
— — (Wenzel), ein vermuthlich deutscherMaler, dessen selbst gefertigtes Bildniß in der be-kannten Sammlung zu Floren; befindlich ist. Erhält des Großherzog Peter Leopolds sehr gut ge-troffenes Porträt in der Hand. Lernouilli 1 .206.
Wehrs (I. F. H-). Nach einem solchen Malersollen C. und I. C. G. Ftttzsch gestochen haben.
-D Ohne daß hier bemerkt wird, daß solches seiner Gesundheit wegen geschehen sey; was indessen aus dem gleichFolgenden ebenfalls zn erhellen scheint.