Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
5013
JPEG-Download
 

Weidemann.

als Goldstickerin in aller Art, vorzüglich für Kirchen-stücke. Hamburgisch. Adreßbuch.

»Weidemann, auch wiedemann(Friedrich Wilhelm ). Bey dem Könige Friedrich l.ward er von der Gräfin von Wartenbcrg, alsovon sehr guter Hand, eingeführt. Directorder Akademie ward er an Gcrike's Stelle. Vonihm ist das Bildniß des gedachten Monarchen inLebensgröße, auf dem Thron; von demselben hatman mehrere Kopiern. Auch unter des Nachfol-gers Regierung hatte er anfänglich Pesne sogarausgestochen; endlich aber behielt dieser doch dieOberhand. Bildnisse nach ihm haben gestochenund geschabt: G. B. Busch, I. W. Heckenauer,I. I. Haid, König und I. Smith; die meistendes Königes Friedrich Wilhelms von Preußen,und der Königinnen Sophie Charlotte und Sophie Dorothea ; dann des Theologen Jablonsky vonHaid, und der Madame d'Auverkerk von Smith,Heineckel. 87.

* (Carl Emil), welcher im Lex. unterdem Art. seines nachfolgenden Anverwandten er-scheint, war der Sohn eines Schönfärbers zuBerlin . Sein erster Lehrer im Bildnißmalen wargedachter sein Vetter. Wann es im Lex. heißt,daß er Pesne's Bildnisse kopirt habe, so ist diesso zu verstehen, daß jener dergleichen Kopicenselbst von ihm fertigen ließ. Heinecke I. 87 88.Nach ihm hat Busch das Bildniß des berühmtenGrammaire-Schreibers, Hilmar Curas , zu Berlin ,Andere sagen auch das des Jakob Baumgartens,in Kupfer gebracht.

(Johann August), ein Maler zu Naum-burg in Thüringen 1/55. Da« itzt lebendetOaumburg. Das. 1 / 56 . 8". S. s 5 .

(Maria C-), s. oben C-F-Weidemann.

( ), ein Maler zu Berlin um 1807

dessen man gelegentlich gedenkt. M-c.

wetdenhaupt (Andreas), geb. zu Kopen­ hagen 1728, studirte auf der dortigen Akademieunter Petzold und Saly die Zeichen- und Bild-bauerkunst, und trug verschiedene Preißmedaillendavon; nämlich 1727 eine solche im Modellirenund 17^9 und 1760. dergleichen in der Bildhaue-rei. In 1762. ging er ins Ausland, wo er sichvorzüglich des anatomischen Studiums befliß. ZuParis (auch hier erhielt er mehrere Preiste) blieber drey Jahre und eben so lange zu Rom ; zuFloren; ernannte man ihn zum Mitglied der Aka-demie- Endlich kehrte er 1769. nach Kopenhagen zurück. Er starb dort i8oh. als Königl. Hofbild-hauer, Professor und Kassirer der Kunstakademie,auch Lehrer der Anatomie bei derselben, Mitgliedder Akademie zu Florenz und bey der zu Stock­ holm , so wie des Instituts zu Bologna . R"nft-Hiftorie iDanmark afWeinwich 216 u a. O-Lichrenberg's Magazin für Physik undNaturgeschichte B. IV. St. 2. Jahrg. 1787.S. 180. beschreibt dasjenige Grabmal, welches erum 1784 dem Naturforscher O. F- Müller fertigte,und das seine Stelle auf dem St. Peterskirchhofzu Kopenhagen erhielt. Es ist eine Pyramide vongelblichem norwegischem Marmor. Vorn befindetsich ein Sarkophag von bläulichem norwegischemMarmor, in dessen Mitte ein Basrelief vonweißem italiänischem Marmor (ein sitzender Geniusder in der Linken eine umgekehrte Fackel hält undmit der Rechten einen Vorhang zur Seite zieht,hinter dem ein Tempel mit dem Bilde der Naturzu sehen ist), und in der Nische über demSarkophag eine Urne von demselben Mar-mor stehtauf deren Decke ein Schmetterling,das Bild der Seele, und darunter ein Wurm,das Bild des Körpers angebracht ist." Ueberdieser Nische sieht man eine Tafel von schwarzemBrabanter-Marmor, mit einer von Suhm verfaß-

Weidner. Zoiz

ten Inschrift. An den Seiten der Pyramide isteine Mauer von Rustique angebracht, worauf zweiSepulkral-Lampen von weißen italiänischem Mar-mor mit Flammen von vergoldeter Bronze stehen.Allem diesen nach, muß gedachtes Lrauerdenk-mal buntfarbig genug ausgefallen seyn. Von ihmist auch die Bildsäule des Ackerbaues in weißemMarmor, eine von den vieren, welche den Obeliskumgeben, der i. I. 1788. zwischen Kopenhagen und Friedrichsberg, zum Andenken der Bauern-befreyung von der Leibeigenschaft, errichtet wurde.Geffeml. Aachr.

weidenhaupt (Niclaus Christ.). Ein sol-cher erhielt 1781. auf der Kunstakademie zu Kopen­ hagen eine Preißmedaille im Zeichnen nach demModell; wie ohne weiteres, in W e inrv i ch 'sRunst-Historie iDanmark, gesagt wird.

weidlich (Jgnaz), Geschichts, und Bildniß-maler zu Brunn, geb. zu Groß-Merseritsch inMähren 17Hz. Derselbe kam in seinem Sieben-zehnten nach Rsm, um sich dors in der Mahler-kunst zu bilden. Er blieb 16 Jahre daselbst.Während vieren derselben ertheilte ihm die Für,stin Eleonore von Lichtenstein, geborne Fürstinvon Oettingen-Spielberg, Frau auf Groß-Me-seritsch, eine jährliche Pension von hundert Du-katen. Von Rom gieng er mit einigen Natur-forschern, die die Kaiserin Marie Theresie aufReise» schickte, bis Rhodus , dann nach Sicilien,von dort wieder nach Rom , nach einiger Zeitnach Wien , darauf in seine Vaterstadt zurück,und endlich nach Brunn . Von ihm kennt man,neben verschiedenen Altarblättern in Mähren , einigeBildnisse dortiger Herren und Damen von Stande.Er lebte noch um 180g. Merisel lll.

werd Müller (Johanna Elisabeth ), s. untenweydmüller.

weidner (Christian), war um 1747. desChursächfischen Amtes Lauchstädt in Thüringen Amtsmäurer- und Baumeister. Er wohnte juDelitzam Berge.

(Christoph), ein Bildhauer und Gast-wirth zu Tennstädt in Thüringen , wo er rkaZ,60 Jahr alt, starb. Er war zugleich Bauherrbeym dortigen Rathe. I. G. Gregor iusHift.rJachricht von Tannstädr. Erfurt 17".80. S. 77.

(Friedrich David ), vielleicht Sohn desnachfolgenden Jsh. David. Derselbe wurde 178?als Bauconduckeur, und r8no als HerzoglicherLandbaumeister zu Gotha angestellt, und lebte nochzu Gotha 1814, damals ungefehr 5 o Jahr alt.Hofkai.

(Georg), ein Baumeister zu Salzburg in i8rZ. wilmeyer's Salzburg. Das.1812. 12°. S. 84.

ein Mäurermeister zu Berlin 178b.

wurde 1614. dem Goldschmied PaulZinck zu Dresden auf sechs Jahr in die Lehre gege-ben; Alles was wir von ihm wissen. Mrc.

_ (Johann Adolph), geb. zu Augsburg 1726. malte in Miniatur, besonders Vogel undleblose Gegenstände- Von Srerren S. 3 b 7 -

(Johann David). Dieser (vielleichtVater des obigen Friedrich David ) wurde ,7^2-zum Bauinspektor und 1754. als Herzogt. Gotha »scher Baumeister bestellt, und scheint 1784. i»Gotha gestorben zu seyn Hofkai.

* (I.), hießZohann, und lebte noch1698. zu Augsburg . Handzeichnungen von ihmtrift man auf der fürstlichen Bibliothek zu Bern -