§o»4 Weidn er.
bürg. Rüst itztlebende Anhaltische Schriftsteiler 1 . 48 . Nach Johann haben folgende Kupfer-stecher gearbeitet: I.G. Baumgärtner, den BaronI. E. E. von Westernach; Gabriel Ehinger, zuden Funeralien des Herzogs Friedrich von Wür-temberg (16L2.) das schlechte allegorische Titel-kupfer fol. und die Leichenabdankung in der Kirchequ. fol.; zu den Funeralien Johann Christoph'sBischofs von Augsburg (1690.); zu dem hochbeehr-ten! Augsburg . Das. 1690. 4°. die KrönungJoseph 1 . zum römischen Konig kl.fol.; I. Franck,zu letzt gedachtem Buche, den Kaiserlichen Einzugin Augsburg qu. fol.; Philip Kilian , die Bild-nisse des Georg Laub und des Arztes Luc. SchrLck;(dann den Grafen Zyhl, wie das Lex. sagt);I. G. Waldreich die von dem Unsrigen,i 6 ? 3 .gezeichnete Schlagring des Felsen. Auf einemDankopfer des Noah in qu. fol. findet sich einzigsein clel.; anderwärts führt man noch die Pro-zession zu Augsburg 1694. gelegentlich der Trans-portation des Körpers eines Heiligen gehalten,nach ihm an, ohne den Kupferstecher dieses Blat-tes zu nennen.
weidn er (I. G. L.), zeichnete, auf derSternwarte Seeberg bey Gotha , eine Karte vonGroßbritannien , die 1804. das Geographische In-stitut zu Weimar herausgab.
— — (Philipp), Schüler der Kunstschule zuDresden 1818. wo er auf der Ausstellung einenach Richter copirte Zeichnung wies.
— — oder weiden er, malte und ver-goldete um 1789 Vieles in den Zimmern des fürst-lichen Schlosses zu Reinsberg . (Hennerr)Beschreibung des Lustschlosses zu Reinsberg .Berlin 1778. 8°.
— — ( ). In dem Buche: Merkwür-
digkeiten bey der römischen Raiserwahl undRaiserkrönung. Gotha 1791. 8". (Neue Aufl.)findet sich ein von Riepenhauftn gestochener klei-ner Grundriß der St. Bartholomäuskirche zu Frank furt a. M. bezeichnet: ^Veillner junior llel.
* weier, s. unten u. i. Lex.weyer.
*wei ermann, s. unten u. i. Lex. wever-mann.
weigernd, s. unten weygandr.
*Weigel (Christoph ) Derselbe war geb. zuRedwitz bei Eger, der Sohn eines Apothekers.Anfangs (1666.) lernte er zu Hof bey einem Anver-wandten die Goldschmiedekunst, dann bey Erhard Weigel zu Jena , mathematische Jnstrumcme zufertigen, und endlich das Kupfersteche» 167Z. beyWolfgang, und 1878. bey Küßel zu Augsburg .Nach dieses letztem Tod (1682.) ging er nach Wien ,wo er mit vielem Beyfall arbeitete, diese Stadt aber(i88ö.) bey der Belagerung durch die Türken verließ,und sich nach Frankfurt a. M. begab, wo er bis1688 verblieb, dann neuerdings nach Wien gieng,und von da (1691.) wieder nach Augsburg zurück-kehrte, und daselbst gemeinschaftlich mit G. C.Eimmert und J.J.Sandrart eine Bilderbibel ansLicht stellte. Endlich begab er sich nach Nürnberg ,wo er (1698.) daS Bürgerrecht erhielt, daselbstnoch 27Jahre lebte, und dort auch Todes verbliech.DIabacz führt die Anzahl seiner Werke (wohlauch zum Theil bloß seines Verlags) an, wovonwir hier nur: Die merkwürdigsten Geschichten desalten und neuen Bundes in -bl Bl. i.r Regalfol.und die: Mblis ect/pa. vollends in 84 « Bl. in Fol.4 °. u. 8°. bemerken. Dann von Weltlichem z. B. die:Denkwürdige Kriegs- und Friedcusbeaebenheitendes XVIII. Jahrh, in jährlichen Kupferbl. von1701 — 172h, 40. Zu P. Bononi's Nerzeichniß dergeistlicher Orden 477 Bl. in Quarto. Zu A. vonSt. Clara Weltgallerie 100 Bl. Abbildung allerKünstler und Handwerker 212 Bl. Quarto. Neueste
Mergel.
Abbildung des Türkischen Hofes 260 Bl. Quarto,u.s.f. u. f. Endlich eine Menge Bildnisse und Land-karten. (Oons.wlU und Hopirsch). Einer unsererFreunde bemerkt: „Dieser weigel war der ersteKupferstecher, der, um das so mühsame Auftra-gen des Grundes zu erleichtern, eine Maschineerdachte, wodurch solches leichter und mit ungleichweniger Zeitverlust zu bewerkstelligen ist; übrigenswar der unsere ein sehr geringer Künstler, dabeiaberJnnhabereines aroßenKunstverlags". ZufolgeWill's hinterließ Christoph einen Sohn JohannChristoph, der auch Kupferstecher und Kunsthänd-ler war; zJopisch verbessert dies jedoch dahin,daß er nie einen Sohn erzeugte und der JohannChristoph (wie aus unsrer Quelle hervorzugehenscheint) ein Bruder von ihm war. Dagegen hei-rathete eine Tochter des Unsern den Maler undKupferstecher Johann Benkel, und eine TochterdeS letzter» den Kupferstecher Martin Tvroff,der 1708. auch im Besitze von Christophs Kunst-handlung war. Unterdessen kennen wir ein vonV. D. Preisler nach Kupetzki geschabtes Bildnismit der Inschrift: iVIagllalena LstkerL 7 r--r'Lt. 8en. Villua, ejusque Xepos
Dauist wonach also Martin
Tyroff nicht eine Enkelin, sondern eine TochterChristoph'« geheirathet, Johann David einSohn Marrin's gewesen seyn, und will noch-mals geirrt haben muß. (Vergleiche und berichtigehiermit den Artikel Johann David Tyroffs inunsern Supplementen). Gegenwärtig (18 >9.) besitztAdam Gottlieb Schneider die Kunst - und Buch-handlung Christophs zu Nürnberg . „Nebst Andern«(heißt es bey Liporvsky nach DoppelmeyerG. 277.) „ gab er auch eine Abbildung des türkischenHofes, nach den Gemälden des Königl. französi schen Gesandten de Ferriol zu Nürnberg 1719.heraus, die 64 von ihm radirte Kupfertafeln inQuart enthält, worunter mehrere gut gezeichnetsind.«
weigel (Christoph), der jüngere. Vor unsliegen eine Folge Kupferstiche betitelt: Oewessevor Oolcwcbmillt verfertigt uncl eoseicknetvon La8par Oottlieb Lasier, 2u nullen he/O/rri^top/» //^si§ei j. (was wir auf junior aus-legen) in Xüraber^. Dieser weigel, der in derersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts lebte,vermuthlich auch selbst Kupferstecher war, ist unsweiter nicht vorgekommen, es müßte denn der fol-gende Johann Christoph (w.) sich zuweilen aliogeschrieben haben und sonach hierunter zu verstehenleyn. S. daher sowohl Text als Noten des untenff. Art. Johann Christoph w-
— — — ein Drechslergeselle von Nürnberg ,der 1770. zu Dresden arbeitete.
— — (C-). Einen solchen führt DIabacz an,den er von den beyden Obigen unterscheidet, undihn einen guten Kupferstecher in Prag (ohne Be-stimmung seiner Lebenszeit) nennt, welcher, ne-ben Anderm, einen Erzengel Michael , und einenSt.Dominik (letztem nach P. Beckers Zeichnung)in zwei Oktavbl. sehr sauber gestochen habe.
— — (C. E-), ein Kupferstecher in der letztenHälfte des XVIII. Jahrhunderts, von dem wireinige, vermuthlich zu einem Buche gehörige, sehrmittelmäßig radirte Blätter in 4°. kennen, die natur-historische Gegenstände enthalten. Mrc.
— — oder We igelt (Elias), erscheint alsStadtwerkineister zu Frei'berg in Sachsen ihgg.Rurrze Chronica der Bergstadr Freyberg.Das. 1602. kl.8°.
— — (Erhard). Dieser, zu seiner Zeit fastweltberühmte Mann, wurde in Baiern zu Weida ander Nabe wo sein Vater Kircheninspector war, 162bgeboren. Ein niedreres über ihn, findet sich beimJöcher . Man kennt von ihm viele Erfindungen, und