Weiße.
1770 *)) erscheint er als Hofkupferstecher ju Cassel,hatte aber schon Proben seiner Geschicklichkeit ab-gelegt, eh' er an diese Stelle kam. Von ihmkennt man Bildnisse nach Böttner, Grass, I. C.Steiaberger und Tischbein; dann Landschaftennach Dietrici, A. van Everdingen, A. Pynaker,A. Querfurt, Schenau, Licbel, Weirokter undP. I- F. Weitsch. — Was er vor 1789 gefertigthatte, s. bey Meusel II. und Rost II. 022.Theils Nachgeholtes, theils wohl Neueres beyMensel III. (1809.), wo er noch unter den Le-benden erscheint. Wir nennen hier von Bildnissendasjenige des noch lebenden Großherzogs nachBöttner, Gleim's nach Tischbein, und Voltaire san einem Tische sitzend und lesend (ohne andereNamen als des Stechers); von Landschaften einebergigte Gegend mit einem Wasserfall nach Ever-bingen, den Zigeunerraub und den Zigeunerzugnach Querfurt ; von Mythologischem das einzige:Apollo mit der Leyer, nach Tischbein. — Seitder Redaction dieses Art. bemerkt uns noch einFreund, als richtig: Die Geburt dieses Künst-lers sey in »75t zu setzen. Schon in 1770 habeer eine landesherrliche Gratifikation erhalten, und1778 sey er Pensionnair der Akademie seiner Vater-stadt geworden, und solches bis 1780 geblieben.Hierauf habe er sich als Hofkupferstecher nachCassel gewandt, wo er (als ordentliches Mitgliedder dortigen Akademie sowohl als der Zeichen-akademie zu Hanau ) um 1809 gestorben sey.Seine Blätter bezeichnete er meist mit S. TB.Weiss, dann aber auch bisweilen mit TB. S.Weise sc.
Weiße (Valentin Christoph). Ein solcherward 178g zum Herzogl. Gorhaischen Hofkupfer-stecher erkiest, und scheint 1778 gestorben zu seyn.
* weisse, stauch, theils oben, theils imLex.Weis , Weise und weiß.
weissenbach (Caspar) und seine Nachkom-men waren Münzmeister des E-Zug in der Schweißvon -590—1718. Sie verfertigten gutes Geld,weiches in Deutschland und anderwerts angenom-men wurde. Haller.
* weissenhamm oder Weissenhahnauch Weißenhan (GeorgMichael). Weisfen-hamin ist sein richtigster Name. Derselbe warBayerscher Hofkupferstecher, geb. zu Hohenlohe» 74 ), lernte bey Georg Sigmund Resch in Mün-chen , arbeitete drey Jahre an dem Werke derCouvilliers. dann 55 Kupferplatten zu einemaus dem Englischen übersetzten ökonomischen Bu-che u. s. w. westenricder S 4 l>- Er war um1770 Mitglied der Künstlerakademie zu München .Lipowsky, Er st. -795 mit Hinterlassung einerWittwe und sechs unversorgter Kinder. Ebenders.Ais Hofkupferstecher erscheint er im Hofkalenderschon -760. Von ihm kennt man, neben Andern-,auch zwey Blättchen zum Hirschfeldischen Garten-kalender von 178g.
— — (Johann Michael), des Vorstehendenältester Sohn, widmete sich anfangs den Wissen-schaften, nach seines Vaters Tode aber der Kupfer-stecherkunst,weßwegen er beimHofmalerBartholomeWeiß im Zeichnen Unterricht nahm. AuS Mangelan hinreichendem Verdienste ernährt er sich gegen-wärtig in München mit Kupferplatten abdrucken.Lipowsky. S. «7 ö.
Weißhuhn; §027
- Weissenrteder oder Weyfsenrieder(Valentin), war 1766 Unterbaumeister der Reichs-stadt Ueberlingen. Ädreßkal. des Schwäbisch .Lreises auf 1766.
weisser (Carl Gottlob), ein Bildhauer, der1802 mit dem Bildhauer Treck von Berlin nachWeimar kam und bey dem Schloßbaue Beschäfti-gung erhielt. Nachdem Tieck , der die Ausarbei-tung der einzelnen Theile seiner Bildhauereien oftdem Unsern überließ, sein Talent zu einem geschick-ten Künstler ausgebildet hatte, wurde er in Weimar zum Hofbilvhauer ernannt. Er verfertigte dort diebeiden großen Löwen vor dem Schlosse; das Mo-nument des 1806 an seinen Wunden verstorbenenpreußischen Generals von Schmettau, auf demKirchhofe, u. am. Beschwerden des Unterleibesmachten ihn endlich so melancholisch, daß er ineinem Alter von einigen 3 o Jahren sein Leben mit-telst einiger Messerstiche in den Unterleib, 18:4oder »5 zu Weimar endete. Das Weimarsche Jn-dustriekomptoir erkaufte seinen Nachlaß, und hiersind noch itzt Ausgüsse von seinen Formen zuhaben. ssF«. (Mensel !!l. 2. S. 528 gedenktseiner kürzlich). Anderwerts dann lesen wir noch:„Eine weibliche Büste von ihm befand sich schonauf der Weimarischen Kunstausstellung 180) Um1806 fertigte er die Büsten des dort verstorbenenHerzog Friedrichs von Braunschweig -Oels für dieHerzogliche Bibliothek, in Marmor; dann die,jenige des Dichters Schiller. Dem letztem, ob ersolches gleich bloß aus dem Gedächtnisse bildete,fehlte es nicht an Kenntlichkeit; die Freunde desVerstorbenen fanden, daß sein Charakter, seingerades Tragen, das Hochgerichtere und gleich-sam Weitumher'yerrschende seines Blickes, in kei-nem andern Bilde so richtig bedeutet sey. Daserstere dann wurde nicht minder, eben so wohlwegen vollends sprechender Kenntlichkeit, als wegender schönen und in jeder Rücksicht geschmackvollenAusführung sehr gerühmt. Jen. L §-1807 E>nl.Im Meuse Ischen Archive!. (2) » 85 . heißt esauch von diesem letzter», es sollte in der Herzog-lichen Bibliothek aufgestellt werden (Ob solche-geschehen sey?). Abgüße in G«)P6 waren bey demKünstler selbst zu bekommen.
Weißb aar (Johann Ludwig). So hieß ejyHofjimmermeister zu Hannover in n8c>o. Mxc.
Wesßhaupt, s. oben wershaupt. -
weißboff eigentlich weishoff (Jacob),ein Kupferstecher zu Augsburg in der ersten Hälftedes vorigen Jahrhunderts. Wir kennen von die-sem sehr mittelmäßigem Künstler ( aus dem Ver-lage des Jer.Wolff) Kopien französischer Blätter,die Verzierungen nach Berain's Zeichnungen ent-halten, in Fot-
weißhuhn (Christian), hielt bey der Innungder Goldschmiede zu Dresden » 5)4 darum an,daß man ihn zum Meisterstücke lassen möchte,ohne daß er zuvor das gewöhnliche Muthjahr(Vorbereitungsjahr) auszuhalten hätte. Manschlug es ihm aber aus dem Grunde ab, weiler seine Lehrzeit nicht völlig ausgehalten, unddasjenige überhaupt nicht erfüllt hätte, was dieandern Jnnungsglieder gethan; er möge mithinwieder nach Pirna gehen, wo er hergekommensey. Christian wandte sich darauf a» den Chur-fürsten , der denn auch, ungeachtet des heftigstenWiderstrebens der Innung, befahl, daß sie ihn»545 aufnehmen und sein Meisterstück machen
*) Wohl in der Mitte. Eine Notiz meines sei.Vaters sagt ausdrücklich -779 mit einem Gehalt von 400 Thlr.
^ Auch liest man in Meusel» Misc. xxiv. 5zg- damit übereinstimmend, eben auch von ,779 »Aumerstenmal legte auch der von Dresden berufene Hofkupferstecher Weise schone Arbeiten vor. Früher nenntihn Meusel >. c. X. -z--. weisst und I. c. xvil. 293. wieder weise, und -war dorr nicht mit Lob.in Prospekten aus dem Har», nach J.F. Weitsch, in so großem Format, und zugleich so flach, daß man siekür Landkarten gebrauch?» konnte".