Sorg Weiß Huhn.
Kissen mußten. Rücksichtlich des letztem, fälltenaber die Dresdner -Meister das Urtheil: »DasCorpus an solchen Stücken ist in der Hohlkehlegelöthet gewesen, hat auch sonst viel Mängelgehabt, und hat er damit nicht bestehen können".Christian mußte daher auch mehrgedachter Innungeinen Schein einreichen, des Inhalts: Daß ernur aus Respekt gegen den landesherrlichen Be-fehl und nicht seiner gestickten Meisterstücke wegenin Dresden das Meisterrecht erlangt habe *).Es scheint als habe er noch i 656 gelebt; in i6?6gedenkt man gelegentlich seiner als eines Verstor-benen. In der Dresdner - Kunstkammer findet sicheine von ihm mittelmäßig in gr. 4°. gestochenePlatte. Dieselbe stellt ein Ecce Homo in einerEinfassung von Zugwerk dar, und hat die (ver-kehrt aufgestochene) Unterschrift: L^reclimin! etviciete etc. Mrc.
weißhuhn (Christian), der Sohn einesDresdner Goldschmieds (vielleicht des Vorstehn-den); erhielt unter den dortigen Goldschmieden1680 daS Meisterrecht, st. aber schon 1: 83 oder168/,. Ein gleichnamiger lebte 1720 als Kannen-gießer zu Chemnitz . ^c.
— — (Johann), ein Goldschmied ju Chemnitzin Sachsen um 1700. M>c.
— — (Johann Georg ), ein Sohn des fol-genden xFicolaus, und Goldschmied wie dieser.Er wollte 1681 zwar zu Dresden Meister werden,verliert sich aber sodann, ohne solches je gewor-den zu seyn. In i 6 g 5 kömmt er jedoch wiederzum Vorschein, indem ihm damals die Dresdner -Goldschmiedsinnung is Thaler für ein Cruzifixvon Messing zahlte; dann auch ihm 1698, als«r erkrankte, auf sein Bitten 2 Thaler Allmosenreichte,
weißhuhn (Nkcolaus), geb. vermuthlichzu Pirna 1607 und gest. 1687 zu Dresden , woer in der dortigen Frauenkirche begraben liegt.Derselbe war anfangs als Goldschmieds-Meisterzu gemeldtem Pirna seßhaft, wandte sich aber so-dann nach Dresden , wo er mit seinen dortigenKunstverwandten, die ihn nicht aufnehmen wollten,von lk-ji an in Streit lag, so lange bis endlichder Wille des Churfürsten i6jZ zu seinen Gunstenentschied **). Dann ward er it> 5 i zum Hofgold-arbeiter, und späterhin auch zum Hofjuwelier er-kiest. Nebenbey trieb er auch das Kupferstechen.Von ihm kennt einer unserer Freund Verschiedenes,meist, wie es scheint, nach eigner Zeichnung.So z.B. Einiges zu den Funeralien dreier i 663zu Halle beigesetzter sächsischer Prinzessinnen, nachBcnj. Block und Christoph Steger; die Agnese vonGrünrod todt auf dem Paradebette; die HedwigElisab. von Gersdorf eben so; den König vonSchweden Gustav Adolph nebst seiner GemahlinMaria Eleonora (umgeben mit Allegorie) aufEi-nem Blatte in qu. fol. Anderwärts heißt es, erhabe herausgegeben: vollkommenes Fractur-Alphaber. Dresden 1667. Fol. (Eine spatere Auf-lage hiervon mag seyn: Fracrur-Alphabet zuGeburts- Lehn- und Lundschafts-Briefen.Dresd. ,6go. Fol.) Auch habe er die beyden Dor-schriftsbücher des Heinrich Vogler, die 1666 und1667 zu Dresden erschienen, in Kupfer gebracht.Als sein beßtes und als ein gut gestochenes Blattdieses sonst mittelmäßigen Kupferstechers, betrach-ten wir jedoch Johann Georg l. Churfürsten vonSachsen , nebst seinen vier Söhnen zu Pferde,was i 63 s bey Andr. Gentzsch zu Dresden in gr.qu.Fol. erschien; anmerkungSwerth sind auch die
Weißmann.
beiden mit 1667 datirten Bildnisse in kl. Fol.:Johann Georg II. Churfürst von Sachsen undseine Gemahlin Magdalena Sibylla ; eines vonJvh. Georg III. u.s.f. Alles dies ohne Angabeeines Zeichners. Michael. Frauenkirche S- 235 .u. 494. Magazin der Gächs. Geschichte.Th. V. S. 5 o.
*weißhuhn(Samuel), des obigen Hicolau»Bruder, geb. vermuthlich zu Pirna 160.. Malpegiebt, aus welcher Quelle ist uns unbekannt,bestimmt (wir glauben zu spälhe) das Jahr 1620 an;wenigstens arbeitete er bereits i 635 zu gedachtemPirna als Goldschmied und Kupferstecher, und 1640zu Prag. Späterhin wandte er sich nach Dres-den , wo er sich 16H0 haushablich niederließ, dortbloß dem Graviren und einem Kunsthandcl oblag,und den Eintritt in die dortige Goldschmieds«Jnnung nicht-einmal suchte. Da er das mittel-mäßige Titelblatt zu des F. F. von Lroilo (seltener)Orientalischer Reisebeschreibung (Dreeden »876.4 °) nach E. C.Hosman's Zeichnung stach, so mußer zu dieser Zeit noch gelebt haben. Er hat Vielesgestochen, wie z.B. die von Churfürst Friedrich I.abstammenden Sächsischen Fürsten aufEinem Blattein qu.Fol.; ferner die Bildnisse Churfürst Georg l.und seiner Gemahlin Sibylle; dann: Das Leichen«begängniß Gustav Adolphs in Fol.; einen Abrißder Belagerung von Leipzig 1642 qu. kl. Fol. rc.Zu seiner bester» Arbeiten rechnen wir: HcrzvKMoritz, Sohn Churfürst Johann Georg I. vor»Sachsen nach C Screta, ). 8ckmir exc. Fol.»Churfürst Johann Georg III. (i 665 .) Brustbild;Derselbe in ganzer Figur und geharnischt; der säch-sische General Johann Georg von Arnimb, Fol.rc.Auf der Görlitzer -Bibliothek wird noch eine nachM. Schlomach von ihm gestochene Platte in gr.Querfol. aufbewahrt, wovon sich ein Abdruck irrJ.G-Eeißlers anonym.m Werke: »Nachrichtvon der die Stadt Gvrlitz — 164» betroffenen Beslagerung", zur Erläuterung gedachter Platte besfindet. 4 °- Görlitz 777. Anderes von ihm meistnach C- Screta führt Dlabacz an; wie z. B.die Weisheit Gottes, Christus am Kreutze, Triumphder Weisheit, Erschaffung des Menschen u.s.f.Dann einen St Johann von Nepomuck, nachG. F. Massanecz (ib 64 .), und nach I. F. Heßein Marienbild, nebst der Vorstellung der beyDobranicz 167» vorgefallenen Sei lacht zwischenden Türken und Oestreichern. Schließlich bemer-ken wir noch, daß diese Familie sich fast immerweishun schrieb. Magazin der Sächsi-schen Geschichte Tb-IV. E. 5 o. und Weiz gelehrt. Sachsen . Sein Monogramm bestand ineinem verschlungenen u.
* Weißkirchner, s. im kex. und obenweiskirchner.
weißköpf (Wolfgang), Schreiner undStadtmeister zu Nürnberg , um das erste Vier»theil des XVI. Jahrhunderts. Derselbe stand beyseinen Zeitgenossen in großem Ansetzn, indem manihn in seiner Kunst den berühmtesten Meistern,und selbst dem Johann Stengel vorzog, wi U 'sHürnbergische Münzbelust. IV. Zb8.
Weißmann (Georg). Ei» solcher wurde1726 Königl . Sächsischer Hofmaler August II.Hofkal. Bevor er nach Dresden kam, war er(um 1706) Hofmaler zu Schwerin . In der dor,tigen Gemäldesammlung findet sich von ihm dasBildniß eines jungen Prinzen Ludwigs von Meck-lenburg zu Pferde (breit 4 Fuß 2 Zoll, hoch 5 F. 6Z.)Grorh verzeichn, der Herzogl. Gemalde -
*) »Mikrolozisch* wird mehr als Einer unserer Leser — wir aber denken »Aufbehaltenswerth genug!«
Also, dieser Aehnlichkeit seiuer anfänglichen Schicksale wegen, dennoch mit obigem Christinn seines Geschlechtsnicht »u »»wechseln,