durch Sachsen als Portraitmaler; allein verge-bens — er konnte seine Umstände durch nichtsverbessern, und wußte öfters nicht, wo er zuMittag oder wo er zu Abend essen sollte. Wederdie Akademie oder sonst jemand unterstützte ihn,obschon er, neben seinem Werthe als Künstler,ein sehr liebenswürdiger und äußerst moralischerMensch war. Ein Fehler des Unterleibes, derihm die ganze Traurigkeit seiner Lage noch fühl-barer machte, brachte nicht allein einigemal eineArt von Geisteszerrüttung bey ihm hervor, son-dern führte auch seinen Tod herbey. Er starb amBrande 1789 zu Dresden ; und zwar, wie derDresdner-Anzeiger Iahrg. 178g. 28.
besagt, 29 Jahr alt. Wahrend er auf seinemTodtenbette lag, wurde das Patent alsChurfürst-licher Hofmaler für ihn ausgefertigt — zu spätfür diese Welt, doch vollkommen früh genug fürdie künftige. Viele seiner kostbaren Arbeiten (dieitzt eifrig aufgesucht und theuer bezahlt werden)brachte der Preußische Minister von Heinitz an sich.Auch der Garnisonkantor Pfeilschmidt zu Dresden ,Inhaber einer beträchtlichen Aurikelflora, besitzt einesehr interessante Sammlung bunter Abzeichnungendieser Flora, von wellers Hand. Nach ihm hatC- A. Brummer 1790 das Bildniß des Burge-meisters D. G- Hartmann zu Görlitz , in 4 °.punkkirt.
Weller von M 0 1 s d 0 r f (Hans) auchbloß Molsdorf genannt, wurde i 5 -ji Churfürst-licher Münzmeister zu Freyberg in Sachsen undst. als solcher 2545 . A. Möllers Ehronickv. Freyberg I. 489.
— — — (Heinrich), ein Goldschmied zu Halleim Magdeburgisch"'- wo er sich 1678 verheira-tete. Dr-^aiipr's Beschreib, des Saal-
il. Beylage S. 194.
— — — (R.). Dergestalt nennt man irgend-wo einen Englischen Kupferstecher, ohne wettereHinzufügung.
wellerse (Judith). Ein Frauenzimmer zuGoßlar, die in der lateinischen Sprache, derArithmetik, der Astronomie und der Instrumental-Musik, so wie nicht minder in der Malerkunst sehrwohl erfahren war. Amaranthes Frauen-zimmer-Leyicon. Leipj. 2726, gr.8°. S.2228.
Wellhausen (Johann Heinrich), ein Bau-meister zu Hamburg 1804. Hamburg ischesAdreßbuch.
Welling (Ludwig), Landschafts- auch Bild-nißmaler in Miniatur, lebte mehrere Jahre inParis , und bildete sich dort unter den beßtenMeistern. Um 1800 befand er sich zu Ulm. BeyMeusel III. (1809.) erscheint er noch unter denLebenden.
Wells (I.), ein Englischer Landschaftsmaler.Einen außerordentlichen Beyfall erwarb sich der-selbe 1806 durch seine Gegenden von Norwegen und Schweden . Die wichtigsten sind eine Ansichtdes Schlosses Friedrichöhall, wo Carl XII. seinLeben verlor, und des Schlosses Behuus (Bahus)bey Gochenburg. In > 8 o 5 befand er sich unterdenjenigen Brimschen Malern, die sich von derKönigl. Societät trennten, und ihre Produkte, füreinen Schilt. Eintrittsgeld, in einem Privathauseaufstellten. Fiorillo V. 8 Z 5 —ab. u. 870. und:Lunft-Historie iDanmark, af Wein wich.E. 21Z. S. auch de» gleich ff. Art.
— — (I), ein Englischer Kupferstecher;
ob Derselbe mit dem vorstehnde» Maler, ist unsunbekannt. Der Unsrige gab nach A.Grand zweyschöne Blatter: statte ok?luscsrclens und
Llgin Oncksärsl; nach S.Jreland Ansichten derStädte Oxford und Cambridge ; dann andere aus
Welser von Neunhof. §ozz
Hertforsshire und Worcestersfhire; und nach N.Spyres eine Folge von 6. Bl> Landhäuser zuTwickenham, Richmond undJrlewokh, Alles inAquatinta-Manier. Diejenigen nach
Spyres werden dort schön genannt.
Wells (T.). Ein solcher zeigte auf der Aus-stellung der Königl. Akademie zu London 2791, dasBildniß einer Dame in Wachs pouffirt. (lkc.
— — ( ). Mündlicher Ueberlieferung zu-
folge, ein Engländer der sich 2795 bey einemseiner Anverwandten in dem Hause des Englischen Gesandten zu Lissabon aufhielt; damals in einemAlter von etwa 3 o Jahren. Er etzte zu dieser Zeit,doch wie man sagt nicht nach eigner Zeichnung,Prospekte der Gegenden von Lissabon , dortige Co-stümes u. s. f. in einer flüchtigen und freyen Manier.Seine gewandte Behandlung der Nadel und diefeste Dreistigkeit seiner Hand war zu bewundern;obwohl Wells eigentlich nur den Beruf einesMechanikus trieb. Gewöhnlich bedurfte es bloßeines Nachmittags, und seine Platte war fertig biszum Abdrucke.
welmann( ), wird in dem BerlinerAdreßkalender auf 2766 S. 82. gelegentlich alsein damaliger dortiger Emailleur genannt.
Wels (Franz), s. unten Wols.
— — s. oben Wells.
welsch (Daniel), ein Steinmetzgeselle vonRochlitz , der 2797 zu Dresden arbeitete,
— (Georg Ulrich),geb. und gest. zu Leipzig als ein angesehener Kaufmann. Zur berichtigendenErklärung des Lex. müssen wir bemerken, daß ernach and nach mehrere Stellen im Rathe seinerVaterstadt erhielt, und hierunter auch die Würdeals Baumeister oder Aedilis , andern Orts Bau-herr genannt. Obwohl er sonach die Mitaufsichtüber das Bauwesen der Stadt führte, so war erdoch kein Architekt in dem gewöhnlichen Umfangedieses Worts, noch hatte er nöthig ein solches znseyn. Unterdessen rühmt seine vor uns liegende Lei-chenpredigt (von J.B. Larpzorv Leipz. 2681. Fol.)wirklich die guten Kenntnisse, welche er in der Bau-kunst besaß. Sein Bildniß hat Phil. Kilian in Fol.gestochen; er wird darauf irrig Gottfried Ulrichwelsch genannt.
*— — (Gottfried Ulrich), s. denSchluß desgleich vorstehnden Art.
— — (Hans), irgend ein Künstler, vermuth-lich aber Goldschmied, der 26)2 zu Riga erscheint.Doch kann es leicht zruch seyn, baß derselbe damalsdort nur als Geselle kondikionirte.
— — (Jo.Melchior). Nach seiner 2700 gefer-tigten Zeichnung, hat G-A Wolfgang ein Bildnißdes Ulmer -Arztes E. Gockel in Fol. gestochen,weyerinan's L 4 achr. von Gelehrten undRünstlern aus Ulm S- 26h.
— (Peter). So hieß ein wenig bekannterguter und kräftiger Landschaftsmaler, der uns ein-zig aus dem Katalog der Gallerte des H. Hof- undLandgerichts-Advokaten Schmidt zu Riet bekanntist, wo sich von ihm (2809.) eine waldigte Gegendmit Wasser, mit drey Soldaten staffirt, befand.
welschke oder Wolschke ( ). So
nennt eine Handschrift einen Bildschnitzler undTischler zu Calau in der Lausitz , der 2754 basSchnitzwerk an der Orgel zu Finsterwalde fertigt«.
Weiser von tsleunhof (Carl Wilhelm),einRakhSherr zu Nürnberg , hier geb. 266Z und hie«gest. 1722; besaß gute architektonische Kenntnisse.Sein Bildniß in Folio: jok. vsniol kr«i(-lei?
T 2; *