Band 
Zweyter Theil [5].
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Werner

er 1758 nach einem Kupfer des E. Jeaurat von1710 kopirte. Unter andern hat er später die Vor-schriften des Hoche (Dresden 1780 2 LHIe.) gutgestochen. Er st. 1789 zu Dresden .

Werber (Christian Gottlob ), ein falscherName des Vorstehnden.

* — (Christoph), ein Miniaturmaler vonund zu Dresden , wo er sich beständig aufenthielt,und daselbst 49 I. alt 1786 starb. Er war einesGoldschmieds Sohn, und Schüler des Joh. Eman.

öbel. Magaz. d Sächs. Geschichte Th. III.

'. 7I7. ' Mc.

— — (Christoph Albert)- ein zweyter Sohndes perer Paul.im Lex. Derselbe war um 176hverpflichteter Münzeisen- u. Wappenschneider. Mrc.

— — (Christoph Gottlieb), ein falscher Namefür obigen Christian Gorrlieb.

— — — — »Bildbossirer" in der Por-

zellainfabrik zu Berlin , zeigte auf dortiger Aus-stellung 1786 einen Medaillon in Gyps mit demBildniß des Kronpinzen von Preußen. Vielleichtist er derjenige Modelleur . . . Werner, welcheri 8 o 5 als akademischer Künstler in gedachter Stadterscheint. M».

* — — (Christoph Joseph der altere, undFranz Paul), zwey Söhne des nachfolgenden be-rühmten Joseph w. welche im Lex. am Schlußedes Art. ihres Vaters erscheinen, wo aus demletzten» zwey Entia gemacht sind, und der einekurzweg Paul heißt, der andere aber (der beson-ders schönes Geflügel malte, und nach welchemM. Küssel gestochen hat) als Lranz (aber nichtals Sohn von Joseph) genannt ist. Chri-stoph Joseph dann genoß, nach seines VatersRückkehr aus Berlin in die Schweiz , von 1706bis 1711 noch ein Königliches Gehalt von 400 Thl.In 1712 ward er, nebst seiner Ehefrau, AnnaMaria Hapd, an den Chnrsächsischen Hof, beydeals Hofmaler, berufen. Dort starb er 8k, I. alt1760. Mcolai. Noch heißt es anderwärts: »In1796 kam er mit seinem Vater nach Berlin , undmachte sich sowohl dort als in Schlesien (wo ernach der Verheirathung mit der AM Haxd,und entfernt von ihr, der Kunst oblag) einen gu-ten Namen durch seine Geschicklichkeit. Da ge-dachte seine Frau (die unterdessen in einem grö-ßer» Rufe stand als er selbst) in 1721 von Berlin nach Dresden verschrieben wurde, so folgte erihr dorthin und wurde (nicht 1712 wie es obenheißt, sondern 1728) als Hofmaler angenommen,s. Das Neueste aus d. anmurhigen Gelehr-samkeit. Aerntemonat 1764 Leipz. 8 ° S. 6 r >5 ff.Wir kennen zwey Bildnisse (Graf Casimir vonWartenberg und der preußische Minister Georgvon Berchem ) die I. Tscherning nach ihm gesto-chen hat.

* — — — — der jüngere, gewöhnlichbloß Joseph genannt, des Vorstehnden Sohn,welcher im Lex. unter dem Art. Joseph Wer-ner '« erscheint. Derselbe war ein Schüler seinerMutter, Ä. M. Hayd, und befand sich 1764schon geraume Zeit als königlicher Hofmaler zuWarschau, wohin er von Dresden aus verpflanztworden. Dort starb dieser mittelmäßige Künstler176 .. einige 60 I. alt. Eine anderweitige Nach-richt, als ob er, nach seines Vaters Tode, dessel-ben Stelle am Churfürstlichen Hofe erlangt, istsomit wohl unbegründet, ^c.

— — (Fabian), ein Zimmermeisier, der un-ter der Leitung des Hier. Lotter das chursächsischeLustschloß Augusiusburg (von 1267 bis 1672) auf-führen half. I. E- von Schütz Beschreib,von« Schloß und Amr Augustusburg, Lechz.-7704°. S-.

Werner.

Werner (Franz), Geschichtsmalerzu Brunn,geboren zu Brüsau in Mähren 1770. Derselbebildete sich in Der Kunstakademie zu Wien . Vonihm kennt man Altarblätter und Bildnisse. Meu-sel III. wo er um 1809 noch unter den Lebendenerscheint.

* — — (Friedrich Bernard, und Georg Hein-rich), welche im Lex. am Schluße des Art. vonJoseph w. erscheinen. Den erstem betreffendliefert uns einer unsrer deutschen Kunstfreunde ff.Artickel:

»In der Beschreibung der Stadt Breslau (Drieg 1794 8°. S. 44 l ) heißt es von ihm un-gefähr : Er ist in hohem Alter zu Breslau gestor-ben Nach seinen Zeichnungen hat man 12 Pro-spekte von Regensburg und 4s -deren aus Schle-sien (die dort einzeln aufgezählt sind). Die Ver-zierungen einiger dieser Blätter, die meist zu Aug-spurg erschienen, sind von C. T. Schaeffler gezeich-net; die Kupferstecher waren: Chr. Fr. Hörmann,I. G. Pinz, Carl Remshard, I. G. Ringle, I.D. Schienen, Steidlin, I. B. Strahowsky.Auch trifft man noch 8o Prospekte SchlesischerStädte in Kupfer ohne Benennung eines Künst-lers; sie sind aber von ihm gezeichnet. In seinem»höhem Alter" gab er von allen Schlesischen lu-therischen »Gnaden-Friedenskirchen und damalsBechänsern" eine von ihm auch eigenhändig rasdirre Sammlung heraus, deren man aber nur dasVerdienst der Wahrheit der Darstellung beylegenkann. Endlich „im höchsten Alter" wieder seineTopographie Schlesiens in 5 Folianten — zwey-mal; davon das eine Exemplar die Kriegs - undDvmainenkammer zu Breslau , das andere diedortige Elisabeth-Bibliothek besitzt. — Der patrio-tischen Gesellschaft in Schlesien neue ökono-mische Nachrichten auf 1788 IV. S. 188 sog.besagen ferner, daß er aus Oberschlesien gebür-tig war, einen großen Theil Europens durchreiste,dabey ausnehmend viele Prospekte für Augsbur-ger Kunsthändler (Probst, Engelbrecht rc.) zeich-nete, den Titel als Königl. Preußischer Scenosgraphus und Redukteur trug, und vor einigenJahren (schreibt man 1780) gestorben sey. Hier,wo man ein kleines Verzeichniß seines Werkesgiebt, nennt man als von ihm selbst radirt: Per-spektivische Vorstellung der vom Könige von Preu-ßen dem Lande Schlesien verliehenen Bethäuser rc»nebst beygedruckker Geschichte, was in 4 Theilenund einem Supplemente von 1748—1752 erschien.Dieses Werk (worunter sonder Zweifel obige Gna-den-Friedenskirchen zu verstehen seyn mögen), ent-hält 164 Kupfer, die sich einzig aber wegen ih-rer Treue, weniger durch ihre Nadel, und amwenigsten durch die hier und da (im Texte?) an-gebrachten witzig seyn sollenden Einfälle empfiehlt;bann: klantaria 8. IZernarlli oder Abbildungenderer in Böhmen, Mähren, Schlesien gelegenenKlöstern, Probsteyen rc. Heil. Ordens von Cisterziti Bl. (wie z. B. aus Schlesien , Laubus, Ca-menz und Heinrichau) u. s. f. Wir selbst kennenvon ihm in sehr gr qu. Fol. äusserst mittelmäßigradirt, eine Ansicht von Leipzig die I. F. Probstverlegte, und davon sich auch illuminirte Exem-plare finden. Ausser den abgedachten Meistern,arbeitete» noch nach ihm: A. Glaeser, Phil. Andr.Kilian, I. C. Leopold excuä. C. F. Lottes, Nick.Mettel, C. M. Trapp."

Von Georg Heinrich (gewöhnlich bloß Georg)Werner dann holen wir, theils aus den vorer-wähnten Notizzen eines Kunstfreundes, theils ausandern Quellen, Folgendes nach: Derselbe warvermuthlich Sohn des unten folgenden JohannHeinrich, Zeichner, Kupferstecher und Medailleurzu Erfurt . Vorzüglich bekannt machte er sich inseiner Gegend durch eine Menge Bücher über dieKunst, die er mit Kupfern zu Erfurt in 8°. her-