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für's Vaterland sterben sollte, er nichts Bessereswünsche als sich von einem solchen Künstler vor-gestellt zu sehen. Redendem wurde behauptet,die Absicht dieser Ausstellung sey vorzüglich dahingegangen „eine Subscription für ein Blatt nachdiesem Gemälde an den Mann zu bringen undmit eckelhaster Charlakanerie anzubieten". Hin-wieder wird anderwerts an diesem Bilde, freylicheine Nebensache, nämlich die Menge wohlgeirof-fener Bildnisse der vorzüglichsten der bey jenerLrauerscene anwesenden Personen ganz besondersgerühmt; mit der weitere Bemerkung: Ein Seiten«stück dazu sollte den gleichzeitigen Auftritt im Unter-theil des Schiffes darstellen (was wir nur halbverstehen); und beyde gedachte der Künstler (wiewir schon erwähnt) durch Heath stechen zu lassen.
Von dem schönen Gemälde der SteinigungStephan! in der Kirche dieses Namens zuLondon , erzählt Förster, in seinen Beyträ-gen zur Benntniß Großbritanniens Th. I-
S. sgZ. ein Anecdoton, welches nachgelesen zuwerden verdient.
Endlich bemerken wir noch: Daß, ungeachtetdie General-Versammlung der Königl Akademieihn i 8 c >4 u. 5 . neuerdings zu ihrem Vorsteher ge-wählt, er sich von dem schon langer gehegten Vor-satz nicht abhalten ließ, am s.Dezemb. des letzt-genannten Jahrs, diese Stelle wirklich aufzugeben.Seit R. Dalkons Tode (1792.) war er Aufseherder Gemälde des Königes mit einem Gehalte von3 oo Pf.Sk. Gestochen nach West haben: F.Bartolozzi, I. Basire, P. C. Canot, Th. Cook,G. S. und I. G. Facius, I. Fittler, I. C. G.Fritsch, C. Grignion, I. Hall, M. Liart, H. Lips,
E. Malvieux, I. B. Michel, D- P. Pariset, S.
F. Ravenet, P.Sandby, G-Scorodoomoff, W.Sharp, R. Strange, W. Woollet.— Geschabt:W. Dickinson, R. Dunkarton, R. Earlom, E.Fisher, V.Green, J.E.Hayd, C.H.Hodges, I.R. Smith, C., I. u. Th. Watson. — Einige vonihnen auch in Etz- Punktirr und Luschmanier.
Von Bildnissen nach ihm kennen wir:
1. Ihn selbst*) mit seinem jungen Sohn (Robert).6reen.
2. Seine Gattin (als Madonna) mit ihrem Kindim Arm. 6reen.
3 . Er und seine Familie. Die Mutter halt ihrtodtes Kind auf dem Arm; der Vater betet.
6. 8. er). 6. kacius **). — Copieen pariset.Lover. D. RuAeuäas.
4. Georg III. König , kiscker.
5 . Charlotte, die Königin, die Hände überein-ander geschlagen. 6reen.
6. Ebendieselbe mit der Königlichen Prinzessin'
6reeri 1778 ***).
7. Die Prinzen Ernest August , August Friedrich,Adolph Friedrich, und die Prinzessinen Auguste Sophie , Elisabeth undMaria. 6reeni778.
8. Der Prinz von Wales und sein Bruder, derBischofvonOsnabrück, ganzer Statur. 6reen1779 -
9. Der Prinz von Wales und der Herzog vonDort, ganze Figuren, stützen sich auf einan-der. Colorirt ohne Namen des Stechers.
10. Prinz Wilhelm Heinrich. 6reen 1780.
11. Ebenderselbe als Matrose. Lnrtolosrst et8anä-bX'jJ. 1782.
12. Ein Engel in den Wolken hebt ein Kind zumHimmel empor, dem noch ein kleineres denArm reicht Anspielung a. d. frühen Todzweyer jungen englischen Prinzen. Strang»1788.
13 . Octavius, Prinz ^), eine jugendliche Figur,kncii 178h.
14. Lord Georg Lyttleton. Dunkarton. Sehrschön.
1 5 . John Sawbridge (als Brutus!) ganze Statur.Pü.Wntson. Sehr schön und selten.
16. Robert und Thomas Drummond, Söhne desErzbischofs von Dorf, ganze Statur. 6reen.
17. Lord Großvenor, ganze Statur. Dickinson.
18. Generalmajor Robert Monkton. Watson.
19. Thomas Newton, Lord -Bischof von Bristol .Lariom.
20. Sir Edward Astley , Baronet. 16 .
21. Sir Joseph BankS . ). K. 8mitü.
22. W.tz. Cavendish Bentingk, Herzog von Port-land, und Lord E.Bentingk, beyde stehnd. 16 .
2Z. Lady Beauchamp (proctor) ). Watson.
") Andre Bildnisse des Unstigen, nach Andern, giebt es die Menge. Die vorzüglichsten sind:
1. o. Llusrü s>. Lsr. Wslsou rc. IN. n.
2. W- l.»wisn»on p. W. selber ,c. in. o.
z. 6. n. »giiov, p. I. kitiiei Wunderschön, im Alter, mit der Brille in der Hand, vonwelcher er» wegen einer gewissen Vorrichtung in zwey Hälften getheilter Gläser sagte, daß siesein Glück ausmachen.
4. V 7 . ll. Oewroii s>. 6. llestk »<?. Ebenfalls im Alter.
Noch nennt einer unserer Freunde eins von Lips (1779-) wohl aus der Lavaterschen Physiognomik, undein anderes in dem Luiopesa iVisAsriue 1794 von C. Josi gezeichnet und gestochen.
"*) In Punktirmanier für sehr vorzüglich und das Meisterstück dieser Stecher gehalten; uns wollte es niebesonders gefallen: Eine Qnäkerfamilie, die den Tod eines neugebornen Kinds in der Stille bedauert,und in so weit ruhig und s-bön. Aber, zumal des Künstlers eigene Figur, lang und steif, fällt wie insI-mmer hinein, oder aus dem Blatte heraus.
Der Katalog von Paignou.Dijonval enthält ein solches Blatt, mit dem Hinzuthun: „Sie beschauen einStück Eroffe, das sie in der Hand halten!" Colorirt, ohne Namen des Stechers. Eine Crvie davon gabI. C. G. Frihsch.
-f) Wunderliebliches Blatt, vom erstem geetzt, vom zweyten in Aqualinta überarbeitet,j-f) Wer ist dieser?
stt) Das Bild gehört der Gregorianischen Societät zu Norivkch.