Kunstschule, zeigte 1819 auf der borkigen Ausstel-lung einen Akt nach Casanova, ^c.
Wielch (Georg), ein Glockengießer zu Zittau l 5 gh.
* wteling (Niklaus), wird bisweilen auchwilling und Willich genannt. Nach Aicolaiward er schon 1667 *) nach Berlin berufen, undbekam anfangs 1000, und bald hernach 1200Rthlr. Gehalt. Er st. 1681 und hinterließ einenSohn gleichen Namens, der auch Maler war,und i/n sich um einen Platz in der Akademie zuBerlin bewarb. Sandra« führt den Vater alsChurbrandenburg. Maler und geschickten Schreib-meister 1670 unter dem (vollends irrigen) NamenWrllinger an. Im Kirchenbuche zu Weissenseeendlich wird eines Hofmalers wllllch beym I.1674 gedacht, welcher ebenfalls kein Anderer, alsunser Wteling ist. Derselbe arbeitete in der Ma-nier des Mieris. Von ihm besaß (1809) die Ga-lerie des H. Hof - und Landgerichts - AdvokatenSchmidt zu Riel: Eine Köchin am Küchentische,mit einem Häring in der Hand. In der Galeriezu Berlin findet sich von ihm: Dädalus , der sei-nem Sohne die Flügel anbindet, und ihn väterlich(wie gewöhnlich vergebens!) warnt nicht zu hochzu fliegen. Der ungeduldig zuhörende Sohn ist«in schöner wackrer Jüngling, dem sich ein blau-seidenes Gewand in trefflichen Falken um Leibund Arme schlingt. Dädalus ist stark kolorirt,und steht in einem Contraste mit der zarten Fär-bung des Sohnes. Man nennt dieß fleißig stu-birte Gemälde (4^ hoch, 3 ^ 6 " br. auf Leinwand)als des Unsern Meisterstück, puhlmann'sBeschreibung d. Berliner -Galerie S. 171. ff.Nach ihm soll aus eben dieser Galerie Joh. Gott-fried Barksch ein kleines Blatt gestochen haben:Venus und Adonis (Lauf. Heinecke 1 . «.), sowie sich ferner in dem Zeichcnbuche des Joh. Bi-schop einiges nach ihm fände. Schließlich bemer-ken wir noch, daß er Eine Person mit dem . . .wiUinger des Lex. ausmacht.
— — (Niclaus), ein Sohn des Vorstehn-
den, s. den gleich obstchnden Art. M§e.
* wrelr s. Wüt im Lex. und unten.
Wiemann ( ). In voigr's Magaz.
der Naturkunde. Weimar VIll. Jahrg. 180b.Monat August, findet sich nach ihm, von k. Heßgestochen, der fossile Schädel eines Höhlenbären.
* Wien (Norbert von), ein Kapuziner, s.Norbert im Lex.
Wienhöber ( ), Buchbindergeselle, der
zu Berlin bey Thieme um i8on das Stempelschnei-den erlernte. Er setzte darauf seine Wanderschaftals Buchbinder fort, und schnitt für seine Hand-tvcrksgenosscn Stempel und Zilete — mittelmäßiggenug.
Wi solaren (Maria), ein weiblicher odermännlicher Verleger zu Augsburg um 1700. Wirkennen aus diesem Verlage drey Blatter ; nämlich:Christus in einer Stellung, als wenn er gegeißeltwerden sollte, ein kleines artig radirtes Blatt,bezeichnet: Claris Mointe» ex. ; dann eineMaria mit dem Kinde, schlecht in 12", bewichnek:blaria //Ho/ateu; und endlich ein im Geschmackedes le Pautre (nachdem es vielleicht auch kopirtwurde) architektonisch verziertes Blatt, i» dessenMitte, unter dem H. Geiste, Maria nebst demKinde von Wolken umgeben sitzt, bezeichnet:
rla /^reo/ate» ex. dieß in 40- Oben ha-
ben wir bereits die-oder denselben, nach der An-gabe eines Gantkatalogs (gewiß aber irrig in derNamensschreibart) als M. Violatin aufgeführt,und dann angezeigt, daß unsere Person auch selbst,für den Verlag des G. A. Wolfgang, nach GuidoGestochen hat.
* wier auf Kupferstichen, ist eine Kürzungvon wierix.
wierand (Caspar von) genannt Vogt, einBaumeister, s. oben voigr.
* wiericx, )
» s. im Lex. und gleich nach-
Wierinc, und >
» folgend unter wieriz.
Wiertnx /
* Wi bringen (Cornelius). Nach Rost ge-
boren zu Hartem um 1600 (wohl früher), alsonicht 1624 wie Basan (L<l. sec.) sagt, der ihnCornelius Eiaas nennt. Derselbe, anfangs See mann , und fähig, selbst ein Schiff zu befelchnen,auch im Nothfall ein solches zu bauen" (heißt esbey Descamps II. 45 .) „verließ dann diesen Be-ruf, um uns die Gefahren und Schauer desselbenals Künstler zu schildern." Seine selbst geetztenBlatter stellen Werft«, Dörfer und Flecken miteiner Menge Figuren dar. Rost V. 287. ClaasJan Visscher hat nach ihm eine zahlreiche Folgekleiner Landschaften und Marinen gestochen l. 0.Anderwärts werden bloß: ^moenioros KeZIun-culso i 4 BI. bl. kiscator exc. Truste!. i 6 l 3nach ihm genannt. Gandeliini heißt seine Land-schäftgen (wahrscheinlich die eben erwähnten) gra-ziöse, was Malpe noch umständlicher besagt,und ein Paar Monogrammen von ihm anführt. —Einer unserer Freunde dann will ausdrücklich wis-sen, daß er eigentlich Cornelius Claesson (mitund auch ohne von Wieringen) geheißen, undrügt hiernächst die auch von Malpe vollends zuspät in 1604 gesetzte Geburt, und die von, Lex.nicht minder zu spät mit i 63 o angegebene Dlü-thezeit. Denn (heißt es hier) schon 1610 etzteClaus Jansen Visscher eine artige Folge von Land-schaften (i(, »ummerirte Bl. in 4 °.) betitelt: ,-Zmoe-niorLS aliguot rsAiunculao a Oo»»e/io vVico/arn clellneatss. Er starb zu Harlem
IÜ 35 , wie Carl v. Mander beybringt. Außerabgedachtem kennen wir von ihm noch eine Folgevon 4 Bl. in schmal 4°. mit Wassergegenven, die,ohne den Namen des nicht ungeschickten Ctzers,bey Roguie erschienen ist. Nach diesen letzter» An-gaben waren somit die obigen, theils zu ergänzen,theils zu berichtigen.
* Wieriz, wierix oder wieerx, auchwirix (Anton, Hieronymus und Johann), Ge-brüder. Wir sondern sie:
* — — — — (Anton), Zeichner und Ku-pferstecher, wie man glaubt der jüngste dieser Bru-der, geboren zu Amsterdam um r552. Erarbei-tete in derselben Manier, wie die beyden nach-folgenden ältern, doch noch, wie Malpe meint,mit mehrerer Feinheit (s. K. Trockenheit). RostV. i 53 — 55 . nennt von ihm theils kleine Bildnisse(wie z. B- Jsabella von Oesterreich , Tochter Phi lipp II .. Pabst Clemens VII.. und den Cardi-nal Bellarmin ), theils kleine Andachtsbilder, ohneandern Namen als den ftiiiigen, und darunter,als eines der beßten: St. Hieronymus betend,nebst zwey Engeln (i 58 j). Dann mit seinenBrudern gemeinschaftlich: Das Leben Christi,
^ Zn der neuen N„sg<che des Künstlerler. Thl. 1. heißt es, durch Druckfehler: iZ 7 r.