Will-.
Wilmann.
6ooz
Titelblatt zu der Uebersetzung von FosterS Pre-digtsammlung gestochen.
* wllls eigentlich Wels (Johann), s. obenund im Lex. Willis.
— — — — (Peter), ein Feldmesser, nachwelchem I. v. Velde, einen Grundriß der großenKirche zu Harlem in qu. kl. Fol. geetzt hat. Mansieht dieses Blatt in Sam. Ampzing's Lesckr^-dinZe enäe los äer Ltaä klariern. ^e Harlem
rbsS 4°.
* — — (T.), s. oben und im Lex. Willes.
— — ( ). So soll auch ein englischerKupferstecher heißen, der zu zwey artigen von R-Pollaro 1787 radirten Blättern in Fol. die Aqua-tinta hinzufügte. Sie enthalten die alte Ballade:Der Blinde von Bendwall-Green. S. auch dengleich ff. Art.
— — ( ). So nennt Basan (Lö. sec.)auch um 178g einen jungen Künstler, der in 1782zu Paris zwey kleine Gegenstände in Oval, inenglischer Punktirmanier, nach Stephanoff gesto-chen, welche die Wahrheit und den Ruf — zweysehr verschitdene Wesen — darstellte. Höchst wahr,scheinlich ist dieser Stecher mit dem gleich Vor-stehnden Eine und dieselbe Person.
willsdorf ( ), Maler, Schüler von
Schenau. Das einzige, was wir von ihm wis-sen, ist, daß sich einige seiner Arbeiten auf demDresdner -Salon 1794 befanden, von denen esleider! in Mensel» bst Mus. S. 263 heißt:„Die Nacht des Correggio, und eine Madonnamit dem Kinde, beydes Kopien nach Kopien;letztre hat, den Ton belangend noch am Deßtcngefallen; dann ein weiblicher Kopf nach Schenau,und der Kopf eines Bestalln nach Vogel. Die-ser war nun wirklich das Beßte von seinen Pro-dukten. An der historischen Jnvention: Perseus befreyt die Andromeda , hätte H. w. wohl nochbis zur nächsten Ausstellung feilen können, umnicht so offenbaren Unsinn zu zeigen."
willrverrh (Hubert), wird in dem Chur ,baierschen Hofkalender auf 1780, als Hoffiguren-maler aufgeführt.
Wilmann eigentlich wrlmans (ChristianWilhelm), ein Glasschneider, Glasfaktor undGlashändler zu Berlin i 8 o 5 .
— — oder Willmann (Hans Mar-tin), ein Steinmetzgeselle von Luzern , der 1678zu Dresden arbeitete. M-c.
— — — — (Joseph), ein vorzüglich
eschickter Schlosser zu Luzern 1811. s. (Bu-
inger) die Sradt Luzern S. 104.
— — — — (Michel). Aus seinemVaterlands ging er nach Holland , und kam dannnach Berlin , wo er um 1660 arbeitete. In Ka-binettern findet mon noch zuweilen Staffeleystückevon ihm. In Charlorrendurg waren verschie-dene vorhanden, die aber bey der Plünderung>760 verloren gingen. Von Berlin gerieth er nachPolen , und endlich nach Schlesien, wo er seine
Tochter Anna Elisabeth, selbst gute Malerin,an einen seiner Schüler, den tüchtigen Geschichts-maler, Christoph Liszka, verheirathete *); erselbst aber ließ sich in dem Kloster Laubus alsMönch einkleiden, und starb daselbst gegen Enddes XVII. Jahrhunderts **). Dort und ander-wärts sieht man eine Menge trefflicher Bilder vonihm. Mcolai. So z. B. in der Kirche des rei-chen Cistcrzienserklosters Grißau in Schlesien sehrgroße Gemälde, die Kindheit Christi vorstellend,welche die beyden Seiten zieren, und eine wirk-liche Bildergalerie ausmachen. Sie sind mit ebenso vieler Erfindungskunst als Schönheit des Aus-drucks und Kolorits vorgestellt. In deutschen Galerien finden wir einzig von ihm zu Dresden das Bildniß eines Knaben in kurzen Haaren, derfein Haupt bückt; und einen St Sebastian be-saß 1794 noch der H. Kaufmann Fischer zu Pots dam . Meusel's A. Museum S. ivr. ImDeutschen Merkur 1780 S. 228. wird er Wy-land genannt. Die Jtaliäner nennen ihn Wil -landino. Er selbst war Stecher mit der Etzua-del und dem Grabstichel, und zeichnete viel fürandere Stecher. Seine eigenen Blätter sind sehrgesucht. Der Katalog von Winkler nennt zweyBrustbilder: Eines Prälaten in der Mütze und imProfil, leicht geetzt; das zweyte eines Mannsmit der Brille der schreibt ***), mehr ausgear-beitet, im Geschmacke von Rembrande (1670);dann Christus am Tisch mit seinen Schülern, und,im Gange nach dem Calvarienberg das Kreuztragend, spricht mit den H. Weibern; St. Antonvon Padua auf den Knieen vor dem Chri'stuskinde,und St. Francisc in der Wüste, mit dem Kru-zifix, und ein Lamm zu seinen Füßen. (Auf die-sen beyden Blättern steht w- Name verkehrt);einen Römischen Kaiser zu Pferde, der einen Hei-ligen enthaupten laßt (zweymal, das einemalgeetzt, das andremal mit der kalten Nadel aus-gearbeitet, beyde selten); Gott den Vater in derGlorie, segnet die H. Jungfrau, auf ihren Knieendas Kind, welches der Schlange den Kopf zer-tritt (auf gleiche Art, wie das vorige, gedoppelt)i 65 i. Endlich: Die Himmelfahrt der H. Jung-frau, in Gegenwart der entzückten Apostel (, 68 Z),schön und selten. Hinwieder haben nach ihmgestochen: I. I. Sandrart eine Abnehmung vomKreuze; Magdalena, die den Leichnam salbt, nocheine Grablegung, uud eine Ausgießung des Gei-stes; zwölf Einsiedler mit ihren Visionen, dieseohne wilmanns Namen; vierzehn Ordensheiltge,ebenso, ohne Namen des Malers und Stechers;zwey gleich den obigen, kleine? aber (diese) köst-liche Blätter, das eine Legendenheilige mit der ,Ucberschrift: /esus Maria )o 8 epi>, das andereSt. Ursula, die mit ihren Gespielinnen zuCöllnlandet. Dann einen St. Justin, die KöniginSt. Theresia, und den Cistercienser-Abt von Grisrsau, wie er St. Joseph in den Wolken ein Buchübergiebt; das erste Blatt mit W. Kilian bezeich-net. Dann die H. Jungfrau in den Wolken, vomKind geliebkoöt; ihr zur Seite St. Jacob undSt. Sebastian, unten eine große Abtey; Jesus erweckt den Sohn einer Wittwe, und Christus,der aus den Wolken der sterbenden Magdalenadie Hand reicht (diese drey in 4 °. ohne Namender Künstler); endlich das Leben St. Josephs(14 nummerirte Blätter) schöne Folge in Tusch-manier ausgeführt, ohne Namen des Stechersin 40 Noch nennt der Catalog von Brandesnach ihm ein männliches Brustbild von A. Rie-
") Diese Tochter wird unten bey Dkabacz nicht erwähnt; und der hier genannte Üischka war des UnsrigenStiefsvhn.
S- überhaupt manch Irriges des kurz Vorstehnden unten.
*«») Wohl sein eigenes, auch unten erwähntes.
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